Sterben die Einzelkämpfer aus?

Von Nathalie Bockelt, JONA

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Alfred Weinzierl (Spiegel)

Die Themen werden komplexer, die Datenmengen größer und der Kampf um die Exklusivität härter. Um dem Qualitätsanspruch gerecht zu werden, entstehen auch in Deutschland immer mehr Rechercheverbunde und -ressorts. Was sind die Vor- und Nachteile?

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Keiner trommelt für die Frauenquote – bis auf einen Mann

Von Sofia Faltenbacher, DJS

Emanzipation ist erst dann erreicht, wenn Frauen sich nicht mehr dafür bejubeln lassen müssen, auf einem Chefposten zu sitzen. So sagte es einmal sinngemäß die Chefredakteurin der österreichischen Tageszeitung Der Standard. Dass dieser Zustand noch nicht erreicht ist, sah man auf den Panels der nr-Jahreskonferenz, die sich mit Frauen befassten.

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„Pressefeindlichkeit in ganz neuer Qualität“

Die Laudatio hielt Hauke Friederichs. Foto: Sebastian Stahlke

“In den Konfliktgebieten ist Heckler & Koch so bekannt wie Daimler-Benz”, sagt Laudator Hauke Friederichs. Foto: Sebastian Stahlke

Von Philipp Kosak, DJS

Seit 13 Jahren wird die „Verschlossene Auster“ verliehen, in diesem Jahr erstmals an einen Waffenhersteller. Netzwerk recherche würdigt damit den bislang einzigartigen Umgang eines Unternehmens mit negativer Berichterstattung: Vertreter von Heckler & Koch haben im November 2013 beim Präsidenten des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) vorgesprochen, nachdem Medien kritisch über die Firma und die Schwächen ihres Sturmgewehrs G36 berichtet hatten. Das Unternehmen soll den MAD gebeten haben, Informanten auffliegen zu lassen und kritische Berichterstattung zu unterbinden. Heckler & Koch bestreitet die Vorwürfe.

ZEIT-Autor Hauke Friederichs sagte in seiner Laudatio, mit dem Preis wolle Netzwerk Recherche ein Signal setzen gegen das Totschweigen und Vertuschen, für Transparenz und freie Medienberichterstattung.

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Aufklärung im Altenheim

Wie wird man gemeinnützig? Und was fängt man damit an? Foto: Raphael Hünerfauth

Wie wird man gemeinnützig? Diese Runde kennt sich aus. Foto: Raphael Hünerfauth

Von Sofia Faltenbacher und Christina Hertel, DJS

Nonprofit-Journalismus – kann es in Deutschland gar nicht geben, zumindest rechtlich nicht. Spenden an journalistische Projekte können nicht von der Steuer abgesetzt werden, anders als Spenden an Greenpeace oder die Caritas. Wer trotzdem als Journalist gemeinnützig arbeiten will, schafft das nur durch Hintertüren. Oder durch einen Abstecher ins Altenheim.

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Der erste Tag der Jahreskonferenz – im Video

Einblicke in den ersten Tag der nr-Jahreskonferenz – mit Oliver Schröm, Carolin Emcke, Jakob Augstein, Jacob Appelbaum, Dennis Gastmann und Julia Friedrichs.
Produktion: Eva Steinlein und Yannic Hannebohn, DJS

Jacob Appelbaum: „There is no safety if you want to do good work“


Ein Interview mit dem Journalisten Jacob Appelbaum am Rand der nr-Jahreskonferenz (auf Englisch)

Produktion: Eva Steinlein und Yannic Hannebohn, DJS

Rumänische Verhältnisse

Stefan Candea setzt den Populisten in Rumänien unabhängigen Journalismus entgegen. Foto: Stahlke

Von Simone Stern, DJS

Nur 20 Prozent der Rumänen glauben laut einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung an unabhängige Berichterstattung in ihrem Land. Das ist auch gut so, sagt Stefan Candea. Denn die Medien in Rumänien seien verwebt mit der Politik – und „die Hälfte wird aus dem Knast geführt“.

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Verschlossene Auster 2015 für Heckler & Koch

Die verschlossene Auster ging dieses Jahr an Heckler & Koch. Foto: Raphael Hünerfauth

Der Preis für den Informationsblockierer des Jahres. Foto: Hünerfauth

Die Verschlossene Auster, der traditionelle Preis für den Informationsblockierer des Jahres, geht in diesem Jahr an das Rüstungsunternehmen Heckler & Koch.

Die Journalistenorganisation Netzwerk Recherche würdigt damit den wohl bislang einzigartigen Umgang eines Unternehmens mit negativer Berichterstattung. Vertreter von Heckler & Koch waren beim Präsidenten des Militärischen Abschirmdienstes MAD vorstellig geworden, nachdem Medien wochenlang auch auf Grundlage vertraulicher Unterlagen kritisch über das Unternehmen und die Schwächen des Sturmgewehrs G36 berichtet hatten.

„Dass Heckler & Koch ungern auf Fragen aller Art antwortet, sondern stattdessen lieber eine Anwaltskanzlei damit beauftragt, Journalisten abzubügeln und zu drohen, ist bekannt“, heißt es in der Begründung des netzwerks recherche. „Die in der Rüstungsbranche übliche Pressefeindlichkeit hat Heckler & Koch nun aber durch das Vorsprechen bei einem Geheimdienst zu einer ganz neuen Qualität gebracht.“

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Recherchieren unter Reichen

Reporter Dennis Gastmann recherchierte unter Reichen. Foto: Sebastian Stahlke

Wer einmal das Vertrauen der Reichen gewonnen habe, werde weitergereicht, sagt Dennis Gastmann. Foto: Sebastian Stahlke

Von Frederike Holewik, JONA

Als Journalist hat man keinen Aston Martin, mit dem vorfährt, selten ein Armani-Kleid, um über den roten Teppich zu laufen. Die wenigsten kennen die Benimmregeln der High Society und des Jetsets. Wie also erhalten sie Zutritt zu diesen Kreisen und kommen ihren reichen Protagonisten näher? Und wer sind eigentlich die Reichen?

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Weibliche Spitze für netzwerk recherche

Bernd Kastner, Markus Grill, Renate Daum, Christina Elmer, Gert Monheim, Cordula Meyer, Julia Stein und Egmont Koch. Foto: Wulf Rohwedder

Gewählt: Gert Monheim, Bernd Kastner, Markus Grill, Cordula Meyer, Renate Daum, Julia Stein, Christina Elmer und Egmont R. Koch (von links). Foto: Wulf Rohwedder

Die NDR-Journalistin Julia Stein ist neue Vorsitzende von netzwerk recherche. Mit großer Mehrheit wählten sie die anwesenden Mitglieder am Freitagabend auf der Jahreskonferenz in Hamburg. „Ich freue mich auf die Teamarbeit und die zwei Jahre, die vor uns liegen“, sagte Julia Stein. Sie dankte ihrem Vorgänger Oliver Schröm, der „Mut und Geradlinigkeit“ bewiesen habe, als er den Verein vor vier Jahren in schwieriger Zeit übernahm.

Zur zweiten Vorsitzenden wählten die Mitglieder Cordula Meyer, die das Deutschland-Ressort des Spiegel leitet. Renate Daum (Stiftung Warentest) wurde als Schatzmeisterin gewählt, Christina Elmer (Spiegel Online) als Schriftführerin. Damit hat netzwerk recherche zum ersten Mal eine weibliche Spitze.

Im Amt bestätigt wurden die Beisitzer Markus Grill (Correctiv), Bernd Kastner (Süddeutsche Zeitung), Egmont R. Koch (Autor und Produzent) und Gert Monheim (ehem. WDR, Die Story).

Die Mitgliederzahl von netzwerk recherche ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und liegt inzwischen bei mehr als 700.

Update 5.7.: Weitere Kolleginnen und Kollegen wurden vom neuen Vorstand kooptiert: Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung), Kuno Haberbusch (NDR), Ulrike Maercks-Franzen (ehem. dju in ver.di), Manfred Redelfs (Greenpeace), Albrecht Ude (Journalist und Recherchetrainer), Marc Widmann (Die Zeit) und – neu im Vorstandsteam – Medienjournalistin Vera Linß.

 

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