{"id":1026,"date":"2014-07-16T14:03:06","date_gmt":"2014-07-16T12:03:06","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wordpress\/blog14\/?p=1026"},"modified":"2020-10-12T17:50:17","modified_gmt":"2020-10-12T15:50:17","slug":"money-for-nothing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/blog\/money-for-nothing\/","title":{"rendered":"\u201cMoney for nothing?\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vier Fragen an&#8230; Marco Maas<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_22765\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/machtnetze_rh_r3_1476.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-22765\" class=\"wp-image-22765 size-medium\" src=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/machtnetze_rh_r3_1476-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/machtnetze_rh_r3_1476-300x200.jpg 300w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/machtnetze_rh_r3_1476-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/machtnetze_rh_r3_1476-768x512.jpg 768w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/machtnetze_rh_r3_1476-272x182.jpg 272w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/machtnetze_rh_r3_1476.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-22765\" class=\"wp-caption-text\">Marco Maas (Foto: Raphael H\u00fcnerfauth)<\/p><\/div>\n<p><em>1. Welche besonderen Herausforderungen stellen sich Datenjournalisten in Deutschland?<\/em><br \/>\nErst einmal stellt sich die Herausforderung, damit Geld zu verdienen. Das ist eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen, weil die Redaktionen heutzutage noch nicht die datenjournalistischen Kompetenzen sch\u00e4tzen und aufbauen. Und das ist etwas, das es f\u00fcr freie oder externe Journalisten schwer macht, sich in diesem Bereich zu etablieren. Gesellschaftlich werden wir uns der Frage stellen m\u00fcssen, ob es wirklich gerechtfertigt ist, so viel Aufwand in solche Sachen reinzustecken: Sind die Dinge, die wir damit aufdecken, wirklich so relevant, dass es sich lohnt, mehr daraus zu machen als h\u00fcbsche Grafiken, die sich bewegen. Die Frage ist: Wo ist der Mehrwert? Ich glaube aber, dass wir in einer Welt leben, die immer technischer wird. Daher brauchen wir Experten, die verstehen mit diesen Daten umzugehen. <!--more--><\/p>\n<p><em>2. Wo k\u00f6nnten Datenjournalisten mit Wissenschaftlern zusammenarbeiten?<\/em><br \/>\nWissenschaftler erzeugen Daten, Wissenschaftler untersuchen Dinge \u2013 und der Journalist vermittelt Dinge. Die Expertise eines Wissenschaftlers, kombiniert mit dem Storytelling eines kompetenten Journalisten, kann ganz neue Geschichten erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><em>3. Wie sollte man den Datenjournalismus in Deutschland f\u00f6rdern?<\/em><br \/>\nIch glaube, dass Redaktionen erkennen m\u00fcssen, dass Datenkompetenz etwas ist, was ihren Mitarbeitern gut tut. Damit m\u00fcssen Schulungen einfach viel wichtiger und ein viel gr\u00f6\u00dferer und essentieller Bestandteil in der Redaktion werden. Die meisten Journalisten sind schon \u00fcberfordert, wenn sie eine Excel-Tabelle aufmachen, und wissen nicht, was sie damit machen sollen. Es wird nicht so sein, dass wir Datenjournalisten in jeder Redaktion haben, aber eine Grundkenntnis vom Umgang mit Daten ist absolut notwendig. Wenn man dann Spezialisten hat, die das Storytelling in interaktiven Geschichten umsetzen&#8230;das ist glaube ich das, was wir brauchen, um diese Disziplin wirklich zum Abheben zu bringen.<\/p>\n<p><em>4. Was sind Grenzen des Datenjournalismus?<\/em><br \/>\nIch w\u00fcrde immer eine Grenze ziehen, wenn pers\u00f6nliche Daten betroffen sind. \u00d6ffentliche Daten sollte man und muss man nutzen, private sollte und muss man sch\u00fctzen. Ein Motto, das ich mir nicht selbst ausgedacht habe, sondern das seit etlichen Jahren ein Grundsatz ist, der vom <a href=\"http:\/\/www.ccc.de\/hackerethics\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Chaos Computer Club<\/a> gepr\u00e4gt und entwickelt wurde. Dass so ein Journalismus unfassbar objektiv ist, kann man sich auch nicht vorstellen: Mit dem Blick auf die Daten verf\u00e4lscht man sie schon, und ein Datenbestand ist nie vollst\u00e4ndig.<br \/>\nMan kann also nicht wirklich objektiv berichten, man kann aber evidenzbasiert berichten. Es ist nicht mehr nur der Einzelfall, der mir meine Geschichte bringt, die ich erz\u00e4hlen m\u00f6chte. Ich habe diesen Einzelfall, aber auch noch 20 andere Messungen. Es wird also objektiver \u2013 andererseits kann man die Datenauslegung auch zur Meinungsteuerung nutzen: Eine der gro\u00dfen Gefahren ist es, wenn PR und \u00f6ffentliche Firmen auf den Trichter kommen, dass man mit guten Datenvisualisierungen die journalistisch aufbereitet sind, auch sehr einfach Meinungen beeinflussen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier Fragen an&#8230; Marco Maas 1. Welche besonderen Herausforderungen stellen sich Datenjournalisten in Deutschland? Erst einmal stellt sich die Herausforderung, damit Geld zu verdienen. Das ist eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen, weil die Redaktionen heutzutage noch nicht die datenjournalistischen Kompetenzen sch\u00e4tzen und aufbauen. 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