{"id":1225,"date":"2014-08-01T12:13:10","date_gmt":"2014-08-01T10:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wordpress\/blog14\/?p=1225"},"modified":"2014-08-01T12:13:10","modified_gmt":"2014-08-01T10:13:10","slug":"die-datenlage-koennte-besser-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/blog\/die-datenlage-koennte-besser-sein\/","title":{"rendered":"\u201eDie Datenlage k\u00f6nnte besser sein\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\tVier Fragen an&#8230; Lorenz Matzat<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><em>1. Welche besondere Herausforderungen stellen sich f\u00fcr Datenjournalisten in Deutschland? <\/em><br \/>\nDie Datenlage k\u00f6nnte besser ein. Vor allem aus dem \u00f6ffentlichen Bereich gibt es noch viele Vorbehalte, Informationen preiszugeben. Technologisch, finde ich, gibt es nichts zu beklagen. Es gab noch nie eine bessere Zeit als heute, um g\u00fcnstig an tolle Technik zu kommen, die Demokratisierung von Technologie schreitet st\u00fcndlich voran.<br \/>\n<em><br \/>\n2. Wo k\u00f6nnten Datenjournalisten mit Wissenschaftlern zusammenarbeiten?<\/em><br \/>\nEs gibt kaum einen wissenschaftlichen Bereich, in dem nicht mit gro\u00dfen Datens\u00e4tzen gearbeitet wird \u2013 sei es in Natur- oder Geisteswissenschaften. Bei den empirischen Sozialwissenschaften sind nat\u00fcrlich gro\u00dfe Datenmengen da. Bei klassischen Wissenschaftlern besteht aber oft das Problem, ihre Arbeit anderen Leuten zu erkl\u00e4ren und r\u00fcberzubringen. Und weil sie von der Gesellschaft in der Regel &#8211; zumindest zum Teil \u2013 finanziert werden, w\u00e4re es nicht schlecht, wenn sie deutlicher machen k\u00f6nnen, was sie eigentlich tun. Und warum es wichtig ist, dass die Gesellschaft sie finanziert. Dazu k\u00f6nnte man sich ja mit Leuten zusammentun, die etwas davon verstehen, anderen etwas zu erkl\u00e4ren. Und das sind Journalisten.<br \/>\n<em><br \/>\n3. Wie sollte man den Datenjournalismus in Deutschland f\u00f6rdern?<\/em><br \/>\nIn NRW hat j\u00fcngst die nach der ehemaligen WAZ-Verlegerin benannte Brost-Stiftung drei Millionen Euro in <a href=\"https:\/\/www.correctiv.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CORRECT!V<\/a>, ein gemeinn\u00fctziges Rechercheb\u00fcro, gesteckt. Die sagen auch dezidiert, dass sie Datenjournalismus betreiben wollen. Insofern ist das ein Modell. Und es gibt auch die Robert Bosch Stiftung, die im Wissenschaftsjournalismus Stipendien verteilt, wobei neue Formen im Storytelling und datenjournalistische Ans\u00e4tze explizit genannt wurden. Ich glaube, Stipendienprogramme sind hilfreich, denn oft scheuen Redaktionen die oft recht hohen Entwicklungskosten von so einer datenjournalistischen Geschichte. Eine weitere M\u00f6glichkeit w\u00e4re ein F\u00f6rderprogramm, das in irgendeiner Form Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen hilft, die sagen: \u201eWir m\u00fcssen das mal erz\u00e4hlen\u201c, die entsprechenden Journalisten zu finden \u2013 und umgekehrt. Quasi ein Matchmaking.<br \/>\n<em><br \/>\n4. Wo sind die Grenzen des Datenjournalismus vor dem Hintergrund j\u00fcngster Datenschutzdebatten?<\/em><br \/>\nEs gibt das Schlagwort: \u201eOffene Daten nutzen, private Daten sch\u00fctzen.\u201c Ich kenne kein datenjournalistisches Projekt, wo es um private Daten ging, au\u00dfer dass ein Mensch explizit gesagt hat: \u201eIch stelle meinen Datensatz zur Verf\u00fcgung.\u201c Datenjournalismus ist Journalismus. Das hei\u00dft, es gelten die gleichen ethischen Grunds\u00e4tze bzw. der Pressekodex. Da sind Standards definiert und die kann man auf \u00f6ffentliche und private Daten \u00fcbertragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier Fragen an&#8230; Lorenz Matzat<\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,50],"tags":[],"class_list":["post-1225","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-datenjournalismus"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1225"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1225\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}