{"id":21777,"date":"2014-07-04T15:19:12","date_gmt":"2014-07-04T13:19:12","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wordpress\/blog14\/?p=227"},"modified":"2020-10-21T14:32:10","modified_gmt":"2020-10-21T12:32:10","slug":"grenzenlose-kooperation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/blog\/grenzenlose-kooperation\/","title":{"rendered":"Grenzenlose Kooperation"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_22189\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Deutsche_Waffengeschaefte_br_z_0127.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-22189\" class=\"wp-image-22189\" src=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Deutsche_Waffengeschaefte_br_z_0127-1024x421.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Deutsche_Waffengeschaefte_br_z_0127-1024x421.jpg 1024w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Deutsche_Waffengeschaefte_br_z_0127-300x123.jpg 300w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Deutsche_Waffengeschaefte_br_z_0127-768x316.jpg 768w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Deutsche_Waffengeschaefte_br_z_0127.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-22189\" class=\"wp-caption-text\">Panel \u201eDeutsche Waffengesch\u00e4fte in Griechenland\u201c mit Thomas Knellwolf, Tasos Telloglou, Klaus Ott und Moderator Oliver Schr\u00f6m (v.l.n.r., Foto: Benjamin Richter)<\/p><\/div>\n<p><strong>Deutsche Waffengesch\u00e4fte in Griechenland \u2013 Eine gemeinsame Recherche von Journalisten aus Deutschland, Griechenland und der Schweiz<\/strong><\/p>\n<p>Europa r\u00fcckt vor allem wirtschaftlich und politisch immer n\u00e4her zusammen, doch der Journalismus hinkt der Entwicklung noch etwas hinterher. Nur selten gibt es l\u00e4nder\u00fcbergreifende Kooperationen, die nationalen Zeitungen arbeiten noch weitestgehend alleine. Daher betreiben Klaus Ott (S\u00fcddeutsche Zeitung\/Deutschland), Tasos Telloglou (The New Folders\/Griechenland) und Thomas Knellwolf (Tages-Anzeiger\/Schweiz) mit ihrer Kooperation zu deutschen Waffengesch\u00e4ften in Griechenland Pionierarbeit. Im K3-Forum schilderten sie anschaulich die Methoden ihrer Kooperation, die Inhalte ihrer Recherche beschrieben sie leider nur oberfl\u00e4chlich.<!--more--><\/p>\n<p>Der Anfang der grenz\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit war eher unkonventionell: Telloglou besuchte Ott ohne Voranmeldung in seinem B\u00fcro in M\u00fcnchen. In den Jahren zuvor hatte er eng mit der Griechenland-Korrespondentin der SZ zusammen gearbeitet und die deutsche Presse aufmerksam verfolgt. Dabei war ihm aufgefallen, dass Ott immer wieder Texte zu deutschen Waffengesch\u00e4ften in Griechenland ver\u00f6ffentlichte. Da er selber intensiv dazu recherchierte, erschien ihm eine Kooperation sinnvoll. Ott hatte schon von der Korrespondentin aus seinem Haus von Telloglou geh\u00f6rt. So einigten sich die beiden m\u00fcndlich auf eine Kooperation, einen Vertrag gibt es bis heute nicht. Wenige Jahre sp\u00e4ter kam Thomas Knellwolf als Dritter hinzu. Der Schweizer hatte ebenfalls Artikel von Ott gelesen und recherchierte zu diesem Zeitpunkt zu, wie sehr Schweizer Banken in Waffengesch\u00e4fte in Griechenland involviert waren und sind.<\/p>\n<p>In der Praxis erfordert die Kooperation gro\u00dfes Vertrauen unter den drei Journalisten. \u201eWir arbeiten wie ein Team bei einer Zeitung, wir geh\u00f6ren zusammen. Jeder bei uns kann sich auf den anderen hundertprozentig verlassen\u201c, sagt Ott. Doch einige Regeln gibt es. So m\u00fcssen die Artikel in allen drei L\u00e4ndern am selben Tag erscheinen. Das kann manchmal problematisch sein: Die Zeitung von Telloglou produziert eine gro\u00dfe Sonntagsausgabe, in der die wichtigen Themen in entsprechender Gr\u00f6\u00dfe behandelt werden. Da die SZ aber nur montags bis samstags erscheint, kann Telloglou seine Artikel nicht in der Sonntagsausgabe seiner Zeitung ver\u00f6ffentlichen. \u201eIch muss manchmal mit meinem Chefredakteur k\u00e4mpfen. Aber bisher hat es immer geklappt\u201c, sagt Telloglou. Die zweite wichtige Regel ist der Quellenschutz. \u00dcber sensible Quellen sprechen die drei nicht am Telefon. Quellen, die absolut geheim bleiben wollen, werden auch untereinander nicht offenbart. Die Zusammenarbeit hat offensichtliche Vorteile: Zum Beispiel kann Ott Akten, die die M\u00fcnchner Staatsanwaltschaft als Amtshilfe nach Griechenland geschickt hat, nicht einsehen. Telloglou kann ihm diese Ordner besorgen.<\/p>\n<p>Die Texte erscheinen in allen drei Medien mit Namensnennung aller Beteiligten. Dabei liest jeder jeden Text noch mal gegen. Am Ende suchen sich die Autoren aber doch oft einen nationalen Fokus, gibt Thomas Knellwolf zu: \u201eIch schreibe \u00fcber Schweizer Banken, Klaus \u00fcber deutsche R\u00fcstungsfirmen und Tasos \u00fcber griechische Minister.\u201c<\/p>\n<p>Wer sich f\u00fcr die Recherchen der drei Journalisten interessiert, findet auf <a href=\"https:\/\/sched.co\/1lAbJib\">hier<\/a> Links rund um das Thema \u201eDeutsche Waffengesch\u00e4fte in Griechenland\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche Waffengesch\u00e4fte in Griechenland \u2013 Eine gemeinsame Recherche von Journalisten aus Deutschland, Griechenland und der Schweiz Europa r\u00fcckt vor allem wirtschaftlich und politisch immer n\u00e4her zusammen, doch der Journalismus hinkt der Entwicklung noch etwas hinterher. Nur selten gibt es l\u00e4nder\u00fcbergreifende Kooperationen, die nationalen Zeitungen arbeiten noch weitestgehend alleine. 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