{"id":21797,"date":"2014-07-05T16:56:40","date_gmt":"2014-07-05T14:56:40","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wordpress\/blog14\/?p=539"},"modified":"2020-10-13T15:31:23","modified_gmt":"2020-10-13T13:31:23","slug":"die-quotenfrau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/blog\/die-quotenfrau\/","title":{"rendered":"Die Quotenfrau"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_22633\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Jung-weiblich-digital_FS_B_20140705_0071_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-22633\" class=\"wp-image-22633\" src=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Jung-weiblich-digital_FS_B_20140705_0071_-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Jung-weiblich-digital_FS_B_20140705_0071_-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Jung-weiblich-digital_FS_B_20140705_0071_-300x200.jpg 300w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Jung-weiblich-digital_FS_B_20140705_0071_-768x512.jpg 768w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Jung-weiblich-digital_FS_B_20140705_0071_-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Jung-weiblich-digital_FS_B_20140705_0071_-1380x920.jpg 1380w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Jung-weiblich-digital_FS_B_20140705_0071_-272x182.jpg 272w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2020\/10\/Jung-weiblich-digital_FS_B_20140705_0071_.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-22633\" class=\"wp-caption-text\">Panel \u201eJung, weiblich, digital &#8211; Bestimmen Frauen die Online-Zukunft?\u201c mit Frauke B\u00f6ger, Barbara Hans, Anita Zielina (v.l.n.r., Foto: Franziska Senkel)<\/p><\/div>\n<p><strong>Ginge es nach Frauke B\u00f6ger von taz.de, hie\u00dfe das Arbeitsmotto der deutschen Redaktionen: \u201eQualit\u00e4t statt Quote\u201c. Fragt man dagegen Annette Bruhns von \u201eProQuote\u201c, g\u00e4be es schon lange eine verbindliche Frauenquote in deutschen Redaktionen.<\/strong><\/p>\n<p>Die beiden Frauen, jung, weiblich und digital unterwegs, bilden Gegenpositionen in einer Debatte, die seit \u00fcber zwei Jahren Deutschland polarisiert: die Frage nach der Quotenfrau. Die auch vor dem Journalismus nicht Halt macht. Nicht vor Print-Redaktionen. Nicht vor Online-Redaktionen.<\/p>\n<p>\u201eDie Debatte um die Frauenquote an sich ist wichtig\u201c, sagt Barbara Hans. \u201eMan muss sich heutzutage rechtfertigen, wenn man keine Frauen besch\u00e4ftigt.\u201c<\/p>\n<p>Trotzdem sind Frauke B\u00f6ger (taz.de), Barbara Hans (Spiegel Online) und Anita Zielina (stern.de) gegen eine Frauenquote nach Bruhns\u2018 Vorstellungen. Mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen, das ja, aber bitte ohne \u201eAlibi-Quote\u201c, wie Anita Zielina sie nennt. Stattdessen m\u00fcssten bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Frauen erm\u00f6glichen, Beruf und Familie zu vereinen.<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die drei jungen Frauen spielt da der Online-Journalismus eine wichtige Rolle: Der Grund ist simpel, online sei neu, so Anita Zielina, Online forme sich gerade erst als gleichwertiges Medium zu Print, TV und Radio. \u201eAu\u00dferdem ist bei Online der Rhythmus ein anderer. Da gibt es keinen starren Zeitplan mit festgelegten Redaktionskonferenzen, sondern da plant man den Tag danach, wann die anderen ihre Kinder abholen m\u00fcssen\u201c, meint auch Frauke B\u00f6ger.<\/p>\n<p>Dass dieses Konzept aufgeht, zeigen die Zahlen: Die Redaktion von stern.de besteht zu 35 Prozent aus Frauen, die Printredaktion dagegen nur zu 19,4 Prozent. \u00c4hnlich ist es bei der S\u00fcddeutschen Zeitung: Neun Prozent Frauen in der Printredaktion, 32 Prozent in der Onlineredaktion. Dennoch dr\u00e4ngt sich als Antwort auf die Frage, ob Online-Journalismus eine Chance f\u00fcr Frauen darstellt, eine kritische Frage auf: \u201eIst das so, weil wir Online bisher noch weniger zutrauen als Print?\u201c, fragte Ulrike Schweitzer vom WDR.<\/p>\n<p>Ob es eine Quote braucht, um Frauen st\u00e4rker in den Journalismus zu integrieren, blieb auf dem Podium der nr-Konferenz offen. Konkrete Pl\u00e4ne scheint es nicht zu geben, dennoch w\u00fcrden sogar die M\u00e4nner zugeben, dass ein \u201eGenerationenwandel im Gange\u201c sei, so Christoph Reuter vom Spiegel.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es einfach an der Zeit, abzuwarten und der Frauenquote die Chance zu geben, sich selber zu entwickeln. Immerhin liegt in journalistischen Ausbildungen und Studieng\u00e4ngen der Anteil von jungen Frauen bei rund 68 Prozent \u2013 genug Potential also, aus dem sp\u00e4ter gesch\u00f6pft werden kann. Und vielleicht diskutieren wir ja in zehn Jahren schon \u00fcber eine M\u00e4nnerquote.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ginge es nach Frauke B\u00f6ger von taz.de, hie\u00dfe das Arbeitsmotto der deutschen Redaktionen: \u201eQualit\u00e4t statt Quote\u201c. Fragt man dagegen Annette Bruhns von \u201eProQuote\u201c, g\u00e4be es schon lange eine verbindliche Frauenquote in deutschen Redaktionen. 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