{"id":2670,"date":"2007-06-16T16:13:32","date_gmt":"2007-06-16T14:13:32","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/?p=2670"},"modified":"2015-01-26T15:48:55","modified_gmt":"2015-01-26T14:48:55","slug":"haltungen-popper-und-moneten-tom-schimmeck-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/blog\/haltungen-popper-und-moneten-tom-schimmeck-2007\/","title":{"rendered":"Haltungen, Popper und Moneten \u2013 Tom Schimmeck (2007)"},"content":{"rendered":"<p class=\"section\"><strong>Rede\u00a0von Tom Schimmeck zur Jahreskonferenz des netzwerks recherche, 16. Juni 2007<\/strong><\/p>\n<p class=\"section\">Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!<\/p>\n<p>Als mich der gef\u00fcrchtete Enth\u00fcllungsjournalist Dr. Thomas Leif anrief, um zu fragen, ob ich hier heute das erste gro\u00dfe Fass anzapfen, die Auftaktrede halten w\u00fcrde, war ich sehr verbl\u00fcfft. Genauer gesagt, ich habe gedacht: Die spinnen.<\/p>\n<p>Ich bin wahrlich kein \u201cAlphajournalist\u201d, wie das neuerdings hei\u00dft, bestenfalls ein Gamma-Tierchen. Ein Studienabbrecher, der den Beruf nie formell korrekt gelernt hat. Der nie einen Preis bekommen hat &#8211; nicht einmal die \u201eVerschlossene Auster\u201c. Der nie im Fernsehen war.<\/p>\n<p>Vielleicht liegt schlicht eine Verwechselung vor. Man habe sich entschlossen, hie\u00df es in einem der Ank\u00fcndigungstexte zu dieser hochwohlm\u00f6genden Versammlung, mit der schon traditionellen Medienschelte am Samstagmorgen diesmal keinen \u201ealten Hasen\u201c, sondern mal einem \u201ejungen Kollegen\u201c zu betrauen. Das geht einem nach 28 Berufsjahren wirklich runter wie Butter. Aber man muss doch erkennen: Auch beim Netzwerk Recherche wird das Geburtsdatum nicht immer nachgecheckt.<\/p>\n<p>Die freundlichste Deutung ist, dass einigen Obernetzwerkern wom\u00f6glich die Texte gefallen haben, die ich in letzter Zeit \u00fcber den Zustand unseres Metiers verfasst habe. Der erste, ein langgezogener Schmerzensschrei mit dem wenig ausgewogenen Titel \u201eArschlochalarm\u201c, befasste sich mit jenem verschmockten, v\u00f6llig inhaltsleeren, daf\u00fcr umso aufgeblaseneren Zirkus, der sich selbst gerne \u201eHauptstadtjournalismus\u201c nennt. Vermutlich in Abgrenzung zur ordin\u00e4ren Dorfschreiberei.<\/p>\n<p>Ein Akt purer Seelenhygiene meinerseits. Entstanden in jenem Wahlkampf, an dessen Ende ein verkorkster Abgang des Kanzlerdarstellers Schr\u00f6der, ein lausiges Ergebnis seiner inzwischen quartalsweise umjubelten Nachfolgerin und vor allem der Bankrott dessen stand, was in besseren Zeiten politischer Journalismus hie\u00df. Ich erinnere, wie ich eines tristen Tages der Kandidatin Merkel und ihrem neuen Star Kirchhoff lauschte \u2013 just auf Mutter Erde herabgepurzelt, um den Menschen Heil und Erl\u00f6sung zu bringen. Es war ein Riesenschmarren, da vorne auf der B\u00fchne der CDUParteizentrale. Der eigentlich schockierende Moment aber kam, als ich mich umdrehte. Und in die Gesichter einer gewaltigen Zahl von Menschen schaute, die wild entschlossen schienen, den ungelenken Firlefanz auf der B\u00fchne mit ihren Bl\u00f6cken, Mikrofonen und Kameras zum politischen Gro\u00dfereignis zu verdichten, mit Terabytes von W\u00f6rtern, T\u00f6nen und Bildern zu zelebrieren. Und sie taten es. Unerschrocken. Wochenlang. Bis einer wie im M\u00e4rchen rief: Der hat ja gar nichts an! Da war pl\u00f6tzlich \u201edie Geschichte durch\u201c, wie man in Berlin sagt. Nun schrieb man mit gleichem Elan das Gegenteil. Was haben wir uns fr\u00fcher \u00fcber das \u201eRaumschiff Bonn\u201c lustig gemacht. Dieses provinzmiefige Provisorium, diesen absurden Quadratkilometer voller Schauspieler, Saufnasen und Seilschaften. In Berlin, das war die Hoffnung, w\u00fcrde ein gro\u00dfst\u00e4dtischer Wind den Kleingeist wegpusten. W\u00fcrde endlich wahre, wertige, wuchtige Politik gemacht, geistvoll, gehaltvoll, gut f\u00fcr die Menschen. In Berlin, hurra, w\u00fcrde auch deren Betrachtung und Analyse neue Tiefensch\u00e4rfe finden. W\u00fcrde endlich ein Journalismus wachsen, wie er uns kaum je verg\u00f6nnt war: Genau, galant, scharf, human, humorvoll. Die Weimarer Zeit war zu kurz, die Hitlerei lochte die Talente ein, trieb sie ins Exil oder ermordete sie. Das piefige Bonn bot wohl nie recht den Humus daf\u00fcr. Von Berlin Ost mal ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Pustekuchen! Was wir bekamen, war die \u201eBerliner Republik\u201c. Viele Scheinwerfer, wenig Schatten. Verglichen mit den Meinungs- Nussschalen, die heute \u00fcber die Spree t\u00e4nzeln, hatte manch Bonner Haudegen den Tiefgang eines Tankers. Das klingt wohl ein wenig nach \u201efr\u00fcher war alles besser\u201c. Was einem \u201ejungen Kollegen\u201c nat\u00fcrlich gar nicht zusteht. Vielleicht sage ich es mit einem Ausruf des gro\u00dfen, just verstorbenen Stinktiers Lothar G\u00fcnther Buchheim, der einmal, sich \u00fcber einen Kollegen echauffierend, rief: \u201eDer nennt sich Publizist \u2013 und ich h\u00f6re immer nur Pups.\u201c<\/p>\n<p>In Berlin passt der Satz gelegentlich sehr gut..<\/p>\n<p>Vieles ist an dieser Stelle schon gesagt worden. Frank A. Meyer hat hier im vergangenen Jahr die Hybris der gleichgeschalteten Meinungsmacher beleuchtet, die totale Geschw\u00e4tzigkeit und die Galageile Selbstweihr\u00e4ucherungslust unserer sich immer hermetischer abriegelnden Kaste. Er kam dabei \u00fcbrigens zu einem ganz \u00e4hnlichen Schluss wie ich in meinem ersten Wutausbruch: Dass sich viele Medienleute nicht mehr als Mittler zu den Menschen, sondern als Mitinhaber von Macht begreifen. Ihre W\u00e4hrung hei\u00dft Wichtigkeit. Sie suchen die N\u00e4he anderer \u201eWichtiger\u201c, m\u00f6glichst im Fernsehen. Denn sie haben verstanden: Wer notorisch auf der Mattscheibe herumfuhrwerkt, wird quasi automatisch gro\u00df. Die Perpetuierung der eigenen Visage generiert Bedeutung.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Leinemann sprach hier vor zwei Jahren sehr aufrichtig \u00fcber seinen eigenen Schmerz mit unserer Profession, \u00fcber die All\u00fcren und Lebensl\u00fcgen der Medienfuzzis, dieses eitle Schaulaufen der journalistischen Selbstvermarkter, das man jetzt h\u00e4ufig bestaunen kann, wenn unsereins zusammenkommt. Seine Rede gipfelte in der Schlussfolgerung, die journalistische Freiheit unserer Republik sei heute \u2013 Zitat \u2013 \u201cviel weniger durch obrigkeitsstaatliche Pressionen bedroht als durch die weiche Knechtschaft einer eitlen Selbstverliebtheit.\u201d Leinemann ist viel zu loyal, um dies explizit auf seinen \u201cSpiegel\u201d zu beziehen. Wir wissen auch so, wen er meint.<\/p>\n<p>Ich gebe zu: Ich bin kein klassischer Tagungsteilnehmer. Beim letzten Journalistenkongress, den ich freiwillig besucht habe, war ich 16 und Sch\u00fclerzeitungsredakteur. Ich erinnere, dass er in Frankfurt stattfand, dass er sich gegen \u201cZensur und Repressalien\u201d richtete. Und dass an der Eingangst\u00fcr kr\u00e4ftig gebaute Ordner einer DKP-nahen Jugendorganisation standen, die keinen durchlie\u00dfen, der ihnen politisch nicht in den Kram passte. Wir sind gleich alle emp\u00f6rt abgereist. Was bedeutet: Ich war eigentlich noch nie freiwillig auf einem Journalistenkongress.<\/p>\n<p>Ich bin lieber unterwegs. In der weiten Welt. Am besten da, wo m\u00f6glichst wenig andere Journalisten sind. Nicht weil ich ein Snob w\u00e4re, sondern weil alle Reportererfahrung lehrt: Je weniger Medienmenschen an einem Ort anwesend sind, desto besser kann sich dort Wirklichkeit entfalten, normalmenschliche Realit\u00e4t. Am schlimmsten ist es, wenn das Fernsehen kommt. Dann bricht alles authentische Leben j\u00e4h zusammen. Dann kann man eigentlich nach Hause gehen. Weil im Scheinwerferlicht alle nur noch Huhu und Haha machen, irgendwie wirken wollen und dabei komplett ballaballa werden. Ist einfach so. \u201cKann man nicht gegenan\u201d, sagt der Hamburger.<\/p>\n<p>Die Reden von Leinemann und Meyer habe ich also nachgelesen. Und mich gefragt: Wie kann man das weiterspinnen? In eine Richtung, die nicht alle schon hundertmal geh\u00f6rt haben. In Leinemanns Rede kam viermal eine Vokabel vor, die ich in letzter Zeit, wenn ich \u00fcber den Zustand des Gewerbes jammere, auch gerne verwende: Haltung. Nicht im Sinne von K\u00f6rperhaltung, oder gar Habacht- Stellung. Sondern im guten Duden-Sinne von \u201cGrundeinstellung, die jemandes Denken und Handeln pr\u00e4gt\u201d.<\/p>\n<p>Haltung. Ich glaube, dass viele in unserem Metier mit diesem Wort rein gar nichts mehr anfangen k\u00f6nnen. Dass es ihnen fremder klingt als Desoxyribonukleins\u00e4ure. Aus einer Reihe von Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>1. Die Ausbildung. Da gedeiht ein Dschungel neuer Medienstudieng\u00e4nge \u2013 f\u00fcr junge Menschen, die, wie das heute so sch\u00f6n hei\u00dft, \u201cirgendwas mit Medien\u201d machen wollen \u2013 TV, PR, Werbung, am besten alles zusammen. Die Zahl der Studenten, meldet der Wissenschaftsrat, habe sich binnen zehn Jahren auf rund 55 000 verdoppelt. Hinzu kommt eine F\u00fclle von Journalistenschulen, \u00fcber die ich wenig sagen kann, da ich sie h\u00f6chstens mal als Gelegenheitsdozent von innen gesehen habe. Manche haben gro\u00dfe Talente hervorgebracht. Doch der Verdacht bleibt: Dass Geschmeidigkeit hier oft mehr z\u00e4hlt als Charakter.<\/p>\n<p>2. Die Hackordnung. Wer ewig am unteren Ende der Leiter steht, durch einen nie endenden Tunnel von Praktika gezwungen wird, lernt bald, dass \u00dcberzeugungen und Prinzipien im Zweifel st\u00f6ren. \u201eAch, die Jungen\u201c, seufzte neulich die kampferprobte Redakteurin eines \u00f6ffentlich-rechtlichen Senders, als ich nach dem geistig-moralischen Zustand des Nachwuchses fragte. Dann r\u00fchrte sie in ihrem Kantinenkaffee und sprach: \u201eDie gucken immer gleich nach, ob noch Platz im Darm ist.\u201c<\/p>\n<p>3. Die Berufsverh\u00e4ltnisse. Der aktuell arbeitende Journalist schuftet, zumal in der Hauptstadt, unter mehrfach durchrationalisierten Stressbedingungen. Jeder einzelne ist von \u2013 gef\u00fchlt \u2013 drei Dutzend PR-Akrobaten, Spindoktoren, Verbandslautsprechern und Pressebeschw\u00f6rern umstellt, deren blo\u00dfe Kakophonie ihn schon am Denken hindern k\u00f6nnte. Sofern er \u00fcberhaupt Zeit daf\u00fcr h\u00e4tte.<\/p>\n<p>4. Der Zeitgeist. Da bin ich Experte. Schon weil ich vor 20 Jahren einmal kurzfristig Redakteur eines damals neuen \u201eZeitgeist-Magazins\u201c mit dem flotten Namen \u201eTempo\u201c war. Seither verfolge ich die Wirrungen des so genannten \u201ePopjournalismus\u201c mit einer gewissen Faszination. Betrieben wird er meist von S\u00f6hnen und T\u00f6chtern aus gutem Hause, die viel Freude an Markenprodukten und der narzisstischen Umkreisung des eigenen Bauchnabels haben. Sie unterscheiden streng zwischen \u201cin\u201d und \u201cout\u201d. Ersteres sind in der Regel sie selber, letzteres alle anderen, insbesondere \u201cProlls\u201d, \u201cAlt- 68er\u201d und alle dieses irgendwie albern engagierte Volk. Politisch endet der Popjournalist nach allerlei Pirouetten verl\u00e4sslich und sehr pragmatisch irgendwo zwischen Guido Westerwelle und Roland Koch. Sein Feind ist der \u201eGutmensch\u201c im schlecht sitzenden Anzug. \u201eGutmensch\u201c ist \u00fcberhaupt eines seiner liebsten Schimpfw\u00f6rter. Weil er n\u00e4mliche jede Art von Haltung zutiefst verachtet.<\/p>\n<p>Die St\u00e4rke dieser Subspezies Journalist ist ihr \u00fcppiges, zuweilen ins Gro\u00dfkotzige changierende Selbstvertrauen. In panischer Angst, einen Trend zu verpassen, am Ende gar die Jugend zu verlieren, haben viele deutsche Chefredakteure solche nassforschen Popper eingekauft. Warum auch nicht? Die sind in der Regel emsig und st\u00f6ren nicht, und deshalb heute in allen Zeitungen und Zeitschriften von Rang vertreten. Manch fruchtbaren Textacker haben sie komplett umgepfl\u00fcgt. Freien Autoren, wie ich einer bin, f\u00e4llt das regelm\u00e4\u00dfig auf, wenn sie sich mal wieder fragen: Wo nur bringe ich diese gro\u00dfe Reportage noch unter? Oder gar einen richtig analytischen Text? Das ist sehr, sehr schwierig geworden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Magazin der \u201eZeit\u201c, f\u00fcr das ich einst schrieb, ist schon lange tot. Neuerdings findet sich hier ein buntes \u201eLeben\u201c, in dem Helmut Schmidt raucht. Der Herausgeber. Interviewt vom Chefredakteur. Das ist von gro\u00dfer, wenn auch unfreiwilliger, Komik. Das Magazin der FAZ ist auch l\u00e4ngst weg, das der \u201eS\u00fcddeutschen\u201c st\u00fcrzte vor Jahren schon ins kunterbunte Nichts. Auf dem H\u00f6hepunkt seiner Pop-Karriere, wir erinnern uns, gab es den h\u00fcbschen kleinen Skandal um Tom Kummer, diesen tollen Interviewer, der seine schrillen Gespr\u00e4che mit den Stars leider frei erfunden hatte. Als er erwischt wurde, taufte er den Betrug \u201eBorderline-Journalismus\u201c.<\/p>\n<p>Die beiden SZ-Verantwortlichen, Ulf Poschardt und Christian K\u00e4mmerling, wurden furchtbar bestraft. Poschardt durfte bei der \u201cWelt am Sonntag\u201d als cooler Rechtsau\u00dfen antreten, K\u00e4mmerling beim Radikalumbau der einst seri\u00f6sen Schweizer \u201cWeltwoche\u201d unter Roger K\u00f6ppel mithelfen, der nach vollbrachter Tat bekanntlich Chef der deutschen \u201cWelt\u201d wurde. Nun h\u00f6rt man, K\u00e4mmerling besch\u00e4ftige sich mit einem m\u00f6glichen Neustart des FAZ-Magazins und einer Zeitschrift namens \u201cHeroes\u201d. Ulf Poschardt lenkt derweil das deutsche \u201cVanity Fair\u201d. Noch so ein Blatt, wo wir alle noch viele kluge Texte unterbringen werden. Auch der Verlag Gruner und Jahr, eine andere bew\u00e4hrte Bastion des Qualit\u00e4tsjournalismus, schenkt uns ja st\u00e4ndig neue Sturmgesch\u00fctze der Aufkl\u00e4rung. \u201cPark Avenue\u201d zum Beispiel. Ich bin eine Spur zu jung, um ein echter 68er zu sein. Aber ich frage mich immer \u00f6fter, warum die Generation der geschmeidigen Macher direkt nach mir, diese \u201cGeneration Mini-Golf\u201d, wie ein Kollege mal spottete, die 68er derart hasst. Gewiss: Das ganze Generationengerede taugt nur bedingt. Und trotzdem hat jede Zeit ihre Stimmen und Stimmungen, ihren Geschmack, ihre Helden \u2013 ihre Haltung. Sie kennen das vielleicht: Wenn man Musik aus der Zeit h\u00f6rt, die einen gepr\u00e4gt hat, kommt das Lebensgef\u00fchl wieder. Meine 70er etwa waren eine schrille, oft absurde Zeit voller Widerspr\u00fcche, Zweifel, Experimente, auch voller Unfug. Aber sehr lebendig, sehr suchend und intensiv. Immerhin haben wir damals die \u201ctaz\u201d geschaffen.<\/p>\n<p>Neulich dachte ich: Die armen Popper haben nichts eigenes, die kennen nur \u201chip\u201d und \u201cretro\u201d, nur Zitate, kein Empfinden. Vielleicht sind sie einfach unendlich neidisch, langweilen sich schrecklich, m\u00fcssen g\u00e4hnen beim Anblick ihrer eigenen, ereignislosen Biographie. Immer nur cool gewesen und gut angezogen. Nichts erlebt, nichts ersehnt, nie entt\u00e4uscht worden. Wo soll da bitte Haltung herkommen? \u201cMedienalarm\u201d lautet die l\u00e4rmende \u00dcberschrift, die Leif &amp; Co dieser Rede gegeben haben. Also treten wir kurz einmal zur\u00fcck und betrachten die Lage unserer Medien. Gehen wir zu einem gut sortierten Bahnhofskiosk. Wir sehen: Endlose Meter Zeitungen und Zeitschriften. Sagenhaft. Und dann suchen wir mal jene Publikationen zusammen, in denen wir den feinen Journalismus zu finden hoffen, den wir vom noblen Netzwerk Recherche gerne hoch halten. Welch ein elendes H\u00e4uflein.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Erlebnis haben Sie alle schon an jenen scheu\u00dflichen Abenden gehabt, an denen die Finger auf der Fernbedienung vor lauter vermeintlicher Vielfalt nicht zur Ruhe kommen. Zapp zapp, durch alle Kan\u00e4le. Blut, Kitsch und Paris Hilton. Da entsteht oberhalb von C0 schnell echter Unterdruck. Ich, als typischer Tatort-und- Tagesthemen-Konsument, bin fassungslos, wenn ich die Statistiken sehe: 202 Minuten guckt angeblich jeder Durchschnittsdeutsche tagt\u00e4glich in die R\u00f6hre, zus\u00e4tzlich h\u00f6rt er 186 Minuten Radio. Zeitungen und Zeitschriften liest er auch noch. Wenn er das nicht alles gleichzeitig macht, kommen dabei rund sieben Stunden Medienkonsum pro Tag heraus. Wann schlafen die Leute eigentlich? Wahrscheinlich vor dem Fernseher.<\/p>\n<p>Als Fernsehmensch w\u00fcrde ich in die Kirche gehen und g\u00f6ttlichen Beistand erflehen. Stellen sie sich einmal diese Verantwortung vor: 82,459 Millionen Einwohner, und ein jeder glotzt 1229 Stunden pro Jahr. Das macht 100 Milliarden Stunden per annum allein in Deutschland. Welch ein geradezu astronomischer Zeitdiebstahl. In Japan &#8211; 251 Minuten Tagesdosis \u2013 und den USA \u2013 271 Minuten \u2013 sind die Verh\u00e4ltnisse noch krasser.<\/p>\n<p>Die wichtigere Frage bleibt die inhaltliche: Was wird gedruckt? Und was quillt aus Deutschlands 43 Millionen angemeldeten Radios und den 37 Millionen angemeldeten Fernsehger\u00e4ten? Wenn ich einen masochistischen Tag habe, schalte ich morgens um 5:35 Uhr im Deutschlandfunk die Presseschau aus deutschen Zeitungen ein. Da tr\u00f6ten die hohlen Phrasen der deutschen Meinungs-Armada, die ganze Blechb\u00fcchsenarmee der Platit\u00fcden scheppert einem durch den noch wehrlosen Kopf. Und weckt diese sp\u00e4te Sehnsucht, endlich doch noch einen anst\u00e4ndigen Beruf zu ergreifen. Der Kommentar ist wahrlich nicht die K\u00f6nigsdisziplin in diesem Land. Der \u201cSpiegel\u201d etwa dr\u00fcckt sich hier seit dem Tod Rudolf Augsteine komplett. Die Ideologie quillt wohl zwischen den Zeilen hervor. Eine klar formulierte Meinung aber ist wahrscheinlich Chefsache. Und der Chef hat keine. K\u00f6nnen wir da nicht mal etwas tun? Meinung hat ja idealerweise auch etwas mit Haltung zu tun.<\/p>\n<p>Wenn wir weiter an der Radioskala drehen, kommen viele Sender, auf denen \u201cechte Hits\u201d mit aufdringlich fr\u00f6hlichen Worten verr\u00fchrt werden. Besonders perfide: Die Spr\u00fcche sind immer gleich, werden aber alle paar Sekunden als \u201cechte Abwechslung\u201d angepriesen. Wir m\u00fcssen hier gar nicht gro\u00df auf \u201cdie Privaten\u201d schimpfen. Etliche \u00f6ffentlichrechtliche Programme gehorchen heute der gleichen Dumm-dumm- Rezeptur. Zum Beispiel bei der heute gastgebenden Anstalt NDR, die so bescheiden von sich behauptet, \u201edas Beste am Norden\u201c zu sein. Auf NDR 2 etwa, dem Sender meiner Jugend, der fr\u00fcher Informationen und Debatten satt lieferte und abends den \u201cClub\u201d, ist Dudeln heute Pflicht. L\u00e4ngst ist der Kanal zum, ich zitiere \u201eattraktiven Begleitprogramm f\u00fcr die j\u00fcngere und mittlere Generation\u201d umgemodelt worden. Komplett durchformatiert, harmlos, zahnlos, nur noch gut, um Zeit tot zu schlagen. Kein Journalismus mehr, der beim Netzwerk Recherche Gefallen f\u00e4nde.<\/p>\n<p>Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk ist eine wirklich gro\u00dfartige Erfindung. Doch viele seiner Oberen und die sie umgebenden politischen Kr\u00e4fte, lieber Herr Wulff, scheinen seit vielen Jahren danach zu streben, das zahlende Publikum von jeder tiefer gehenden Einsicht fernzuhalten. Die gr\u00fcndlich ausgeforschte und typisierte Kundschaft wird aufgespalten. Hier die kleine Schar der Unverbesserlichen, die Futter f\u00fcr ihr Hirn verlangen, der \u201emodernen Kulturorientierten\u201c, wie das im Fachjargon hei\u00dft. Die bekommen ein paar Info- und Kulturkan\u00e4le. Dort die gro\u00dfe Restmasse, denen nur mehr sedierende Zerstreuung eingetr\u00e4ufelt wird. Frohsinn und Musik, zwo, drei, dazu ein bisschen Wetter und Verkehr.<\/p>\n<p>Ich war zuf\u00e4llig dabei, als man hier, im ehemaligen \u201eRotfunk\u201c, Anfang der 80er begann aufzur\u00e4umen. Ein Herr R\u00e4uker war Intendant. Wer als studentische Hilfskraft auch nur auf den Knopf des Kopierers dr\u00fccken wollte, musste mindestens im RCDS sein. Ich habe diese Hinrichtung journalistischen Esprits damals in Artikeln so liebevoll beschrieben, dass der Intendant vor versammelter Belegschaft einen Tobsuchtsanfall hinlegte. Den ich, dreist wie ich damals wohl war, hinter der letzten Sitzreihe kauernd, still genoss. Wenig sp\u00e4ter war ich \u201cFreier\u201d beim NDR. Die \u00c4ra fiel sehr kurz aus. Falsche Haltung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kommen wir zum Kern. Reden wir \u00fcber\u2019s Geld. Da ist ein \u201eFreier\u201c Experte. Ahnt irgendjemand hier, wie viel von ihren rund 7,3 Milliarden Euro die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten f\u00fcr guten Journalismus ausgeben? Ein Fernsehautor erz\u00e4hlte mir diese Woche, seine Honorare w\u00fcrden sich auf dem Niveau von vor 20 Jahren bewegen. Bei den Zeitungen, das kann ich halbwegs \u00fcberblicken, ist nach den Sparrunden der vergangenen Jahre kaum mehr Geld da. Die honorieren in aller Regel d\u00fcrftig und nach Zeile, was Recherchen geradezu bestraft. Reisespesen sind Gl\u00fcckssache. Selbst ein Hochglanzmagazin wie Geo hat Tagespauschalen l\u00e4ngst gestrichen. F\u00fcr viele freie Autoren ist die Lage bedr\u00fcckend. Ihnen bleibt kaum Raum f\u00fcr anst\u00e4ndigen Journalismus. Manchmal ist es auch eine Frage der W\u00fcrde. Ein pers\u00f6nliches Beispiel: Nachdem vor f\u00fcnf Jahren mein Stammblatt \u201eDie Woche\u201c pleite ging, arbeitete ich unter anderem f\u00fcr die \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c. Drei Jahre lang lieferte ich jede Woche zwei Texte, egal, ob ich Fieber hatte oder auf Reisen war. Das machte sogar Spa\u00df. Obendrein war es ein festes Einkommen.<\/p>\n<p>Eines Tages klingelte das Telefon. Der Ressortleiter war dran. \u201eDu, hier l\u00e4uft ein Typ von Roland Berger rum\u201c, raunte er, \u201eEnde 20, mit Fliege, hochmotiviert.\u201c \u201eJa und?\u201c, fragte ich. \u201eWir m\u00fcssen Dein Honorar um 25 Prozent k\u00fcrzen.\u201c Spontan schlug ich vor, es gleich um 100 Prozent zu k\u00fcrzen. Ich w\u00fcrde dann einfach aufh\u00f6ren, sagte ich. Weil das kein Umgang mit guter, stets gelobter Arbeit sei. \u201eDas kannst Du doch nicht machen\u201c, brummte er. Wir verabschiedeten uns hastig. Am n\u00e4chsten Tag rief er wieder an. \u201eIch hab mir das noch mal \u00fcberlegt\u201c, sagte er, \u201ewir k\u00fcrzen das Honorar nur um 12,5 Prozent.\u201c Das f\u00e4nde ich eigentlich noch schlimmer, antwortete ich. \u201eWarum denn das?\u201c, fragte er. \u201eWeil das keine echte Einsparung mehr ist, sondern nur noch der symbolische Akt, mich \u00fcber das Roland-Berger- St\u00f6ckchen springen zu lassen.\u201c Dann sehe er keinen Spielraum mehr, sprach der Ressortleiter und legte auf. Die Mitarbeit endete sofort. Monate sp\u00e4ter schrieb der Chefredakteur eine Email, dass das ja irgendwie bl\u00f6d gelaufen sei. Seither nichts mehr aus M\u00fcnchen. So l\u00e4uft freier Journalismus heute. Vogelfreier Journalismus.<\/p>\n<p>Man schl\u00e4gt sich so durch. Und ich will nicht larmoyant werden. Mir geht es gut. Ich mache, was ich will. Und das mit Wonne. Welcher Journalist kann das von sich sagen? Ich habe viel zu tun. N\u00e4chste Woche fliege ich in die USA, f\u00fcr ein Radiofeature \u00fcber Kriegsveteranen in der amerikanischen Gesellschaft \u2013 \u201eDie Narben des Uncle Sam\u201c. Der Deutschlandfunk, mein Lieblingssender, will das senden, und nicht um 0.45 Uhr, sondern um 19.15 Uhr. Nur die vollen Reisekosten kann auch er nicht tragen. Ich habe versucht, daf\u00fcr eine Koproduktion einzuf\u00e4deln. Aber glauben Sie nicht, man k\u00f6nne auf eine Antwort z\u00e4hlen, wenn man einer ARD-Redaktion ein ausf\u00fchrliches Expos\u00e9 samt pers\u00f6nlichem Anschreiben schickt. In diesem Fall: Kein Ton. Funkstille beim WDR, beim SWR, beim NDR. Ich vermute, jeder Freie kennt das. Manchmal fehlt es eben nicht nur an Mitteln, sondern auch an Manieren.<\/p>\n<p>Wie also rettet man sein Feature-Projekt? In diesem Fall durch einen Bruch mit den hehren Prinzipien des Netzwerks Recherche. \u201eJournalisten machen keine PR\u201c, sagen wir. Ich habe das heftig verteidigt, mit flammendem Wort und erigiertem Zeigefinger. Doch dann meldete sich neulich ein alter Bekannter an und fragte, ob ich f\u00fcr seine Firmenzeitschrift eine USA-Reportage schreiben w\u00fcrde. Kurz durchdacht: Das w\u00fcrde die Reisekosten decken. Mein Feature w\u00e4re gerettet. Ich m\u00fcsste eine nette kleine Rundum-Reportage schreiben, eigentlich nichts ehrenr\u00fchriges. Trotzdem ist es nat\u00fcrlich PR; f\u00fcr eine Firmenzeitung; in einem Werbeumfeld. Steinigt mich daf\u00fcr, wenn Euch danach ist. Oder verratet mir eine Alternative.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich fasse zusammen:<\/p>\n<p>1. Im heiklen Wechselspiel der \u201eLeitmedien\u201c und Gleitmedien, der politischen Akteure und der sie umkreisenden Journalisten hat vor allem der politische Journalismus gelitten. Selbst in einst seri\u00f6sen Zeitungen geht es oft nur mehr um die Frage, welcher Akteur gerade wie dasteht und wie gut sein Sakko sitzt. Die distanzierte Demut des Beobachters weicht dabei der Geltungssucht des Mitmischers, der Menschen und Themen nach Gusto herauf- und herunterschreibt. Reale politische Konflikte werden zunehmend als h\u00e4ssliches Gez\u00e4nk gespiegelt, die vermeintlichen Sieger und Verlierer t\u00e4glich neu und oft willk\u00fcrlich festgelegt. Die Macht professioneller Einfl\u00fcsterer ist deutlich gestiegen.<\/p>\n<p>2. Mit dem Niedergang ihrer Urteilskraft sinkt auch das Image der medialen Mittler. Am deutschen Film, besonders am deutschen Fernsehkrimi, kann man das gut ablesen. Dort hat sich der Journalist als verl\u00e4sslich mieser Antityp etabliert, stets schmierig und penetrant. Ein Widerling, der meist im Rudel auftritt.<\/p>\n<p>3 Je unsicherer man ist, desto st\u00e4rker wird das Bed\u00fcrfnis nach Selbstvergewisserung. Die Binnenwelt der Medien gibt sich gerne glamour\u00f6s, gebiert aus dem Nichts Stars, die sich bei Galas \u00fcber rote Teppiche schieben. Man zeigt, interviewt, feiert und lobt sich gegenseitig, h\u00e4ngt sich allerlei Medaillen um. So entsteht ein klebriges Miteinander. Dabeisein ist die W\u00e4hrung. K\u00f6nige sind jene Fernsehgesichter, die durch Dauerpr\u00e4senz einen Extra-Marktwert zu schaffen verstehen, oft mit Hilfe \u00f6ffentlich-rechtlicher Anstalten und ihrer Geb\u00fchrenzahler. Um solche Prominenz alsdann in klingende M\u00fcnze umzuwandeln \u2013 schon weil sie ab einem bestimmten Wiedererkennungswert als Werbetr\u00e4ger taugen. Journalisten verwandeln sich hier in k\u00e4ufliche Kaufleute. W\u00e4hrend das Publikum in Billigformaten zunehmend kannibalisiert, sich selbst zum Fra\u00dfe vorgeworfen wird.<\/p>\n<p>4. Mut und Eigensinn der Journalisten m\u00fcssen gest\u00e4rkt, ihre Arbeitsm\u00f6glichkeiten d\u00fcrfen nicht durch immer knapper werdende Ressourcen eingeschr\u00e4nkt werden. Qualit\u00e4tsjournalismus brauch guten Raum: Einfallsreiche Programme und Publikationen. Mit jedem Girlie-Bl\u00e4ttchen, jedem Shoppingkanal, jedem Dudelsender hingegen verabschieden sich wieder Millionen unterforderte Gehirnzellen in den Vorruhestand.<\/p>\n<p>5. Allj\u00e4hrlich produziert unser Bildungssystem tausende Nachwuchskr\u00e4fte f\u00fcr unser Metier. Sie landen in einem grellen Medienmarkt, der f\u00fcr analytischen, investigativen, kritischen Journalismus nur noch in Ausnahmef\u00e4llen Platz und Mittel hat. Denkbar w\u00e4re ein Ausbildungsmoratorium f\u00fcr Journalisten. Gekoppelt mit dem Neustart einer Verlegerausbildung. Denn mutige Verleger sind Mangelware. In den Stamm-Verlagen sitzen nur noch Marketingleute, die auf Charts starren und Schickimicki-Ballaballa machen. Keiner, der sich etwas trauen, der sagen w\u00fcrde: Wir schaffen etwas richtig Gutes, das Neugier und Geist und Haltung zeigt. Wir nehmen Geld in die Hand und schicken Talente los, die sich unser Land und die Welt wieder gr\u00fcndlich und von allen Seiten angucken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Schluss: Wir wollen hier nicht zu d\u00fcster malen. Es gibt eine Menge Leute, die in der Dunkelheit ein Licht anz\u00fcnden. Nicht nur die arrivierten Damen und Herren vom Netzwerk Recherche, die die Fackel der Wahrheit bekanntlich ja nie aus der Hand legen. Sondern auch viele Journalisten, die etwa in ihrem Lokalblatt einfach aufrichtig \u00fcber Menschen und Sachverhalte schreiben. Abseits der medialen B\u00fcffelherden, die Wucht nur durch bewegte Masse erzeugen. Jeder Tag bringt gute Artikel und Sendungen. Wir leben in einem stabilen, demokratischen Land. Manchmal scheint unser Missmut dr\u00fcckender als die realen Probleme. Deutschland, schrieb Timothy Garton Ash dieser Tage, sei \u201eeines der freisten und zivilisiertesten L\u00e4nder dieser Erde\u201c. Die B\u00fcrgerrechte w\u00fcrden hier besser gesch\u00fctzt als in den USA oder seiner Heimat Gro\u00dfbritannien. Und r\u00fchmte dann die \u201eparadoxe\u201c deutsche Gro\u00dfleistung: \u201eIn diesem guten Land haben die Professionalit\u00e4t seiner Historiker, die investigativen F\u00e4higkeiten seiner Journalisten, die Ernsthaftigkeit seiner Parlamentarier, die Gro\u00dfz\u00fcgigkeit seiner Geldgeber, der Idealismus seiner Priester und Moralisten, das sch\u00f6pferische Genie seiner Schriftsteller und, ja, die Brillanz seiner Filmemacher sich verbunden, um in der Vorstellungskraft der Welt die unausl\u00f6schlichste Verbindung Deutschlands mit dem B\u00f6sen zu zementieren.\u201c<\/p>\n<p>Ich finde, trotz etlicher Abstriche im Detail: Das stimmt. Lassen wir uns also unsere Medien nicht versauen. Wie sagte neulich unsere Kanzlerin, bei der Feier zum 80. von Alfred Neven DuMont? \u201eKaum ein anderer Bereich unserer Gesellschaft pr\u00e4gt Haltungen und Lebensentw\u00fcrfe ganzer Generationen so stark, wie die Medien dies verm\u00f6gen.\u201c<\/p>\n<p>Haltungen! Sie sehen: Auch Frau Merkel hat verstanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rede\u00a0von Tom Schimmeck zur Jahreskonferenz des netzwerks recherche, 16. Juni 2007 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Als mich der gef\u00fcrchtete Enth\u00fcllungsjournalist Dr. Thomas Leif anrief, um zu fragen, ob ich hier heute das erste gro\u00dfe Fass anzapfen, die Auftaktrede halten w\u00fcrde, war ich sehr verbl\u00fcfft. 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