{"id":4728,"date":"2015-06-19T16:50:21","date_gmt":"2015-06-19T14:50:21","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/?p=4728"},"modified":"2015-06-19T23:39:34","modified_gmt":"2015-06-19T21:39:34","slug":"ifg-baden-wuerttemberg-zivilgesellschaftliche-verbaende-in-grosser-sorge-wegen-geplantem-gesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/blog\/ifg-baden-wuerttemberg-zivilgesellschaftliche-verbaende-in-grosser-sorge-wegen-geplantem-gesetz\/","title":{"rendered":"IFG Baden-W\u00fcrttemberg: Zivilgesellschaftliche Verb\u00e4nde in gro\u00dfer Sorge wegen geplantem Gesetz"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4729\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2015\/06\/20150619_163124.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4729\" class=\"size-medium wp-image-4729\" src=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2015\/06\/20150619_163124-300x207.jpg\" alt=\"Baden-W\u00fcrttemberg unterbietet bundesweite IFG-Standards.\" width=\"300\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2015\/06\/20150619_163124-300x207.jpg 300w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2015\/06\/20150619_163124-1024x705.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4729\" class=\"wp-caption-text\">Baden-W\u00fcrttemberg unterbietet bundesweite IFG-Standards.<\/p><\/div>\n<p><strong>Vereinbarte Eckpunkte bleiben weit hinter bundesweiten Standards zur\u00fcck, weitere Verbesserungen unwahrscheinlich<\/strong><\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis f\u00fcr Informationsfreiheit in Baden-W\u00fcrttemberg hat heute auf einer Pressekonferenz in Stuttgart Alarm geschlagen. Zum von der Regierung versprochenen Informationsfreiheitsgesetz k\u00f6nne in der K\u00fcrze der verbleibenden Zeit bis zur Wahl im M\u00e4rz keine inhaltliche Debatte mehr stattfinden. \u201e4 Jahre wurden die Verb\u00e4nde vertr\u00f6stet. Jetzt wird deutlich, dass f\u00fcr inhaltliche Verbesserungen kein Raum mehr ist, nachdem es so schwer war, einen Konsens zwischen den Regierungsfraktionen herzustellen\u201c, so Sarah H\u00e4ndel von Mehr Demokratie e.V. \u2013 Ein fortschrittliches Informationsfreiheitsgesetz sei aber noch nie aus der Ministerialb\u00fcrokratie heraus entstanden. \u201eDas konnte auch in anderen Bundesl\u00e4ndern immer nur auf Druck der Zivilgesellschaft durchgesetzt werden\u201c, so Manfred Redelfs vom Journalistenverband Netzwerk Recherche, der schon an der Ausarbeitung des Hamburgischen Transparenzgesetzes beteiligt war.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zwar werde Baden-W\u00fcrttemberg mit den nun vorliegenden Eckpunkten endlich den Kreis der f\u00fcnf letzten Bundesl\u00e4nder ohne Informationsfreiheitsgesetz verlassen, doch w\u00fcrden in den Eckpunkten viele Standards unterboten, die in anderen Bundesl\u00e4ndern schon lange gelten. Eine Abw\u00e4gungsklausel etwa, die dazu f\u00fchren kann, dass das \u00f6ffentliche Interesse an einer Information h\u00f6her wiegen kann als Gesch\u00e4ftsgeheimnisse, werde sogar in der Evaluation des Bundesinformationsfreiheitsgesetz empfohlen, sei jedoch in den Eckpunkten nicht zu finden.<\/p>\n<p>Der Deutsche Journalistenverband\u00a0k\u00fcndigte an,\u00a0in der anstehenden Verb\u00e4ndeanh\u00f6rung massive Verbesserungen einzufordern. Die derzeitigen Eckpunkte bedeuteten so gut wie keine Verbesserung f\u00fcr die journalistische Arbeit. Berichte zur Finanzlage der kommunalen Pr\u00fcfungsstellen etwa seien weiterhin nicht einsehbar, eine Kontrolle der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Verwendung von Geldern in den Kommunen bleibe so weiterhin erheblich erschwert.<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis sch\u00e4tzt die M\u00f6glichkeiten, im Anh\u00f6rungsprozess noch dringend notwendige Verbesserungen durchzusetzen, als gering ein. Gebraucht h\u00e4tte es einen \u00f6ffentlichen Beteiligungsprozess wie ihn Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz praktiziert habe. Sie erkl\u00e4rte das dort geplante Transparenzgesetz zur Chefsache, legte schnell einen Gesetzentwurf vor und erzielte weit fortschrittlichere Ergebnisse als die Landesregierung in Baden-W\u00fcrttemberg. \u201eSolches Engagement haben wir von Ministerpraesident Kretschmann nicht wahrgenommen\u201c, so Manfred Redelfs von Netzwerk Recherche. In Anbetracht hoher Erwartungen an eine versprochene Politik des Geh\u00f6rtwerdens und der Transparenz, m\u00fcssen das gr\u00fcn-rote Verfahren zum IFG und das Ergebnis entt\u00e4uschen.<\/p>\n<p>Im B\u00fcndnis f\u00fcr Informationsfreiheit haben sich zusammengeschlossen: der Deutsche Journalisten-Verband Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg, Netzwerk Recherche e.V., Transparency International Deutschland e.V., ver.di Fachgruppe Medien Baden-W\u00fcrttemberg, Mehr Demokratie e.V. Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg, die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Informationsfreiheit und der DGB Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p><strong>Download:<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2015\/06\/IFG-BW-Bewertung-Eckpunkte-nr-1.pdf\">Inhaltliche Bewertung, der von den Regierungsfraktionen vereinbarten Eckpunkte<\/a>, die Grundlage des nun bald ver\u00f6ffentlichten Gesetzentwurfes sind (pdf).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vereinbarte Eckpunkte bleiben weit hinter bundesweiten Standards zur\u00fcck, weitere Verbesserungen unwahrscheinlich Das B\u00fcndnis f\u00fcr Informationsfreiheit in Baden-W\u00fcrttemberg hat heute auf einer Pressekonferenz in Stuttgart Alarm geschlagen. 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