{"id":4823,"date":"2015-07-03T18:36:50","date_gmt":"2015-07-03T16:36:50","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/?p=4823"},"modified":"2015-07-06T21:33:31","modified_gmt":"2015-07-06T19:33:31","slug":"unter-abenteurerinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/blog\/unter-abenteurerinnen\/","title":{"rendered":"Unter Abenteurerinnen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4825\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4825\" class=\"wp-image-4825 size-medium\" src=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2015\/07\/150703_k7_wenig_frauen_rh_5332-300x200.jpg\" alt=\"Journalistin Pauline Tillmann berichtete von ihren Erfahrungen. 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Foto: Raphael H\u00fcnerfauth<\/p><\/div>\n<p>Von Eva Casper, DJS<\/p>\n<p>Die Zeiten, in denen das Ausland eine journalistische M\u00e4nnerdom\u00e4ne war, sind vorbei. Heute ist das Geschlechterverh\u00e4ltnis eher ausgeglichen. \u201eAber Gleichberechtigung gibt es definitiv noch nicht\u201c, sagt Katharina Finke, die als Freie schon in Indien, Israel und Kanada gearbeitet hat. Auch im Ausland k\u00e4mpfen Frauen mit geringerer Bezahlung und Anerkennung von Kollegen. Medial sind sie oft weniger pr\u00e4sent.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nDie Journalistin Nicole Graaf erinnert sich, wie sie schief angesehen wurde, als sie f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in die Mongolei ging: \u201eM\u00e4nner haben da eher den Ruf als coole Abenteurer. Bei einer Frau denken sie h\u00e4ufig, du bist verr\u00fcckt, wenn du ins Ausland gehst.\u201c<\/p>\n<p>Um die Pr\u00e4senz von Korrespondentinnen zu erh\u00f6hen, hat die Osteuropa-Reporterin Pauline Tillmann ein Start-Up gegr\u00fcndet: \u201eDeine Korrespondentin\u201c. Seit zwei Monaten ist die Seite online. Verschiedene Autorinnen berichten dort aus unterschiedlichen L\u00e4ndern. Frauen berichten \u00fcber Frauen. Das ist das Prinzip. \u201eAber wir sind auch offen f\u00fcr m\u00e4nnliche Autoren.\u201c<\/p>\n<p>Wie bei einer Karriere im Inland ist es auch im Ausland schwierig, sich als Freie zu etablieren. \u201eMan muss hartn\u00e4ckig bleiben. Und einplanen, dass man ungef\u00e4hr ein Jahr braucht, bis man von seiner Arbeit gut leben kann\u201c, sagt Tillmann. Sie empfiehlt, sich f\u00fcr ein zweimonatiges Korrespondenten-Stipendium des Internationalen Journalisten Programms (IJP) zu bewerben, um zu testen, ob die Arbeit \u00fcberhaupt etwas f\u00fcr einen ist. Wer l\u00e4nger bleiben will, m\u00fcsse sich ein Netzwerk aufbauen und sollte am besten ein Nischenthema bedienen. \u201eMit Nachrichten-Themen kommt man nicht weit. Das \u00fcbernehmen die angestellten Korrespondenten\u201c, sagt Graaf.<\/p>\n<div id=\"attachment_4828\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4828\" class=\"size-medium wp-image-4828\" src=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2015\/07\/150703_k7_wenig_frauen_rh_5317-300x200.jpg\" alt=\"Katharina Finke schrieb \u00fcber Gewalt gegen Frauen in Indien. 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Katharina Finke ging nach Indien und schrieb \u00fcber Gewalt gegen Frauen. \u201eAls Mann kommst du bei bestimmten Themen einfach nicht weit.\u201c Allerdings hat sie auch schon erlebt, dass einige indische M\u00e4nner nicht mit ihr reden wollten \u2013 weil sie eine Frau ist.<\/p>\n<p>Carolin Emcke war als Spiegel-Reporterin unter anderem in Afghanistan und im Kosovo. Ihr sind die Menschen \u2013 auch M\u00e4nner \u2013 stets offen begegnet: \u201eEs gibt einen sehr gro\u00dfen Wunsch nach Zeugenschaft.\u201c<\/p>\n<p>Trotz aller Schwierigkeiten, dem oft geringen Einkommen und der vielen Arbeit \u2013 alle anwesenden Journalistinnen sind gl\u00fccklich mit ihrem Beruf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Eva Casper, DJS Die Zeiten, in denen das Ausland eine journalistische M\u00e4nnerdom\u00e4ne war, sind vorbei. 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