{"id":5974,"date":"2016-01-17T20:02:06","date_gmt":"2016-01-17T19:02:06","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/?p=5974"},"modified":"2016-01-24T16:39:03","modified_gmt":"2016-01-24T15:39:03","slug":"der-speeddating-vermittler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/blog\/der-speeddating-vermittler\/","title":{"rendered":"Der Speeddating-Vermittler"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_5978\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5978\" class=\"size-medium wp-image-5978\" src=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2016\/01\/Michael_Hoerz-300x178.jpg\" alt=\"Michael H\u00f6rz (im Bild rechts) vermittelt gerne seine Datenjournalismus-Kenntnisse \u2013 hier beim Daten-Labor 2015.\" width=\"300\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2016\/01\/Michael_Hoerz-300x178.jpg 300w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2016\/01\/Michael_Hoerz-768x455.jpg 768w, https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2016\/01\/Michael_Hoerz.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-5978\" class=\"wp-caption-text\">Michael H\u00f6rz (im Bild rechts) vermittelt gerne seine Datenjournalismus-Kenntnisse \u2013 hier beim Daten-Labor 2015. Foto: Franziska Senkel<\/p><\/div>\n<p>Von Verena Mengel<\/p>\n<p>Technik faszinierte <a href=\"https:\/\/datenlabor15.sched.org\/speaker\/data_meining?iframe=no\" target=\"_blank\">Michael H\u00f6rz<\/a> schon, als man vielen Menschen noch erkl\u00e4ren musste, was Daten eigentlich genau sind. Als Student baute er sich Fahrr\u00e4der aus Einzelteilen zusammen. Ende der 90er-Jahre gesellte sich zur Technikaffinit\u00e4t eine Begeisterung f\u00fcrs Internet. Als Onlinejournalismus noch Neuland war, wurde Michael H\u00f6rz Redakteur f\u00fcr die Website des <em>Tagesspiegels<\/em>. Durch seine Berichterstattung \u00fcber den Verein Open Data Network lernte er Lorenz Matzat kennen, der sp\u00e4ter die Datenjournalismusagentur <a href=\"https:\/\/opendatacity.de\/\">OpenDataCity<\/a> gr\u00fcndete. Michael H\u00f6rz begann, sich ehrenamtlich im Verein zu engagieren, begeisterte sich bald auch f\u00fcr Datenjournalismus \u2013 und baute nun aus einzelnen Daten Geschichten zusammen.<!--more--><\/p>\n<p>Als er 2010, inzwischen als Online-Redakteur beim <em>Rundfunk Berlin-Brandenburg<\/em> eine interaktive Karte zu den Flugrouten des geplanten Hauptstadt-Flughafens vorschlug, musste er jedoch erkennen: Die Redaktion hielt &#8220;Datenjournalismus&#8221; offenbar f\u00fcr ein exotisches Fremdwort, dem man misstraute. &#8220;Das war mein Schl\u00fcsselerlebnis, bei dem ich festgestellt habe, wenn ich das machen will, muss ich das frei machen&#8221;, erz\u00e4hlt Michael H\u00f6rz. Deshalb wurde er freier Datenjournalist \u2013 und schlie\u00dflich auch Dozent f\u00fcr dieses Berufsfeld. &#8220;Ich habe ein Faible, Sachen zu vermitteln oder es ist vielleicht auch ein bisschen eine Familientradition&#8221;, erkl\u00e4rt Michael H\u00f6rz: Seine Mutter war Lehrerin, sein Vater Hochschullehrer. Auch seine Gro\u00dfeltern waren Lehrer. Er bezeichnet sich daher selbst als &#8220;Wissensvermittlungskind&#8221;.<\/p>\n<p>Doch wie bringt man Neueinsteigern bei, aus Datenbergen Geschichten zusammenzusetzen? Einer von Michael H\u00f6rz\u2019 Ans\u00e4tzen: Speeddating. Doch statt mit der potenziellen gro\u00dfen Liebe sprechen die Teilnehmer seiner Workshops und Lehrveranstaltungen in diesem Format mit eingeladenen Datenjournalismus-Experten. Diese erkl\u00e4ren den Daten-Neulingen ihre pers\u00f6nliche Herangehensweise und unterst\u00fctzen Projektvorschl\u00e4ge.<\/p>\n<p><strong>Unterst\u00fctzung von erfahrenen Datenjournalisten<\/strong><\/p>\n<p>Ein solches Projekt ist <a href=\"http:\/\/www.airbnbvsberlin.de\/\" target=\"_blank\">&#8220;airbnbvsberlin&#8221;<\/a>. Drei Studenten der FH Potsdam fragten sich, ob &#8220;Sharing Economy&#8221;-Portale wie Airbnb Mitschuld an den hohen Mieten in Berlin tragen. Zusammen mit dem investigativen Datenjournalisten Sebastian Mondial untersuchten die Studenten die Datens\u00e4tze von Airbnb. Julius Tr\u00f6ger von der <em>Berliner Morgenpost<\/em> unterst\u00fctze die Gruppe bei der Gestaltung der graphischen Elemente. Ein Ergebnis: Jede 240te der knapp 1,9\u202fMillionen Berliner Wohnungen war auf Airbnb zu finden. Daten-Trainer Michael H\u00f6rz erl\u00e4utert: &#8220;Wenn Studenten hinterher eine Website ver\u00f6ffentlichen mit dem Projekt, und die haben alles richtig gemacht und richtig viel Publizit\u00e4t daf\u00fcr bekommen, dann hat das Speeddating-Konzept funktioniert.&#8221;<\/p>\n<p>Der Schritt zwischen Grundidee und Datenbeschaffung f\u00fcr eine neue Geschichte reizt Michael H\u00f6rz. Jetzt, da er Kollegen nicht mehr erkl\u00e4ren muss, was Datenjournalismus ist, k\u00f6nnte er sich vorstellen, wieder fest in einer Redaktion zu arbeiten. Und er hofft, dass das allgemeine Datenverst\u00e4ndnis in den kommenden Jahrzehnten so anw\u00e4chst, dass der Begriff &#8220;Datenjournalismus&#8221; nicht mehr ben\u00f6tigt wird. Denn mit Daten zu arbeiten, so Michael H\u00f6rz, sollte f\u00fcr jeden Menschen so selbstverst\u00e4ndlich werden wie Telefonieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Verena Mengel Technik faszinierte Michael H\u00f6rz schon, als man vielen Menschen noch erkl\u00e4ren musste, was Daten eigentlich genau sind. Als Student baute er sich Fahrr\u00e4der aus Einzelteilen zusammen. Ende der 90er-Jahre gesellte sich zur Technikaffinit\u00e4t eine Begeisterung f\u00fcrs Internet. Als Onlinejournalismus noch Neuland war, wurde Michael H\u00f6rz Redakteur f\u00fcr die Website des Tagesspiegels. 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