{"id":9935,"date":"2017-06-13T11:38:22","date_gmt":"2017-06-13T09:38:22","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/?p=9935"},"modified":"2017-06-13T11:47:05","modified_gmt":"2017-06-13T09:47:05","slug":"lasst-euch-von-den-alten-saecken-nicht-kaputt-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/blog\/lasst-euch-von-den-alten-saecken-nicht-kaputt-machen\/","title":{"rendered":"\u201eLasst euch von den alten S\u00e4cken nicht kaputt machen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hans Leyendecker hat in den 1980er-Jahren die Flick-Aff\u00e4re aufgedeckt und zu den Panama Papers recherchiert. Er wei\u00df, wie es ohne, aber auch mit Twitter und Facebook geht. Im Interview hat er in seine Vergangenheit und in die Zukunft der Recherchearbeit geblickt. <\/strong><em>Lena Binz und Antonia Schlosser (ifp) stellten 3 Fragen an Hans Leyendecker.<\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<div id=\"attachment_9858\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2017\/06\/Freitag_K1_Verleihung_AD_1200_017.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9858\" class=\"size-thumbnail wp-image-9858\" src=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/nr-termine-archive\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2017\/06\/Freitag_K1_Verleihung_AD_1200_017-150x150.jpg\" alt=\"Hans Leyendecker auf der #nr17. 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Dann habe ich aber gelernt, dass systematische Recherchen, Informanten gewinnen und viel lesen mir helfen, Fu\u00df zu fassen.<\/p>\n<p><strong>Die Medienlandschaft hat sich stark ver\u00e4ndert im Laufe Ihrer Karriere. Wie hat sich das auf Ihre Arbeitsweise ausgewirkt?<\/strong><\/p>\n<p>Leyendecker: In den letzten Jahren hat sich in der Tat viel ge\u00e4ndert. Die Form der Zusammenarbeit ist heute eine vollkommen andere als fr\u00fcher &#8211; das Digitale hat eine viel gr\u00f6\u00dfere Wirkung. Ich glaube zum Beispiel, dass man mit Datenjournalismus ganz herausragende Recherchen machen kann. Nur ich selbst verstehe davon nichts mehr. Der Journalismus hat eigentlich eine tolle Zeit, weil es viele gute junge Leute und neue Formen gibt. Was man mit den neuen Formen machen kann, wenn man sie mit den alten verbindet &#8211; das ist hervorragend.<\/p>\n<p><strong>In Zeiten von Twitter und Facebook \u2013 welche Tipps k\u00f6nnen Sie jungen Journalisten mit auf den Weg geben?<\/strong><\/p>\n<p>Leyendecker: Ich rate jungen Leuten: Lasst euch von den alten S\u00e4cken nicht kaputt machen. Die alten S\u00e4cke sagen immer: \u201eHaben wir auch probiert, geht nicht.\u201c Es geht oft nur darum, schnell Seiten zu f\u00fcllen, keiner hat Zeit. Ihr solltet versuchen, gute Geschichten zu machen, an die ihr selbst glaubt. Das finde ich, ist das Wichtige.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans Leyendecker hat in den 1980er-Jahren die Flick-Aff\u00e4re aufgedeckt und zu den Panama Papers recherchiert. Er wei\u00df, wie es ohne, aber auch mit Twitter und Facebook geht. Im Interview hat er in seine Vergangenheit und in die Zukunft der Recherchearbeit geblickt. 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