Datum: 20. Januar 2021, ab 20.15 Uhr
Thema: Journalistischer Umgang mit Informant:innen und Quellen
Referenten: Klaus Ott (Süddeutschen Zeitung) und Holger Stark (Die Zeit)
Moderation: Kuno Haberbusch

Der erste Online-Stammtisch widmet sich der journalistischen Praxis in etlichen Redaktionen: Wie gewährleisten wir einen verantwortungsbewussten Umgang mit Informant:innen und Quellen?

Die erste Herausforderung: Wie gewinnt man überhaupt Informant:innen, wie erschließt man seriöse Quellen? Wie kann man die Glaubwürdigkeit überprüfen? Und was bedeutet der immer wieder zitierte Grundsatz, dass man vor jeder Veröffentlichung eine „zweite Quelle“ haben muss? Und immer wichtiger: Wie schützen wir die Informant:innen und die Quellen? Wie garantieren wir die zugesicherte Anonymität? Welche gesetzlichen Grundlagen gibt es, um diesen Schutz zu gewährleisten?

Im virtuellen Gespräch möchten wir klären, wie es aktuell in den Redaktionen aussieht: Gilt der Grundsatz, dass über Quellen und Informant:innen grundsätzlich nicht geredet wird noch immer? Oder ist diese Leitlinie nicht mehr opportun, wenn man in gemeinsamen Teams und Kooperationen recherchiert? Tauscht man sich da über Quellen aus, um die Kontrolle für seriöse Recherchen zu gewährleisten? Oder aber: Kann ein:e Chef:in, ein:e Justiziar:in von Journalist:innen die Namen einer Quelle verlangen, wenn es um brisante Enthüllungen geht? Wie können wir da noch der Quelle und den Informant:innen absolute Vertraulichkeit zusichern?

Für investigativ arbeitende Kolleginnen und Kollegen sind das wichtige Fragen ihrer täglichen Arbeit. Als Gäste haben wir dazu Klaus Ott (Süddeutschen Zeitung) und Holger Stark (Die Zeit) eingeladen.

Holger Stark ist stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter »Investigation und Recherche« bei der Zeit. Er absolvierte die Deutsche und Berliner Journalistenschule, ist Diplom-Politologe und war Ressortleiter und Washington-Korrespondent beim Spiegel. Seit Februar 2017 arbeitet Holger Stark bei der Zeit.

 

Klaus Ott arbeitet bereits seit 1984 für die Süddeutsche Zeitung, erst als freier Mitarbeiter, später als Redakteur. Er gehört dem SZ-Investigativ-Ressort an, zu seinen Schwerpunkt zählen alle Formen von Wirtschaftskriminalität: von der Abgasaffäre bis hin zu Banken- und Schmiergeldskandalen. Daneben ist er als Dozent in Sachen Recherche an der Deutschen Journalistenschule und anderen Ausbildungsinstituten tätig.

Haben Sie schon erste Fragen, die wir in Vorbereitung zu diesem Online-Stammtisch berücksichtigen und während der Veranstaltung klären sollten? Dann schreiben Sie uns gern eine Mail an insights@netzwerkrecherche.de


Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung werden den Mitgliedern von netzwerk recherche zeitnah zugeschickt. Wir freuen uns über rege Teilnahme!

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