### Newsletter Netzwerk Recherche . ISSN 1611-8871 . Ausgabe 76 vom 30.09.2010 . ## Inhaltsverzeichnis. Abschnitt Eins: In Eigener Sache 01: Editorial 02: Neues zur Informationsbeschaffung und Abwehr von juristischen Angriffen - Presserechtskonferenz des netzwerk recherche 03: nr-Stammtische in Berlin und in Hamburg Abschnitt Zwei: Veranstaltungen 04: Kongress Oeffentlichkeit und Demokratie 05: Die gedopte Realitaet - Scripted Reality und neue Doku-Soaps 06: Sechster "Worst EU Lobby Award" 07: Wikimedia Deutschland sucht Projekte zur Foerderung des freien Wissens 08: Vom Wettbewerb zum "Medienkrieg" - Wer steuert kuenftig die Meinungsmacht? 09: Oertliche Betaeubung und bestellte Wahrheiten - wenn Oeffentlichkeit amputiert wird 10: Anfrage: Journalisten mit tuerkischem Migrationshintergrund gesucht Abschnitt Drei: Nachrichten 11: Neuerscheinung: Verdeckte Werbung der Pharmalobby 12: "Brotlose Spiele - warum der Journalismus die Welt kaum mehr begreift" 13: Oh, wie schoen ist Guetersloh - Bertelsmann und die Machtzentren der BRD 14: Depubliziertes 15: Keine Atomwaffenzuender fuer den Iran, oder: Ein Flughafenzoellner, der entlassen wird - der Fall Stefan R. 16: Help Desk von LegalLeaks Abschnitt Vier: Seminare, Stipendien, Preise 17: Zehn Wochen Bruessel mit EurActiv 18: 'Bilanzen lesen und verstehen' 19: "Wie die Trueffelschweine" - Investigative Recherche 20: BJS-Seminar "Systematik der Recherche und Strategien der Gespraechsfuehrung" Abschnitt Fuenf: Pressespiegel 21: Journalismus 22: Journalismus und PR 23: Sachsensumpf 24: Link-Index 25: Technische Hinweise 26: Impressum [Ende Inhaltsverzeichnis]. ## Abschnitt Eins: In Eigener Sache. # 01: Editorial . Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, manchmal stoesst man auf Ideen, an denen man nur eine Kritik hat: man haette sie gern selbst gehabt! So eine stammt von Tom Scott, nach Eigenbezeichnung "geek comedian". Scott veroeffentlichte "Journalism Warning Labels", schlichte Aufkleber, die vor besonderen 'Qualitaeten' des Journalismus warnen. Robert Harm hat sie ins Deutsche uebersetzt, zum Beispiel: - "Dieser Artikel enthaelt nicht verifizierte Informationen ohne Quellenangaben aus Wikipedia" , - "Dieser Artikel ist eigentlich eine abgeschriebene Pressemitteilung" , - "Umfrageergebnisse, Statistiken und/oder Analysen in diesem Artikel wurden von einer PR-Firma gesponsert" , - "Um den Redaktionsschluss einzuhalten, wurde dieser Artikel von einer anderen Quelle abgeschriebenen" , - "Dem Journalisten mangelt es an Fachkenntnis zu diesem Thema" , und andere mehr. Man kann sich die Vorlagen aus dem Netz laden, Aufkleber damit bedrucken und an passender Stelle auf die Artikel kleben. Mehrere Aufkleber fuer einzelne Artikel sind denkbar, allerdings koennte das deren Lesbarkeit behindern. Aber - waere das ein grosser Schaden? Am besten waere selbstverstaendlich, die Verlage druckten solche Hinweise gleich selbst in ihre Medien - sozusagen zur Erhoehung ihrer schuetzenswerten Leistung. Es gruessen Prof. Dr. Thomas Leif, Albrecht Ude http://www.tomscott.com/warnings/ , http://www.tomscott.com/warnings/warnings.pdf (PDF-Datei, 1 S., 855 KB) Robert Harm: Journalismus Warnhinweise http://www.ihrwebprofi.at/journalismus-warnhinweise , http://www.ihrwebprofi.at/wp-content/uploads/2010/08/Journalismus-Warnzeichen.pdf (PDF-Datei, 1 S., 83 KB) Fragwuerdiger Journalismus - Endlich mit Warnhinweis Hektor Haarkoetter. - telepolis, 26.09.2010 http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33352/1.html . # 02: Neues zur Informationsbeschaffung und Abwehr von juristischen Angriffen - Presserechtskonferenz des Netzwerk Recherche . "Rechercheure zwischen Freiheit und Gaengelung" - unter diesem Motto steht die nr-Fachkonferenz zum Thema Presserecht von Fr.-So., 29. bis 31. Oktober in Dortmund. Wir moechten Sie dazu herzlich einladen. Zu den Referenten zaehlt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die eine Grundsatzrede zur Pressefreiheit halten wird. Cicero-Anwalt Alexander Saettele spricht ueber die Delikte "Beihilfe zum Geheimnisverrat" und "Bruch des vertraulichen Wortes" und erklaert, wie sich Journalisten gegen entsprechende Vorwuerfe wehren koennen. Greenpeace-Rechercheur Dr. Manfred Redelfs gibt Praxis-Tipps, wie man die allgemeinen Informationsrechte nutzen kann, um an Originaldokumente zu gelangen. Das vollstaendige Programm finden Sie unter: http://www.netzwerkrecherche.de/files/nr-presserecht2010-programm-20100831-web.pdf Alle weiteren Informationen sind auf der nr-Webseite abrufbar unter http://presserecht.netzwerkrecherche.de/ , Die Anmeldung erfolgt ausschliesslich ueber das Online-Formular unter: https://www.ssl-id.de/netzwerkrecherche.de/anmeldform/ . Bitte machen Sie auch Ihre Kolleginnen und Kollegen auf die Veranstaltung aufmerksam! Pressemeldung, 22.09.2010 Pressefreiheit: Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger spricht bei Fachkonferenz des netzwerks recherche http://www.presseportal.de/pm/50273/1685967/netzwerk_recherche . # 03: nr-Stammtische in Berlin und in Hamburg . Der Berliner nr-Stammtisch tritt am 04.10. um 19:30 Uhr zusammen. Im "Cum Laude" in der Universitaetsstrasse 4 in Mitte wird Hermann Josef Tenhagen zu Gast sein, der Chefredakteur des Magazins "Finanztest". Als Thema ist die Zukunft eines unabhaengigen Finanzjournalismus geplant. Am Tag danach, dem 05.11. 2010, tagt der Hamburger Stammtisch. Zu Gast sein wird der Journalist Volker Lilienthal, Professor fuer Journalistik an der Universitaet Hamburg. Als Thema ist "Getrennte Welten: PR und Journalismus in der Ausbildung" geplant. Der Stammtisch findet wie immer im "Gran Sasso" in der Schlueterstrasse 14 (gegenueber der Universitaet) um 19:30 Uhr statt. Anmeldung wie immer bei mailto:tina.groll [at] netzwerkrecherche.de . nr-Stammtische http://www.netzwerkrecherche.de/Termine/nr-Stammtische/ . [Ende der Mitteilungen in eigener Sache]. ## Abschnitt Zwei: Veranstaltungen. # 04: Kongress Oeffentlichkeit und Demokratie . Fr.-So., 01.-03.10.2010, Berlin . Am Wochenende findet der "Kongress Oeffentlichkeit und Demokratie" in den Raeumen der Friedrich-Ebert Stiftung und des Wissenschaftszentrums Berlin statt. Es gibt ueber 70 Veranstaltungen in vier Themenstraengen und 130 Referenten wie Tom Schimmeck, Mag Wompel und Oskar Negt. Das netzwerk recherche ist an dem Kongress beteiligt. Karten gibt es nur noch an der Kongresskasse vor Ort: http://oeffentlichkeit-und-demokratie.de/anmeldung.html . Kongresswebsite und Programmheft: http://oeffentlichkeit-und-demokratie.de/ , http://oeffentlichkeit-und-demokratie.de/static/download/Programmheft_Voll.pdf (PDF-Datei, 19 S., 2,54 MB) Mit den Themen des Kongresses befasst sich auch die aktuelle Ausgabe des Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen: http://www.fjnsb.de/ . # 05: Die gedopte Realitaet - Scripted Reality und neue Doku-Soaps . am Dienstag, 05. Oktober, um 19:00 Uhr findet in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin (In den Ministergaerten 6) der naechste MedienDisput statt. Thema des Abends: Die gedopte Realitaet - Scripted Reality und neue Doku-Soaps. Es diskutieren: - Frank Beckmann, NDR-Programmdirektor - Prof. Carl Bergengruen, SWR-Fernsehfilmchef, kuenftig Geschaeftsfuehrer Studio Hamburg - Kathrin Loeschburg, Geschaeftfuehrerin der Produktionsfirma MME - Prof. Dr. Bernhard Poerksen, Professor fuer Medienwissenschaft an der Universitaet Tuebingen, Herausgeber des Buches "Die Casting-Gesellschaft" - Andres Veiel, Regisseur und Dokumentarfilmer, u.a. "Black Box BRD" und "Der Kick" Moderation: Prof. Dr. Thomas Leif, www.2plusleif.de Anmeldung bitte an mailto:veranstaltungen [at] lv.rlp.de Nach Anmeldung erhalten Sie eine persoenliche Einlasskarte per E-Mail. Die "gedopte Realitaet" Scripted Reality und neue Doku-Soaps http://www.netzwerkrecherche.de/Publikationen/Meldungen/Mediendisput-Berlin-am-05-10-2010/ . # 06: Sechster "Worst EU Lobby Award" . Zum sechsten Mal werden die schlimmsten Lobbyisten in Bruessel mit einem Negativpreis ausgezeichnet. Am 14. Oktober wird Lobbycontrol in einer Pressekonferenz die Kandidaten - Unternehmen und Lobbygruppen - vorstellen, unter denen dann per offener Online-Abstimmung den Sieger gewaehlt werden. Anfang Dezember findet die Preisverleihung in Bruessel statt. http://www.worstlobby.eu/ , http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/tag/worstlobby-award/ . # 07: Wikimedia Deutschland sucht Projekte zur Foerderung des freien Wissens . Wikimedia Deutschland foerdert ausgewaehlte Initiativen kurzfristig und unbuerokratisch mit 500 bis 5.000 Euro. Gefoerdert werden Ideen, die mit den Zielen von Wikimedia Deutschland uebereinstimmen. Fuer den Wettbewerb einzureichen sind Beschreibung der Ziele, Zielgruppe, des zu erwartenden Resultates, der persoenlichen Motivation sowie ein Budgetplan. Ideen koennen bis zum 15. Oktober 2010 eingereicht werden. Danach entscheidet die Jury, wozu auch eine oeffentliche Abstimmung auf der Website gehoert. Detailinformationen: http://www.wikimedia.de/wissenswert . # 08: Vom Wettbewerb zum "Medienkrieg" - Wer steuert kuenftig die Meinungsmacht? . Do., 04.11.2010, 19:00 h, Hambacher Schloss, 67434 Neustadt an der Weinstrasse . Das "Demokratie-Forum" wird vom Hambacher Schloss mit Unterstuetzung des SWR vier Mal im Jahr angeboten. Das kritische Buergerforum mit verantwortlichen Repraesentanten aus Politik, Kultur, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft will den Diskurs zu zentralen gesellschaftspolitischen Fragen im Geist des "Hambacher Festes" weitertragen. Das Thema am 04. November lautet "Vom Wettbewerb zum "Medienkrieg" - Wer steuert kuenftig die Meinungsmacht?" Worum es geht: 1. Zunehmend wird das Tempo der Aktualitaetsspirale, der Herdentrieb und eine gewisse Haltungs- und Ahnungslosigkeit von Journalisten kritisiert. Wo wird die journalistische Qualitaet bedroht? 2. Manche Medien sehen sich zunehmend in der Rolle "politischer Akteure", die mit Schlagzeilen und Kampagnen Themen steuern wollen. Veraendert dieser Trend das 'Arbeitsverhaeltnis' zwischen Medien, Politik und Wirtschaft? 3. Gibt es ein problematisches Ungleichgewicht zwischen Unterhaltung und Information? 4. Wie werden "Scripted Reality"-Sendungen bewertet, die klassische Doku-mentations-Formate mit ihrer inszenierten Deutlichkeit uebertrumpfen? 5. Grosse Verlage und Privatsender verkuenden in juengster Zeit ansehnliche Ren-dite-Steigerungen. Welche Rolle spielt dabei der zunehmend haerter ausgetra-gene "Medienkrieg um Marktanteile im Online-Bereich"? Es diskutieren: - Jakob Augstein (Verleger "der Freitag") - Joachim Frank (Chefredakteur der Frankfurter Rundschau) - Julia Stein (NDR, Redaktionsleiterin von ZAPP) - Hans Georg Schnuecker (Geschaeftsfuehrer und Sprecher der Ver-lagsgruppe Rhein Main) - Prof. Dr. Peter Weibel (Leiter des Zentrums fuer Kunst und Me-dientechnologie, Karlsruhe) Moderation: Prof. Dr. Thomas Leif, 2+LEIF (http://www.2plusleif.de) Anmeldungen bitte direkt an: mailto:Demokratieforum [at] hambacher-schloss.de . Rueckfragen: mailto:katharina.singer [at] hambacher-schloss.de . Weitere Informationen: http://www.hambacher-schloss.de/ . # 09: Oertliche Betaeubung und bestellte Wahrheiten - wenn Oeffentlichkeit amputiert wird . 15. Mainzer Mediendisput, Mi./Do., 24./25.11.2010, Mainz. Aus der "oertlichen Betaeubung", die durch die anhaltende Medienkrise entstanden ist, wollen sich ueber 500 angemeldete Journalisten beim MainzerMedienDisput (MMD) herausreden. Die Traditionsveranstaltung, die journalistische Trends und Probleme debattiert, findet am Mi./Do., 24./25. November bereits zum 15. Mal in Mainz statt. Der MainzerMedienDisput, der bundesweit als die Themen setzende Journalisten-Tagung gilt, die in den Mainzer Zentren der Medienschaffenden im SWR-Landesfunkhaus und ZDF- Konferenzzentrum stattfindet, wird jaehrlich von einer unabhaengigen Projektgruppe von Journalisten organisiert. Schwerpunkt sind diesmal die "digitalen Steinschleudern", die mit ihren Blogs und Online-Auftritten, die traditionelle Medienszene unter Beschuss nehmen und ein sintflutaehnliches, kaum mehr zu ueberschauendes Ueberangebot produzieren. Die Medien zerlegen sich selbst, ist die Vermutung, zur unuebersehbaren Vielfalt der Angebote, die die Reihen der Journalisten und das Selbstverstaendnis des Journalismus bis hin zu "bestellten Wahrheiten" durcheinander wirbeln. Mit dabei auch der Ex-WDR-Intendant Fritz Pleitgen und Peter Limbourg, Vizepraesident der ProSiebenSat1 Media Group, die bei "Ermittlungen in eigener Sache", was als Schlagwort auch ueber dem ganzen 15. MainzerMedienDisput stehen koennte, die "Medien vor den Kadi" (Ankuendigungstext) ziehen werden. Weitere Themenschwerpunkte des 15. MainzerMedienDisputes sind der "Rueckzug ins Lokale" und eine Diskussion ueber Missbrauch in privaten Internatsschulen der Reformpaedagogik und kirchlichen Einrichtungen unter dem provozierenden Titel "Im Schutz der Finsternis - wenn Medien missbraucht werden". Zur Medien-Selbstbespiegelung in Mainz gehoert auch wie immer eine kabarettistische Spiegelfechterei - diesmal durch Matthias Deutschmann. Zum Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADH-Syndrom) der Journalisten wird es eine "Keynote" von Christian Bommarius (Berliner Zeitung) geben. Programm und Anmeldung: http://www.mediendisput.de/ . # 10: Anfrage: Journalisten mit tuerkischem Migrationshintergrund gesucht . Fuer meine Magisterarbeit am Institut fuer Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universitaet Mainz moechte ich Journalisten mit tuerkischem Migrationshintergrund in einem persoenlichen Gespraech zu ihrem Arbeitsalltag befragen, da sie zur groessten Gruppe unter Migranten zaehlen. Die Arbeit wird vom geschaeftsfuehrenden Leiter des Institutes Prof. Dr. Gregor Daschmann betreut. Konkret suche ich Journalisten mit tuerkischem Migrationshintergrund, - die in der Tuerkei oder in Deutschland geboren sind und einen deutschen Schulabschluss erworben haben (1. bis 3. Generation), - hauptberuflich journalistisch taetig sind, bzw. ein Volontariat absolvieren, - und fuer eine deutsche Tageszeitung arbeiten. Ich moechte Sie bitten, mir bei meinem Forschungsvorhaben zu helfen, da das Thema "Journalisten mit Migrationshintergrund in Deutschland" kaum erforscht ist und es wenige potentielle Interviewpartner gibt. Es wuerde mir sehr weiterhelfen, wenn Sie mir moegliche Ansprechpartner nennen oder meine Anfrage weiterleiten koennten. Selbstverstaendlich sichere ich den Gespraechspartnern die Anonymitaet der Daten zu, diese werden aus rein wissenschaftlichen Gruenden erhoben. Marsida Lluca mailto:mlluca [at] students.uni-mainz.de . [Ende der Veranstaltungen]. ## Abschnitt Drei: Nachrichten. # 11: Neuerscheinung: Verdeckte Werbung der Pharmalobby . Es begann im Wartezimmer eines Arztes, als uns beim Lesen von grossen Illustrierten verdeckte Pharmawerbung fuer rezeptpflichtige Medikamente auffiel. Die Geschichte entwickelte sich weiter, als wir das Strategiepapier einer internationalen Pharma-Consultingfirma entdeckten, in dem vom "Patient im Visier" die Rede war. Darin wurden Methoden zur systematischen Beeinflussung von kranken Menschen beschrieben, um einen "Mehrwert" fuer die Unternehmen zu generieren. Wir kamen dann auf die Idee, zum Schein eine Pharmafirma zu gruenden. Zu diesem Zeitpunkt hatte das noch kein Journalist vorher versucht. Mit unserer fiktiven Marketingkampagne konnten wir detaillierte Einblicke in ein skrupelloses Geschaeft gewinnen, bei dem die Medien zu Komplizen der Pharmakonzerne werden. Obwohl es zum Schutz der Patienten ein Werbeverbot fuer verschreibungspflichtige Medikamente gibt, hebeln die Konzerne das Gesetz mit allen Tricks aus. 70 Prozent aller Informationen, die ein Patient ueber seine Krankheit im Internet sucht, sind von der Pharmaindustrie gesteuert - subtil, kaum zu erkennen und kaum zu ahnden. Mit verschiedenen Identitaeten und Rollenwechseln haben wir in fast zweijaehriger investigativer Recherche beobachtet, wie chronisch Kranken falsche Hoffnungen gemacht werden, und wie ihnen der dauerhafte Einsatz gefaehrlicher und umstrittener Medikamente eingeredet wird. Und wir haben im Selbstversuch gelernt, wie das Pharmalobbying in der Politik funktioniert. {Caroline Walter} Patient im Visier : die neue Strategie der Pharmakonzerne / Caroline Walter und Alexander Kobylinski Hamburg : Hoffmann und Campe, 2010. - 239 S. - 17 Euro ISBN 978-3-455-50151-3 Eintrag bei der Deutschen Nationalbibliothek http://d-nb.info/1001928962 . Inhaltsverzeichnis des Buches http://d-nb.info/1001928962 (PDF-Datei, 3 S., 257 KB) Eintrag bei Libri http://www.libri.de/shop/action/productDetails/9547542/caroline_walter_alexander_kobylinski_patient_im_visier_3455501516.html . Caroline Walter, Alexander Kobylinski: "Patient im Visier". Hoffmann und Campe Was den Patienten in Zeitschriftenartikeln, Internetforen und oft genug sogar in Arztpraxen empfohlen wird, nuetzt oftmals weniger ihnen selber als vielmehr den Bilanzen der Pharmafirmen - das zumindest legen die Recherchen der beiden ARD-Journalisten Caroline Walter und Alexander Kobylinski nahe. Von Martin Zaehringer. - Deutschlandfunk, 30.08.2010 http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1260855/ . # 12: "Brotlose Spiele - warum der Journalismus die Welt kaum mehr begreift" . Tom Schimmeck diskutierte ueber sein Buch "Am besten nichts Neues - Medien, Macht und Meinungsmache" mit Harald Schumann (Der Tagesspiegel), Dr. Wulf Schmiese (ZDF), Professor Siegfried Weischenberg und Staatssekretaer Dr. Karl-Heinz Klaer. Carta hat die Veranstaltung gestreamt: http://carta.info/33808/brotlose-spiele-warum-der-journalismus-die-welt-kaum-mehr-begreift-podiumsdiskussion-mit-stream/ . Kritiken zum Buch unter : http://www.schimmeck.de/ . Am besten nichts Neues : Medien, Macht und Meinungsmache / Tom Schimmeck. - Frankfurt, M. : Westend, 2010. - 303 S. ISBN 978-3-938060-50-6. - EUR 17.95 http://www.piper-verlag.de/westend/buch.php?id=16193&page=suche&auswahl=a&pagenum=1&page=buchaz . # 13: Oh, wie schoen ist Guetersloh - Bertelsmann und die Machtzentren der BRD . Der Bertelsmann-Konzern ist 175 Jahre alt. Seit langem verkauft Bertelsmann nicht nur Buecher und sonstige Medien, sondern vor allem politische Expertise. Die Bertelsmann-Stiftung beraet nicht einfach Politiker, sie macht Politik in einem Masse, dass Kritiker schon von einer Nebenregierung in Guetersloh sprechen. Die Machtzentren dieser Republik liegen nicht in den Metropolen. Nicht in Berlin, Hamburg, Muenchen oder Koeln. Sondern sie lagen immer schon in der vermeintlichen Provinz. In Guetersloh, in Wolfsburg, in Fuerth, in Untertuerkheim, in Ruesselsheim. Oh, wie schoen ist Guetersloh ­ die Machtzentren der Republik. hr2-kultur / Der Tag / Mittwoch, 15.09.2010 Moderation: Peter Zudeick. Redaktion: Barbara M. Henke ; Rainer Weber. Produktion : Dorothea Schuler. http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/flashplayer/hr2tag_player_content.jsp?rpgid=28420706753 . # 14: Depubliziertes . Die Website "Depubliziertes" konterkariert den seit 1. Juni 2009 geltenden 12. Rundfunkaenderungsstaatsvertrag. Dieser schreibt eine maximale Verweildauer bestimmter Inhalte auf den Webseiten der oeffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vor. Danach muessen die Inhalte geloescht werden. Mit dem Archiv von Tagesschau.de beginnt depub.org, solche geloeschten Informationen wieder zugaenglich zu machen. Depubliziertes http://www.depub.org/ , http://twitter.com/depub . Freie Archive fuer informierte Buerger! Oeffentlich-rechtliche Archive zu "depublizieren", ist gesellschaftlicher Unsinn. Die Site depub.org, die das bekaempft, mag illegal sein. Aber sie beweist Zivilcourage. von Kai Biermann. - Zeit online, 15.09.2010 http://www.zeit.de/digital/internet/2010-09/depub-depublizieren-tagesschau?page=all . "Depub" will alle Oeffentlich-Rechtlichen archivieren Depub.org zeigt geloeschte Texte von tagesschau.de. Im Interview sagen die Macher, warum. Und dass sie im Kampf gegen das Depublizieren alle Oeffentlich-Rechtlichen scannen Interview von Kai Biermann. - Zeit online, 16.09.2010 http://www.zeit.de/digital/internet/2010-09/depub-depublizieren-interview?page=all . Loeschen und wiederherstellen Die ARD muss Inhalte loeschen, doch im Netz tauchen genau die wieder auf. DRadio Wissen, 16.09.2010 http://wissen.dradio.de/index.33.de.html?dram:article_id=5479&sid= . Netzaktivisten gegen Depublizieren Bericht von Maik Gizinski. - Zapp.de, 22.09.2010 http://www.ndr.de/flash/zapp/interactivePlayer.html?xml=zappsendung231-interactiveBroadcasts.xml&sr=zapp&bid=debup105 . NDR-Rundfunkraetin: Depublikation nicht vermittelbar Die Depublikation von Online-Inhalten ist vom NDR-Rundfunkrat diskutiert worden. Es sei schwer vermittelbar, dass diese wieder aus dem Netz verschwinden muessten, hiess es am Montag. SWDL.de, 27.09.2010 http://www.dwdl.de/story/28083/ndrrundfunkrtin_depublikation_nicht_vermittelbar/ . # 15: Keine Atomwaffenzuender fuer den Iran, oder: Ein Flughafenzoellner, der entlassen wird - der Fall Stefan R . Unter diesem Titel wird im "DokZentrum ansTageslicht.de" der Fall des jungen Zollbeamten Stefan R. wieder aufgerollt, der im November 2002 nachts um 3 Uhr auf dem Flughafen Frankfurt/Main spontan reagiert und das Zollkriminalamt und Bundeskriminalamt alarmiert hatte. Ein sofort aktiviertes Sicherheitskommando konnte bereits 4 Stunden spaeter die heisse Ware sicherstellen: 44 "Fast High Voltage Transistor Switches" des Typs "HTS 31-480-SI" - so genannte Dual Use-Gueter. Eigentlich fuer medizinische High-Tec-Zwecke konstruiert, kann man sie auch zu Atomwaffenzuendern umfunktionieren. Genau dies sollte im Iran geschehen, dem geplanten Bestimmungsort der 44 Hochfrequenzschalter. So hatten es Ermittlungsbehoerden spaeter festgestellt. Der rechtzeitig verhinderte Export: ein klarer Erfolg fuer die internationale Weltgemeinschaft. Kein Erfolg allerdings fuer den Jungzoellner: Er wurde entlassen. Einer der Vorwuerfe: Er habe "vorsaetzlich oder zumindest grob fahrlaessig ... dienstliche Kompetenzen durch eigenmaechtige Korrespondenz mit dem Bundeskriminalamt, Zollkriminalamt ohne die zuvor erforderliche Einschaltung der Schicht- und Abfertigungsleitung ueberschritten." Satire? Keineswegs, sondern bittere Realitaet fuer Stefan R., der nun von Hartz IV lebt. Dessen Versuche, sich dagegen zu wehren, sind bis heute erfolglos. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht entschieden hatte, dass jeder einzelne Vorwurf bewiesen werden muesse, will die Zollverwaltung nun ueber 60 Zeugen, meist ehemalige Kollegen, gegen den unbotmaessigen Ex-Zoellner aufbieten. Je mehr Zeugen, desto laenger die Gerichtsverfahren. Und je laenger die Prozesse, umso eher kann man auch engagierte (Ex-)Beamte zermuerben. Das DokZentrum ansTageslicht.de hat die ganze Geschichte lueckenlos rekonstruiert. Und weshalb die etablierte Zollhierarchie keine engagierten (Jung)Beamten mit eigenen Ideen mag. Und warum ein Vorschlag ins Leere gehen musste, den aufrechten Jungzoellner mit einem Verdienstorden auzuzeichnen. (Ingo Eggert) Keine Atomwaffenzuender fuer den Iran, oder: Ein Flughafenzoellner, der entlassen wird http://www.ansTageslicht.de/Atomwaffenzuender , http://www.ansTageslicht.de/Flughafenzoellner . Zoll in Deutschland Waffenschmuggel verhindert: gekuendigt. Der Zollbeamte Stefan R. hat einen Waffenschmuggel an den Iran verhindert. Dafuer wurde er von seinen hoechsten Vorgesetzten drangsaliert und am Ende rausgeworfen. Von Matthias Thieme. - FR online, 13.09.2010 http://www.fr-online.de/politik/waffenschmuggel-verhindert--gekuendigt/-/1472596/4641678/-/index.html . # 16: Help Desk von LegalLeaks . Access Info und n-ost haben am am 28.09., dem Internationalen Tag der Informationsfreiheit den Legal Leaks-Help Desk vorgestellt. Der Help Desk beraet Journalisten dabei, wie sie europaweit von ihrem Recht auf Informationsfreiheit Gebrauch machen und Anfragen bei Behoerden und Regierungsinstutionen stellen koennen. Journalisten aus allen 56 Laendern der OSZE-Region koennen sich mit Fragen an den Legal Leaks-Help Desk wenden. Der Legal Leaks Help Desk bietet Journalisten: - praktischen Rat, wie man als Journalist von seinem Recht auf Informationsfreiheit Gebrauch machen kann; - Tipps, wie man mit Auskunftsverweigerungen von Behoerden umgeht; - allgemeine Hinweise, wie Journalisten Verwaltungsgerichtsverfahren fuehren koennen, um an verweigerte Informationen zu geraten; - Kontakte zu Rechtsexperten in allen OSZE-Laendern, die weiterhelfen; - Unterstuetzung bei Anfragen zum Zugang zu EU-Dokumenten. Der Legal Leaks-Help Desk ist im Access Info-Buero in Madrid angesiedelt. Kontakt: Telefon: + 34 91 366 5344 mailto:helpdesk [at] legalleaks.info , http://www.legalleaks.info/ . n-ost Pressemeldung: Legal Leaks-Help Desk startet (28.09.2010) http://www.n-ost.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=5479&Itemid=583&lang=germanf . [Ende der Nachrichten]. ## Abschnitt Vier: Seminare, Stipendien, Preise. Fehlt ein Termin mit Recherchebezug? Bitte mailen Sie uns an mailto:termine [at] netzwerkrecherche.de . # 17: Zehn Wochen Bruessel mit EurActiv . EurActiv und die Robert Bosch Stiftung schreiben ein neues Trainingsprogramm aus. Ein einwoechiges Training in Berlin (in Kooperation mit EurActiv Deutschland) und danach ein zehnwoechiges Praktikum mit der Fondation EurActiv in Bruessel. Es dient der Vorbereitung auf eine fundierte Berichterstattung ueber EU-Themen. Auswahlkriterien sind unter anderem: - Kein Mindest- oder Hoechstalter, aber zwei bis zehn Jahre an journalistischer Erfahrung erforderlich; - WICHTIG: Regelmaessige Taetigkeit fuer ein Medium ausserhalb Bruessels (fest oder frei) mit einem gueltigem nationalen Presseausweis; - Drei Beispiele publizierter Artikel, die einen sicheren Schreibstil in der Muttersprache belegen; einer davon mit EU-Bezug; - Empfehlungsschreiben des Chefredakteurs oder Herausgebers des Entsendemediums; - Kenntnisse ueber Online-Journalismus bzw. die Bereitschaft, sich solche Kenntnisse anzueignen; - Kenntnisse ueber Social Media (Netzwerke, Blog usw.) oder Bereitschaft, diese zu erlernen; - Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, Kenntnis einer zweiten EU-Sprache. Bewerbungsschluss ist So., 10. Oktober 2010. Fuer weitere Informationen und zur Anforderung der Liste der meistgestellten Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an: mailto:Selection [at] euractiv.com Betreffzeile "Bosch EU Journalism Fellowship". Details: http://www.euractiv.de/zukunft-und-reformen/artikel/zehn-wochen-training-in-brssel-ausschreibung-fr-journalisten-003567 . # 18: 'Bilanzen lesen und verstehen' . Die Dr. Doeblin GmbH fuer Wirtschaftkommunikation bietet ein Grundlagenseminar 'Bilanzen lesen und verstehen' an. Referenten sind Gerhard Bischof und Thomas Blees von der Wirtschaftspruefungsgesellschaft KPMG. Die Teilnahme ist fuer Wirtschaftsjournalisten kostenfrei. Ihre Teilnahme bitten wir uns einfach per Rueckmail zu bestaetigen. Die Seminare finden in jeweils identischer Form von 10 bis 17 Uhr statt: Montag, 25. Oktober 2010 in Berlin Dienstag, 26. Oktober 2010 in Stuttgart Details und Anmeldung: http://www.wp-online.de/bilanzseminar.html . # 19: "Wie die Trueffelschweine" - Investigative Recherche . Mo./Di., 02./03.11.2010, Akademie der Bayerischen Presse. Ueber Korruption und das grosse Schweigen in den Unternehmen, ueber die Top-Ten der vernachlaessigten Themen und jede Menge Tipps, wie Sie an diskrete Informationen gelangen. Das Seminar ist nicht fuer Recherche-Anfaenger geeignet. Teilnahmegebuehr 140,-- Euro ohne U/F Details und Anmeldung: http://www.a-b-p.de/xist4c/web/Investigative-Recherche_id_2056_.htm . # 20: BJS-Seminar "Systematik der Recherche und Strategien der Gespraechsfuehrung" . Mo./Di., 06./07.12.2010, jew. 9-17 h, Pressehaus am Alexanderplatz, Karl-Liebknecht-Str. 29, 10178 Berlin-Mitte. Das Seminar fuehrt in die verschiedenen Wege der Recherche ein. An Beispielen aus der Praxis wird gezeigt, wie man durch geschicktes Vorgehen (Rechercheweg, Fragetaktik) an sein Rechercheziel gelangt. Erfahrungen der Teilnehmer werden mit einbezogen. Kosten: 290,- Euro. Dozent ist Frank Brendel, freier Journalist und Rechercheur, Co-Autor des Buches "Richtig recherchieren". Weitere Informationen: http://www.berliner-journalisten-schule.de/weiterbildung/seminare/recherche.html . [Ende der Seminare, Stipendien, Preise]. ## Abschnitt Fuenf: Pressespiegel. # 21: Journalismus . "Rheinischer Merkur" segnet das Zeitliche Rheinisch-hamburgische Kooperation: Die Bischofskonferenz will die katholische Wochenzeitung "Rheinischer Merkur" der "Zeit" beilegen. Das spart Geld und kostet Jobs. Von Christina Maria Berr. - SZ, 20.09.2010 http://www.sueddeutsche.de/medien/rheinischer-merkur-an-zeit-katholisches-fuer-die-hamburger-1.1002546 . "Die Zeit" wird katholisch Von Steffen Grimberg. - taz.de, 21.09.2010 http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/die-zeit-wird-katholisch/ . "Rheinischer Merkur" kooperiert mit der ZEIT Aus der katholischen Wochenzeitung wird eine Beilage. Zeit online, 22.09.2010 http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-09/rheinischer-merkur-einstellung . Zu viel Selbstbeweihraeucherung Wie Redaktionen ueber das eigene Medienunternehmen berichten Von Stephan Russ-Mohl. - NZZ.ch, 21.09.2010 http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/zu_viel_selbstbeweihraeucherung_1.7628809.html . Journalismus-Professor Kurt Weichler im MEEDIA-Interview "Bezahlt eure freien Mitarbeiter anstaendig!" Interview von Mihaela Dascalu. - meedia, 09.09.2010 http://meedia.de/nc/details-topstory/article/bezahlt-eure-freien-mitarbeiter-anstndig_100030214.html?tx_ttnews[backPid]=23&cHash=995cfaded1 . Geheimdienste - Recherche unerwuenscht Sven Preger im Gespraech mit der Journalistin Gaby Weber Die Journalistin Gaby Weber ist auf Geheimdienste spezialisiert. Doch bei ihrer Arbeit stoesst sie naturgemaess auf Barrieren. Wie Geheimdienste den Medien und der Oeffentlichkeit Informationen vorenthalten. DRadio Wissen, 03.09.2010 http://wissen.dradio.de/index.36.de.html?dram:article_id=5221&sid= . "Extrem langsamer Anti-Journalismus" Bernhard Poerksen hat mit seinen Studenten einen Band ueber "Die Casting-Gesellschaft" geschrieben. Was sie dabei lernten, erklaert der Medienprofessor im Interview. Intervirew von Meike Fries. - Zeit online, 149.09.2010 http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2010-09/interview-poerksen-casting?page=all . "Die Zukunft gehoert den Freien" Die Freischreiber besprachen in Hamburg die Zukunft der freien Journalisten. Fazit: Wer sich selbst zur Marke macht, hat gute Karten. Von Michael Brake. - taz.de, 19.09.2010 http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/die-zukunft-gehoert-den-freien/ . Aufregen hilft nicht! Die Medienforscherin Claudia Mast spricht im FR-Interview ueber Dreiklassen-Journalismus, Scheinnachrichten und Zeitungsleser. Interview: Ulrike Simon. - FR online, 19.09.2010 http://www.fr-online.de/kultur/medien/aufregen-hilft-nicht-/-/1473342/4658578/-/index.html . "Focus": Mehr investigative Recherche und Kultur DWDL.de, 20.09.2010 http://www.dwdl.de/story/27965/focus_mehr_investigative_recherche_und_kultur/ . "Focus" investiert in Recherche w&v, 21.09.2010 http://www.wuv.de/nachrichten/medien/focus_investiert_in_recherche . Fall Bayern LB: Ermittlungen gegen Journalisten "Innerdeutscher Tatort" Muenchner Staatsanwaelte gehen gegen oesterreichische Journalisten von "News" und "Profil" vor. Sie hatten aus Ermittlungsakten zitiert. Von Klaus Ott. - sueddeutsche.de, 24.09.2010 http://www.sueddeutsche.de/medien/fall-bayern-lb-ermittlungen-gegen-journalisten-innerdeutscher-tatort-1.1004110 . Vermutlich weitere Journalisten im Visier der Staatsanwaltschaft Muenchen Nicht nur "profil" und "News" hatten ueber Tagebuecher von Tilo Berlin berichtet - Muenchner Anklagebehoerde bestaetigt Erhebungen gegen "mehrere Journalisten", ohne konkrete Zahl zu nennen Der Standard, 24. September 2010 http://derstandard.at/1285199187336/Hypo-Alpe-Adria-Vermutlich-weitere-Journalisten-im-Visier-der-Staatsanwaltschaft-Muenchen . Zweite Chance fuer Debakel-Banker t-online.de (dpa-AFX, dpa, bv), 31.08.2010, http://wirtschaft.t-online.de/ex-bayernlb-chef-michael-kemmer-wird-banken-hauptgeschaeftsfuehrer/id_42707990/index . # 22: Journalismus und PR . Derwesten.de laesst Veranstaltungs-Pressesprecher berichten w&v, 08.09.2010 http://www.wuv.de/nachrichten/digital/derwesten_de_laesst_veranstaltungs_pressesprecher_berichten . "Rock am Stock" von Marc Felix Serrao. - jetzt.de, 08.09.2010 http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/510809 . # 23: Sachsensumpf . Stachelig bleiben Zwei Journalisten hatten ueber die Verwicklung von Sachsens Justiz ins Rotlichtmilieu geschrieben. Das Amtsgericht Dresden machte sie zu Straftaetern. Der Fall zeigt: Schon eine Frage kann verhaengnisvoll sein. von Antje Hildebrandt. - Rheinischer Merkur, 02.09.2010 http://www.merkur.de/2010_35_Stachelig_bleiben.44530.0.html?&no_cache=1 . Ein Urteil macht hellhoerig Zwei Leipziger Journalisten sollen Geldstrafen zahlen, weil sie eine Frage zum "Sachsensumpf" stellten. Dadurch beschaedigt die saechsische Justiz den Ruf des Freistaats von Claudia Euen. - der Freitag, 01.09.2010 http://www.freitag.de/kultur/1034-ein-urteil-macht-hellhoerig . [Ende des Pressespiegel]. # 24: Link-Index . 01: Editorial http://www.tomscott.com/warnings/ , http://www.tomscott.com/warnings/warnings.pdf , http://www.ihrwebprofi.at/journalismus-warnhinweise , http://www.ihrwebprofi.at/wp-content/uploads/2010/08/Journalismus-Warnzeichen.pdf , http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33352/1.html . 02: Neues zur Informationsbeschaffung und Abwehr von juristischen Angriffen - Presserechtskonferenz des Netzwerk Recherche http://www.netzwerkrecherche.de/files/nr-presserecht2010-programm-20100831-web.pdf , https://www.ssl-id.de/netzwerkrecherche.de/anmeldform/ , http://www.presseportal.de/pm/50273/1685967/netzwerk_recherche . 03: nr-Stammtische in Berlin und in Hamburg http://www.netzwerkrecherche.de/Termine/nr-Stammtische/ . 04: Kongress Oeffentlichkeit und Demokratie http://oeffentlichkeit-und-demokratie.de/anmeldung.html , http://oeffentlichkeit-und-demokratie.de/ , http://oeffentlichkeit-und-demokratie.de/static/download/Programmheft_Voll.pdf , http://www.fjnsb.de/ . 05: Die gedopte Realitaet - Scripted Reality und neue Doku-Soaps http://www.netzwerkrecherche.de/Publikationen/Meldungen/Mediendisput-Berlin-am-05-10-2010/ . 06: Sechster "Worst EU Lobby Award" http://www.worstlobby.eu/ , http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/tag/worstlobby-award/ . 07: Wikimedia Deutschland sucht Projekte zur Foerderung des freien Wissens http://www.wikimedia.de/wissenswert . 08: Vom Wettbewerb zum "Medienkrieg" - Wer steuert kuenftig die Meinungsmacht? http://www.hambacher-schloss.de/ . 09: Oertliche Betaeubung und bestellte Wahrheiten - wenn Oeffentlichkeit amputiert wird http://www.mediendisput.de/ . 11: Neuerscheinung: Verdeckte Werbung der Pharmalobby http://d-nb.info/1001928962 , http://d-nb.info/1001928962 , http://www.libri.de/shop/action/productDetails/9547542/caroline_walter_alexander_kobylinski_patient_im_visier_3455501516.html , http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1260855/ . 12: "Brotlose Spiele - warum der Journalismus die Welt kaum mehr begreift" http://carta.info/33808/brotlose-spiele-warum-der-journalismus-die-welt-kaum-mehr-begreift-podiumsdiskussion-mit-stream/ , http://www.schimmeck.de/ , http://www.piper-verlag.de/westend/buch.php?id=16193&page=suche&auswahl=a&pagenum=1&page=buchaz . 13: Oh, wie schoen ist Guetersloh - Bertelsmann und die Machtzentren der BRD http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/flashplayer/hr2tag_player_content.jsp?rpgid=28420706753 . 14: Depubliziertes http://www.depub.org/ , http://twitter.com/depub . http://www.zeit.de/digital/internet/2010-09/depub-depublizieren-tagesschau?page=all , http://www.zeit.de/digital/internet/2010-09/depub-depublizieren-interview?page=all , http://wissen.dradio.de/index.33.de.html?dram:article_id=5479&sid= , http://www.ndr.de/flash/zapp/interactivePlayer.html?xml=zappsendung231-interactiveBroadcasts.xml&sr=zapp&bid=debup105 , http://www.dwdl.de/story/28083/ndrrundfunkrtin_depublikation_nicht_vermittelbar/ . 15: Keine Atomwaffenzuender fuer den Iran, oder: Ein Flughafenzoellner, der entlassen wird - der Fall Stefan R http://www.ansTageslicht.de/Atomwaffenzuender , http://www.ansTageslicht.de/Flughafenzoellner , http://www.fr-online.de/politik/waffenschmuggel-verhindert--gekuendigt/-/1472596/4641678/-/index.html . 16: Help Desk von LegalLeaks http://www.legalleaks.info/ , http://www.n-ost.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=5479&Itemid=583&lang=germanf . 17: 10 Wochen Bruessel mit EurActiv http://www.euractiv.de/zukunft-und-reformen/artikel/zehn-wochen-training-in-brssel-ausschreibung-fr-journalisten-003567 . 18: 'Bilanzen lesen und verstehen' http://www.wp-online.de/bilanzseminar.html . 19: "Wie die Trueffelschweine" - Investigative Recherche http://www.a-b-p.de/xist4c/web/Investigative-Recherche_id_2056_.htm . 20: BJS-Seminar "Systematik der Recherche und Strategien der Gespraechsfuehrung" http://www.berliner-journalisten-schule.de/weiterbildung/seminare/recherche.html . 21: Journalismus http://www.sueddeutsche.de/medien/rheinischer-merkur-an-zeit-katholisches-fuer-die-hamburger-1.1002546 , http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/die-zeit-wird-katholisch/ , http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-09/rheinischer-merkur-einstellung , http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/zu_viel_selbstbeweihraeucherung_1.7628809.html , http://meedia.de/nc/details-topstory/article/bezahlt-eure-freien-mitarbeiter-anstndig_100030214.html?tx_ttnews[backPid]=23&cHash=995cfaded1 , http://wissen.dradio.de/index.36.de.html?dram:article_id=5221&sid= , http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2010-09/interview-poerksen-casting?page=all , http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/die-zukunft-gehoert-den-freien/ , http://www.fr-online.de/kultur/medien/aufregen-hilft-nicht-/-/1473342/4658578/-/index.html , http://www.dwdl.de/story/27965/focus_mehr_investigative_recherche_und_kultur/ , http://www.wuv.de/nachrichten/medien/focus_investiert_in_recherche , http://www.sueddeutsche.de/medien/fall-bayern-lb-ermittlungen-gegen-journalisten-innerdeutscher-tatort-1.1004110 , http://derstandard.at/1285199187336/Hypo-Alpe-Adria-Vermutlich-weitere-Journalisten-im-Visier-der-Staatsanwaltschaft-Muenchen , http://wirtschaft.t-online.de/ex-bayernlb-chef-michael-kemmer-wird-banken-hauptgeschaeftsfuehrer/id_42707990/index . 22: Journalismus und PR http://www.wuv.de/nachrichten/digital/derwesten_de_laesst_veranstaltungs_pressesprecher_berichten , http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/510809 . 23: Sachsensumpf http://www.merkur.de/2010_35_Stachelig_bleiben.44530.0.html?&no_cache=1 , http://www.freitag.de/kultur/1034-ein-urteil-macht-hellhoerig . [Ende des Link-Index]. # 25: Technische Hinweise . Der formale Aufbau dieses Newsletters folgt dem 'Text E-Mail-Newsletter Standard' (TEN S). Der Zweck dieses Standards ist es, in textbasierten E-Mail-Newslettern die Orientierung zu vereinfachen. Die Startseite des TEN S ist: http://www.headstar.com/ten/ . Die deutsche Uebersetzung des TEN S finden Sie hier: http://www.ude.de/ten/ . Als Navigationshilfe fuer Screen Reader beginnen alle Ueberschriften mit einem Doppelkreuz "#" und enden mit einem Punkt "." Die Inhalte sind nummeriert, die Nummern folgen direkt nach dem Doppelkreuz. Einige lange Hyperlinks in diesem Newsletter werden durch Ihr E-Mail-Programm moeglicherweise auf mehrere Zeilen umgebrochen, so dass sie nicht funktionieren. Kopieren Sie in diesem Fall bitte die komplette Zeichenkette des Hyperlinks in die Adresszeile Ihres Webbrowsers. Um PDF-Dateien ('Portable Document Format', Dateiendung '.pdf') zu oeffnen, benoetigen Sie einen Viewer. Freie PDF-Betrachter koennen Sie kostenfrei hier laden: http://pdfreaders.org/ . Um RTF-Dateien ('Rich Text Format' der Firma Microsoft, Dateiendung '.rtf') zu oeffnen, koennen Sie die meisten Textverarbeitungsprogramme nutzen. Sie koennen aber auch einen Viewer von Microsoft gratis herunterladen: http://www.microsoft.com/office/000/viewers.asp . Online koennen Sie PDF- und RTF-Dateien mit dem "Online viewer for PDF, PostScript and Word" von Samuraj Data in Schweden (Benutzungsanleitung in Englisch) oeffnen: http://view.samurajdata.se/ . [Ende technische Hinweise]. # 26: Impressum . Newsletter Netzwerk Recherche ISSN 1611-8871 Dieser Newsletter wird herausgegeben vom netzwerk recherche e.V. (Amtsgericht Wiesbaden, Vereinsnummer 23 VR 3634). Verantwortlich fuer alle Inhalte des Newsletter (V.i.S.d.P. und Verantwortlicher gemaess § 5 TMG): Dr. Thomas Leif. Walkmuehltalanlagen 25 65195 Wiesbaden mailto:thomas.leif [at] netzwerkrecherche.de , http://www.netzwerkrecherche.de/ . Das netzwerk recherche e.V. hat das Ziel, den Recherche-Journalismus in Deutschland zu foerdern. Es vertritt die Interessen jener Kollegen, die (oft gegen Widerstaende in Verlagen und Sendern) intensive Recherche durchsetzen wollen. Ausserdem foerdert netzwerk recherche die Verbesserung von Aus- und Fortbildung im Bereich Recherche und tritt fuer die Verbesserung der Rahmenbedingungen fuer Recherche-Journalismus ein. Der Newsletter Netzwerk Recherche ist urheberrechtlich geschuetzt. Das Copyright liegt beim netzwerk recherche e.V. Das Urheberrecht namentlich gekennzeichneter Artikel liegt bei deren Verfassern. Bestellen oder abbestellen koennen Sie den Newsletter durch eine E-Mail an: mailto:abo [at] netzwerkrecherche.de oder unter der Webadresse: http://www.netzwerkrecherche.de/newsletter/ . Die Redaktion erreichen Sie mit einer E-Mail an: mailto:newsletter [at] netzwerkrecherche.de . E-Mail-Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft. Sie werden ausschiesslich zum Versand dieses Newsletters verwendet. Eingehende E-Mails werden vertraulich behandelt: http://www.netzwerkrecherche.de/newsletter/index.php?pageid=61 . Die Redaktion des Newsletter Netzwerk Recherche: Tina Groll mailto:TinaGroll [at] aol.com Ulf Gruener mailto:ulg-bureau [at] web.de Susanne Kortshagen mailto:kortshagen [at] jonet.org Prof. Dr. Thomas Leif mailto:thomas.leif [at] netzwerkrecherche.de Dr. Manfred Redelfs mailto:manfred.redelfs [at] greenpeace.de Timo Rieg mailto:tg [at] journalistenbuero.com Albrecht Ude mailto:albrecht [at] ude.de Rechtlicher Hinweis: Fuer den Inhalt von Webseiten, auf die in diesem Newsletter ein Link gelegt wird, ist das netzwerk recherche nicht verantwortlich. [Ende des Impressum]. [Ende des Newsletter Netzwerk Recherche].