Start-up Guide

How to start-up

Start-up-Guide für Journopreneure

finanzierung

Crowdfunding ist oft die finanzielle Initialzündung neuer journalistischer Projekte. Die Krautreporter haben es vorgemacht, die Crowdspondents machen es immer wieder und zuletzt waren die Macher hinter Republik über den eigenen Erfolg erstaunt. Oft ist Crowdfunding aber nicht mehr als eine Anschubfinanzierung - auch weil die begleitenden PR-Kampagnen ziemlich aufwendig sein können und eine Wiederholung des Erfolgs nicht garantiert ist. Wer langfristig planen möchte, braucht also einen Plan B. Sich auf nur eine Einkommensquelle zu verlassen, birgt immer ein gewisses Risiko. Deshalb ist es ratsam, unterschiedliche Töpfe anzuzapfen (Stiftungsgelder, öffentliche Fördermittel, Abos, Werbung, Veranstaltungen, etc.).

bwl für nonprofit-noobies

Das Thema ist vielleicht nicht sexy, aber wer ernsthaft darüber nachdenkt zu gründen, darf das Geschäftliche nicht aus den Augen verlieren. Deshalb hat das Institute for Nonprofit News eine Anleitung für den Aufbau einer gemeinnützigen Medienorganisation herausgebracht. Darin geht es in erster Linie um medienökonomische und damit verbundene strukturelle Fragen, z.B.: Was ist mein Geschäftsmodell? Wie positioniere ich mich auf dem Markt? Welchen Eintrittsbarrieren (z.B. Konkurrenz) muss ich mich stellen? Wer ist mein Publikum? Wie erreiche ich es?

unabhängigkeit bewahren

Die journalistische Unabhängigkeit behält auch bei alternativen Finanzierungswegen wie Stiftungsförderungen oberste Priorität. Trotz des finanziellen Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Gefördertem und seinem Geldgeber sollten diesem niemals Sonderrechte zugestanden werden. Eingriffe in redaktionelle Abläufe und journalistische Produkte sind tabu. Dies sollte vorab zwischen den Beteiligten klar kommuniziert werden.

transparenz herstellen

Journalisten fordern von anderen Institutionen gerne mehr Transparenz ein. Deshalb sollten wir selbst mit gutem Beispiel vorangehen und der Öffentlichkeit nicht verschweigen, woher das Geld für die eigenen Projekte kommt. Eine Offenlegung der Finanzierung ist deshalb auch eine Frage journalistischer Integrität. Sie wird dann essentiell, wenn die Geldgeber einmal selbst zum Gegenstand der Berichterstattung werden. Um solch ein Szenario weitgehend ausschließen zu können, ist eine Überprüfung potenzieller Förderer im Voraus hilfreich - besonders wenn diese anonym bleiben wollen.

kooperationen planen

Da sich Kooperationen zwischen traditionellen Medien und journalistischen Nonprofits häufen, hat das American Press Institute praktische Tipps für eine gelungene Zusammenarbeit gesammelt. Vor allem die Juniorpartner sollten sich darüber im Klaren sein, wie wichtig die Absprache und vertragliche Vereinbarung von Verantwortlichkeiten, finanziellen Rahmenbedingungen sowie der Projektorganisation für das Gelingen einer solchen Kollaboration sind.

impact ist kein schimpfwort

Alle, die etwas zu sagen haben und damit jemanden erreichen möchten, sollten über den mancherorts verpönten Begriff “impact” nachdenken. Wie eine Studie des Tow Center for Digital Journalism über Einfluss und Wirkung journalistischer Berichterstattung nahelegt, gibt es zwar keine Garantie, aber: Wer möchte, dass die eigene Geschichte durchschlagenden Erfolg hat, muss gut planen und sauber arbeiten.

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