NR-insights: Wenn Streamer provozieren – neue Herausforderungen für Journalist:innen

veröffentlicht von Franziska Senkel | 16. Oktober 2026 | Lesezeit ca. 3 Min.

Termin: Donnerstag, 5. November 2026, ab 20:00 Uhr
(ACHTUNG: Der Termin ist diesmal am Donnerstag)

Referent:innen:
Ann-Katrin Müller, Politikredakteurin beim Spiegel und Markus Wölk, Redaktionsleiter Altmark Zeitung

Moderator:
Sebastian Erb, Redakteur im Ressort Investigative Recherche bei der Süddeutschen Zeitung

Sie treten als Pressevertreter:innen auf – missachten mitunter jedoch grundlegende journalistische Standards: Immer häufiger treffen Journalist:innen bei politischen Veranstaltungen und Demonstrationen auf Streamer aus dem Umfeld der AfD, die Politiker:innen der Partei hofieren und deren Botschaften verbreiten, während sie kritische Reporter:innen ins Visier nehmen.

Bei unserem NR-insights am 5. November sprechen wir mit Ann-Katrin Müller (Spiegel) und Markus Wölk (Altmark Zeitung) über ihre Erfahrungen mit Streamern:

  • Wie können Journalist:innen mit Provokationen, Einschüchterungsversuchen und gezielten Angriffen umgehen?
  • Was können Journalist:innen tun, wenn sie ungewollt selbst zum Gegenstand einer Berichterstattung/eines Streams werden?
  • Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll und wie können wir uns gegenseitig unterstützen?
  • Wie kann die journalistische Glaubwürdigkeit auch in einem zunehmend konfrontativen Umfeld gewahrt werden?

Moderiert wird der Abend von Sebastian Erb. Wie immer steht der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt: Bringt Eure Fragen, Erfahrungen und Beispiele aus der eigenen journalistischen Praxis mit!

Referent:innen:

Ann-Katrin Müller recherchiert und schreibt seit 2013 für den Spiegel im Hauptstadtbüro, vor allem zur AfD und Rechtsextremismus, aber auch zu Desinformation, Innerer Sicherheit und sexualisierter Gewalt. Zuvor studierte sie Politikwissenschaften und European Studies an der Universität Bonn und dem King’s College London und volontierte beim ARD-Polittalk »hart aber fair.« Sie ist Co-Autorin des Spiegel/DVA-Buchs »Die Unsichtbaren – Wie Geheimagentinnen die deutsche Geschichte geprägt haben« (2022).

Markus Wölk leitet die Redaktion der Altmark Zeitung. Er hat seinen Beruf bei der Schweriner Volkszeitung gelernt und schreibt heute über Politik, Gesellschaft und die Menschen vor Ort – mit einem besonderen Fokus auf Demokratie und Rechtspopulismus. Vor seiner Rückkehr in den Lokaljournalismus hat er in der Konzernkommunikation gearbeitet und eine eigene Agentur für digitale Kommunikation aufgebaut – Erfahrungen, die seinen Blick auf Medien und Öffentlichkeit bis heute prägen. Was ihn antreibt: die Überzeugung, dass guter Lokaljournalismus keine Nische ist, sondern eine Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft.

Moderator:

Sebastian Erb ist Redakteur im Ressort Investigative Recherche der Süddeutschen Zeitung in Berlin. Zuvor hat er für die taz gearbeitet. Er beschäftigt sich vor allem mit Themen der inneren Sicherheit, besonders Rechtsextremismus und Spionage, aber auch mit #MeToo-Recherchen und zuletzt auch mit internationalem Wildtierhandel.

Jetzt Mitglied werden und teilnehmen

Exklusiv für Mitglieder von Netzwerk Recherche – diese erhalten den Registrierungslink über die Mailingliste sowie im Mitgliederbrief im Oktober (Versandtermin: 16.10.).

Bis 2. November Mitglied werden und an den Veranstaltungen teilnehmen.

Veränderungen im Anmeldungs- und Teilnahmeprozedere

Anmeldeschluss ist der 3. November: Im Anschluss an die Registrierung überprüfen wir die NR-Mitgliedschaft. Alle angemeldeten NR-Mitglieder erhalten den Zugangscode zur Onlineveranstaltung – d.h. Ihr könnt Euch den Termin auf jeden Fall in Euern Kalender vormerken! Den Zugangscode zum Meeting erhaltet Ihr am 4. oder 5. November.
Eine spontane Teilnahme sowie die Teilnahme via mehrerer Geräte ist jetzt leider nicht mehr möglich. 

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