Online-Stammtisch nr-insights

Online-Stammtisch nr-insights

Ab Januar 2021 veranstaltet netzwerk recherche regelmäßig digitale Stammtische. Der Name des neuen Formats „nr-insights“ ist dabei Programm: Mitglieder von netzwerk recherche erhalten Einblicke in relevante und aktuelle journalistische Themen und können Erkenntnisse untereinander teilen. Wir werden den digitalen Raum nutzen, um überregionale Vernetzung zu fördern sowie nationale wie internationale Journalisten einladen – einmal im Monat, immer mittwochs, nach der Tagesschau.

Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung werden den Mitgliedern von netzwerk recherche zeitnah zugeschickt. Wir freuen uns über rege Teilnahme!

Jetzt noch Mitglied werden und an den Veranstaltungen teilnehmen.

 

nr-insights: Recherchieren zu MeToo und Machtmissbrauch

Termin: Mittwoch, 24. November 2021, 20:15 Uhr
Thema: Recherchieren zu MeToo und Machtmissbrauch
Referentinnen: Juliane Löffler und Katrin Langhans, Ippen Investigativ
Moderation: Julia Stein, NDR/Netzwerk Recherche

Mitte Oktober haben die Investigativ-Journalistinnnen Juliane Löffler und Katrin Langhans zusammen mit Kolleg*innen den Machtmissbrauch von Ex-“Bild”-Chefredakteur Julian Reichelt aufgedeckt. Die Recherche zeigte auch, vor welchen Herausforderungen Journalist:innen immer wieder stehen.

Löffler und Langhans berichten bei nr-insights über das grundsätzliche Handwerk bei Recherchen im Bereich MeToo und Machtmissbrauch. Wie baut man Vertrauen zu Betroffenen auf? Was gilt es bei einer Verdachtsberichterstattung zu beachten? Welche Möglichkeiten der Recherche gibt es überhaupt bei MeToo-Vorwürfen? Die Reporterinnen sprechen über ihre Erfahrungen im Umgang mit Quellen, über die richtige Konfrontation von mutmaßlichen Täter:innen – aber auch über die Gefahr von blinden Flecken in der Berichterstattung über Medien.

Exklusiv für nr-Mitglieder (werden per E-Mail informiert). Jetzt Mitglied werden…

nr-insights macht Sommerpause

Liebe Mitglieder,

wir freuen uns, dass Sie unser neues Format nr-insights so zahlreich in Anspruch genommen haben.

Wir machen eine kleine Sommerpause und melden uns im September mit neuen Themen & Referent:innen zurück – einmal im Monat, immer mittwochs, nach der Tagessschau.

nr-insights mit dem BILDblog-Journalisten Moritz Tschermak

Datum: 16. Juni 2021, ab 20.15 Uhr
Thema: Journalismus ganz unten – Recherchen im Boulevardsumpf
Referent: BILDblog-Journalisten Moritz Tschermak
Moderation: Kuno Haberbusch (nr-Vorstand)

Am 16. Juni (Mittwoch) gibt es eine neue Ausgabe unseres mittlerweile etablierten Formats nr-insight. Zu Gast ist dieses Mal Moritz Tschermak, der seit Jahren recherchiert, was es in unserer Medienwelt an Abgründen gibt: Erfundene Geschichten, Hetze, Propaganda, Verletzung von Persönlichkeitsrechten und vieles mehr. Zusammen mit Mats Schönauer berichtet er auf bildblog.de immer wieder, was die betroffenen Medien lieber verschweigen wollen. Obwohl die beiden gerade das viebeachtete Buch „Ohne Rücksicht auf Verluste – Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet“ veröffentlicht haben, recherchieren sie auch in anderen Medien, wie die Ansprüche an seriösem Journalismus pervertiert werden, wie auch von vermeintlich seriösen Verlagen mit viel Schund Millionen verdient werden.

Im Gespräch mit Kuno Haberbusch erzählt Moritz Tschermak über seine Recherchen im Boulevardsumpf. Was ihn antreibt, wie die „Betroffenen“ reagieren, wie er auf seine Themen kommt. Ganz sicher spannend auch für all jene, die weder BILD noch die gesamte „Yellow Press“ lesen. Spannende und verstörende Einblicke in diesen „Journalismus ganz unten“ sind garantiert.

Wie üblich beginnt das Gespräch um 20.15 Uhr. Fragen können während des Stammtischs über den Chat gestellt werden.

nr-insights zum Film „Der Maulwurf – Undercover in Nordkorea“

Datum: 26. Mai 2021, ab 20.15 Uhr
Thema: Dokumentarfilm „Der Maulwurf – Undercover in Nordkorea“
Referent: Regisseur Mads Brügger
Moderation: Daniel Drepper (BuzzFeed News Deutschland & nr-Vorstand)

Am Mittwoch, 26. Mai, findet unser nächster nr-insights Online-Stammtisch statt – exklusiv für nr-Mitglieder. Thema ist der vielbeachtete Dokumentarfilm „Der Maulwurf – Undercover in Nordkorea“. Unser Gast ist Regisseur Mads Brügger, im Gespräch mit Daniel Drepper. Die Veranstaltung findet auf Englisch und über Zoom statt (Zugangsdaten wurden den nr-Mitgliedern bereits per Mail geschickt).

Der Film

Ein arbeitsloser dänischer Koch plant, „eine der brutalsten Diktaturen der Welt: Nordkorea zu unterwandern“ und liefert über 10 Jahre heimlich und unter Lebensgefahr gedrehte Aufnahmen für den Film „Der Maulwurf“. Der Koch Ulrich Larsen agiert in diesem Dokumentarfilm als Alter Ego des bekannten investigativen Filmemachers Mads Brügger, der wegen eines früheren kritischen Films über Nordkorea das Land nicht mehr betreten darf und deshalb die Filmaufnahmen von Dänemark aus betreut und später zusammengeschnitten hat.

Tatsächlich gelingt es Larsen, zunächst die dänische und dann sogar die internationale „International Korean Friendship Association“, in der sich bedingungslose Anhänger Nordkoreas in allen möglichen Ländern zusammengeschlossen haben, zu infiltrieren. Er steigt in der Organisation auf, dringt bis in die höchsten Kreise der Diktatur vor und bekommt schließlich sogar den Auftrag, Investoren für Nordkorea zu finden.

Larsen bringt die nordkoreanischen Kader mit einem finanzkräftigen Investor zusammen, der Waffen und Drogen von Nordkorea verkaufen und damit die UN-Sanktionen unterlaufen soll. Doch auch Mr. James, der vermeintliche Ölmilliardär, ist eine Erfindung, hinter der sich ein ehemaliger Fremdenlegionär und Kokain-Dealer versteckt.

Die Verhandlungen zwischen „Mr. James“ und dem Chef der „Korean Friendship Association“, Alejandro Cao de Benós, werden mit mehreren versteckten Kameras aufgezeichnet. Das Vertrauen in Larsen ist so groß, dass er schließlich nach Nordkorea eingeladen wird und dort unter dem Vorwand, einen Propagandafilm über das Land zu machen, mit einem offiziellen Kameramann drehen kann.

Was der Film zeigt, ist wirklich unglaublich. Wie hat Mads Brügger über Jahre mit den beiden zentralen Quellen – Larsen und „Mr. James“ – gearbeitet? Wie hat er die Quellen – oder waren es nicht eher Mitarbeiter – geführt und geschützt? Wie hat er die Ergebnisse geprüft? Und wie war es möglich, diese hochbrisanten, illegalen Treffen, teils mit bis zu vier versteckten Kameras, zu drehen?

In Deutschland dürfen heimlich gedrehte Filmausnahmen nur unter ganz strengen Bedingungen gezeigt werden. Die Veröffentlichung heimlich aufgenommener Gespräche ist ganz verboten. Wieso konnten solche Aufnahmen in Deutschland und in anderen europäischen Ländern veröffentlicht werden? Weiterlesen

nr-insights zum Thema „Datenjournalismus lokal – wie große Projekte in kleinen Teams entstehen“

Datum: 28. April 2021, ab 20.15 Uhr
Thema: Datenjournalismus lokal – wie große Projekte in kleinen Teams entstehen
Referent:innen: Jan Georg Plavec (StZN), Claudia Kohler (BR) und David Hilzendegen (Südkurier & nr-Vorstand)
Moderation: Christina Elmer (Spiegel & nr-Vorstand)

Datenjournalismus ist mehr als nur bunte Karten und interaktive Grafiken. Es ist eine Form des Journalismus, der mit seinen Recherchemethoden völlig neue Themen und Ergebnisse zu Tage fördern kann, die oftmals extrem nah an den Leser:innen sind. Denn Daten sind letztlich nichts anderes als abstrakte Wirklichkeit.

Um Datenjournalismus zu betreiben, braucht es keine großen Teams in überregionalen Häusern. Auch Einzelkämpfer:innen wie unsere drei Referent:innen schaffen erfolgreiche Projekte mit Mehrwert für Ihre Nutzer:innen und Häuser.

Welche das sind, stellen wir in unseren nr-insights vor. Wir gehen der Frage nach, was es braucht, um im Lokalen und Regionalen DDJ zu betreiben. Und wir geben Tipps, wie man einen Anfang schafft.

Zu Gast sind Jan Georg Plavec (StZN), Claudia Kohler (BR) und David Hilzendegen (Südkurier & nr-Vorstand), der Stammtisch wird diesmal moderiert von Christina Elmer (Spiegel & nr-Vorstand).

Jan Georg Plavec ist Redakteur für Datenjournalismus bei Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten. In dieser Funktion hat er Projekte wie „Stuttgart 1942“, die „Crimemap“, den „BW Atlas“, das „Feinstaubradar“ sowie „Achtung, Unterrichtsausfall!“ konzipiert und geleitet. Sie wurden unter anderem mit dem Konrad-Adenauer-Preis, dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse und dem Ralf-Dahrendorf-Preis ausgezeichnet und waren für den Reporterpreis, den Henri-Nannen-Preis und den Axel-Springer-Preis für Nachwuchsjournalisten nominiert.

 

Claudia Kohler ist Datenjournalistin bei BR24, dem digitalen Informationsangebot des Bayerischen Rundfunks, und nimmt sich dort allen Datenthemen an, die aktuell und meist mit lokalem Fokus umgesetzt werden. Außerdem hat sie immer ein offenes Ohr und manchmal einen Chart für alle Kolleg:innen, die ihre Geschichten mit Daten ergänzen und aufwerten wollen. Eine-Frau-Abteilung mit Optionen: Wenn ein Thema mal mehr Power benötigt, ist das Team von BR Data nur einen Anruf entfernt.

 

David Hilzendegen ist Datenjournalist beim Südkurier in Konstanz und für alles zuständig, was mit Daten, deren Beschaffung, Auswertung und Visualisierung zu tun hat. Der Einzelkämpfer ist der Ansicht, dass wenig besser zusammenpasst als Datenjournalismus und Lokaljournalismus. In den Redaktionen braucht es neben Experten aber vor allem ein allgemeines Verständnis für den Wert von Daten im journalistischen Alltag. Seit Januar 2021 ist David Hilzendegen im Vorstand von netzwerk recherche aktiv.

Haben Sie schon erste Fragen, die wir in Vorbereitung zu diesem Online-Stammtisch berücksichtigen und während der Veranstaltung klären sollten? Dann schreiben Sie uns gern eine Mail an insights@netzwerkrecherche.de

Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung werden den Mitgliedern von netzwerk recherche zeitnah zugeschickt. Wir freuen uns über rege Teilnahme!

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nr-insights: Unter Rechtsradikalen – Recherchen im braunen Sumpf

Datum: 17. März 2021, ab 20.15 Uhr
Thema: Unter Rechtsradikalen – Recherchen im braunen Sumpf
Referentin: Annette Ramelsberger (Süddeutsche Zeitung) und Astrid Geisler (Zeit)
Moderation: Kuno Haberbusch

Hanau, Lübcke, NSU – eine Stadt, ein Name, eine Killertruppe. Alle drei Wörter (und noch viele mehr) stehen für schlimmste Verbrechen von Rechtsradikalen. Nach jeder Tat das gleiche Ritual: Entsetzen, Beileid – und das Versprechen, alles restlos aufzuklären. Nicht nur die Angehörigen der Opfer müssen immer wieder erfahren: Es ist ein leeres Versprechen. Zu viele Fragen werden nicht geklärt, zu viele Hintergründe nicht ausgeleuchtet – oder gar verdrängt.

Umso wichtiger, dass Journalist:innen recherchieren, Strukturen und Verbindungen enthüllen, das Versagen, manchmal auch das Vertuschen der Ermittlungsbehörden offenlegen. Es ist erfreulich, dass es hierzulande einige Kolleg:innen gibt, die an diesem Thema dranbleiben. Auch wenn es nicht gerade die Schlagzeilen bestimmt.

Annette Ramelsberger (SZ) und Astrid Geisler (ZEIT) beweisen seit Jahren durch ihre Kompetenz, ihre Hartnäckigkeit und bisweilen auch ihre Leidensfähigkeit, was Journalismus im besten Sinne leisten kann: Aufklärung und Einordnung. Sie haben dafür schon viel Respekt und Anerkennung erhalten – und auch viele Preise.

Über ihre Erfahrungen reden sie jetzt in der neuen Ausgabe von nr-insights am 17. März ab 20.15 Uhr. Es ist ein Austausch über Gefahren bei der Recherche, über Anfeindungen, über Erkenntnisse hinter den Kulissen, über das Innenleben der rechtsradikalen Szene, über Erlebnisse mit Behörden – und über Erfahrungen im Gerichtssaal, wenn über die Täter verhandelt wird.

 

Annette Ramelsberger hat in München Journalistik, Recht und Politik studiert und die Deutsche Journalistenschule besucht. Nach Stationen bei der Nachrichtenagentur AP in der damaligen DDR, bei der Berliner Zeitung und dem Spiegel berichtet sie seit 20 Jahren für die Süddeutsche Zeitung über Terrorismus, Rechtsradikale und die CSU. Sie war Korrespondentin in Berlin und Ressortleiterin Bayern und ist seit 2012 Gerichtsreporterin der SZ (u.a. der NSU-Prozess).

 

Astrid Geisler ist Redakteurin im gemeinsamen Investigativ-Ressort von ZEIT ONLINE und der ZEIT. Sie recherchiert seit Jahren in der rechtsextremen Szene. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Recherchen zu Gesellschaftsthemen wie der Diskriminierung von Frauen, Kita-Qualität oder sexueller Gewalt. Ihre Artikel wurden mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet.

 

Haben Sie schon erste Fragen, die wir in Vorbereitung zu diesem Online-Stammtisch berücksichtigen und während der Veranstaltung klären sollten? Dann schreiben Sie uns gern eine Mail an insights@netzwerkrecherche.de

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nr-insights zum Thema Rechercheteams im Lokaljournalismus

Datum: 17. Februar 2021, ab 20.15 Uhr
Thema: Rechercheteams im Lokaljournalismus
Referentin: Silja Kummer (Heidenheimer Zeitung), Ulrich Wolf (Sächsischen Zeitung) sowie Stephan Mohne und Oliver Schmetz (beide Aachener Zeitung)
Moderation: Marc Widmann

Am 17. Februar 2021, ab 20.15 Uhr beschäftigen wir uns mit neuen Impulsen im Lokaljournalismus: Warum investiert die baden-württembergische Heidenheimer Zeitung ab Ende 2020 in ein sechsköpfiges Rechercheteam? Wie funktioniert das Recherche-/ Autorenteam mit dem Schwerpunkt investigative Recherche im lokalen und regionalen Bereich bei der Aachener Zeitung und den Aachener Nachrichten? Welche Aufgaben und Erwartungen wurden an die investigativen Lokalrechercheteam herangetragen? Welche Erfolge bereits erzielt? Und wo sind die Grenzen von investigativer Recherche im Lokalen?
Antworten darauf geben uns Silja Kummer, Chefreporterin der Redaktion Heidenheim, Ulrich Wolf von der Sächsischen Zeitung sowie Stephan Mohne und Oliver Schmetz von der Aachener Zeitung.

Silja Kummer ist seit über 20 Jahren Journalistin und arbeitet bei der Heidenheimer Zeitung mit dem Schwerpunkt Lokales. Besonders gerne beschäftigt sie sich mit kontroversen und komplexen Themen, in letzter Zeit waren das Rockerkriminalität, die AfD, Psychiatrie, Klinikfinanzierung oder obdachlose Jugendliche. Ihre Leidenschaft gilt der Recherche und der Themenvielfalt im Lokalen. Für eine Serie über das umstrittene Cross-Border-Leasing der Stadt Heidenheim wurde sie 2015 mit dem 2. Preis beim Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus ausgezeichnet.

Stephan Mohne begann 1989 als „Freier“ bei der damaligen Aachener Volkszeitung, 1993 bis 1995 Volontariat ebendort. Von 1995 bis 2018 Redakteur in der Lokalredaktion Aachen der Aachener Zeitung.
Seit Mitte 2018 bildet Stephan Mohne mit seinem Kollegen Oliver Schmetzfür die Aachener Zeitung und die Aachener Nachrichten ein Recherche-/ Autorenteam mit dem Schwerpunkt investigative Recherche im lokalen und regionalen Bereich aus. Gemeinsam waren beide 2010 in der Kategorie Investigation mit ihren Recherchen über skandalöse Vorgänge rund um einen spektakulären Gefängnis-Ausbruch in Aachen für den Henri-Nannen-Preis nominiert. 2019 haben beide den Nannen Preis im Bereich Investigation/Lokal für ihre Recherchen über dubiose Gehälter von Personalräten erhalten.

Oliver Schmetz ist seit Beginn der 1990er-Jahre freiberuflich journalistisch tätig, vor allem für die damalige Aachener Volkszeitung, später Aachener Zeitung. 1998/99 Volontariat bei der Aachener Zeitung, danach bis 2018 Redakteur in der Lokalredaktion Aachen der Aachener Zeitung.

Ulrich Wolf hat Journalistik, Politik und Soziologie an den Katholischen Universitäten in Eichstätt und in Rio de Janeiro studiert. Seit 2000 ist er bei der Sächsischen Zeitung, zunächst als Freier, später Seite 3-Reporter. Im Jahr 2015 wird er vom Medium Magazin zum regionalen „Journalisten des Jahres“ gewählt. Für sein Schwerpunktthema »Pegida-Bewegung« erhält er 2016 den Wächterpreis. Für die Kooperationsgeschichte mit der Lokalredaktion Bautzen über einflussreiche neurechte Akteure in Bautzen erhält er den 2. Preis für kritischen Journalismus 2019 der Otto Brenner Stiftung.

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nr-insights mit Klaus Ott (SZ) und Holger Stark (Zeit)

Datum: 20. Januar 2021, ab 20.15 Uhr
Thema: Journalistischer Umgang mit Informant:innen und Quellen
Referenten: Klaus Ott (Süddeutschen Zeitung) und Holger Stark (Die Zeit)
Moderation: Kuno Haberbusch

Der erste Online-Stammtisch widmet sich der journalistischen Praxis in etlichen Redaktionen: Wie gewährleisten wir einen verantwortungsbewussten Umgang mit Informant:innen und Quellen?

Die erste Herausforderung: Wie gewinnt man überhaupt Informant:innen, wie erschließt man seriöse Quellen? Wie kann man die Glaubwürdigkeit überprüfen? Und was bedeutet der immer wieder zitierte Grundsatz, dass man vor jeder Veröffentlichung eine „zweite Quelle“ haben muss? Und immer wichtiger: Wie schützen wir die Informant:innen und die Quellen? Wie garantieren wir die zugesicherte Anonymität? Welche gesetzlichen Grundlagen gibt es, um diesen Schutz zu gewährleisten?

Im virtuellen Gespräch möchten wir klären, wie es aktuell in den Redaktionen aussieht: Gilt der Grundsatz, dass über Quellen und Informant:innen grundsätzlich nicht geredet wird noch immer? Oder ist diese Leitlinie nicht mehr opportun, wenn man in gemeinsamen Teams und Kooperationen recherchiert? Tauscht man sich da über Quellen aus, um die Kontrolle für seriöse Recherchen zu gewährleisten? Oder aber: Kann ein:e Chef:in, ein:e Justiziar:in von Journalist:innen die Namen einer Quelle verlangen, wenn es um brisante Enthüllungen geht? Wie können wir da noch der Quelle und den Informant:innen absolute Vertraulichkeit zusichern?

Für investigativ arbeitende Kolleginnen und Kollegen sind das wichtige Fragen ihrer täglichen Arbeit. Als Gäste haben wir dazu Klaus Ott (Süddeutschen Zeitung) und Holger Stark (Die Zeit) eingeladen.

Holger Stark ist stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter »Investigation und Recherche« bei der Zeit. Er absolvierte die Deutsche und Berliner Journalistenschule, ist Diplom-Politologe und war Ressortleiter und Washington-Korrespondent beim Spiegel. Seit Februar 2017 arbeitet Holger Stark bei der Zeit.

 

Klaus Ott arbeitet bereits seit 1984 für die Süddeutsche Zeitung, erst als freier Mitarbeiter, später als Redakteur. Er gehört dem SZ-Investigativ-Ressort an, zu seinen Schwerpunkt zählen alle Formen von Wirtschaftskriminalität: von der Abgasaffäre bis hin zu Banken- und Schmiergeldskandalen. Daneben ist er als Dozent in Sachen Recherche an der Deutschen Journalistenschule und anderen Ausbildungsinstituten tätig.

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