Nonprofit-Journalismus und Gemeinnütziges Recherchieren

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netzwerk recherche gründet Initiative Nonprofit-Journalismus Deutschland
6. November 2014, Berlin

Mehr Informationen auf der Projekt-Website…

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In den USA sind in den vergangenen Jahren dutzende Recherchebüros gegründet worden. Vom großen Newsroom ProPublica bis zur lokalen Investigative Post in Buffalo gibt es viele Modelle. Sie arbeiten an spannenden, oft investigativen Themen, publizieren im Netz und werden vor allem durch Spenden finanziert. Die Nonprofit-Büros haben dort einen großen Vorteil: In den Vereinigten Staaten kann journalistische Recherche von den Finanzbehörden als gemeinnützig anerkannt werden. Das hat gute Gründe: Die Redaktionen haben keinen Verlagsmanager im Nacken, der vor allem Profit sehen will. Sie können kritisch berichten – ohne Rücksicht auf Anzeigenkunden, Verlegerfilz und Medienagenda. Ihre Unabhängigkeit ermöglicht Nonprofit-Redaktionen, Themen anzupacken, die sonst im Mainstream untergehen würden. Für gemeinnützig arbeitende Journalisten reicht es nicht, Agenturmeldungen umzuschreiben und Klickmonster zu produzieren. Ihre Geschichten müssen so gut sein, dass die Leser dafür gerne Geld geben. Gemeinnützigkeit kann den Journalismus verändern. Warum sind in Deutschland der Verbraucherschutz oder die Sportförderung gemeinnützig – guter Recherche-Journalismus aber nicht? Mehr dazu auf der Projektwebsite von netzwerk recherche unter nrch.de/nonprofit