NR-/Olin-Stipendium: Affenhandel auf Mauritius

veröffentlicht von Netzwerk Recherche | 21. Juli 2026 | Lesezeit ca. 1 Min.

Für viele Hindus auf Mauritius sind Affen heilig. Gleichzeitig exportiert die Insel mehr Langschwanzmakaken für Tierversuche als jedes andere Land der Welt. Obwohl die IUCN die Art 2022 als gefährdet eingestuft hat, wächst die Nachfrage weiter und die Preise pro Tier haben sich innerhalb weniger Jahre fast verdreifacht. Wie konnte ausgerechnet Mauritius zum wichtigsten Lieferanten für biomedizinische Labore werden?
Nathalie Bertrams und Tristen Taylor recherchierten auf Mauritius und in Spanien entlang der Lieferkette – von Affenfallen im Wald über Zuchtanlagen bis zu Europas größter Primatenfarm. Sie sprechen mit Wissenschaftlern, Whistleblowern, Zuchtbetrieben und Aktivistinnen und zeigen nicht nur die Missstände im Handel, sondern auch, warum immer mehr Forschende den Einsatz von Makaken grundsätzlich infrage stellen. Die Recherche fragt, warum der Handel mit Versuchsmakaken trotz moderner Alternativmethoden weiter wächst – und ob er wissenschaftlich überhaupt noch zeitgemäß ist.


Der Artikel „Das Geschäft mit den Affen“ ist in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

The story was also published in English in the Daily Maverick on 27 August: „Endangered monkeys on death row: The multibillion-rand industry that profits from primate pain“

Die Recherche wurde von Netzwerk Recherche und der OLIN gGmbH gefördert.

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