Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

nun sind wir doch wieder zurück im Lockdown. Und alles ist genauso gekommen, wie es ausdrücklich nicht kommen sollte. Welcome back in der Welt der wenigen Kontakte, in der Atmosphäre des Rückzugs und zuweilen auch der Skepsis. Leider ist das eine Welt, in der auch unsere Arbeit komplizierter wird, weil wir die Dinge und das Leben weniger in Augenschein nehmen können. Dabei wäre es gerade jetzt umso wichtiger.

Medien haben in diesen Tagen viel darüber berichtet, was Politiker alles falsch gemacht haben in den vergangenen Monaten, welche Entscheidungen sie verpasst haben. Dass sie die zweite Welle nicht richtig ernst genommen haben, zu viel gestritten und schließlich zu spät halbherzige Maßnahmen ergriffen haben. Dass sie die Sommermonate nicht noch intensiver genutzt haben, eine Software zu entwickeln, die die zeitraubende Fax-Korrespondenz der Gesundheitsämter ersetzt. Dass sie die Schulen nicht mit Hochdruck fit gemacht haben für die zweite Welle. Und auch, dass es ihnen nicht gelungen ist, die Überbrückungshilfen weder technisch noch politisch schnellstens zu regeln. Selbst wenn sie die Warnungen der Virologen nicht glauben konnten, hätten sie all das vorbereiten können. Sie haben versprochen, dass es keinen zweiten Lockdown geben würde und sie haben versprochen, dass selbst, wenn es einen Lockdown geben würde, die Schulen und Kitas nicht wieder geschlossen würden. Nun ist all das eingetreten – und genau diesen Widerspruch haben Medien Politikern zurecht vorgehalten in diesen Tagen.

Aber was haben WIR eigentlich falsch gemacht in diesem Jahr? Was hätten wir mindestens besser machen können? Das haben wir uns bislang nicht wirklich gefragt, jedenfalls war davon nicht viel zu lesen, zu hören oder zu sehen. Haben wir die richtigen Fragen gestellt? Haben wir unsere Rolle in der Pandemie gefunden – kritisch und so unabhängig wie möglich? Wie haben wir unsere Haltung entwickelt im Spannungsfeld zwischen Regierenden und Querdenkern? Zwischen diesen Virologen und jenen Virologen?

Auch wir sind in den meisten Fällen keine Wissenschaftler genauso wenig wie eben Politiker Wissenschaftler sind. Aber hätten wir nicht viel mehr hinterfragen können und müssen – überall dort, wo wir nun plötzlich die fehlende Verbindlichkeit der Politiker beklagen? Es wäre glaubwürdiger, statt nun in der Rückschau die fehlende Weitsicht zu kritisieren.

Bei unserer nächsten netzwerk recherche-Jahreskonferenz wollen wir diskutieren, wie wir es hätten besser machen können und welches unsere Rolle in der Pandemie war. Oder, ehrlicherweise muss der Satz anders heißen: wir wollen schon jetzt allzu gerne unsere nächste Jahreskonferenz vorbereiten und schon jetzt über diese und andere Themen sprechen. Wie haben es Medien in anderen Ländern bewerkstelligt? Welche datenjournalistischen Auswertungen erfordert und ermöglicht die Pandemie? Und was bedeutet der Covid 19-Einbruch am Ende des Tages wirtschaftlich für die Medien?

Der Lockdown war und ist auch für uns beim netzwerk recherche eine Phase der Härte. Viele Konferenzen hatten wir geplant, keine hat stattgefunden. Nun schauen wir auf das kommende Jahr. 2021 steht vor der Tür und damit auch ein Jubiläum: netzwerk recherche wird 20 Jahre alt! Was haben wir erreicht, wo stehen wir und was beginnen wir damit im nächsten Jahrzehnt? Diese Fragen wollen wir beantworten in den kommenden Monaten. Fangen wir an mit dem Blick zurück und zwar mit einer kleinen Rechercheübung.

Vor zwanzig Jahren also ist netzwerk recherche gegründet worden – in Simmerath-Erkensruhr. Das Foto der Gründungsversammlung zeigt vierzig Personen, drei viertel davon Herren, ein Viertel Frauen. Manfred Redelfs, damals dabei und bis heute Mitglied unseres Vorstands, hat sich auf Spurensuche begeben, wer alles abgebildet ist auf diesem Dokument. Noch fahndet er in zwei Fällen! Wer hat Hinweise, wer die Nummer 7 und die Nummer 13 auf dem Foto unserer Vereinsgründung sind? Wir danken im voraus fürs Mitrecherchieren!


Wir danken auch fürs Dabeisein bei so mancher virtuellen Konferenz in 2020. Und noch eine Bitte: Wer gerade jetzt den Journalismus und unsere Arbeit unterstützen möchte – auch mit einer kleineren Spende – über dessen Hilfe freuen wir uns sehr. Wir setzen uns gerade auch in diesen Zeiten dafür ein, Journalistinnen und Journalisten weiterzubilden und zu vernetzen.

Nun wünschen wir Euch geruhsame Feste, Inspiration und baldigst neuen Tatendrang!

Eure Julia Stein und Albrecht Ude im Namen des Vorstands

Das Gründungsfoto des netzwerk recherche
http://nrch.de/gruendungsfoto

[Eigenanzeige]

© santa hat Designed by Freepik

## Inhaltsverzeichnis.

01: Editorial

Abschnitt Eins: In Eigener Sache
02: Offener Brief an das Bundeswirtschaftsministerium: Für eine Beteiligung gemeinnütziger digitaler Publisher und Organisationen
03: “nr-insights” – der digitale Stammtisch von netzwerk recherche
04: Weitere Veröffentlichung nach nr-/Olin Recherchestipendium Umwelt/Ökologie
05: Grow-Gewinner “Follow the Grant” veröffentlicht umfangreiche datenjournalistische Recherche zu Interessenkonflikten in der Wissenschaft
06: Gemeinnütziger Journalismus – SEED-Newsletter Nr. 4 ist erschienen
07: Für lange Winterabende: Foto vom nr-Gründungstreffen als Jahresendrätsel

Abschnitt Zwei: Veranstaltungen
08: Umfrage zur Dissertation über Zusammenarbeit im Journalismus
09: BigBrotherAwards 2021: Jetzt Nominierungen einreichen
10: OBS: Preisträger der Ausschreibung 2020 stehen fest
11: Online-Adventskalender – 20 Jahre BigBrotherAward

Abschnitt Drei: Nachrichten
12: Novelle des BND-Gesetzes enttäuscht
13: EU-Rat will Verschlüsselung aushebeln – Recht auf Verschlüsselung gefordert
14: Jahresbilanz der Pressefreiheit von RoG veröffentlicht
15: “Investigative Journalism Handbook” von Al Jazeera
16: Infopaket zum Thema “Investigating Health & Medicine”
17: Verfassungsgerichtsurteil zur Beschlagnahme von Kameras
18: OBS-Studie “Medienmäzen Google” nun auch auf Englisch
19: Film-Empfehlung

Abschnitt Vier: Seminare, Stipendien, Preise
20: Peter Hans Hofschneider Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus
21: GRID-Arendal vergibt Stipendium für investigativen Journalismus zu Umweltkriminalität
22: Milena Jesenská Stipendium für Journalisten 2021/22
23: Deutsch-Polnischer Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2021
24: Seminare mit Recherchebezug

Abschnitt Fünf: Pressespiegel
25: Empfehlung [d. Red.]
26: “Fake News”
27: Überwachung

[Ende Inhaltsverzeichnis].

## Abschnitt Eins: In Eigener Sache.

# 02: Offener Brief an das Bundeswirtschaftsministerium: Für eine Beteiligung gemeinnütziger digitaler Publisher und Organisationen .

Die Bundesregierung will Tageszeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblätter in den nächsten Jahren mit 220 Millionen Euro fördern. Mit dem Geld solle die „Medienvielfalt und -verbreitung“ gefördert, der Journalismus gestärkt und der „dringend gebotene Transformationsprozess im Bereich der Abonnementzeitungen“ befördert werden.

Das Forum Gemeinnütziger Journalismus ist in großer Sorge, dass diese Förderung zu einer Benachteiligung von gemeinnützigen digitalen Publishern führt, die in den vergangenen Jahren mit erheblichen Risiken neue journalistische Angebote aufgebaut haben. Wir fordern deswegen, dass die Bundesregierung auf eine Förderung ausgewählter Medien verzichtet oder alle neuen digitalen Akteure gleich behandelt.

Wir schlagen aus diesem Grund ein „Labor für digitalen Journalismus“ vor.
Wir wollen eine gemeinsame und freie „digitale Infrastruktur für Verlage und Journalismus“.
Wir fordern, dass Journalismus gemeinnützig wird und somit einfacher gefördert werden kann.

Der ungekürzte Wortlaut des Offenen Briefes an das Bundeswirtschaftsministerium:
https://netzwerkrecherche.org/blog/offener-brief-fuer-eine-beteiligung-gemeinnuetziger-digitaler-publisher-und-organisationen/

# 03: “nr-insights” – der digitale Stammtisch von netzwerk recherche .

Wie im Editorial des letzten Newsletters bereits angekündigt, werden wir ab kommenden Jahr regelmäßig digitale Stammtische veranstalten. Der Name des neuen Formats “nr-insights” ist dabei Programm: Mitglieder von netzwerk recherche erhalten Einblicke in relevante und aktuelle journalistische Themen und können Erkenntnisse untereinander teilen. Wir werden den digitalen Raum nutzen, um überregionale Vernetzung zu fördern sowie nationale wie internationale Journalisten einladen – einmal im Monat, immer mittwochs, nach der Tagesschau.

Der Startschuss fällt am 20. Januar 2021, ab 20.15 Uhr zum journalistischen Umgang mit Informanten und Quellen. Als Referenten haben wir Klaus Ott (Süddeutschen Zeitung) und Holger Stark (Die Zeit) eingeladen. Gemeinsam werfen wir einen Blick in die Praxis und erfahren, was dafür spricht, sich über Quellen auszutauschen – und was dagegen.

Am 17. Februar 2021, ab 20.15 Uhr beschäftigen wir uns mit neuen Impulsen im Lokaljournalismus: Warum investiert die baden-württembergische Heidenheimer Zeitung in ein sechsköpfiges Rechercheteam? Welche Aufgaben und Erwartungen wurden an das investigative Lokalrechercheteam herangetragen? Welche Erfolge wurden bereits erzielt? Antworten darauf gibt uns Silja Kummer, Chefreporterin der Redaktion Heidenheim.

Weitere Informationen zu Referentinnen und Referenten sowie Einwahldaten werden im Januar an die Mitglieder von netzwerk recherche per Mail versandt. Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

# 04: Weitere Veröffentlichung nach nr-/Olin Recherchestipendium Umwelt/Ökologie .

Von März 2019 bis März 2020 recherchierte und publizierte Simone Schlindwein über die Naturschutzpolitik in Afrika und die Verwendung der deutschen Entwicklungshilfe. Nach ihren Berichten zu Menschenrechtsverletzungen und der zunehmenden Militarisierung der Wildhüter hatte die Bundesregierung die Entwicklungshilfe in den Kongo zunächst eingefroren – nun sollen die Gelder wieder fließen.

Militärischer Naturschutz in Kongo: Deutsches Geld für „grüne Armee“
Deutsche Entwicklungshilfe soll wieder in den militärischen Schutz von Kongos Nationalparks fließen. Darunter leidet die Bevölkerung.
Simone Schlindwein. – taz, 25.11.2020
https://taz.de/Militaerischer-Naturschutz-in-Kongo/!5727376/

# 05: Grow-Gewinner “Follow the Grant” veröffentlicht umfangreiche datenjournalistische Recherche zu Interessenkonflikten in der Wissenschaft .

Im vergangenen Jahr hat netzwerk recherche den freien Wissenschaftsjournalisten Hristio Boytchev und sein Team mit einem Grow-Stipendium unterstützt. Jetzt hat BuzzFeed News erste Ergebnisse der geförderten Datenrecherche veröffentlicht. Sie zeigt, wie Ärzte Kontakte zur Pharma-Industrie und mögliche Interessenkonflikte verschweigen und so die eigene Glaubwürdigkeit untergraben. In einem Making-of-Beitrag erzählt das Team, wie aufwändig die Entwicklung des Recherche-Tools war und wie mehrere Förderungen geholfen haben, die Idee umzusetzen. Eine sehr gute Nachricht verraten sie ganz am Ende des Artikels: Mit einer neuen Förderung können die Datenbank erweitert und europäische Veröffentlichungen geplant werden.

Exklusiv: Ärzte unterschlagen systematisch Interessenkonflikte
Eine jahrelange Recherche von BuzzFeed News zeigt, dass zehntausende Ärzt:innen von der Pharma-Industrie gefördert werden, dies aber systematisch nicht transparent machen. Auch hochrangige Mediziner:innen aus Deutschland verstoßen gegen die wissenschaftlichen Standards.
by Hristio Boytchev, Simon Wörpel, Edgar Zanella Alvarenga. – Buzzfeed, 14.12.2020
https://www.buzzfeed.com/de/hristioboytchev/exklusiv-deutsche-aerzte-unterschlagen-interessenkonflikte

Rechercheprotokoll:
https://www.buzzfeed.com/de/hristioboytchev/recherche-protokoll-interessenkonflikte-medizin-daten

Link zu Grow:
https://netzwerkrecherche.org/ziele/gemeinnuetziger-journalismus/grow-stipendien/die-grow-finalisten-2019/

# 06: Gemeinnütziger Journalismus – SEED-Newsletter Nr. 4 ist erschienen .

Im neuen Seed-Newsletter erzählen wir, wie nach einem Treffen bei der Global Investigative Journalism Conference in Johannesburg vor drei Jahren die Pläne für ein Europa-Netzwerk des gemeinnützigen Journalismus reiften – und wie wir das Vorhaben jetzt umsetzen. Tabea Grzeszyk erklärt, warum Hostwriter im kommenden Jahr einen eigenen Newsroom bekommt. Außerdem dabei: der Streit um die geplante Presseförderung, erste Recherche-Ergebnisse zu Interessenkonflikten in der Medizin und ein Update aus den von uns geförderten Grow-Projekten.

Wer den Newsletter noch nicht abonniert hat, kann die aktuelle Ausgabe hier lesen:
http://nrch.de/seed4

Den SEED-Newsletter abonnieren:
http://nrch.de/seedabo

# 07: Für lange Winterabende: Foto vom nr-Gründungstreffen als Jahresendrätsel .

Im kommenden Jahr kann netzwerk recherche auf den 20. Jahrestag der Gründung zurückblicken. Aus diesem Anlass versuchen wir gerade zu rekonstruieren, wer alles auf dem Foto drauf ist, das damals bei der Gründungsversammlung in Simmerath-Erkensruhr entstanden ist. Zwei der 40 abgebildeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten leider noch nicht identifiziert werden. Aber einem Recherche-Verein sollte das doch gelingen, vor allem durch die Mithilfe unserer Mitglieder! Also, unter diesem Link geht es zum Foto und zur Bildlegende:
http://nrch.de/gruendungsfoto

Sachdienliche Hinweise, wer die mit der Nummer 7 und Nummer 13 markierten Personen sind, gerne an:
mailto:redelfs@netzwerkrecherche.de

{Manfred Redelfs}

[Ende der Mitteilungen in eigener Sache].

## Abschnitt Zwei: Veranstaltungen.

# 08: Umfrage zur Dissertation über Zusammenarbeit im Journalismus .

Für ihre Dissertation an der Universität Hamburg führt Sarah Wiedenhöft eine Umfrage zur Zusammenarbeit im Journalismus durch. Ziel der Umfrage ist es zum einen, die Zusammenarbeit in Redaktionen und Medienunternehmen realistisch abzubilden und zum anderen, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Zusammenarbeit zu beleuchten und schlussendlich Lösungsvorschläge anzubieten. Dafür hofft Frau Wiedenhöft auf eine breite Beteiligung von Journalisten, sowie Verlagsangestellten und Medienschaffenden. Alle Menschen, die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit oder in einem Medienunternehmen gesammelt haben, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Die Teilnahme an der Umfrage erfolgt anonym. Die Auswertung erfolgt ausschließlich nach wissenschaftlichen Standards. Die Teilnahme an der Befragung dauert ca. 15-20 Minuten und ist noch bis 15.02.2021 möglich.

Die Befragung:
Zusammenarbeit im Journalismus – Veränderungen seit der Corona-Pandemie
https://www.limesurvey.uni-hamburg.de/index.php/757332?lang=de

# 09: BigBrotherAwards 2021: Jetzt Nominierungen einreichen .

Einreichungsfrist: Do., 31.12.2020

Auch 2021 wird es wieder BigBrotherAwards geben. Unlautere Geschäftsmodelle, Datenskandale, Sachen, die öffentlich noch gar nicht so recht wahrgenommen wurden, ob Firmen, Politiker oder Technologien – bis zum 31.12.2020 können Vorschläge eingereicht werden. Vorschläge können hier sicher und verschlüsselt abgegeben werden:
https://bigbrotherawards.de/nominieren

# 10: OBS: Preisträger der Ausschreibung 2020 stehen fest .

Die Otto Brenner Stiftung hat ihren „Preis für kritischen Journalismus“ 2020 zum 16. Mal ausgeschrieben. Ende September hat die Jury aus über 500 Bewerbungen die diesjährigen Gewinner ausgewählt.

– FR-Reporter Gregor Haschnik wird für „Wie starb Jan H.?“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
– Das Podcast-Projekt „Der erste Tag der AfD“ gewinnt den Newcomerpreis.
– Die Jury würdigt das Buch „Der Riss“als „einen Leuchtturm“ und zeichnet es als „Machwort pro liberale Demokratie“ mit dem Spezialpreis aus.

Wegen der Corona-Pandemie hat die OBS die Verleihung der Preise ins Frühjahr 2021 verschoben.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger 2020:
https://www.otto-brenner-preis.de/dokumentation/2020/preistraeger/

Die Mitglieder der Preis-Jury:
https://www.otto-brenner-preis.de/die-jury/

Dokumentationen der Preisverleihungen bis 2019:
https://www.otto-brenner-preis.de/dokumentation/

# 11: Online-Adventskalender – 20 Jahre BigBrotherAward .

Die deutschen BigBrotherAwards sind 20 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat die ausrichtende Datenschutz- und Grundrechteorganisation Digitalcourage jetzt einen Online-Adventskalender ins Netz gestellt.

Wer war in Deutschland der erste unrühmliche Gewinner eines BigBrotherAwards? Bei welchen Datenschutz-Themen hat der Negativpreis eine große öffentliche Debatte losgetreten? Und an welche Privatsphäre-Eingriffe haben wir uns heute leider schon fast gewöhnt?

Hinter jedem Kalendertürchen steckt ein behördlicher Datenskandal, ein politischer Angriff auf unsere Daten oder ein Unternehmen, dass Grundrechte ignoriert.
https://digitalcourage.de/adventskalender ,
https://bigbrotherawards.de/2020

[Ende der Veranstaltungen].

[Anzeige]

Anzeige Aktion Deutschland Hilft

[Ende der Anzeige].

## Abschnitt Drei: Nachrichten.

# 12: Novelle des BND-Gesetzes enttäuscht .

Das 2017 in Kraft getretene Gesetz über den Bundesnachrichtendienst (BND) ist im Mai 2020 unter anderem wegen unzureichender Vorkehrungen zum Schutz der Pressefreiheit für verfassungswidrig erklärt worden. Die Klage beim Bundesverfassungsgericht hatte verschiedene Journalistenverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen angestrengt, darunter auch das netzwerk recherche. Koordiniert wurde das gemeinsame Vorgehen von Reporter ohne Grenzen (RoG).

Im September veröffentlichte netzpolitik.org den ersten Entwurf des Bundeskanzleramts für die nötige Neufassung. Ende November erfolgte die Einladung des Kanzleramtes an die klagenden Organisationen, den Gesetzentwurf zu kommentieren. RoG hat sich die Mühe gemacht, eine umfangreiche Kommentierung des Entwurfs zu verfassen.

Kosmetik statt wirksamem Grundrechtsschutz
Reporter ohne Grenzen, 16.12.2020
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/kosmetik-statt-wirksamem-grundrechtsschutz

BND-Gesetz: Entwurf will Massenüberwachung fortsetzen
Reporter ohne Grenzen, 08.12.2020
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/entwurf-will-massenueberwachung-fortsetzen

Stellungnahme zum Referentenentwurf des Kanzleramtes des Gesetzes über den Bundesnachrichtendienst
Empfehlungen für eine grundrechtskonforme und die Pressefreiheit wahrende Neufassung des BND-Gesetzes
Reporter ohne Grenzen, Dezember 2020
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Downloads/Berichte/2020/RSF_Stellungnahme_zum_Ref-E_BND-Gesetz_Dezember_2020.pdf
(PDF-Datei, 14 S., 406 KB)

# 13: EU-Rat will Verschlüsselung aushebeln – Recht auf Verschlüsselung gefordert .

Online-Banking, Online-Behördengänge, investigativer Journalismus – für all das braucht es Vertrauen. Vertrauen darauf, dass unsere Kommunikation sicher ist und niemand heimlich mitlesen kann. Genau daran sägen gerade die Regierungen der EU-Länder. In einem durchgesickerten Entwurfspapier steht, dass der EU-Rat ein Gesetz plant, das Onlinedienste verpflichten soll, Zweitschlüssel an Behörden auszuhändigen. Das ist nicht der erste Angriff auf verschlüsselte Kommunikation, und es wird nicht der letzte bleiben. Ähnliche Klauseln sind aktuell in mehreren EU-Gesetzesvorhaben zu finden.

netzwerk recherche und Reporter ohne Grenzen hatten in einem Offenen Brief gegen Aushebelung von Verschlüsselung in Messenger-Diensten protestiert.

Der Datenschutzverein Digitalcourage fordert jetzt in einem sehr informativen Text ein Recht auf Verschlüsselung:
https://digitalcourage.de/blog/2020/crypto-wars-regierungen-angriff-verschluesselung

Der Offene Brief von nr und RoG im Volltext:
https://netzwerkrecherche.org/blog/verschlusselung-von-messenger-diensten-nicht-aushebeln/

# 14: Jahresbilanz der Pressefreiheit von RoG veröffentlicht .

387 Journalisten und andere Medienschaffende sind wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Die meisten sind in China, Saudi-Arabien, Ägypten, Vietnam und Syrien inhaftiert.
54 Journalisten gelten derzeit als entführt, vier sind 2020 verschwunden.

Soweit einige Ergebnisse des ersten Teils der „Jahresbilanz zur Pressefreiheit 2020“, die Reporter ohne Grenzen am 14. Dezember veröffentlichte.
Der zweite Teil der Jahresbilanz zur Pressefreiheit wird am 29. Dezember veröffentlicht. Darin gibt Reporter ohne Grenzen eine Übersicht, welche Länder für Medienschaffende weltweit am gefährlichsten sind sowie die Anzahl der Journalisten, die in diesem Jahr in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet wurden.

Alle Details:
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/jahresbilanz/2020

# 15: “Investigative Journalism Handbook” von Al Jazeera .

Das Al Jazeera Media Institut hat ein 100-seitiges Handbuch zum Investigativen Journalismus herausgegeben:

Investigative Journalism Handbook
by Musab Al Shawabkeh ; Malak Khalil. – Al Jazeera Media Institute, 2020
https://institute.aljazeera.net/sites/default/files/2020/Investigative%20Journalism%20Handbook_0.pdf
(PDF-Datei, 101 S., 23.624 KB)

Weitere (sehr empfehlenswerte) Veröffentlichungen vom Media Institute von Al Jazeera:
https://institute.aljazeera.net/en/publications

Eine nennenswerte Zusammenstellung von “Investigative Journalism Manuals” seitens des Global Investigative Journalism Network (GIJN):
https://gijn.org/investigative-journalism-manuals/

# 16: Infopaket zum Thema “Investigating Health & Medicine” .

Die Pandemie hat viele Journalisten gezwungen, sich in kürzester Zeit in Gesundheitsthemen einzuarbeiten – keine leichte Aufgabe. Das GIJN hat nun ein umfangreiches Paket zu “Investigating Health & Medicine” veröffentlicht: einen 90-seitigen Crashkurs über COVID-19, Impfstoff- und Arzneimittelentwicklung, medizinische Studien, Unternehmenseinflüsse und Interessenkonflikte. Kostenfreier Download:
https://gijn.org/GIJN-Guide-Investigating-Health-Medicine.pdf
(PDF-Datei, 92 S., 11.728 KB)

Die zehn wichtigsten Tipps aus dem Handbuch:
Top 10 Tips for Investigating Health Care, from the Experts
By Laura Dixon. – GIJN, 20.11.2020
https://gijn.org/2020/11/20/top-10-tips-for-investigating-health-care-from-the-experts/

Eine Übersicht mit weiteren Informationen:
Investigating Health and Medicine
https://gijn.org/investigating-health-and-medicine-guide/

# 17: Verfassungsgerichtsurteil zur Beschlagnahme von Kameras .

Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe: Strafverfolgungsbehörden müssen für die fortdauernde Beschlagnahme der Kamera eines Foto-Journalisten wegen einer vermeintlichen Straftat bei einer Demonstration handfeste Gründe haben. In jedem Fall müsse solch eine Maßnahme mit der im Grundgesetz geschützten Pressefreiheit abgewogen werden und verhältnismäßig sein

BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 22. Oktober 2020
– 1 BvR 1949/20 -, Rn. 1-17,
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/10/rk20201022_1bvr194920.html

Gerichtsurteil: Hohe Hürden für Beschlagnahme der Kamera
https://mmm.verdi.de/recht/hohe-huerden-fuer-beschlagnahme-von-kamera-eines-fotojournalisten-69707

# 18: OBS-Studie „Medienmäzen Google“ nun auch auf Englisch .

Die von Ingo Dachwitz und Alexander Fanta verfasste Studie „Medienmäzen Google – Wie der Datenkonzern den Journalismus umgarnt“, die als OBS Arbeitsheft 103 veröffentlicht wurde, liegt jetzt auch auf Englisch vor:

Google, the media patron
How the digital giant ensnares journalism / by Alexander Fanta ; Ingo Dachwitz
Frankfurt am Main : Otto Brenner Foundation (OBS), 2020
https://www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/02_Wissenschaftsportal/03_Publikationen/AH103_Google_EN.pdf
(pdf file, 128 p., 709 kb)

# 19: Film-Empfehlung .

Dokumentation über Neonazis in der DDR und die Folgen bis heute.

Nach dem Mauerfall rückten führende Neonazis aus dem Westen in die untergehende DDR ein. Sie trommelten für die braune Revolution und trafen auf fruchtbaren Boden. Der Umsturz blieb aus. Aber rechte Einstellungen und rechte Gewalt sind in Ostdeutschland bis heute besonders präsent.

Die Suche nach Antworten führen die Autoren Birgit Wärnke und Julian Feldmann tief in die DDR Vergangenheit. Denn dort hatten sich trotz antifaschistischer Staatsdoktrin rund 200 neonazistische Gruppen wie die ‘SS Division Walter Krüger Wolgast’ oder die ‘Lichtenberger Front’ entwickeln können, berichtet Bernd Wagner, ehemaliger DDR-Kriminalpolizist. Er leitete die ‘AG Skinhead’, ein geheimes Forschungsprojekt des DDR Innenministeriums. Seine brisanten Erkenntnisse durfte er vor dem Mauerfall nicht veröffentlichen: 15.000 Rechtsradikale zählte er in der DDR.

Das Erstarken der Neonazis nach der Wende wirkt bis heute nach und reicht bis weit in die Mitte der Gesellschaft: erst die Erfolge der NPD, dann die Massendemos von Pegida, schließlich der flächendeckende Siegeszug der AfD.
Der Film zeichnet rechte Kontinuitätslinien nach und analysiert ihre prägende Wirkung auf das wiedervereinigte Deutschland.

Rechts und Radikal / Film von Birgit Wärnke und Julian Feldmann. ARD
http://programm.ard.de/TV/daserste/rechts-und-radikal/eid_281063851234345

Ausstrahlungstermine: 17.12.2020, 20:15 Uhr | 19.12.2020, 14:15 Uhr & 23:15 Uhr | 22.12.2020, 19:15 Uhr

In der Mediathek:
https://www.ardmediathek.de/ard/video/reportage-und-dokumentation/rechts-und-radikal/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuL2I3MGZhM2U0LTI1N2ItNDFhOS04OGJkLWI4YWNlYzRkMWZmYw/

[Ende der Nachrichten].

## Abschnitt Vier: Seminare, Stipendien, Preise.

Fehlt ein Termin mit Recherchebezug? Bitte mailen Sie uns an
mailto:termine@netzwerkrecherche.de .

# 20: Peter Hans Hofschneider Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus .

Einsendeschluss Sa., 15.01.2021

Der mit 20.000 Schweizer Franken dotierte Preis wird von der Stiftung experimentelle Biomedizin vergeben.
Er wird in Form eines zweckgebundenen Recherchestipendiums (inklusive persönliches Honorar sowie Reise- und Sachkosten) vergeben. Zweck des Preises ist die Förderung besonderer Rechercheleistungen und -projekte im Wissenschafts- und Medizinjournalismus.

Ausgezeichnet werden journalistische Arbeiten und geplante Rechercheprojekte aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung, welche sowohl durch eine saubere Darstellung wissenschaftlicher Fakten als auch durch die Recherche politischer, wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Hintergründe überzeugen.

Alle Details:
https://www.recherchepreis-wissenschaftsjournalismus.ch/de/recherchepreis.php

# 21: GRID-Arendal vergibt Stipendium für investigativen Journalismus zu Umweltkriminalität .

Bewerbungsende: Fr., 22.01.2021

GRID-Arendal ist ein gemeinnütziges Umweltkommunikationszentrum mit Sitz in Norwegen. Es vergibt vier Stipendiaten für investigativen Journalismus zur Umweltkriminalität in Entwicklungsländern (ca. 2.300 Euro). Alle Projekte müssen in englischer Sprache veröffentlicht werden. Wenn sie auch in einer oder mehreren weiteren Sprachen veröffentlicht werden, wäre dies ein Plus. Angesichts der COVID-19-Pandemie werden die Stipendien bevorzugt an Projekte vergeben, die wenig bis gar keine Reisen beinhalten (explizit ausgeschlossen von der Förderung sind Recherchereisen zu indigenen, isolierten oder gefährdeten Gemeinschaften).

Details:
https://www.grida.no/news/17

# 22: Milena Jesenská Stipendium für Journalisten 2021/22 .

Bewerbungsfrist ist So., 31. Januar 2021.

Das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) vergibt Recherche-Stipendien an Journalisten aus dem europäischen Raum (inklusive Türkei, Georgien, Armenien und Aserbaidschan), um sich intensiv einem freien Thema und der Recherche zu widmen. Die Stipendiaten verbringen 3 Monate am IWM in Wien (Österreich) und erhalten 2.500 Euro monatlich, zusätzlich können Recherchereisen in die Nachbarländer mit bis zu 1.900 Euro beantragt werden.

Nähere Informationen:
https://www.iwm.at/fellowships/jesenska/

# 23: Deutsch-Polnischer Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2021 .

Bewerbungsende: So., 31.01.2021.

Für den Wettbewerb um den Deutsch-Polnischen Journalistenpreis 2021 können Beiträge in den folgenden Kategorien eingereicht werden: Print, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia sowie „Journalismus in der Grenzregion“. Das Preisgeld beträgt insgesamt 25.000 Euro. Die eingereichten Veröffentlichungen sollen das Zusammenleben in der Europäischen Union fördern. In den Beiträgen können sämtliche Aspekte des deutsch-polnischen Verhältnisses thematisiert werden. Besonders erwünscht sind Beiträge mit einem Bezug zur aktuellen Entwicklung im Nachbarland. Aber auch Artikel und Sendungen, die sich mit der schwierigen gemeinsamen Geschichte auseinandersetzen, haben eine Chance, prämiert zu werden. Die Frist für die Einreichung von Wettbewerbsbeiträgen ist der 31. Januar 2021.

Alle Infos:
http://medientage.org/tadeusz-mazowiecki-journalistenpreis.html

# 24: Seminare mit Recherchebezug .

Do./Fr., 18./19.02.2021
Berliner Journalisten-Schule (BJS): Recherche unter Zeitdruck (Webinar)
Dozent ist Marcus Lindemann
Preis: 490,- Euro
https://www.berliner-journalisten-schule.de/webinare/recherche-unter-zeitdruck/

Do./Fr., 11./12.03.2021
Berliner Journalisten-Schule (BJS): Bilanzen verstehen – Entwicklungen erkennen und Themen entdecken
Dozentin: Prof. Dr. Regine Buchheim
Preis: 930,- Euro
https://www.berliner-journalisten-schule.de/seminare/bilanz-lesen/

Mo./Di., 15./16.03.2021
Berliner Journalisten-Schule (BJS): Investigative Recherche im Internet
Dozent ist Burkhard Schröder
Preis: 490,- Euro
https://www.berliner-journalisten-schule.de/seminare/recherche-im-internet/

Do./Fr., 29./30.04.2021
Berliner Journalisten-Schule (BJS): Wissenschaftsjournalismus (Webinar)
Dozentin ist Annette Bolz
Preis: 440,- Euro
https://www.berliner-journalisten-schule.de/webinare/wissenschaftsjournalismus/

[Ende der Seminare, Stipendien, Preise].

## Abschnitt Fünf: Pressespiegel.

# 25: Empfehlung [d. Red.] .

Abgeordnete nach Störaktion im Bundestag empört: „Druck auf Politiker gehört nur durch Lobbyisten ausgeübt“
Der Postillon, 20.11.2020
https://www.der-postillon.com/2020/11/lobbyisten.html

Wie die Finanzlobby die Politik beeinflusst
1500 Lobbyisten vertreten in Berlin die Finanzindustrie. Immer wieder gelingt es ihnen, Gesetzesvorhaben in ihre Richtung zu lenken. Auf Widerrede treffen sie selten.
Von Karsten Polke-Majewski und Sascha Venohr. – Zeit online, 09.12.2020
https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-12/lobbyismus-finanzindustrie-berlin-gesetzesvorhaben-einfluss-macht

Mit harten Bandagen: Wie Google strengere Regeln für Internetplattformen verhindern will
von Max Bank. – LobbyControl, 19.11.2020
https://www.lobbycontrol.de/2020/11/mit-harten-bandagen-wie-google-strengere-regeln-fuer-internetplattformen-verhindern-will/

Leak: Googles aggressive Lobbykampagne gegen neue Regeln für Big Tech
von Max Bank. – LobbyControl, 29.10.2020
https://www.lobbycontrol.de/2020/10/leak-googles-aggressive-lobbykampagne-gegen-neue-regeln-fuer-big-tech/

# 26: “Fake News” .

Russische Desinformation: Das Netzwerk gefälschter Auslandsmedien
Seit Jahren verbreiten vermeintliche Nachrichtenportale aus Europa russische Propaganda. netzpolitik.org und WELT haben jetzt ein Netzwerk enttarnt, das Lügen in russischen Medien glaubwürdiger machen soll. Es gibt Verbindungen zum Geheimdienst.
Von Daniel Laufer ; Alexej Hock. – netzpolitik.org, 08.12.2020
https://netzpolitik.org/2020/russische-desinformation-das-netzwerk-gefaelschter-auslandsmedien/

# 27: Überwachung .

EU-Staatschefs und Innenminister drängen auf neue Vorratsdatenspeicherung
Die Innenminister von Bund und Ländern halten es für nötig, vor allem IP-Adressen wieder zeitnah verdachtsunabhängig zu protokollieren.
Von Stefan Krempl. – heise.de, 11.12.2020
https://www.heise.de/news/EU-Staatschefs-und-Innenminister-draengen-auf-neue-Vorratsdatenspeicherung-4987621.html

EU-Studie: Ermittler brauchen Vorratsdatenspeicherung nicht unbedingt
Verkehrs- und Bestandsdatenabfragen sind meist erfolgreich in der EU, ergibt eine Analyse für die EU-Kommission. Der Regulierungsrahmen sei aber uneinheitlich.
Von Stefan Krempl. – heise.de, 12.12.2020
https://www.heise.de/news/EU-Studie-Ermittler-brauchen-Vorratsdatenspeicherung-nicht-unbedingt-4987878.html

Überwachung: Der Kampf der EU gegen die Verschlüsselung
Geheimdienste wollen Zugriff auf jede Kommunikation, immer und überall. Die EU-Regierungschefs sind nur zu gern bereit, ihnen bei dem gefährlichen Plan zu helfen.
Von Kai Biermann. – Zeit online, 26.11.2020
https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-11/verschluesselung-eu-rat-sichere-kommunikation-messenger/komplettansicht

Bundeshaushalt: Deutlich mehr Geld für Polizei und Geheimdienste
Für die Sicherheitsbehörden sieht der Etat 2021 rund 2000 neue Stellen vor. Der BND bekommt erstmals über eine Milliarde Euro, das BKA 832 Millionen.
Von Stefan Krempl. – heise.de, 13.12.2020
https://www.heise.de/news/Bundeshaushalt-Deutlich-mehr-Geld-fuer-Polizei-und-Geheimdienste-4988155.html

[Ende des Pressespiegel]

# : Link-Index .

01: Editorial
http://nrch.de/gruendungsfoto

02: Offener Brief an das Bundeswirtschaftsministerium: Für eine Beteiligung gemeinnütziger digitaler Publisher und Organisationen
https://netzwerkrecherche.org/blog/offener-brief-fuer-eine-beteiligung-gemeinnuetziger-digitaler-publisher-und-organisationen/

04: Weitere Veröffentlichung nach nr-/Olin Recherchestipendium Umwelt/Ökologie
https://taz.de/Militaerischer-Naturschutz-in-Kongo/!5727376/

05: Grow-Gewinner “Follow the Grant” veröffentlicht umfangreiche datenjournalistische Recherche zu Interessenkonflikten in der Wissenschaft
https://www.buzzfeed.com/de/hristioboytchev/exklusiv-deutsche-aerzte-unterschlagen-interessenkonflikte ,
https://www.buzzfeed.com/de/hristioboytchev/recherche-protokoll-interessenkonflikte-medizin-daten ,
https://netzwerkrecherche.org/ziele/gemeinnuetziger-journalismus/grow-stipendien/die-grow-finalisten-2019/

06: Gemeinnütziger Journalismus – SEED-Newsletter Nr. 4 ist erschienen
http://nrch.de/seed4 ,
http://nrch.de/seedabo

07: Für lange Winterabende: Foto vom nr-Gründungstreffen als Jahresendrätsel
http://nrch.de/gruendungsfoto

08: Umfrage zur Dissertation über Zusammenarbeit im Journalismus
https://www.limesurvey.uni-hamburg.de/index.php/757332?lang=de

09: BigBrotherAwards 2021: Jetzt Nominierungen einreichen
https://bigbrotherawards.de/nominieren

10: OBS: Preisträger der Ausschreibung 2020 stehen fest
https://www.otto-brenner-preis.de/dokumentation/2020/preistraeger/ ,
https://www.otto-brenner-preis.de/die-jury/ ,
https://www.otto-brenner-preis.de/dokumentation/

11: Online-Adventskalender – 20 Jahre BigBrotherAward
https://digitalcourage.de/adventskalender ,
https://bigbrotherawards.de/2020

12: Novelle des BND-Gesetzes enttäuscht
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/kosmetik-statt-wirksamem-grundrechtsschutz ,
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/entwurf-will-massenueberwachung-fortsetzen ,
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Downloads/Berichte/2020/RSF_Stellungnahme_zum_Ref-E_BND-Gesetz_Dezember_2020.pdf

13: EU-Rat will Verschlüsselung aushebeln – Recht auf Verschlüsselung gefordert
https://digitalcourage.de/blog/2020/crypto-wars-regierungen-angriff-verschluesselung ,
https://netzwerkrecherche.org/blog/verschlusselung-von-messenger-diensten-nicht-aushebeln/

14: Jahresbilanz der Pressefreiheit von RoG veröffentlicht
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/jahresbilanz/2020

15: “Investigative Journalism Handbook” von Al Jazeera
https://institute.aljazeera.net/sites/default/files/2020/Investigative%20Journalism%20Handbook_0.pdf ,
https://institute.aljazeera.net/en/publications ,
https://gijn.org/investigative-journalism-manuals/

16: Infopaket zum Thema “Investigating Health & Medicine”
https://gijn.org/GIJN-Guide-Investigating-Health-Medicine.pdf ,
https://gijn.org/2020/11/20/top-10-tips-for-investigating-health-care-from-the-experts/ ,
https://gijn.org/investigating-health-and-medicine-guide/

17: Verfassungsgerichtsurteil zur Beschlagnahme von Kameras
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/10/rk20201022_1bvr194920.html ,
https://mmm.verdi.de/recht/hohe-huerden-fuer-beschlagnahme-von-kamera-eines-fotojournalisten-69707

18: OBS-Studie „Medienmäzen Google“ nun auch auf Englisch
https://www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/02_Wissenschaftsportal/03_Publikationen/AH103_Google_EN.pdf

19: Film-Empfehlung
http://programm.ard.de/TV/daserste/rechts-und-radikal/eid_281063851234345 ,
https://www.ardmediathek.de/ard/video/reportage-und-dokumentation/rechts-und-radikal/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuL2I3MGZhM2U0LTI1N2ItNDFhOS04OGJkLWI4YWNlYzRkMWZmYw/

20: Peter Hans Hofschneider Recherchepreis fuer Wissenschafts- und Medizinjournalismus
https://www.recherchepreis-wissenschaftsjournalismus.ch/de/recherchepreis.php

21: GRID-Arendal vergibt Stipendium für investigativen Journalismus zu Umweltkriminalität
https://www.grida.no/news/17

22: Milena Jesenská Stipendium für Journalisten 2021/22
https://www.iwm.at/fellowships/jesenska/

23: Deutsch-Polnischer Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2021
http://medientage.org/tadeusz-mazowiecki-journalistenpreis.html

24: Seminare mit Recherchebezug
https://www.berliner-journalisten-schule.de/webinare/recherche-unter-zeitdruck/ ,
https://www.berliner-journalisten-schule.de/seminare/bilanz-lesen/ ,
https://www.berliner-journalisten-schule.de/seminare/recherche-im-internet/ ,
https://www.berliner-journalisten-schule.de/webinare/wissenschaftsjournalismus/

25: Empfehlung [d. Red.]
https://www.der-postillon.com/2020/11/lobbyisten.html ,
https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-12/lobbyismus-finanzindustrie-berlin-gesetzesvorhaben-einfluss-macht ,
https://www.lobbycontrol.de/2020/11/mit-harten-bandagen-wie-google-strengere-regeln-fuer-internetplattformen-verhindern-will/ ,
https://www.lobbycontrol.de/2020/10/leak-googles-aggressive-lobbykampagne-gegen-neue-regeln-fuer-big-tech/

26: “Fake News”
https://netzpolitik.org/2020/russische-desinformation-das-netzwerk-gefaelschter-auslandsmedien/

27: Überwachung
https://www.heise.de/news/EU-Staatschefs-und-Innenminister-draengen-auf-neue-Vorratsdatenspeicherung-4987621.html ,
https://www.heise.de/news/EU-Studie-Ermittler-brauchen-Vorratsdatenspeicherung-nicht-unbedingt-4987878.html ,
https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-11/verschluesselung-eu-rat-sichere-kommunikation-messenger/komplettansicht ,
https://www.heise.de/news/Bundeshaushalt-Deutlich-mehr-Geld-fuer-Polizei-und-Geheimdienste-4988155.html

[Ende des Link-Index].

##: Technische Hinweise .

Der formale Aufbau dieses Newsletters folgt dem ‘Text E-Mail-Newsletter Standard’ (TEN S). Der Zweck dieses Standards ist es, in textbasierten E-Mail-Newslettern die Orientierung zu vereinfachen.

Die Startseite des TEN S ist:
http://www.headstar.com/ten/ .

Die deutsche Uebersetzung des TEN S finden Sie hier:
http://www.ude.de/ten/ .

Als Navigationshilfe fuer Screen Reader beginnen alle Ueberschriften mit einem Doppelkreuz “#” und enden mit einem Punkt “.” Die Inhalte sind nummeriert, die Nummern folgen direkt nach dem Doppelkreuz.
Einige lange Hyperlinks in diesem Newsletter werden durch Ihr E-Mail-Programm moeglicherweise auf mehrere Zeilen umgebrochen, so dass sie nicht funktionieren. Kopieren Sie in diesem Fall bitte die komplette Zeichenkette des Hyperlinks in die Adresszeile Ihres Webbrowsers.

Um PDF-Dateien (‘Portable Document Format’, Dateiendung ‘.pdf’) zu oeffnen, benoetigen Sie einen Viewer. Freie PDF-Betrachter koennen Sie kostenfrei hier laden:
http://pdfreaders.org/ .

[Ende technische Hinweise].

## Impressum .

Die Redaktion erreichen Sie mit einer E-Mail an: newsletter@netzwerkrecherche.de .
Editorials: Daniel Drepper, Kuno Haberbusch, Cordula Meyer, Julia Stein.
Redaktion: Albrecht Ude {aude}
Textredaktion: Thomas Mrazek {tm}
Redaktionsmitarbeiterin: Franziska Senkel (Geschäftsstelle)
E-Mail-Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft. Sie werden ausschliesslich zum Versand dieses Newsletters verwendet. Eingehende E-Mails werden vertraulich behandelt.

Rechtlicher Hinweis: Für den Inhalt von Webseiten, auf die in diesem Newsletter ein Link gelegt wird, ist das Netzwerk Recherche nicht verantwortlich.

[Ende des Impressum].

[Ende des Newsletter Netzwerk Recherche].