Recherchewert_WR_K1_X_077Den Weg des großen Geldes in Europa verfolgt wohl kaum eine Journalistin genauer als Brigitte Alfter. Zusammen mit einem internationalen Team hatte sie vor wenigen Jahren recherchiert, wer wie viel der damals gut 55 Milliarden Euro Agrarsubventionen der EU bekommt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse auf www.farmsubsidy.org. Zentrales Ergebnis: Zu den Profiteuren gehören keineswegs nur kleine Bauern, sondern vor allem große Konzerne. Nicht nur damit hat Alfter ein Zeichen für mehr Transparenz gesetzt – und das europaweit. Das Überschreiten von Grenzen gehört auch sonst zu ihrem Alltag: Die in Dänemark lebende Deutsche war vier Jahre lang war Brüssel-Korrespondentin für Danish Daily Information. Inzwischen arbeitet sie frei und geht investigativen Projekten nach wie etwa bei www.wobbing.eu, das Recherchen mit Hilfe der Informationsfreiheitsgesetze unterstützt. Auch die finanzielle Förderung anderer Journalisten in Europa ist ihr ein Anliegen – etwa indem sie sich an der Organisation von Recherchestipendien wie www.journalismfund.eu beteiligt.

Ihr Vortrag „Crossborder-Teamrecherchen: Die Methoden“ am Freitag, 4. Juli, von 16:45 Uhr bis 17:45 Uhr.