Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die Skandalfirma Wirecard kennt mittlerweile jeder. Und auch deren “Spitzenleute” sind in aller Munde: Markus Braun (sitzt aktuell im Gefängnis) und Jan Marsalek (ist noch auf der Flucht).

Doch nur ganz wenige kennen Dan McCrum und Stefania Palma. Das ist schade. Beide recherchieren und schreiben für die Financial Times. Auch über Wirecard. Und das schon seit 2016 (!). Als Wirecard in Deutschland noch als Börsenliebling gefeiert und von Politikern hofiert wurde, lieferten sie immer wieder verstörende Einblicke in den Wirecard-Sumpf.

Doch offenbar waren Behörden, Kontrolleure oder Politiker hierzulande nicht an Aufklärung all der Vorwürfe interessiert. Stattdessen wurden Dan McCrum und Stefania Palma für ihre Enthüllungen über die Betrügereien bei Wirecard bedroht, diffamiert und sogar verklagt. Mit dabei: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Eine Behörde mit rund 2.700 Mitarbeitern, für deren Rechts- und Fachaufsicht das Finanzministerium zuständig ist, machte sich also zum Büttel von Wirecard.

Was wir heute schon wissen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Es gab skrupellose Manager – offenbar im Verbund mit der organisierten Kriminalität. Es fehlen Milliarden von Euro. Es gab unwirksame und lustlose Kontrolleure. Es gab fehlerhafte Testate von Wirtschaftsprüfern. Und es gab (und gibt) euphorische Börsianer, naive Politiker und betrogene Anleger. Alles in allem eine Affäre, die durch täglich neue Schlagzeilen immer tiefere und schlimmere Abgründe zutage fördern wird.

Aber es gibt auch Gewinner dieses Skandals, über die viel zu wenig berichtet wird: Dan McCrum und Stefania Palma. Dass heute immer neue Schockwellen für große Aufregung sorgen, ist ein (später) Triumph des investigativen Journalismus. Wir alle, die wir uns für seriösen Journalismus engagieren, können stolz auf die beiden sein. Sie verkörpern all das, was Journalismus im besten Sinn auszeichnet, was ihn so wichtig und unverzichtbar macht: Recherche, Einordnung, Kontrolle, Aufklärung, Hartnäckigkeit, Ausdauer – und Mut.

Alles Eigenschaften, die den deutschen “Beteiligten” an dieser Affäre wohl suspekt sind. Zum Beispiel im Februar 2016 (!): Auf einer bis dahin unbekannten Website namens “Zarra Research” wird ausführlich über das “betrügerische Gebaren” von Wirecard berichtet. Die BaFin reagiert mit diesem bemerkenswerten Zitat (nachzulesen im Manager Magazin): “Wir sehen uns die Vorgänge um Wirecard routinemäßig im Hinblick auf eine mögliche Marktmanipulation durch unrichtige oder irreführende Angaben an”. “Routinemäßig” also. Übersetzt heißt das wohl: Nichts fragen, nichts tun.

Dass diese BaFin auch anders kann, beweist sie im Frühjahr 2019: Wirecard bekämpft die Financial Times wegen ihrer vielen Enthüllungen mit einer Schadensersatzklage, die die Existenz dieser Zeitung gefährden könnte. Zugleich erstattet Wirecard eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München gegen die Zeitung und die beiden Autoren Dan McCrum und Stefania Palma. Ihre Begründung: Die Autoren hätten ihre Enthüllungen in Absprache mit Börsenspekulanten publiziert, die durch Kursverluste bei Wirecard Gewinne gemacht hätten.

Und was macht die BaFin: Sie unterstützt diese Argumentation, indem sie ebenfalls eine Strafanzeige gegen die beiden Journalisten erstattet. BaFin und Wirecard – Hand in Hand im Kampf gegen unliebsame Journalisten. Dan McCrum beschrieb das so: “Was wir nicht erwartet haben, war, dass eine deutsche Behörde die Vorwürfe von Wirecard gegen uns so ernst nahm. Der Druck auf uns war auch deshalb enorm”.

Spannende Frage: Wurde Finanzminister Olaf Scholz vorab über diese Strafanzeige informiert? Falls nicht: Warum nicht? Gehört es etwa zur “Routine” seiner ihm unterstellten Behörde, unliebsame Journalisten auf diese Art zu bekämpfen?

Diese Strafanzeige der BaFin wurde übrigens bis heute nicht zurückgenommen. Peinlich? Skandalös?

Makaber ganz sicher, dass die BaFin jetzt Artikel dieser beiden Kollegen nutzt, um ihre Strafanzeigen gegen die Wirecard-Verantwortlichen zu untermauern. Diese Strafanzeigen wurden (endlich) im Juni diesen Jahres erstattet. Bei der Staatsanwaltschaft München. Die ließ sich noch im April 2019 (!) so zitieren: “Es gibt keine Anhaltspunkte für Straftaten bei Wirecard, zumindest nicht in Deutschland”.

Da ist man einmal mehr dankbar, dass es Journalisten gibt, die sich mehr kümmern, mehr recherchieren, mehr Aufklärung wollen. Die Fragen stellen – und nach Antworten suchen. Und die sich nicht mit Floskeln und Lügen abspeisen lassen. Und die auch dann dranbleiben, wenn eine deutsche Behörde sie mit dem Strafrecht bekämpft möchte. So wie Dan McCrum und Stefania Palma. Unterstützt vom Mut ihrer Zeitung, der Financial Times.

Wir sind es dem Kollegen und der Kollegin schuldig, dass wir ebenso hartnäckig dran bleiben. Es sind noch so viele Fragen offen – an Politiker, Behörden, Wirtschaftsprüfer, Börsianer und Ermittlungsbehörden. Wir sind es dem Kollegen und der Kollegin schuldig, dass wir hartnäckig drauf bestehen, Antworten zu erhalten.
Also: dranbleiben!!!

Das gilt übrigens auch für viele anderen Recherchen. Themen gibt es ja viele – auch jetzt in der Sommerzeit.

Es grüßen
Kuno Haberbusch,
Albrecht Ude

[Eigenanzeige]

Bis 2.8.2020 um Grow-Stipendien bewerben. netzwerk recherche schreibt zusammen mit der Schöpflin Stiftung erneut die Grow-Stipendien für gemeinnützigen Journalismus aus. Die Stipendien sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert und werden an Medienprojekte vergeben, die den Recherche-Journalismus bereichern und gemeinnützig arbeiten möchten. netzwerk recherche berät die Grow-Stipendiaten in journalistischen Fragen und vermittelt Wissen und Kontakte, damit der Start gelingen und das Projekt wachsen kann. Informationen zu den Voraussetzungen und zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens: http://nrch.de/grow20

## Inhaltsverzeichnis.

01: Editorial

Abschnitt Eins: In Eigener Sache
02: Dokumentation und Rückblick auf die #nr20-Webinar-Reihe
03: Vorankündigung – nr-Webinare
04: Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen 2020
05: Der erste “Nestbeschmutzer” aus dem Homeoffice
06: Jetzt bewerben – Stipendien für Gemeinnützigen Journalismus
07: Jetzt abonnieren – SEED, der Newsletter zum Nonprofitjournalismus
08: netzwerk recherche kritisiert Seehofer-Ankündigung einer Strafanzeige
09: Grow-Stipendiatin veröffentlicht Recherche zur erstmaligen Entdeckung von Plastikmüll im Meer
10: #HoldTheLine – Petition für Maria Ressa unterzeichnen

Abschnitt Zwei: Veranstaltungen
11: Unterzeichnen – Support the Open Technology Fund
12: IRE Global Conference 2020
13: Barcamp des Journalismus Lab der Landesanstalt für Medien NRW
14: Dataharvest wird 2020 digital
15: Global Investigative Journalism Conference 2021 in Sydney

Abschnitt Drei: Nachrichten
16: BVerfG-Urteil – Bestandsdatenauskunft verfassungswidrig
17: Oberverwaltungsgericht Lüneburg beharrt auf enger Auslegung des Umweltbegriffs
18: Reform des Verfassungsschutzgesetzes bedroht Informantenschutz
19: Transparency Deutschland veröffentlicht Leitlinien für Transparenz im Journalismus
20: Datenbank mit mehr als einer Milliarde gehackten Nutzerdaten
21: Trump will TikTok verbieten
22: “Prinzenfonds” für die Verteidigung der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit
23: Spionage gegen Journalisten in Marokko
24: Freischreiber veröffentlichen Honorarreport 2020
25: Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien
26: Dossier – Deutsche Außenpolitik in Westasien und Nordafrika
27: RoG benennt “Helden der Informationsfreiheit”

Abschnitt Vier: Seminare, Stipendien, Preise
28: Masterclass Wissenschaftsjournalismus
29: Jetzt bewerben für M100 Young European Journalists Workshops 2020
30: Rory Peck Awards für freie Journalisten
31: Recherche-Stipendien für Journalisten mit Behinderung
32: Seminare mit Recherchebezug

Abschnitt Fünf: Pressespiegel
33: Empfehlung [d. Red.]
34: nr-Jahrestagung und Leuchtturm-Preise
35: “Fake News”
36: Überwachung

[Ende Inhaltsverzeichnis].

## Abschnitt Eins: In Eigener Sache.

# 02: Dokumentation und Rückblick auf die #nr20-Webinar-Reihe .

Am Termin des ursprünglich geplanten Jahrestreffens (19. und 20. Juni 2020) fand die erste Webinar-Reihe des netzwerk recherche statt. Über 700 Personen haben an den verschiedenen Panels zum Thema “Corona und wir. Wie das Virus unsere Arbeit verändert” teilgenommen.

Mit dabei waren nr-Klassiker wie das “Recherche für Einsteiger”-Seminar von Daniel Drepper, als auch Diskussionen zur Kurzarbeit und Anzeigenschwund (mit Barbara Junge, taz und Susanne Amann, Spiegel), den “Fake News” und Verschwörungstheorien (mit Cristina Helberg, Correctiv) und den grafischen Visualisierungsmöglichkeiten des Virus (mit Gregor Aisch, Datawrapper und Marie-Louise Timcke, Funke Interaktiv/Journocode).

Neue Formate und Entwicklungen in Zeiten der Corona-Pandemie waren das Thema der Panel-Reihe “Wie geht das?”: Korinna Hennig (NDR Info) gab Einblicke in die Produktion und Reaktionen auf den “Drosten-Podcast”, Klaus Ott (SZ) berichtete zusammen mit Kerstin Schröter (Lehrerin) und Jörg Sadrozinski (Reporterfabrik) von dem neuen Bündnis “Journalismus macht Schule” und Anja Reschke (NDR) erzählte von ihren Gästen des “After Corona Clubs”.

Die Präsentationen, Links und Tipps zu den einzelnen Veranstaltungen
http://nrch.de/nr20pad

Das Twitter Hashtag lautet #nr20 :
https://twitter.com/search?q=%23nr20

[s.a. Pressespiegel]

# 03: Vorankündigung – nr-Webinare .

Etwa ein Drittel der Teilnehmer der #nr20-Webinar-Reihe haben laut Rückmeldungen vorher noch nie eine nr-Veranstaltung besucht. Fast 90 Prozent würden auch künftig an Webinaren von netzwerk recherche teilnehmen. Deshalb planen wir weitere Onlineveranstaltungen – Infos folgen auf der Website des nr und in diesem Newsletter.

# 04: Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen 2020 .

Das Journalisten oft von der Ausdauer und Kompetenz anderer profitieren, bedachte netzwerk recherche mit der Vergabe der Leuchttürme 2020.

Mit dem Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen wurden Andrea Röpke, Julian Feldmann und Anton Maegerle ausgezeichnet. Durch ihre langjährigen Recherchen im rechten Milieu haben sie sich eine hohe Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit bei vielen Redaktionen erworben. “Der lange Atem von Andrea Röpke, Julian Feldmann und Anton Maegerle ist beeindruckend. Sie recherchieren, dokumentieren, analysieren hartnäckig und ausdauernd. Sie bleiben dran”, konstatiert Ilka Brecht (Redaktionsleiterin und Moderatorin Frontal21 / ZDF) in ihrer Laudatio. Mit der erneuten Auszeichnung von Andrea Röpke und Anton Maegerle (2007 erhielten sie den Leuchtturm zusammen mit Thomas Kuban) möchte netzwerk recherche dieses “Dranbleiben” und “Weitermachen”, auch in Zeiten, wenn das Thema Rechtsradikalismus gerade mal “keine Konjunktur” hat, honorieren.
Die Laudatio von Ilka Brecht
https://netzwerkrecherche.org/stipendien-preise/leuchtturm/leuchtturm-2020-fuer-drei-rechtsextremismus-experten/laudatio-von-ilka-brecht/ ,
https://youtu.be/zgzeZg_-xeY
(Video, 4.22 min)

Mit einem Sonderpreis wurde die Leistung des Science Media Center (SMC) gewürdigt: “Gerade in Zeiten wie diesen profitieren viele Redaktionen von der Kompetenz der Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten. Deshalb wollen wir alle diejenigen würdigen, die sich durch ihre langjährige Erfahrung diese Kompetenz erworben haben. Das SMC ist dafür ein herausragendes Beispiel”. Die Laudatio auf das Science Media Center hielt Nicola Kuhrt, Medizinjournalistin und “überzeugte Nutzerin” des SMC-Angebots.
https://netzwerkrecherche.org/stipendien-preise/leuchtturm/sonderpreis-2020-fuer-das-science-media-center-smc/laudatio-von-nicola-kuhrt/

# 05: Der erste “Nestbeschmutzer” aus dem Homeoffice .

Zeitungsproduktion aus dem Homeoffice ist in vielen Redaktionen Deutschlands coronabedingt mittlerweile Routine. Für 16 Nachwuchsjournalisten aus dem Master-Studiengang Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg war es eine Premiere – in jeder Hinsicht.
Das Ergebnis, die Konferenzzeitung “Nestbeschmutzer”, kann sich sehen lassen. Auf 17 Seiten präsentieren die Studierenden die Ergebnisse ihrer medienjournalistischen Recherchen, die meist thematisch an die diesjährige digitale Jahreskonferenz von netzwerk recherche andocken. Und eine Reminiszenz an den bei nr20 schmerzlich vermissten Pommeswagen gibt es auch.

Nestbeschmutzer 2020
https://netzwerkrecherche.org/wp-content/uploads/2020/07/nestbeschmutzer_2020.pdf
(PDF-Datei)

# 06: Jetzt bewerben – Stipendien für Gemeinnützigen Journalismus .

Bewerbungsfrist: So., 02.08.2020

netzwerk recherche hat zum fünften Mal die Grow-Stipendien für gemeinnützigen Journalismus ausgeschrieben. Die Stipendien sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert und werden an Medienprojekte vergeben, die den Recherche-Journalismus bereichern und gemeinnützig arbeiten möchten. netzwerk recherche berät die Grow-Stipendiaten in journalistischen Fragen und vermittelt Wissen und Kontakte, damit der Start gelingen und das Projekt wachsen kann. Ermöglicht wird das Stipendienprogramm von der Schöpflin Stiftung.

Informationen zu den Voraussetzungen und zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens:
http://nrch.de/grow20

# 07: Jetzt abonnieren – SEED, der Newsletter zum Nonprofitjournalismus .

Im August wird netzwerk recherche wieder SEED verschicken, den Newsletter mit Nachrichten aus der Welt des gemeinnützigen Journalismus. Darin analysieren wir zum Beispiel die aktuelle Diskussion über eine Förderung des Journalismus durch den Staat und präsentieren starke Recherchen aus gemeinnützigen Redaktionen. Wir informieren über eine politische Initiative der grünen Bundestagsfraktion, die Konsequenzen aus dem Zeitungssterben in Deutschland zieht sowie unabhängigen Nonprofitjournalismus stärker fördern möchte, und stellen RUMS vor, ein lokaljournalistisches Medienprojekt aus Münster, das an einem Wendepunkt steht.

Jetzt abonnieren:
http://nrch.de/seedabo

# 08: netzwerk recherche kritisiert Seehofer-Ankündigung einer Strafanzeige .

Zur Ankündigung von Bundesinnenminister Horst Seehofer, Strafanzeige gegen die Journalistin Hengameh Yaghoobifarah zu erstatten, nimmt die Journalistenvereinigung netzwerk recherche wie folgt Stellung:
“Innenminister Seehofer rückt eine Journalistin per Strafanzeige ins Fadenkreuz aggressiver Teile der Öffentlichkeit. Dieser Tabubruch ist ein klarer Versuch der Einschüchterung und damit ein Angriff auf die Pressefreiheit”, sagt Julia Stein, erste Vorsitzende von netzwerk recherche. “Das ist unverantwortlich und gefährlich. Denn damit befeuert Seehofer die gesellschaftlichen Konflikte in riskanter Weise. Über die Kolumne von Hengameh Yaghoobifarah lässt sich streiten, ihr aber die Ausschreitungen in Stuttgart zuzuschreiben, ist lächerlich. Bitter ist es, wenn Politiker zündeln statt als Vorbild zu wirken.”
Text auf der nr-Website:
https://netzwerkrecherche.org/blog/netzwerk-recherche-kritisiert-seehofer-ankuendigung-einer-strafanzeige/

Aktualisierung, 25.06.2020: In einer Pressemitteilung erklärt Seehofer, er “werde die Chefredaktion der Zeitung in das Bundesinnenministerium einladen, um mit ihr den Artikel und seine Wirkung zu besprechen.” Auf eine Anzeige werde er verzichten, bittet jedoch den Presserat darum, “klar Stellung zu beziehen.”
Zur Presseerklärung:
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/06/erklaerung-taz.html

# 09: Grow-Stipendiatin veröffentlicht Recherche zur erstmaligen Entdeckung von Plastikmüll im Meer .

Mit der Recherche- und Podcast-Serie “Plastisphere” gewann die freie Journalistin Anja Krieger im letzten Jahr eines der Grow-Stipendien. Bisher sind bereits neun Episoden zum Thema Plastikmüll sowie zu weiteren globalen Umweltherausforderungen erschienen. In ihrer neuesten Episode “The Discovery of Plastic Pollution” reist sie fast 50 Jahre in die Vergangenheit zurück. 1971 entdeckte der Biologe Edward Carpenter erstmals kleine Teilchen aus Kunststoff im Meer. In ihrem Beitrag fragt sich die Autorin: Wieso sprechen wir erst jetzt darüber?
Zum Beitrag (deutsch) und Podcast (englisch):
https://www.riffreporter.de/plastisphere/plastik-meer-entdeckung/

Plastisphere Podcast / Anja Krieger
https://soundcloud.com/plastisphere-podcast

# 10: #HoldTheLine – Petition für Maria Ressa unterzeichnen .

60 Nichtregierungs- und Journalismusorganisationen, Institutionen und Filmschaffende haben eine Kampagne für die philippinische Journalistin Maria Ressa und unabhängige Medien auf den Philippinen gestartet: #HoldTheLine. netzwerk recherche ist Mitunterzeichner der Petition.

Die erfahrene Journalistin Maria Ressa ist Gründerin der mehrfach preisgekrönten Nachrichtenseite Rappler. Am 15. Juni 2020 wurde sie zusammen mit ihrem ehemaligen Rappler-Kollegen Reynaldo Santos Jr. wegen eines Artikels über einen Geschäftsmann aus dem Jahr 2012 verurteilt. Grundlage war ein Cyberkriminalitätsgesetz, das erst nach Erscheinen des Artikels in Kraft trat. Ihnen droht eine hohe Gefängnisstrafe.
Insgesamt sieht sich die Journalistin in mindestens sechs weiteren Fällen mit Vorwürfen gegen sich oder Rappler konfrontiert, unter anderem wegen angeblicher Verleumdung und Steuerhinterziehung. Insgesamt stünde darauf fast ein Jahrhundert Haft.

Die Angriffe auf Journalisten und auf unabhängige Medien haben seit dem Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte 2016 stark zugenommen. Die Philippinen gehören zu den gefährlichsten Ländern für Journalistinnen und Journalisten in Asien. Seit Amtsantritt Dutertes wurden dort mindestens zehn Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet.

Unterzeichnen Sie die Petition:
Unterstützung für Maria Ressa und philippinische Medien
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/mitmachen/petitionen-protestmails/unterstuetzung-fuer-maria-ressa-und-philippinische-medien

Helping Our Colleagues at Rappler
By Drew Sullivan. – GIJN, 23.06.2020
https://gijn.org/2020/06/23/helping-our-colleagues-at-rappler/

[Ende der Mitteilungen in eigener Sache].

## Abschnitt Zwei: Veranstaltungen.

# 11: Unterzeichnen – Support the Open Technology Fund .

Save Internet Freedom: Support the Open Technology Fund

Ein von der Regierung Trump initiierter Wechsel in der Führung der United States Agency for Global Media (USAGM) gefährdet die Finanzierung des Open Technology Fund (OTF)

Der OTF hat wichtige Projekte unterstützt, wie die Sicherheitstechnologie hinter der Verschlüsselung in WhatsApp und Signal, die Entdeckung von Software-Schwachstellen und die Entwicklung von Technologien zur Umgehung der Zensur, die eine sichere Kommunikation ermöglichen (z.B. das TOR-Netzwerk). Diese sicheren Technologien sind für alle wichtig, besonders aber für Menschenrechtsaktivisten, unabhängige Journalisten und Personen, die der Zensur unterliegen.

Eine dem OTF vergleichbare Organisation gibt es in Europa nicht.

“Save Internet Freedom Tech” ruft den US-amerikanischen Kongress auf, den Open Technology Fund weiterhin zu unterstützen.

Zur Petition “Support the Open Technology Fund”
https://saveinternetfreedom.tech/

# 12: IRE Global Conference 2020 .

Mo.-Fr., 21.-25.09.2020, online.

Die diesjährige Tagung von Investigative Reporters and Editors Inc. (ire) wird online stattfinden.
Die Keynote wird Ronan Farrow halten, Autor des Buches “Catch and Kill: Lies, Spies and a Conspiracy to Protect Predators.”

Derzeitiger Stand des Programmes und Anmeldung:
https://www.ire.org/events-and-training/conferences/2020-ire-conference

# 13: Barcamp des Journalismus Lab der Landesanstalt für Medien NRW .

Do., 24.09.2020, 9:00-19:00 h, online, Teilnahme gratis.

(Wie) kann man mit Onlinejournalismus Geld verdienen. Diese Verlegerfrage ist das Thema des “Cashcamp”, das vom Journalismus Lab der Landesanstalt für Medien NRW ausgerichtet wird. Erste Themen für Veranstaltungen sind bereits veröffentlicht, weitere Vorschläge können eingereicht werden.

Informationen und Anmeldung
https://www.journalismuslab.de/2020/07/01/einladung-zum-cashcamp-medienbranche-diskutiert-digitale-erloesmodelle/

# 14: Dataharvest wird 2020 digital .

Die Dataharvest–Konferenz, auch bekannt als “European Investigative Journalism Conference”, findet in diesem Jahr erstmals digital statt. Ursprünglich war die Konferenz für Mai in Mechelen geplant, coronabedingt wurde dann ein Termin im November angepeilt.
Jetzt haben die Organisatoren von JournalismArena entschieden, die Konferenz als Kette von Einzelveranstaltungen von August bis November anzubieten. Ein erster Blick auf das geplante Programm:
https://dataharvest.eu/dataharvest-digital-13-weeks-of-learning-and-networking/

Für Journalisten aus Zentral-, Ost- und Südosteuropa gibt es Stipendien (Bewerbungen bis Mo., 10.08.2020):
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSctJCmzokdEcJr2kuIiXHTIWxvTNLDmHbl_Z_aWBjktfjhmxw/viewform?vc=0&c=0&w=1

Der Hashtag der Dataharvest ist #EIJC20

# 15: Global Investigative Journalism Conference 2021 in Sydney .

Di.-So., 03.-07.11.2021, Sydney, Australien.

Die nächste Global Investigative Journalism Conference (GIJC) wird im australischen Sydney ausgerichtet werden. Organisiert wird sie vom Global Investigative Journalism Network (GIJN) und dem Judith Neilson Institute for Journalism and Ideas.

Es wird wieder ein Stipendienprogramm geben, um Journalisten aus allen Ländern die Teilnahme zu ermöglichen.

Die letzte Konferenz GIJC19 wurde in Kooperation mit netzwerk recherche in Hamburg organisiert – an ihr nahmen 1.750 Journalisten aus 131 Ländern teil.
https://gijn.org/2020/06/23/sydney-selected-as-site-of-2021-global-investigative-journalism-conference/

[Ende der Veranstaltungen].

[Eigenanzeige]

Der erste #nestbeschmutzer aus dem Homeoffice: Auf 17 Seiten präsentieren die Hamburger Studierenden der Journalistik und Kommunikationswissenschaft die Ergebnisse ihrer medienjournalistischen Recherchen, die meist thematisch an die digitale #nr20-Jahreskonferenz andocken. Und eine Reminiszenz an den bei der #nr20 schmerzlich vermissten Pommeswagen gibt es auch. Jetzt lesen: http://nrch.de/nestbe20

## Abschnitt Drei: Nachrichten.

# 16: BVerfG-Urteil – Bestandsdatenauskunft verfassungswidrig .

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 17.07.2020 dürfen Ermittler nicht ohne Anlass auf die Daten von Internet- und Handynutzern zugreifen. Die sogenannte Bestandsdatenauskunft ist damit in Teilen verfassungswidrig.

Polizei, Bundeskriminalamt und Nachrichtendienste dürfen für ihre Arbeit die “festen” Bestandsdaten abfragen. Dazu gehören zum Beispiel auch der Name und das Geburtsdatum, nicht aber einzelne Verbindungen – solche Daten heißen in der Fachsprache Verkehrsdaten.

Die Anlässe hierfür müssen nun deutlich eingegrenzt werden. So ist eine Bestandsdatenabfrage derzeit schon bei Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit möglich. Nach dem Bundesverfassungsgericht ist ein derartiger Grundrechtseingriff aber erst bei Bestehen des Anfangsverdachts einer Straftat gerechtfertigt. Im Rahmen der Gefahrenabwehr sei eine Bestandsdatenauskunft erst bei Vorliegen einer konkreten Gefahr möglich.

Eine Neuregelung durch den Gesetzgeber ist spätestens bis zum 31. Dezember 2021 erforderlich.

Bundesverfassungsgericht: Leitsätze zum Beschluss des Ersten Senats vom 27. Mai 2020
– 1 BvR 1873/13 – – 1 BvR 2618/13 – (Bestandsdatenauskunft II)
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/05/rs20200527_1bvr187313.html

Bundesverfassungsgericht: Regelungen zur Bestandsdatenauskunft verfassungswidrig
Pressemitteilung Nr. 61/2020 vom 17. Juli 2020
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/bvg20-061.html

Bestandsdatenauskunft-Urteil: Erfolg für digitale Freiheitskämpfer
von Patrick Breyer. – bestandsdatenauskunft.de, 17. Juli 2020
https://bestandsdatenauskunft.de/?p=532

Bundesverfassungsgericht kippt Regelungen zur Bestandsdatenauskunft
von Jana Ballweber. – netzpolitik.org, 17.07.2020
https://netzpolitik.org/2020/behoerden-telefonbuch-bundesverfassungsgericht-kippt-regelungen-zur-bestandsdatenauskunft/

Reaktionen auf Urteil zu Bestandsdatenauskunft: Beratungsresistenter Gesetzgeber
Der gerichtliche Erfolg gegen die Bestandsdatenauskunft ist allenfalls ein Etappensieg. Kritiker begrüßen das Urteil, sehen den Regierungskurs jedoch mit Sorge.
Von Monika Ermert. – heise Newsticker, 18.07.2020
https://www.heise.de/news/Reaktionen-auf-Urteil-zu-Bestandsdatenauskunft-Beratungsresistenter-Gesetzgeber-4847061.html

# 17: Oberverwaltungsgericht Lüneburg beharrt auf enger Auslegung des Umweltbegriffs .

Vor einigen Wochen haben wir an dieser Stelle über eine erfolgreiche Klage des Anfrage-Portals “Frag den Staat” berichtet: Das Verwaltungsgericht Hannover hatte entschieden, die Corona-Erlasse des Niedersächsischen Justizministeriums müssten auf der Grundlage des Umweltinformationsgesetzes (UIG) zugänglich gemacht werden. Das war ein bemerkenswertes Urteil, denn es orientierte sich an einer weiten Auslegung des Umweltbegriffs: Maßnahmen, die Einfluss auf die Belastung der Luft hätten, zählten auch zu den Umweltinformationen – und deshalb beispielsweise auch Zutrittsbeschränkungen von Gerichtsgebäuden, die Gegenstand der Corona-Erlasse sind. Denn die Krankheit wird bekanntlich über feinste Partikel in der Luft übertragen. Diese Auslegung war besonders für Anträge in Niedersachsen relevant, weil dieses Bundesland als eines der letzten nicht über ein allgemeines Akteneinsichtsrecht nach Informationsfreiheitsgesetz verfügt, sodass dem Anwendungsbereich des überall gültigen UIG besondere Bedeutung zukommt.

Doch die Freude währte kurz: Anfang Juli hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg in zweiter Instanz geurteilt, dass das UIG hier nicht einschlägig sei. Die Erlasse dienten dazu, die Funktionsfähigkeit der Justiz im Pandemie-Fall sowie den Gesundheitsschutz der Beschäftigten und sonstigen Personen zu gewährleisten. Die Erlasse beträfen somit nur die Innenraumluft in den Justizgebäuden, die nicht zur Umwelt im Sinne des Umweltinformationsgesetzes zähle. Selbst wenn man dies anders sähe, müsse der Umweltbezug eine gewisse Intensität aufweisen. Hieran fehle es, da die Maßnahmen nicht auf die Reinhaltung der Luft abstellten, sondern die Luft nur insoweit in den Fokus nehme, als es um die Übertragung des Corona-Virus von Mensch zu Mensch gehe. Dabei bestehe zum Ziel des Schutzes von Umweltgütern nur noch ein entfernter “beiläufiger” Zusammenhang, der es auch unter der gebotenen Zugrundelegung eines weiten Verständnisses des Begriffs der Umweltinformationen nicht rechtfertige, die Erlasse als umweltschützende Maßnahmen zu betrachten.

Der Beschluss ist unanfechtbar, diese Auslegung des UIG also zunächst nicht angreifbar. Ein Grund mehr für netzwerk recherche und seine Bündnispartner, sich weiterhin für ein Informationsfreiheitsgesetz auch in den noch fehlenden Bundesländern Niedersachsen, Sachsen und Bayern zu engagieren.

(Manfred Redelfs)

Presseerklärung des OVG Lüneburg:
https://oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/journalist-hat-keinen-anspruch-auf-herausgabe-der-corona-erlasse-des-niedersachsischen-justizministeriums-190380.html

# 18: Reform des Verfassungsschutzgesetzes bedroht Informantenschutz .

Die vom Deutschen Bundestag geplante Reform des Verfassungsschutzgesetzes droht den Informantenschutz der Journalisten noch weiter auszuhöhlen. Die Überwachung der Telekommunikation von Informanten, die sogenannte Quellen-TKÜ, soll in dem Entwurf ausgeweitet werden und ohne Richtervorbehalt möglich sein. Der Schutz von Berufsgeheimnisträgern soll dem Referentenentwurf zufolge zwar für Rechtsanwälte, nicht aber für Journalisten gelten.

Das kritisiert ein Bündnis aus neun Medienorganisationen und -unternehmen in einer gemeinsamen Stellungnahme.
https://dju.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++30772b96-c021-11ea-a3c7-001a4a160119

Gemeinsame Stellungnahme zum Referentenentwurf für ein neues Verfassungsschutzgesetz vom 30.06.2020
(PDF-Datei, 12 S., 397 kB)
https://dju.verdi.de/++file++5f0426a70412fc087854b076/download/2020_06_30%20gemeinsamen%20Stellungnahme%20zum%20Referentenentwurf%20f%C3%BCr%20ein%20neues%20Verfassungsschutzgesetz.pdf

Verfassungsschutz: Staatstrojaner gegen Journalisten
Reporter ohne Grenzen,
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/staatstrojaner-gegen-journalisten

# 19: Transparency Deutschland veröffentlicht Leitlinien für Transparenz im Journalismus .

Transparenz im Journalismus – Leitlinien für die Praxis
Transparency Deutschland hat Leitlinien für die Praxis zugunsten von mehr Transparenz im Journalismus veröffentlicht. Studien haben gezeigt, dass in Redaktionen und Verlagen Nachholbedarf in Sachen Korruptionsprävention besteht. Mit den Leitlinien für die journalistische Praxis soll eine transparente, unabhängige und neutrale Berichterstattung gestärkt werden.
https://www.transparency.de/publikationen/detail/article/transparenz-im-journalismus-leitlinien-fuer-die-praxis/

Transparenz im Journalismus – Leitlinien für die Praxis
https://www.transparency.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/2020/Leitlinien_Transparenz-im-Journalismus.pdf
(PDF-Datei, 4 S., 211 KB)

# 20: Datenbank mit mehr als einer Milliarde gehackten Nutzerdaten .

Die bekannte Datenbank “Have I Been Pwned” (HIBP) des australischen Sicherheitsspezialisten Troy Hunt umfasst jetzt mehr als eine Milliarde gehackte Nutzerdaten. Man kann die Datenbank nach E-Mail-Adresse oder Passwort abfragen, um zu ermitteln, ob eigene Daten betroffen sind. Eine anonyme Abfrage mit dem TOR-Browser ist möglich.

10B / Troy Hunt
https://www.troyhunt.com/10b/

‘;–have i been pwned?
https://haveibeenpwned.com/

TOR Project – Browse Privately. Explore Freely.
https://www.torproject.org/

# 21: Trump will TikTok verbieten .

US-Präsident Trump will das in VR China ansässige soziale Netz TikTok wegen Spionagevorwürfen verbieten lassen. Gänzlich unbegründet sind die Vorwürfe vermutlich nicht. Kürzlich ließ die indische Regierung die Nutzung etlicher VR-basierter Webdienste aus ähnlichen Gründen sperren.

Im Falle von Trump kann man aber auch ein anderes Motiv unterstellen. Das soziale Netz, das bislang als Sammlung belangloser Tanzvideos junger Frauen belächelt wurde, hatte vermutlich einen Anteil daran, Trumps Wahlkampfauftakt in Tulsa misslingen zu lassen.

Durch massenhafte Reservierungen von Karten, die dann nicht genutzt wurden, sprach der Präsident vor leeren Reihen, wie auf vielen Pressebildern zu sehen ist. Die noch größere Schlappe der Republikanischen Partei ist auf den Bildern nicht zu sehen: durch das kostenlose Angebot von Karten für die Veranstaltung wollten sie Daten von Trump-Unterstützern sammeln. Dieser Datensatz ist durch die Aktion wertlos.

Trump: Kampagne wirbt für TikTok-Verbot
Das Wahlkomitee des US-Präsidenten will Anhänger für eine Petition gewinnen, um den Videodienst zu verbieten.
Von Holger Zelder. – heise Newsticker, 19.07.2020
https://www.heise.de/news/Trump-Kampagne-wirbt-fuer-TikTok-Verbot-4847291.html

Indien sperrt TikTok, WeChat und 57 weitere Apps, die Daten nach China schicken
Indien verbietet 59 Apps, die die Souveränität des Landes bedrohen sollen. Darunter sind mehrere Apps von Baidu und QQ. Der Bann gilt für Android und iOS.
Von Daniel AJ Sokolov. – heise Newsticker, 29.06.2020
https://www.heise.de/news/Indien-sperrt-TikTok-WeChat-und-57-weitere-Apps-die-Daten-nach-China-schicken-4799052.html

TikTok Teens and K-Pop Stans Say They Sank Trump Rally
Did a successful prank inflate attendance expectations for President Trump’s rally in Tulsa, Okla
By Taylor Lorenz, Kellen Browning and Sheera Frenkel. – Updated June 22, 2020
https://www.nytimes.com/2020/06/21/style/tiktok-trump-rally-tulsa.html

maryjolaupp
Mary Jo Laupp #TikTokGrandma
https://www.tiktok.com/@maryjolaupp/video/6837311838640803078

Die Blamage von Tulsa: Wie Trump von TikTok-Teenagern getrollt wurde
Kurier, 21.06.2020
https://kurier.at/politik/ausland/die-blamage-von-tulsa-wie-trump-von-tiktok-teenagern-getrollt-wurde/400946972

Trumps Wahlkampf in Tulsa – Sorgten TikTok-User für die leeren Ränge?
Tagesschau, 21.06.2020
https://www.tagesschau.de/ausland/usa-wahlkampf-trump-tulsa-tiktok-101.html

Massenhaft Tickets geordert : Trump-Kundgebung könnte Opfer von TikTok-Nutzern geworden sein
Rheinische Post, 22.06.2020
https://rp-online.de/politik/ausland/tulsa-trump-rally-koennte-opfer-von-tiktok-nutzern-geworden-sein_aid-51775633

Investigate TikTok Like A Pro!
by Annique Mossou and Johanna Wild. – Bellingcat, 25.05.2020
https://www.bellingcat.com/resources/2020/05/25/investigate-tiktok-like-a-pro/

# 22: “Prinzenfonds” für die Verteidigung der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit .

Der Hohenzollern-Prinz Georg Friedrich von Preußen geht mit Abmahnungen und Klagen gegen ihm unerwünschte Berichterstattung vor – vor allem in Zusammenhang mit der Erforschung der Rolle der Hohenzollern im Nationalsozialismus und deren Auswirkungen auf ihre Entschädigungsforderungen. Für betroffene Forscher und Journalisten richten FragDenStaat den “Prinzenfonds” als Rechtshilfefonds ein.

Um Unterstützung für den Fonds wird gebeten.

Alle Details:
https://fragdenstaat.de/aktionen/prinzenfonds/

# 23: Spionage gegen Journalisten in Marokko .

Spionage: Marokko setzt Überwachungssoftware Pegasus gegen Journalisten ein
Die israelische Firma NSO verkauft die Spionagesoftware, um Terroristen zu fangen. Doch Regierungen nutzen sie auch, um Kritiker zu überwachen. Wie derzeit in Marokko.
Von Kai Biermann. – Zeit online, 22.06.2020
https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-06/spionage-ueberwachung-nso-marokko-journalist-pegasus/komplettansicht

Spionagesoftware: Das Handy als Wanze
Eigentlich soll die mächtige Überwachungssoftware des Unternehmens NSO Verbrecher jagen. Doch immer wieder geraten Journalisten ins Visier – wie ein preisgekrönter Reporter aus Marokko.
Von Moritz Baumstieger, Jannis Brühl, Max Muth und Frederik Obermaier. – SZ, 22. Juni 2020
https://www.sueddeutsche.de/digital/nso-ueberwachung-pegasus-omar-radi-1.4943316

Moroccan Journalist Targeted With Network Injection Attacks Using NSO Group’s Tools
Amnesty international, 22 June 2020
https://www.amnesty.org/en/latest/research/2020/06/moroccan-journalist-targeted-with-network-injection-attacks-using-nso-groups-tools/

# 24: Freischreiber veröffentlichen Honorarrreport 2020 .

Die “Freischreiber”, der Berufsverband der freien Journalisten in Deutschland, baten Kollegen um die (anonyme) Meldung, welche Honorare sie bei welchem Medium erlösen. Aus diesen Daten hat der Verband 2020 erneut einen Honorarreport zusammengestellt – darin wird die Ertragslage von Printjournalisten im Lokalen abgebildet.

Freischreiber-Honorarreport, Schwerpunkt Lokaljournalismus (Print): https://www.wasjournalistenverdienen.de/static/honoradar/artikel/freischreiberreport-2020.html

Die Ergebnisse kommentiert Steffen Grimberg in der “tageszeitung”:
Honorare freier LokaljournalistInnen: Nur ein Taschengeld
Obwohl Lokaljournalismus so wichtig ist, wird er beschissen bezahlt – zu diesem Ergebnis kommt eine neue Erhebung des Vereins Freischreiber.
Von Steffen Grimberg. – taz.de, 23.06.2020
https://taz.de/Honorare-freier-LokaljournalistInnen/!5696787/

Freie Journalisten sind weiterhin aufgerufen, Honorare und Gehälter hier zu melden:
https://www.wasjournalistenverdienen.de

Ebenso gibt es eine internationale “Rates Database”:
https://contently.net/rates-database/rates/

# 25: Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien .

Der “Leipziger Medienpreis”, der Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien der Medienstiftung der Stadtsparkasse Leipzig geht im Jahr 2020 an die aserbaidschanische Journalistin Khadija Ismayilova und an den deutschen Benjamin Best.

Ismayilova arbeitet seit 2017 als regionale Redakteurin für das Journalistennetzwerk “Organized Crime and Corruption Reporting Project” (OCCRP). Sie wird seit Jahren durch die Regierung Aserbeidjans behindert und gilt laut Aussage der Präsidialverwaltung als “bestes Beispiel für Journalisten, die gegen die Regierung arbeiten”. Derzeit steht sie unter Ausreiseverbot.

Best arbeitet überwiegend für den WDR als freier Journalist, insbesondere für die Fernsehsendung “WDR Sport inside” und die Sportschau (ARD). Er macht Wettmanipulation im Sport und Menschenrechtsverletzungen im Umfeld großer Sportereignisse zum Thema.

https://www.leipziger-medienstiftung.de/de/medienpreis/preis-f%C3%BCr-die-freiheit-und-zukunft-der-medien/preistr%C3%A4ger/khadija-ismayilova/ ,
https://www.leipziger-medienstiftung.de/de/medienpreis/preis-f%C3%BCr-die-freiheit-und-zukunft-der-medien/preistr%C3%A4ger/benjamin-best/

Medienpreis für aserbaidschanische und deutsche Reporter
von dpa. – Süddeutsche, 25.06.2020
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/medien-leipzig-medienpreis-fuer-aserbaidschanische-und-deutsche-reporter-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200625-99-562993

# 26: Dossier – Deutsche Außenpolitik in Westasien und Nordafrika .

Von dis.orient stammt ein Dossier zur deutschen und europäischen Außenpolitik in Westasien und Nordafrika (#WANA). Das Projekt wurde durch das Grow-Stipendium von netzwerk recherche e.V. und der Schöpflin Stiftung gefördert.

https://www.disorient.de/blog-tags/dossier-aussenpolitik ,
https://www.disorient.de/blog/dossier-start-deutsche-aussenpolitik-wana

# 27: RoG benennt “Helden der Informationsfreiheit” .

Reporter ohne Grenzen ehrt “Helden der Informationsfreiheit” in der Corona-Krise und gedenkt besonders jenen Journalisten, die sich bei ihrer Arbeit mit dem Covid-19-Virus angesteckt haben und daran gestorben sind.

Mit einer Liste der “Heldinnen und Helden der Informationsfreiheit” macht Reporter ohne Grenzen (RSF) auf Medienschaffende aufmerksam, die sich in der Corona-Krise in besonderem Maß für freie Berichterstattung eingesetzt haben – oft gegen den Willen autoritärer Regierungen. Die Liste umfasst exemplarisch 30 Journalisten, Whistleblower, Medien und Vereinigungen, die mit besonderem Mut und Hartnäckigkeit über die Pandemie berichten.
Die NGO Press Emblem Campaign mit Sitz in Genf zählte von März bis Mai 127 an einer Covid-19-Infektion verstorbene Medienschaffende in 31 Ländern weltweit, die meisten von ihnen in Lateinamerika.

Mehr Informationen:
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/helden-der-informationsfreiheit

[Ende der Nachrichten].

## Abschnitt Vier: Seminare, Stipendien, Preise.

Fehlt ein Termin mit Recherchebezug? Bitte mailen Sie uns an
mailto:termine@netzwerkrecherche.de .

# 28: Masterclass Wissenschaftsjournalismus .

Bewerbung bis Do., 30. Juli 2020.

Die Masterclass Wissenschaftsjournalismus ist ein Förderprogramm für Journalisten, um innovative Projekte zu entwickeln. Redakteure und freie Journalisten sind eingeladen, sich mit ihrer Projektidee zu bewerben. Eine Jury aus Experten wählt aus den eingereichten Ideen zwölf Fellows aus, die schließlich an dem Workshop der Masterclass teilnehmen können. Die Teilnahme sowie die anschließende Umsetzung der Projektidee wird mit einem Stipendium in Höhe von 5.000 Euro gefördert.

Die erste Masterclass gab es 2014, gefördert und durchgeführt durch die Robert Bosch Stiftung. Seitdem findet sie alle zwei Jahre statt. 2020/21 wird erstmals Riffreporter die Durchführung koordinieren. Leiter der Masterclass ist der erfahrene Wissenschaftsjournalist Christian Schwägerl.

Wegen der anhaltenden Gefährdung durch das Corona-Virus wird die diesjährige Masterclass weitgehend digital stattfinden.

Details und Bewerbung:
https://www.riffreporter.de/masterclass-2020/

# 29: Jetzt bewerben für M100 Young European Journalists Workshops 2020 .

Einsendeschluss ist der 31. Juli 2020.

Junge Journalisten zwischen 21 und 30 Jahren aus den Ländern der Europäischen Union und der Östlichen Partnerschaft und Russland, können sich erneut für den M100 Young European Journalists Workshop bewerben.
Thema des diesjährigen Workshops: Der lokal-globale Nexus: Neue Strategien für den Lokaljournalismus in der Post-Covid-Ära.
Die 25 ausgewählten Bewerber und Bewerberinnen werden im August und September sechs Wochen lang in einem dezentralisierten Online-Workshop über die Zukunft der europäischen Medienordnung und die Rolle des Lokaljournalismus in einer globalen Welt arbeiten.

Alle Informationen:
http://www.m100potsdam.org/bewerbungsaufruf/

# 30: Rory Peck Awards für freie Journalisten .

Bewerbungsfirst: Mo., 10.08.2020

Die Rory Peck Awards prämieren jährlich herausragende Arbeiten, um den bedeutenden Beitrag der Freiberufler zur internationalen Medienindustrie hervorheben. Sie sind für professionelle freiberufliche Journalisten (Reporters, Filmemacher, Fotojournalisten, Kameraleute) weltweit bestimmt. Die Kategorien konzentrieren sich auf internationale Nachrichten und aktuelle Themen, wobei sich eine Kategorie speziell an lokale Journalisten und Produzenten vor Ort richtet. Alle eingereichten Arbeiten müssen im vergangenen Jahr ausgestrahlt worden sein.

Details:
https://rorypecktrust.org/awards/

# 31: Recherche-Stipendien für Journalisten mit Behinderung .

Bewerbungsschluss: Do., 01.10.2020

Leidmedien.de vergibt vier Recherche-Stipendien in Höhe von je 2.500 Euro für Journalisten mit Behinderung. Der Schwerpunkt liegt auf “lösungsorientiertem Journalismus”.

Journalisten mit Behinderung sollen mit den Stipendien in die Lage versetzt werden, die Recherche von Lösungsansätzen für ein aus ihrer Sicht wichtigen Thema mit gesellschaftlicher Relevanz durchführen zu können.

Details:
https://leidmedien.de/journalistinnen-behinderung-stipendium-2020/

# 32: Seminare mit Recherchebezug .

Berliner Journalisten-Schule (BJS): Wissenschaftsjournalismus
Mo./Di., 24./25.08.2020, Knesebeckstraße 74, 10623 Berlin-Charlottenburg
Trainerin ist Annette Bolz
Preis: 440,- Euro
https://www.berliner-journalisten-schule.de/seminare/wissenschaftsjournalismus/

Grimme-Akademie: Recherche intensiv
Di./Mi., 25./26.08.2020, RTL Journalistenschule, Picassoplatz 1, 50679 Köln
Trainer ist Marcus Lindemann
Preis: 500,- Euro zzgl. MwSt.
https://www.grimme-akademie.de/h/termine/d/recherche-intensiv/

Berliner Journalisten Schule (BJS) : Investigative Recherche im Internet
Do./Fr., 12./13.11.2020, 9:00-17:00 h, Knesebeckstraße 74, 10623 Berlin-Charlottenburg
Dozent ist Burkhart Schroeder
Preis: 490,-
https://www.berliner-journalisten-schule.de/seminare/recherche-im-internet/

[Ende der Seminare, Stipendien, Preise].

[Eigenanzeige]

From Hamburg to Sydney: The Global Investigative Journalism Conference 2021 #GIJC21 will be held in Australia! Congrats to @JN_Institute , our successor as @gijn 's co-host. We are happy to support you wherever we can! https://gijn.org/2020/06/23/sydney-selected-as-site-of-2021-global-investigative-journalism-conference/

## Abschnitt Fünf: Pressespiegel.

# 33: Empfehlung [d. Red.] .

The long read – What’s wrong with WhatsApp
As social media has become more inhospitable, the appeal of private online groups has grown. But they hold their own dangers – to those both inside and out.
by William Davies. – The Guardian, 02.07.2020
https://www.theguardian.com/technology/2020/jul/02/whatsapp-groups-conspiracy-theories-disinformation-democracy

Staatstrojaner: WhatsApp & Co. sollen Netzverkehr an Geheimdienste umleiten
Digitalverbände kritisieren den Seehofer-Entwurf zu Staatstrojanern für Geheimdienste scharf, der Dienstanbieter zu Hilfssheriffs machen würde.
Von Stefan Krempl. – Heise Newsticker, 09.07.2020
https://www.heise.de/news/Staatstrojaner-WhatsApp-Co-sollen-Netzverkehr-an-Geheimdienste-umleiten-4840383.html

Desinformation und Demokratie: Das Internet ist kaputt, wir brauchen ein neues
Die Idee, dass mehr freie Rede auch mehr Demokratie schaffe, ist an Social Media gescheitert. Deren Regulierung kann helfen. Aber es braucht mehr radikale Transparenz.
Ein Essay von Peter Pomerantsev. – Zeit onine, 11.07.2020
https://www.zeit.de/kultur/2020-07/desinformation-demokratie-peter-pomerantsev-social-media-zensur-regulierung/komplettansicht

Wirecard and the missing 1.9bn Euro: my story
Surveillance, spear phishing and missing billions. ‘At times I thought I was going crazy.’ Dan McCrum explains the twists and turns behind the massive fraud
Financial Times
https://www.ft.com/video/37cb70e6-72df-471e-943d-2d32c2785650
Video, 8:20 min

# 34: nr-Jahrestagung und Leuchtturm-Preise .

Jahreskonferenz “netzwerk recherche” im Corona-Modus
Medienmagazin – 20.06.2020 (Min 3:32-13:45)
https://www.ardaudiothek.de/medienmagazin/netzwerk-recherche/76967562

Netzwerk Recherche: streitbar und kreativ
Bärbel Röben, MMM . – 22.06.2020:
https://mmm.verdi.de/beruf/netzwerk-recherche-streitbar-und-kreativ-67071

REPORT MAINZ Autor Anton Maegerle mit Leuchtturm-Preis 2020 ausgezeichnet
SWR, 15.06.2020
https://www.swr.de/report/presse/auszeichnung-der-journalistenvereinigung-netzwerk-recherche-report-mainz-autor-anton-maegerle-mit-leuchtturm-preis-2020-ausgezeichnet/-/id=1197424/did=25297994/nid=1197424/1n07w6x/index.html

6 vor 9
Lorenz Meyer, bildblog.de. – 19.06.2020
https://bildblog.de/122450/kochbuchautor-goes-antisemitismus-prinzenfonds-mallorca-touristen/

6 vor 9
Lorenz Meyer, bildblog.de. – 16.6.2020^
https://bildblog.de/122401/probleme-bei-der-rechteklaerung-verunglimpfung-von-frauen-burda/

# 35: “Fake News” .

Warum Demokratie Faktenchecks braucht
Desinformation im Netz ist ein zentrales Problem des 21. Jahrhunderts. Es hat das Potenzial, Demokratien zu zerreiben. Nie war das deutlicher als in der Corona-Krise. Faktenchecker auf der ganzen Welt haben die Gefahr erkannt – und arbeiten trotz Widerstands und Angriffen täglich dagegen an. Warum unsere Arbeit so wichtig ist.
Alice Echtermann, Till Eckert. – Correctiv, 09.07.2020
https://correctiv.org/top-stories/2020/07/09/warum-demokratie-faktenchecks-braucht/

# 36: Überwachung .

EU-US Privacy Shield: Was das EuGH-Urteil für Ihre Daten bedeutet
Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass europäische Daten nicht ohne Prüfung in die USA übermittelt werden dürfen. Worum es genau geht – die wichtigsten Infos.
Von Lisa Hegemann. – Zeit.de, 16.07.2020
https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-07/eu-us-privacy-shield-usa-daten-uebertragung-unternehmen-facebook

Nächste Schritte für Nutzer & FAQs
Hier haben wir die Optionen für Nutzer zusammengefasst, wenn sie nach dem EuGH-Urteil in C-311/18 (“Schrems II”) die Übermittlung ihrer Daten in die USA stoppen wollen.
NOYB – Europäisches Zentrum für digitale Rechte, 24.07.2020
https://noyb.eu/de/naechste-schritte-fuer-nutzer-faqs

Steuer-ID soll Bürgernummer werden – Datenschützer sind alarmiert
Die Bundesregierung will das E-Government vorantreiben und greift dabei zu einem heiklen Mittel: Sie plant, die Steuer-ID in eine allgemeine Bürgernummer für alle möglichen Ämter zu verwandeln.
Von Christian Wölbert. – c’t 15/2020, 09.07.2020
https://www.heise.de/ct/artikel/Steuer-ID-soll-Buergernummer-werden-Datenschuetzer-sind-alarmiert-4798248.html

Kindesmissbrauch: Innenminister fordern Vorratsdatenspeicherung
Die Innenministerkonferenz fordert einen neuen Anlauf, Nutzerspuren anlasslos zu protokollieren. User sollen identifizierbar sein.
Von Stefan Krempl. – heise Newsticker, 19.06.2020
https://www.heise.de/news/Kindesmissbrauch-Innenminister-fordern-Vorratsdatenspeicherung-4789723.html

Vorratsdatenspeicherung
Regierung schreibt alte Massenüberwachung in neue Gesetze
Trotz unzähliger Gerichtsurteile hält die Bundesregierung an der rechtswidrigen Vorratsdatenspeicherung fest. Das umstrittene Instrument findet sich auch in der geplanten Novelle des Telekommunikationsgesetzes wieder. Dies könnte zu Problemen mit der EU-Kommission führen.
Tomas Rudl. – netzpolitik.org, 25.06.2020
https://netzpolitik.org/2020/regierung-schreibt-anlasslose-massenueberwachung-in-neue-gesetze/

[Ende des Pressespiegel]

# 37: Link-Index .

02: Dokumentation und Rückblick auf die #nr20-Webinar-Reihe
http://nrch.de/nr20pad ,
https://twitter.com/search?q=%23nr20

04: Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen 2020
https://netzwerkrecherche.org/stipendien-preise/leuchtturm/leuchtturm-2020-fuer-drei-rechtsextremismus-experten/laudatio-von-ilka-brecht/ ,
https://youtu.be/zgzeZg_-xeY ,
https://netzwerkrecherche.org/stipendien-preise/leuchtturm/sonderpreis-2020-fuer-das-science-media-center-smc/laudatio-von-nicola-kuhrt/

05: Der erste “Nestbeschmutzer” aus dem Homeoffice
https://netzwerkrecherche.org/wp-content/uploads/2020/07/nestbeschmutzer_2020.pdf

06: Jetzt bewerben – Stipendien für Gemeinnützigen Journalismus
http://nrch.de/grow20

07: Jetzt abonnieren – SEED, der Newsletter zum Nonprofitjournalismus
http://nrch.de/seedabo

08: netzwerk recherche kritisiert Seehofer-Ankündigung einer Strafanzeige
https://netzwerkrecherche.org/blog/netzwerk-recherche-kritisiert-seehofer-ankuendigung-einer-strafanzeige/ ,
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/06/erklaerung-taz.html

09: Grow-Stipendiatin veröffentlicht Recherche zur erstmaligen Entdeckung von Plastikmüll im Meer
https://www.riffreporter.de/plastisphere/plastik-meer-entdeckung/ ,
https://soundcloud.com/plastisphere-podcast

10: #HoldTheLine – Petition für Maria Ressa unterzeichnen
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/mitmachen/petitionen-protestmails/unterstuetzung-fuer-maria-ressa-und-philippinische-medien ,
https://gijn.org/2020/06/23/helping-our-colleagues-at-rappler/

11: Unterzeichnen – Support the Open Technology Fund
https://saveinternetfreedom.tech/

12: IRE Golbal Conference 2020
https://www.ire.org/events-and-training/conferences/2020-ire-conference

13: Barcamp des Journalismus Lab der Landesanstalt für Medien NRW
https://www.journalismuslab.de/2020/07/01/einladung-zum-cashcamp-medienbranche-diskutiert-digitale-erloesmodelle/

14: Dataharvest wird 2020 digital
https://dataharvest.eu/dataharvest-digital-13-weeks-of-learning-and-networking/ ,
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSctJCmzokdEcJr2kuIiXHTIWxvTNLDmHbl_Z_aWBjktfjhmxw/viewform?vc=0&c=0&w=1

15: Global Investigative Journalism Conference 2021 in Sydney
https://gijn.org/2020/06/23/sydney-selected-as-site-of-2021-global-investigative-journalism-conference/

16: BVerfG-Urteil – Bestandsdatenauskunft verfassungswidrig
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/05/rs20200527_1bvr187313.html ,
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/bvg20-061.html ,
https://bestandsdatenauskunft.de/?p=532 ,
https://netzpolitik.org/2020/behoerden-telefonbuch-bundesverfassungsgericht-kippt-regelungen-zur-bestandsdatenauskunft/ ,
https://www.heise.de/news/Reaktionen-auf-Urteil-zu-Bestandsdatenauskunft-Beratungsresistenter-Gesetzgeber-4847061.html

17: Oberverwaltungsgericht Lüneburg beharrt auf enger Auslegung des Umweltbegriffs
https://oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/journalist-hat-keinen-anspruch-auf-herausgabe-der-corona-erlasse-des-niedersachsischen-justizministeriums-190380.html

18: Reform des Verfassungsschutzgesetzes bedroht Informantenschutz
https://dju.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++30772b96-c021-11ea-a3c7-001a4a160119 ,
https://dju.verdi.de/++file++5f0426a70412fc087854b076/download/2020_06_30%20gemeinsamen%20Stellungnahme%20zum%20Referentenentwurf%20f%C3%BCr%20ein%20neues%20Verfassungsschutzgesetz.pdf ,
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/staatstrojaner-gegen-journalisten

19: Transparency Deutschland veröffentlicht Leitlinien für Transparenz im Journalismus
https://www.transparency.de/publikationen/detail/article/transparenz-im-journalismus-leitlinien-fuer-die-praxis/ ,
https://www.transparency.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/2020/Leitlinien_Transparenz-im-Journalismus.pdf

20: Datenbank mit mehr als einer Milliarde gehackten Nutzerdaten
https://www.troyhunt.com/10b/ ,
https://haveibeenpwned.com/ ,
https://www.torproject.org/

21: Trump will TikTok verbieten
https://www.heise.de/news/Trump-Kampagne-wirbt-fuer-TikTok-Verbot-4847291.html ,
https://www.heise.de/news/Indien-sperrt-TikTok-WeChat-und-57-weitere-Apps-die-Daten-nach-China-schicken-4799052.html ,
https://www.nytimes.com/2020/06/21/style/tiktok-trump-rally-tulsa.html ,
https://www.tiktok.com/@maryjolaupp/video/6837311838640803078 ,
https://kurier.at/politik/ausland/die-blamage-von-tulsa-wie-trump-von-tiktok-teenagern-getrollt-wurde/400946972 ,
https://www.tagesschau.de/ausland/usa-wahlkampf-trump-tulsa-tiktok-101.html ,
https://rp-online.de/politik/ausland/tulsa-trump-rally-koennte-opfer-von-tiktok-nutzern-geworden-sein_aid-51775633 ,
https://www.bellingcat.com/resources/2020/05/25/investigate-tiktok-like-a-pro/

22: “Prinzenfonds” für die Verteidigung der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit
https://fragdenstaat.de/aktionen/prinzenfonds/

23: Spionage gegen Journalisten in Marokko
https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-06/spionage-ueberwachung-nso-marokko-journalist-pegasus/komplettansicht ,
https://www.sueddeutsche.de/digital/nso-ueberwachung-pegasus-omar-radi-1.4943316 ,
https://www.amnesty.org/en/latest/research/2020/06/moroccan-journalist-targeted-with-network-injection-attacks-using-nso-groups-tools/

24: Freischreiber veröffentlichen Honorarrreport 2020
https://www.wasjournalistenverdienen.de/static/honoradar/artikel/freischreiberreport-2020.html
https://taz.de/Honorare-freier-LokaljournalistInnen/!5696787/
https://www.wasjournalistenverdienen.de
https://contently.net/rates-database/rates/

25: Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien
https://www.leipziger-medienstiftung.de/de/medienpreis/preis-f%C3%BCr-die-freiheit-und-zukunft-der-medien/preistr%C3%A4ger/khadija-ismayilova/ ,
https://www.leipziger-medienstiftung.de/de/medienpreis/preis-f%C3%BCr-die-freiheit-und-zukunft-der-medien/preistr%C3%A4ger/benjamin-best/
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/medien-leipzig-medienpreis-fuer-aserbaidschanische-und-deutsche-reporter-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200625-99-562993

26: Dossier – Deutsche Außenpolitik in Westasien und Nordafrika
https://www.disorient.de/blog-tags/dossier-aussenpolitik ,
https://www.disorient.de/blog/dossier-start-deutsche-aussenpolitik-wana

27: RoG benennt “Helden der Informationsfreiheit”
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/helden-der-informationsfreiheit

28: Masterclass Wissenschaftsjournalismus
https://www.riffreporter.de/masterclass-2020/

29: Jetzt bewerben für M100 Young European Journalists Workshops 2020
http://www.m100potsdam.org/bewerbungsaufruf/

30: Rory Peck Awards für freie Journalisten
https://rorypecktrust.org/awards/

31: Recherche-Stipendien für Journalisten mit Behinderung
https://leidmedien.de/journalistinnen-behinderung-stipendium-2020/

32: Seminare mit Recherchebezug
https://www.berliner-journalisten-schule.de/seminare/wissenschaftsjournalismus/ ,
https://www.grimme-akademie.de/h/termine/d/recherche-intensiv/ ,
https://www.berliner-journalisten-schule.de/seminare/recherche-im-internet/

33: Empfehlung [d. Red.]
https://www.theguardian.com/technology/2020/jul/02/whatsapp-groups-conspiracy-theories-disinformation-democracy ,
https://www.heise.de/news/Staatstrojaner-WhatsApp-Co-sollen-Netzverkehr-an-Geheimdienste-umleiten-4840383.html ,
https://www.zeit.de/kultur/2020-07/desinformation-demokratie-peter-pomerantsev-social-media-zensur-regulierung/komplettansicht ,
https://www.ft.com/video/37cb70e6-72df-471e-943d-2d32c2785650

34: nr-Jahrestagung und Leuchtturm-Preise
https://www.ardaudiothek.de/medienmagazin/netzwerk-recherche/76967562 ,
https://mmm.verdi.de/beruf/netzwerk-recherche-streitbar-und-kreativ-67071 ,
https://www.swr.de/report/presse/auszeichnung-der-journalistenvereinigung-netzwerk-recherche-report-mainz-autor-anton-maegerle-mit-leuchtturm-preis-2020-ausgezeichnet/-/id=1197424/did=25297994/nid=1197424/1n07w6x/index.html ,
https://bildblog.de/122450/kochbuchautor-goes-antisemitismus-prinzenfonds-mallorca-touristen/ ,
https://bildblog.de/122401/probleme-bei-der-rechteklaerung-verunglimpfung-von-frauen-burda/

35: “Fake News”
https://correctiv.org/top-stories/2020/07/09/warum-demokratie-faktenchecks-braucht/

36: Überwachung
https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-07/eu-us-privacy-shield-usa-daten-uebertragung-unternehmen-facebook ,
https://noyb.eu/de/naechste-schritte-fuer-nutzer-faqs ,
https://www.heise.de/ct/artikel/Steuer-ID-soll-Buergernummer-werden-Datenschuetzer-sind-alarmiert-4798248.html ,
https://www.heise.de/news/Kindesmissbrauch-Innenminister-fordern-Vorratsdatenspeicherung-4789723.html ,
https://netzpolitik.org/2020/regierung-schreibt-anlasslose-massenueberwachung-in-neue-gesetze/

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