Berliner Stammtisch Sonderausgabe: Mini-GIJC mit Hacks Hackers Berlin

Datum: Mittwoch, 13.11.2019 ab 19 Uhr
Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
Gastgeber: Netzwerk Recherche und Hacks/Hackers

Das Treffen am 13. November versteht sich als Miniversion der Global Investigative Journalism Conference (GIJC), welche Netzwerk Recherche zusammen mit dem Global Investigative Journalism Network und der Interlink Academy for International Dialog and Journalism Ende September in Hamburg veranstaltet hat.

Referenten: Weiterlesen

nr-Stammtisch in Köln mit Cristina Helberg (Correctiv)

Datum: Mittwoch, der 18. September 2019 ab 19:30Uhr
Ort: Lounge in der Comedia Wagenhalle, Vondelstr. 4-8, 50677 Köln (Nähe Clodwigplatz). ACHTUNG: Der Stammtisch findet in der Lounge statt.
Gast: Cristina Helberg, Faktencheckerin und Trainerin für Recherche und Verifikation bei Correctiv

Wir freuen uns, als Gast für den nächsten Stammtisch am 18. September in Köln Cristina Helberg begrüßen zu dürfen. Sie ist Faktencheckerin und Trainerin für Recherche und Verifikation bei Correctiv. In Ihrem Vortrag wird Cristina Helberg über ihre Arbeit berichten und auch ein paar Übungen zum Mitmachen dabei haben. Bitte bringt daher eure Laptops/Tablets mit.

Zur Person: Cristina Helberg arbeitet als Faktencheckerin und Trainerin für Recherche und Verifikation. Im CORRECTIV.Faktencheck-Team recherchiert sie zu Desinformation im Netz und deckt fast täglich Falschnachrichten auf. Für die NRW-Redaktion von CORRECTIV recherchierte sie zum Medizinskandal um unterdosierte Krebsmedikamente aus Bottrop und begleitete den anschließenden Gerichtsprozess, oft als einzige Journalistin im Saal. 2019 absolvierte Cristina Helberg eine Weiterbildung in Investigativer Recherche an der Columbia University in New York. 2018 wurde sie vom Medium Magazin als „Top 30 bis 30“ – Nachwuchsjournalistin ausgezeichnet. Vorher reiste sie um die Welt, studierte Lateinamerikanistik und Sozialwissenschaften auf Kuba und in Köln, absolvierte die Zeitenspiegel Journalistenschule und arbeitete als freie Journalistin.

Das Treffen steht auch nicht-NR-Mitgliedern offen. Bitte gern weitersagen.

Herzliche Grüße
Die Kölner Stammtisch-Organisatoren
Nicole Graaf mit Catrin Behlau

nr-Leuchtturm 2019 für Juan Moreno

Netzwerk Recherche verleiht den Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen 2019 an Juan Moreno. Die Journalistenvereinigung würdigt damit die Aufdeckung der Relotius-Manipulationen durch den freien Spiegel-Reporter. „Juan Moreno hat seinen journalistischen Kompass und seine Unabhängigkeit beispielhaft bewiesen. Er hat hartnäckig und mutig gegen Widerstände im eigenen Haus recherchiert und dabei viel riskiert – um schließlich zu enthüllen, was lange niemand wahrhaben wollte“, so Julia Stein, Vorsitzende von Netzwerk Recherche.

Juan Moreno und Laudatorin Julia Friedrichs bei der Preisverleihung. Foto: Nick Jaussi

Moreno hatte 2018 gemeinsam mit Relotius an einer Reportage über eine Bürgerwehr gegen Flüchtlinge in Arizona gearbeitet: Moreno recherchierte in Mexiko, den US-amerikanischen Part übernahm Claas Relotius. In dem unter dem Titel „Jaegers Grenze“ am 16. November im Spiegel erschienenen Beitrag entdeckte Moreno Ungereimtheiten – und sprach die Ressortleitung darauf an. Die vertraute jedoch zunächst Relotius’ Erklärungen – und so entschied sich Moreno, auf eigene Faust und auf eigene Kosten in den USA zu recherchieren. Er wies nach, dass sein Co-Autor die Protagonisten nie getroffen hatte. Es war der Anfang einer einzigartigen Enthüllung, im Zuge derer die systematischen Fälschungen des Claas Relotius nach und nach aufgedeckt wurden. Weiterlesen

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Hans Leyendecker!

Foto: Franziska Senkel | Zeichnung: Dieter Hanitzsch | Lorbeerkranz: jungsang (Noun Project)

Von der Gründung des Vereins im Jahr 2001 bis 2011 war Hans Leyendecker Zweiter Vorsitzender von Netzwerk Recherche. Heute feiert er seinen 70. Geburtstag. Der Vorstand und das Team von Netzwerk Recherche senden herzliche Geburtstagsgrüße!

Amal, Hamburg! Lokaljournalismus-Projekt gestartet

Vorstellung von Amal, Hamburg! bei der Körber-Stiftung am Mittwoch, 10.04.19

„Was in unserem Herkunftsland passiert, erfahren wir aus den Medien auf Englisch oder in unserer Muttersprache – aber nicht, was hier in Hamburg geschieht“, sagt Omid Rezaee. Er ist Redaktionsleiter von Amal, Hamburg! Das neue Nachrichtenportal will dafür sorgen, dass sich das ändert. Mit Lokalnachrichten auf Arabisch und Persisch möchte es Hamburgern mit Migrationsgeschichte, „den Newcomern“, wie Rezaee sie nennt, die Teilhabe am städtischen Leben erleichtern.

Bei einer Auftaktveranstaltung der Körber-Stiftung wurde das Online-Portal nun vorgestellt – im Beisein von Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien, Bischöfin Kirsten Fehrs und Lars Haider, Chefredakteur des Hamburger Abendblatts. Sie alle unterstützen das Projekt, dessen Name „Hoffnung“ bedeutet und das unter amalhamburg.de rund 50.000 Menschen aus Afghanistan, Syrien, Irak und Iran, die in Hamburg leben, mit Informationen aus der Hansestadt versorgen wird.

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Grow-Workshop: Zauberwort „Community“

Wie baue ich rund um mein journalistisches Angebot eine Community auf? Und wie bringe ich die Mitglieder meiner Community dazu, aktiv zu werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Workshops für die Stipendiaten im Grow-Programm für Gründerinnen und Gründer im gemeinnützigen Journalismus. Bei dem Treffen in Hamburg tauschten sich die Grow-Gewinner untereinander aus, berichteten über den Fortschritt ihrer Projekte und erhielten hilfreiche Tipps und Anregungen zum Community Building von drei Expertinnen aus der Praxis.

Lisa Urlbauer von Solutions Journalism Network, Simon Jockers von Datenguide sowie Hussam Al Zaher, Sahar Reza, Melina Seiler und Franziska Bauer vom Hamburger Flüchtling-Magazin tauschten sich untereinander aus.

Zwei der geförderten Projekte stehen noch ganz am Anfang und müssen ihr Publikum erst noch finden. So möchten Michaela Haas und Lisa Urlbauer im Rahmen des Stipendiums den lösungsorientierten Journalismus in Deutschland stärken und dafür die umfangreichen kostenlosen Ressourcen des US-amerikanischen Solutions Journalism Network (z. B. Recherche-Trainings und Webinare) für deutschsprachige Journalisten übersetzen und anpassen. Und Simon Jockers und sein Team entwickeln derzeit die Plattform „Datenguide“, die amtliche Statistiken leicht auffindbar machen und verständlich aufbereiten soll. Sie richten sich mit dem Recherchewerkzeug vor allem an Datenjournalisten, Statistiker und Civic-Tech-Akteure.

Das Hamburger Flüchtling-Magazin hat dagegen schon eine große Leserschaft und zahlreiche ehrenamtliche Helfer. Allerdings versucht das Team um Hussam Al Zaher, Sahar Reza, Melina Seiler und Franziska Bauer die Reichweite im Netz und auf Papier mit rechercheintensiven Beiträgen auszubauen und so noch mehr Austausch zwischen Geflüchteten und Deutschen zu ermöglichen. Weiterlesen

nr-Stammtisch mit Bettina Fächer

Datum: Montag, den 21. Januar 2019 um 20 Uhr
Gastrednerin: Bettina Fächer (Projektleiterin, SWR.Online)
Thema: crossmediale journalistische Erzählformen
Ort: Coworking Space von Caspar UG, Berger Straße 175, 60385 Frankfurt*

Journalistische Erzählformen ändern sich durch technische Möglichkeiten. Virtuelle und erweiterte Realitäten, Chat-Bots und Sprachassistenten. Bettina Fächer entwickelt und leitet für SWR.Online von Mainz aus seit mehr als zehn Jahren crossmediale Projekte und innovative Formate. Sie erzählt uns, wie aus ihrer Sicht veränderte Nutzungsgewohnheiten und neue Zielgruppen angesprochen werden können. Möglichkeiten und Grenzen von Transmedia-Projekte, Games, Second-Screen-Anwendungen etc.

Da die Anzahl der Plätze begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung bis zum 20. Januar per Mail an rheinmain@netzwerkrecherche.de

Infos zu den netzwerk recherche Stammtischen

10. Dezember – Internationaler Tag der Menschenrechte

Den heutigen Internationalen Tag der Menschenrechte nehmen wir zum Anlass, 25 Exemplare des Buches „Todesursache: Flucht. Eine unvollständige Liste“ zu verschenken. Das Buchprojekt von Anja Tuckermann und Kristina Milz wurde von vielen verschiedenen Organisationen und Initiativen – so auch netzwerk recherche – unterstützt. Detaillierte Informationen zum Buch und zum Projekt erhalten Sie hier: https://flucht.hirnkost.de/

Ihr könnt heute bis 17 Uhr in der Geschäftsstelle vorbeikommen (Haus der Demokratie und Menschenrechte, Aufgang A, 3.OG rechts, Greifswalder Straße 4 in 10405 Berlin) oder ein Exemplar über folgendes Formular bestellen:

 

Danke für Ihr Interesse am Buch „Todesursache: Flucht. Eine unvollständige Liste“. Leider war eine Bestellung kostenloser Exemplare nur am 10. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschenrechte – möglich.

Als Tipp: Im Blog des Hirnkost-Verlags finden Sie weitere Informationen zum Buch und Verkaufsstellen: https://flucht.hirnkost.de/ Ihr nr-Team  

Ergebnisse der Fachkonferenz Verbraucherjournalismus „Wissen ist Macht“

Ein Bericht und eine Foto-Dokumentation fassen die Ergebnisse der Fachtagung „Wissen ist Macht“ am 16.11.2018 bei Stiftung Warentest in Berlin zusammen. In den Gesprächsrunden und Workshops mit gut 100 Journalisten und Wissenschaftlern wurde deutlich, wie anspruchsvoll die Aufgabe ist, Themen von der Altersvorsorge bis zur Zahngesundheit korrekt und doch verständlich zu präsentieren, ohne auf PR-Geflüster hereinzufallen. Etliche Verbraucherorganisationen sind nicht unabhängig, viele Gütesiegel nicht aussagekräftig. Experten erklärten, wie man sie enttarnt. Eine wachsende Rolle spielen auch Inhalte für soziale Medien. Die Initiatoren innovativer Medien vermittelten einen Einblick, wie sie Daten auf neue Art erheben, etwa mit Sensoren, und darstellen, beispielsweise mit personalisiertem Storytelling.

Zum Bericht von Renate Daum, Lena Sington, Christine Throl und Franziska Senkel (Fotos)

Geht es dem Journalismus noch zu gut?

Eine kleine Medientagung auf dem Hammerhof in Mittelfranken suchte Antworten auf die großen Fragen zur Zukunft des Lokaljournalismus. Der ungewöhnliche Tagungsort lud dazu ein, die ausgetretenen Pfade der Debatte zu verlassen und neue Ideen zu diskutieren.

Kurze Pause auf dem Hammerhof

Die Diskussion über die Zukunft des Journalismus kann ziemlich deprimierend sein. Vor allem im Lokalen. Dort teilt sich der Markt der Zeitungsleser in die Älteren, die ihr Abo „mit ins Grab nehmen“, wie es Frank Lobigs, Journalistik-Professor an der TU Dortmund, nennt, und so den Verlagen noch ein paar Jahre Luft verschaffen, ehe ihr traditionelles Geschäftsmodell implodiert, und in die Jüngeren, deren grundlegend anderer Medienkonsum genau dafür verantwortlich ist.

Experten sind ratlos, wie es gelingen soll, die vielfältigen Probleme, die der digitale Wandel mit sich bringt, zu lösen. Es geht dabei ja nicht nur darum, den fast vollständigen Verlust des Werbegeschäfts im Internet an Facebook und Google irgendwie zu kompensieren. Es geht auch darum, Inhalte überhaupt an den Nutzer zu bringen, damit der Journalismus seine gesellschaftliche Funktion erfüllen kann.

Man kann der Branche nicht vorwerfen, dass sie über all dies nicht nachdenkt. Kein Medienkongress, auf dem Schlagworte wie Innovation, Disruption oder Start-up fehlen. Aber vielleicht geht es den Medienhäusern ein wenig wie den deutschen Autobauern. Klar forscht man im Autoland Nr. 1 an den Antrieben der Zukunft. Aber so richtig eilig scheint man es nicht zu haben, solange der Absatz von Autos mit Verbrennungsmotor das Überleben erst einmal noch sichert. Weiterlesen

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