Presse

Journalisten, die zur Berichterstattung über das netzwerk recherche weitere Informationen benötigen, können sich an die Geschäftsstelle wenden. Bitte tragen Sie sich auch in den Medienverteiler des nr ein und abonnieren Sie den Newsletter Netzwerk Recherche.

Informationen zu Projekten, Konferenzen, Publikationen, Stipendien und anderen Aktivitäten des netzwerk recherche sind jeweils unter dem entsprechenden Thema verfügbar.

nr-Geschäftsstelle:

Telefon: 030 49854012
E-Mail: info@netzwerkrecherche.de

nr-Leuchtturm für Can Dündar

Can Duendar (tuerkischer Journalist, Dokumentarfilmer und Buchautor)

Can Dündar, Leuchtturm-Preisträger 2016. Foto: Franziska Senkel

„Der Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“ der Journalistenvereinigung netzwerk recherche geht in diesem Jahr an Can Dündar. Der Chefredakteur der türkischen Zeitung Cumhuriyet wird für die mutigen Recherchen seiner Zeitung sowie für seinen Kampf um die Pressefreiheit ausgezeichnet. Obwohl ihm knapp sechs Jahre Haft drohen, kämpft er weiter für die Meinungsfreiheit in der Türkei. Das netzwerk recherche ehrt mit dem Preis an Dündar auch die gesamte Redaktion seiner Zeitung.

Vergeben wird der „Leuchtturm“ im Rahmen der zweitägigen Jahrestagung von netzwerk recherche beim NDR in Hamburg. Die Verleihung findet am Freitag, 8. Juli 2016, um 16.30 Uhr statt. Can Dündar wird persönlich anwesend sein. Die Laudatio wird der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, halten.

Wir haben Can Dündar bereits vor wenigen Tagen getroffen und ihm gratuliert. Hier das Interview mit Can Dündar zur Auszeichnung und zur Wirkung des Preises.

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Verschlossene Auster 2015 für Heckler & Koch

Die verschlossene Auster ging dieses Jahr an Heckler & Koch. Foto: Raphael Hünerfauth

Der Preis für den Informationsblockierer des Jahres. Foto: Hünerfauth

Die Verschlossene Auster, der traditionelle Preis für den Informationsblockierer des Jahres, geht in diesem Jahr an das Rüstungsunternehmen Heckler & Koch.

Die Journalistenorganisation Netzwerk Recherche würdigt damit den wohl bislang einzigartigen Umgang eines Unternehmens mit negativer Berichterstattung. Vertreter von Heckler & Koch waren beim Präsidenten des Militärischen Abschirmdienstes MAD vorstellig geworden, nachdem Medien wochenlang auch auf Grundlage vertraulicher Unterlagen kritisch über das Unternehmen und die Schwächen des Sturmgewehrs G36 berichtet hatten.

„Dass Heckler & Koch ungern auf Fragen aller Art antwortet, sondern stattdessen lieber eine Anwaltskanzlei damit beauftragt, Journalisten abzubügeln und zu drohen, ist bekannt“, heißt es in der Begründung des netzwerks recherche. „Die in der Rüstungsbranche übliche Pressefeindlichkeit hat Heckler & Koch nun aber durch das Vorsprechen bei einem Geheimdienst zu einer ganz neuen Qualität gebracht.“

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Weibliche Spitze für netzwerk recherche

Bernd Kastner, Markus Grill, Renate Daum, Christina Elmer, Gert Monheim, Cordula Meyer, Julia Stein und Egmont Koch. Foto: Wulf Rohwedder

Gewählt: Gert Monheim, Bernd Kastner, Markus Grill, Cordula Meyer, Renate Daum, Julia Stein, Christina Elmer und Egmont R. Koch (von links). Foto: Wulf Rohwedder

Die NDR-Journalistin Julia Stein ist neue Vorsitzende von netzwerk recherche. Mit großer Mehrheit wählten sie die anwesenden Mitglieder am Freitagabend auf der Jahreskonferenz in Hamburg. „Ich freue mich auf die Teamarbeit und die zwei Jahre, die vor uns liegen“, sagte Julia Stein. Sie dankte ihrem Vorgänger Oliver Schröm, der „Mut und Geradlinigkeit“ bewiesen habe, als er den Verein vor vier Jahren in schwieriger Zeit übernahm.

Zur zweiten Vorsitzenden wählten die Mitglieder Cordula Meyer, die das Deutschland-Ressort des Spiegel leitet. Renate Daum (Stiftung Warentest) wurde als Schatzmeisterin gewählt, Christina Elmer (Spiegel Online) als Schriftführerin. Damit hat netzwerk recherche zum ersten Mal eine weibliche Spitze.

Im Amt bestätigt wurden die Beisitzer Markus Grill (Correctiv), Bernd Kastner (Süddeutsche Zeitung), Egmont R. Koch (Autor und Produzent) und Gert Monheim (ehem. WDR, Die Story).

Die Mitgliederzahl von netzwerk recherche ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und liegt inzwischen bei mehr als 700.

Update 5.7.: Weitere Kolleginnen und Kollegen wurden vom neuen Vorstand kooptiert: Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung), Kuno Haberbusch (NDR), Ulrike Maercks-Franzen (ehem. dju in ver.di), Manfred Redelfs (Greenpeace), Albrecht Ude (Journalist und Recherchetrainer), Marc Widmann (Die Zeit) und – neu im Vorstandsteam – Medienjournalistin Vera Linß.

 

IFG Baden-Württemberg: Zivilgesellschaftliche Verbände in großer Sorge wegen geplantem Gesetz

Baden-Württemberg unterbietet bundesweite IFG-Standards.

Baden-Württemberg unterbietet bundesweite IFG-Standards.

Vereinbarte Eckpunkte bleiben weit hinter bundesweiten Standards zurück, weitere Verbesserungen unwahrscheinlich

Das Bündnis für Informationsfreiheit in Baden-Württemberg hat heute auf einer Pressekonferenz in Stuttgart Alarm geschlagen. Zum von der Regierung versprochenen Informationsfreiheitsgesetz könne in der Kürze der verbleibenden Zeit bis zur Wahl im März keine inhaltliche Debatte mehr stattfinden. „4 Jahre wurden die Verbände vertröstet. Jetzt wird deutlich, dass für inhaltliche Verbesserungen kein Raum mehr ist, nachdem es so schwer war, einen Konsens zwischen den Regierungsfraktionen herzustellen“, so Sarah Händel von Mehr Demokratie e.V. – Ein fortschrittliches Informationsfreiheitsgesetz sei aber noch nie aus der Ministerialbürokratie heraus entstanden. „Das konnte auch in anderen Bundesländern immer nur auf Druck der Zivilgesellschaft durchgesetzt werden“, so Manfred Redelfs vom Journalistenverband Netzwerk Recherche, der schon an der Ausarbeitung des Hamburgischen Transparenzgesetzes beteiligt war.

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nr-Leuchtturm für Ulrich Chaussy

Ulrich Chaussy, Leuchtturm-Preisträger 2015. Foto: © Bayerischer Rundfunk / Gerhard Blank

Ulrich Chaussy, Leuchtturm-Preisträger 2015. Foto: © Bayerischer Rundfunk / Gerhard Blank

Der Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen der Journalistenvereinigung netzwerk recherche geht in diesem Jahr an Ulrich Chaussy. Der Rundfunkreporter und Buchautor recherchiert seit Jahrzehnten zum Oktoberfest-Attentat von 1980. Chaussys hartnäckigen Arbeit ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Generalbundesanwalt inzwischen die Ermittlungen zu dem Anschlag wieder aufgenommen hat.

Der „Leuchtturm“ wird in diesem Jahr im Rahmen der zweitägigen Jahrestagung von netzwerk recherche beim NDR in Hamburg vergeben. Die Verleihung findet am 3. Juli 2015, um 15.00 Uhr statt. Die Laudatio wird Annette Ramelsberger, Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung, halten.

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Neue IFG-Eckpunkte bringen Informationsfreiheit auf Sparflamme

Das Bündnis für Informationsfreiheit in Baden-Württemberg kritisiert die vergangene Woche von den Regierungsfraktionen vorgelegten Eckpunkte zu einem Informationsfreiheitsgesetz als zu zögerlich. „Mit diesen Eckpunkten bekommen wir in Baden-Württemberg Informationsfreiheit auf Sparflamme“, befürchtet Dr. Sven Berger von der Deutschen Gesellschaft für Informationsfreiheit. Das zivilgesellschaftliche Bündnis fordert kostenfreie Informationsauskünfte zumindest bei einfachen Anfragen und eine Abwägungsklausel bei Informationsanfragen, die geistiges Eigentum und Geschäftsgeheimnisse betreffen. Dann könnten auch in diesen Fällen angefragte Informationen zur Veröffentlichung freigegeben werden, wenn das öffentliche Interesse überwiegt.

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E-Book zu Datenjournalismus erschienen

Datenjournalismus '14 - netzwerk rechercheWas sind das für Menschen, die mit Zahlen und Daten Geschichten erzählen wollen?
Welche Herausforderungen stellen sich für den Datenjournalismus – und wo sind dessen eigene Grenzen vor dem Hintergrund jüngster Datenskandale?

Das in Kooperation mit epubli entstandene E-Book „Datenjournalismus ’14 und weitere Schwerpunkte der nr-Jahreskonferenz“ kann auf der epubli-Seite eingesehen und erworben werden. Weiterlesen

Mit „Frag den Dienst“ Auskunftsanträge bei Geheimdiensten stellen

netzwerk recherche unterstützt Journalisten dabei, Auskunftsanträge an die Geheimdienste zu stellen. Dazu hat das netzwerk den Generator Frag den Dienst gestartet.

Mit diesem Angebot können Journalisten bei den deutschen Geheimdiensten anfragen, ob dort Akten über sie geführt werden oder ob sie von deren Überwachungsmaßnahmen betroffen waren. Mit dem Webformular können die dafür benötigten Briefe einfach erstellt werden. Weiterlesen

„Verschlossene Auster“ 2014 geht an den ADAC

Die „Verschlossene Auster“, der traditionellen Preis für den Informations­blockierer des Jahres, geht 2014 an den ADAC. Die Journalistenorganisation Netzwerk Recherche würdigt damit das Verhalten des Automobilclubs nach den Enthüllungen über Manipulationen beim „Gelben Engel“, dem vom ADAC ausgelobten Autopreis. „Selten hat ein Preisträger so ‚überzeugend‘ auf kritische Berichterstattung reagiert wie der ADAC nach den ersten Berichten über Missstände beim ‚Gelben Engel‘“, so Netzwerk Recherche in der Begründung. Anstatt aufzuklären, habe der ADAC nach den ersten Enthüllungen in der „Süddeutschen Zeitung“ die Medien pauschal diffamiert. Bei der Preisverleihung des „Gelben Engels“ im Januar 2014 hatte der damalige ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair die Recherchen eine „Schande für den Journalismus“ genannt. Weiterlesen

netzwerk recherche fordert Ende aller Pläne für deutsches Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung

„Die Richtlinie (…) des Europäischen Parlaments und des Rates (…)
über die Vorratsspeicherung (…) ist ungültig.“ *
So knapp und klar urteilte die Große Kammer des Gerichtshofes der
Europäischen Union (EuGH) über den jahrenlangen Versuch der EU und
ihrer Mitgliedsstaaten, alle Bewohner der EU ohne jeden Anlass und
Verdacht umfassend auszuforschen. Seit der Formulierung der
EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung 2006 hatte es vielfältigen
Protest der Zivilgesellschaft gegen diesen massiven Eingriff in die
Grundrechte gegeben.
Ein gemeinsamer Brief an die EU-Kommission vom 22. Juni 2010 wurde
europaweit von 106 Organisationen unterstützt, darunter auch das
netzwerk recherche.  Weiterlesen

netzwerk recherche zur Berichterstattung über den Rechercheverbund von SZ, NDR und WDR

Netzwerk Recherche ist irritiert über die aktuell verbreitete Meldung vom Mediendienst newsroom.de und deren Übernahme durch turi2.
Die Behauptung, das Netzwerk Recherche sehe diesen Rechercheverbund besonders kritisch, ist falsch.  Weiterlesen

nr unterstützt Initiativen gegen Überwachung

nr unterstützt „Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung“ und „Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung“

Die weltweiten Ueberwachungsmassnahmen durch verschiedene Geheimdienste sind nach Meinung des netzwerk recherche e.V. nicht nur ein millionenfacher, massiver Bruch von Freiheitsrechten. Ebenso beeintraechtigt die flaechendeckende Ueberwachung der elektronischen Kommunikation und die Speicherung und Verarbeitung dieser Daten und Metadaten die Arbeit aller recherchierenden Journalisten und anderer Berufsgeheimnistraeger.  Weiterlesen

nr kritisiert illegales Observieren von Journalisten durch den Verfassungsschutz

Die Journalistenvereinigung netzwerk recherche ist empört über die jetzt bekannt gewordenen Ausspähaktionen des Niedersächsischen Verfassungsschutzes. Dieser hatte zu Zeiten der CDU/FDP-Regierung personenbezogene Daten über Journalisten gespeichert – und anschließend versucht, die rechtswidrige Überwachung durch Datenlöschungen zu vertuschen.

„Der Fall erinnert an Überwachungsstaaten oder autoritäre Regime, dabei spielt er vor unserer eigenen Haustür. Wenn es um den Schutz der Presse geht, ist Deutschland kein Vorzeigestaat mehr“, so Julia Stein von netzwerk recherche.  Weiterlesen

Kurzstudie: „Gefallen an Gefälligkeiten“

„Gefallen an Gefälligkeiten“: Vorstellung einer Kurzstudie zu Journalismus und Korruption
Antikorruptionsbemühungen von Verlagen und Rundfunkanstalten müssen gestärkt werden

Der Journalistenverbund netzwerk recherche stellt heute in Kooperation mit der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland, dem Institut für Journalistik der TU Dortmund und der Otto-Brenner-Stiftung die Kurzstudie „Gefallen an Gefälligkeiten: Journalismus und Korruption“ vor. Im Rahmen der Publikation kommt eine Befragung von Medienhäusern zu dem Schluss, dass ihr Interesse an dem Thema Korruptionsbekämpfung bisher gering ist.  Weiterlesen

nr: Urheberrecht ist kein Zensurinstrument

Eine missbräuchliche Anwendung des Urheberschutzes wirft die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche dem Bundesverteidigungsministerium vor. Das Ministerium hatte die WAZ-Mediengruppe wegen Veröffentlichung der sogenannten „Afghanistan-Papiere“ abgemahnt. Die WAZ hatte die als Verschlusssache eingestuften Papiere im Internet zum Herunterladen angeboten.  Weiterlesen

Offener Brief an Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich

Derzeit berät die EU über das europäische Datenschutzgesetz, dass das deutsche ersetzen wird. Diese Reform des Datenschutzes in Europa steht unter großem Lobby-Beschuss. Vor allem amerikanische Firmen, die über 70 Lobbyisten nach Brüssel geschickt haben, würden den Datenschutz am liebsten gleich ganz abschaffen.  Weiterlesen

NSU-Prozess: Netzwerk Recherche fordert besseren Zugang für Journalisten

Netzwerk Recherche kritisiert die Akkreditierungspraxis beim Prozess um den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU). „Es ist absurd, dass infolge eines bürokratischen Vergabeverfahrens türkische Medienvertreter keine Akkreditierung erhalten haben“, erklärt Oliver Schröm, Vorsitzender der Journalistenvereinigung. Gleichzeitig begrüßte er den Vorstoß des Kollegen Christian Fuchs, seinen Platz mit der türkischen Zeitung Hürriyet teilen zu wollen: „So viel Kollegialität ist nicht selbstverständlich. Ich würde mich freuen, wenn andere Kollegen diesem Beispiel folgen.“  Weiterlesen

IFG Thüringen: Landesregierung drückt halbherzige Reform durch

Sehr kontrovers ist in Thüringen die Debatte um eine Novellierung des Informationsfreiheitsgesetzes aus dem Jahr 2007 verlaufen. Das Akteneinsichtsrecht stand zur Neufassung an, weil es von vornherein zeitlich befristet war und die alte Regelung Ende des Jahres auslief. Aber die Große Koalition, die die Landesregierung stellt, wollte offenbar keine echte Transparenz, sondern eher einen Etikettenschwindel. Der erste im Herbst vorgestellte Entwurf fiel so restriktiv aus, dass er bei Journalistenverbänden und in der Öffentlichkeit Empörung auslöste: Weiterlesen

IFG Thüringen: Gesetzentwurf der Landesregierung ist eine Mogelpackung

Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche e.V. kritisiert den Entwurf zum neuen Informationsfeiheitsgesetz in Thüringen. „Die jetzige Vorlage ist eine Mogelpackung“, sagt Oliver Schröm, Vorsitzender von Netzwerk Recherche. „Wenn die Landesregierung in Thüringen den Bürgern und der Öffentlichkeit keinen freien Zugang zu den Informationen in Ihren Behörden geben will, soll sie das offen sagen. Die Gesetzesvorlage dient allein der Geheimhaltung und trägt somit zu Unrecht den Namen Informationsfreiheitsgesetz.“ Weiterlesen

nr kritisiert Luxusreisen von Wirtschaftsjournalisten auf Firmenkosten

Recherchieren wie die Maden im Speck?

Die Journalistenorganisation netzwerk recherche übt angesichts der jüngsten Berichterstattung in der „Welt am Sonntag“ scharfe Kritik an Luxusreisen von Wirtschaftsjournalisten auf Firmenkosten.

Nach Ansicht von netzwerk recherche e.V. darf es derartig klebrige Einladungen genauso wenig geben, wie Journalisten, die sie annehmen, und Medienhäuser, die das Ganze tolerieren. „Die Reiseangebote von ThyssenKrupp setzen den Journalismus in den Generalverdacht der Käuflichkeit“, sagt Oliver Schröm, Vorsitzender von netzwerk recherche. „ThyssenKrupp und die betroffenen Medienhäuser sind aufgefordert, eventuelle Verstöße gegen Verhaltensrichtlinien in ihren eigenen Reihen öffentlich zu machen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen“, so Schröm.  Weiterlesen

Olympia: netzwerk recherche fordert Offenlegung der Medaillenziele

Die Journalistenvereinigung netzwerk recherche fordert Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und den Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, Michael Vesper, dazu auf, die Medaillen-Zielvorgaben für die deutschen Athleten bei den Olympischen Spielen ohne weitere Verzögerung offenzulegen. Die Journalisten Daniel Drepper und Niklas Schenck hatten im Rahmen einer Recherche für die WAZ-Mediengruppe vor dem Verwaltungsgericht Berlin erstritten, dass das Innenministerium die Medaillenziele offenlegen muss. Weiterlesen

nr-Vorstand zu falschen Tatsachenbehauptungen in Massenmails und Online-Veröffentlichungen

Am Vortag der Jahrestagung und der Mitgliederversammlung von netzwerk recherche wurde eine Massenmail offenbar an einen alten E-Mailverteiler des Vereins geschickt. Darin erhebt das Mitglied Prof. Rüdiger Pichler etliche substanzlose Vorwürfe gegen den amtierenden Vorstand. Mitverschickt wurde ein Brief des Mitglieds Dr. Volker Bahl mit ähnlicher Tonalität. Am Folgetage hat die Internetseite „V.i.S.d.P.“ diese Anwürfe breit zum Thema gemacht. Um allen Mitgliedern des Vereins sowie allen Interessierten einen Einblick zu ermöglichen, wie die Sachlage ist, hat sich der Vorstand entschlossen, die Tatsachenbehauptungen Punkt für Punkt zu erwidern und diese Richtigstellung online zu stellen. Da wir den genauen Verteiler der Mail nicht kennen, haben wir uns zu dieser Transparenzmaßnahme entschlossen. So kann sich jeder ein Urteil bilden. Weitere Hintergründe zum Initiator der Mails auch bei „Meedia“. Weiterlesen

Nach Nannen-Eklat: Zeit zum Umdenken

Das netzwerk recherche, der Verein investigativer Journalisten in Deutschland, kritisiert die Vergabe des Henri-Nannen-Preises in der Kategorie „Investigative Recherche“. Der Jury des Nannen-Preises fehlt offenbar zum wiederholten Mal ein klares Verständnis für die journalistischen Kriterien. Im Fall der Auszeichnung der „Bild“-Zeitung verwechselt sie einen erfolgreichen „Scoop“ mit der besten investigativen Leistung.  Weiterlesen

netzwerk recherche hat einen neuen Vorstand

Der Journalistenverein netzwerk recherche hat einen neuen Vorstand. Auf der Mitgliederversammlung am 11. November in Köln wurde Oliver Schröm (Stern) zum 1. Vorsitzenden gewählt. 2. Vorsitzender wurde Markus Grill (Der Spiegel). Kassenwart ist nun David Schraven (WAZ-Mediengruppe) und Schriftführer ist Alexander Richter (ARD-aktuell). Als Beisitzer wurden Renate Daum (Gruner und Jahr Wirtschaftsmedien), Markus Frenzel (Fakt), Bernd Kastner (Süddeutsche Zeitung) und Gert Monheim (freier Autor, ehemals WDR) gewählt. Kassenprüfer sind Frank Brendel (freier Rechercheur) und Andreas Kolbe (Deutschlandfunk).  Weiterlesen

Prüfergebnis der BpB zur Jahreskonferenz 2007

Mitteilung des Vorstands von Netzwerk Recherche zum Prüfergebnis der Bundeszentrale für politische Bildung zur Jahreskonferenz 2007:

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) hat die Prüfung unserer Abrechnungen beendet und mitgeteilt, dass wir auch für das Jahr 2007 die Voraussetzungen für die Förderung nicht erfüllt hätten.

Bereits im Juni hatte das Netzwerk alle von der BpB erhaltenen Fördergelder für die Jahre 2007 bis 2010 zurückgezahlt. Die jetzige Entscheidung der BpB bedeutet, dass die damals vorsorglich zurückgezahlten Gelder nun endgültig bei der BpB verbleiben.  Weiterlesen

Schlussbericht der Wirtschaftsprüfer

Im Juli 2011 informierte der Vorstand von netzwerk recherche e.V. über Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen früherer Fördermaßnahmen (siehe Erklärung vom 2. Juli). Inzwischen liegt der Schlussbericht der vom Vorstand beauftragten Wirtschaftsprüfer der Kanzlei Hoffmann & Partner vor (siehe untenstehende pdf-Datei).

netzwerk recherche hatte vorsorglich sämtliche Fördermittel der Bundeszentrale für die Jahre 2007 bis 2010 (rund 75.000 Euro) – vorbehaltlich einer späteren Rückforderungsklausel – erst einmal zurückgezahlt.  Weiterlesen

Erklärung des Vorstands von netzwerk recherche

Das netzwerk recherche (nr) hat die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) über Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen früherer Fördermaßnahmen informiert. Anlässlich der Pläne des nr, eine Stiftung zu gründen, hat sich der Vorstand am 28. Mai 2011 ausführlich mit der Finanzlage des Vereins befasst. Dabei stieß er auf Hinweise, dass der Verein gegenüber der BPB zur Förderung der Jahreskonferenz 2010 fehlerhafte Angaben gemacht hat.  Weiterlesen

Zur Einladung Carsten Maschmeyers auf die nr-Jahrestagung

Eine der großen Kontroversen in diesem Jahr war der Umgang des Finanzindustriellen Carsten Maschmeyers mit Medien: Gesprächsverweigerung und juristisches Feuer gegen den NDR und gleichzeitig die Bereitschaft, BILD, SZ und ZEIT Interviews zu geben. Für diese Kommunikationsstrategie sollte sich Maschmeyer auf der Jahrestagung von netzwerk recherche rechtfertigen. Deshalb haben wir ihn Mitte März 2011 angefragt, ob er zu einem Streitgespräch mit dem ehemaligen NDR-Chefreporter Christoph Lütgert bereit wäre.  Weiterlesen

netzwerk recherche feiert 10-jähriges Bestehen

netzwerk recherche feiert 10-jähriges Bestehen – Otto Brenner Preis prämiert zum 7. Mal Journalismus mit Qualität und Substanz – Preisgeld in Höhe von insgesamt 45.000 Euro ausgelobt

Hamburg (ots) – Heute vor zehn Jahren wurde die Journalistenvereinigung netzwerk recherche e.V. gegründet. nr-Vorsitzender Thomas Leif blickt aus diesem Anlass zurück auf die Gründungstage und die ersten zehn Vereinsjahre. Sein Text erscheint im neuen Online-Magazin „Muckraker“.  Weiterlesen

„BILD: Leitmedium, Vermarktungs-Maschine oder Kampagnen-Blatt?“

Die „Bild“-Studie der Otto-Brenner-Stiftung in der Diskussion (10. Mai, Frankfurt 17. Mai, Berlin)

Berlin/Frankfurt am Main (ots) – Die „Bild“-Studie der Otto Brenner Stiftung ist Anlass für zwei Podiumsdiskussionen über die Boulevardzeitung – am 10. Mai in Frankfurt (u.a. mit Günter Wallraff) und am 17. Mai beim Mediendisput des netzwerks recherche in Berlin:

„Bild“ – von vielen Politikern hofiert und gefürchtet, von zahlreichen Journalisten als „Quelle“ abgeschöpft und als Themen-Setzer akzeptiert – scheint in der „Mitte der Gesellschaft“ angekommen zu sein. „Bild“ definiert sich als Leitmedium und agiert als Volkes Stimme. Aber ist das Flaggschiff des Springer-Verlages überhaupt ein Produkt journalistischer Leistung? Weiterlesen

Wo geht’s lang im Online-Journalismus?

Neue Werkstatt-Publikation des netzwerks recherche bietet Orientierung

Wie soll ein hochwertiger Online-Journalismus künftig finanziert werden? Wann werden die Verlage bequeme Zahlungsmodelle einführen? Bedroht Google die großen Nachrichtenseiten? Welche Rolle spielt die Nutzerbeteiligung? Wie kann mit Journalismus im Netz Geld verdient werden? Seit mehr als 15 Jahren publizieren Journalisten im Netz und es stellen sich mehr denn je Fragen. Einschätzungen und Bestandsaufnahmen bietet die 18. Werkstatt des netzwerk recherche mit dem Titel „Online-Journalismus“. In rund 30 Aufsätzen und Interviews äußern sich bekannte deutsche Netzjournalisten, Wissenschaftler und Blogger. Weiterlesen

nr-Fachkonferenz PR und Journalismus – zwischen Konfrontation und Kooperation

Sie liefern Hochglanzbilder für Fernsehredaktionen, sendefähige Gratis-Beiträge für Radiosender, Meldungen für die auf Hochtouren laufende Nachrichtenmaschinerie: die Public-Relations-Profis in Deutschland. Sie propagieren den Dialog – doch bei unangenehmen Fragen blocken sie ab, oft genug behindern sie Recherchen und vernebeln die Fakten. Abseits der Öffentlichkeit geben PR-Berater den Themen einen Spin, der von Konzernen oder Politikern gewünscht wird, sie entwerfen Pläne für Kampagnen und Kommunikationsfeldzüge, arbeiten immer wieder auch verdeckt an der Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Weiterlesen

Leuchtturm 2010 an Heiner Geißler, Andreas Zielcke und Arno Luik

netzwerk recherche verleiht „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“ an Heiner Geißler, Andreas Zielcke und Arno Luik für ihre aufklärenden Analysen zu „Stuttgart 21“

Hamburg/Mainz – Der „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“ der Journalistenvereinigung netzwerk recherche (nr) geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Dr. Heiner Geißler, Bundesminister a.D., Dr. Andreas Zielcke (Süddeutsche Zeitung) und Arno Luik (stern). Weiterlesen

Streit über Luxusfüller – Anwendung des IFG

Streit über Luxusfüller: netzwerk recherche begrüßt die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zur Anwendung des Informationsfreiheitsgesetzes – Bundestagsverwaltung muss mehr Transparenz üben

Hamburg – Die Journalistenorganisation netzwerk recherche begrüßt die aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) auch auf die Bundestagsverwaltung anzuwenden. Damit hat ein Journalist teilweise Recht bekommen, der von der Verwaltung wissen wollte, welche Abgeordneten im vorigen Jahr Luxusfüller und Digitalkameras über ihr Anschaffungsbudget von jährlich 12.000 Euro abgerechnet haben. 2009 war bekannt geworden, dass 115 Parlamentarier zwischen Januar und Oktober insgesamt 396 Füller und Kugelschreiber einer Luxusmarke bestellt und aus Steuergeldern abgerechnet hatten. Dadurch sind Kosten von insgesamt 68.800 Euro angefallen sind. Die Bundestagsverwaltung hatte die Zahlen bestätigt, aber keine Angaben zu den Namen gemacht. Weiterlesen

Otto Brenner Preis an Carolin Emcke

Otto Brenner Preis für Kritischen Journalismus 2010 geht an „Ausnahmejournalistin“ Carolin Emcke. Namhafte Jury ehrt die „Sprachmacht des Gesellschaftskritikers“ Willi Winkler mit dem Spezial-Preis der OBS.
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Leutheusser-Schnarrenberger spricht bei Fachkonferenz

Pressefreiheit: Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger spricht bei Fachkonferenz des netzwerks recherche

Hamburg – Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wird bei der Presserechts-Fachkonferenz der Journalistenvereinigung netzwerk recherche e.V. (nr) eine Grundsatzrede zur Pressefreiheit halten und dabei ihre Pläne zur Stärkung der Rechte von Journalisten erläutern. Die Tagung findet von 29. bis 31. Oktober 2010 am Erich-Brost-Institut in Dortmund statt. Weiterlesen

Journalisten nicht mit Strafverfahren behindern

Die Mitgliederversammlung der Journalistenvereinigung netzwerk recherche e.V. (nr) hat am Freitag, 9. Juli, folgende Erklärung beschlossen:

„netzwerk recherche e.V. tritt für die Informationsfreiheit und die Unabhängigkeit des Journalismus in Deutschland ein. Die Kollegen Arndt Ginzel und Thomas Datt müssen sich wegen ihrer Recherchen und der Berichterstattung zum Fall ‚Sachsensumpf‘ derzeit vor dem Amtsgericht Dresden wegen des Vorwurfs der Verleumdung verantworten. netzwerk recherche kritisiert die Tendenz, recherchierende Journalisten mit strafrechtlichen Verfahren bei ihrer Arbeit zu behindern.“

„Verschlossene Auster“ 2010 geht an die Katholische Kirche

Bischofskonferenz nimmt die Auszeichnung für die Informationsblockaden der Kirche entgegen

Es wurde vertuscht, verleugnet und verheimlicht: Die Verschlossene Auster, der Kritik-Preis der Journalistenvereinigung netzwerks necherche e.V. (nr) für den „Informationsblockierer des Jahres“, geht 2010 an die Katholische Kirche für ihren Umgang mit dem Missbrauchsskandal. Stellvertretend für sie nimmt Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, den Preis entgegen. Weiterlesen

Publikationen zu Fact-Checking und Berufseinstieg

netzwerk recherche stellt Sammelband mit Grundsatzpapieren zur ethischen Verantwortung der Medien vor: „Kluft zwischen Anspruch und Kontrollpraxis“ – Publikationen zu Fact-Checking und Berufseinstieg

Die Urteile zum Zustand der deutschen Medienlandschaft fallen in jüngster Zeit hart aus. Der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler vermisst zwei Grundtugenden des Journalismus: „Haltung“ und „Ahnung“. Nicht wenige Journalisten kritisieren vehement eine zunehmende Hysterisierung des Medienbetriebs, beklagen einen „Redundanz-Overkill“ oder sogar eine „Infantilisierung des Journalismus“ (Hachmeister).

In einer 150-seitigen Textsammlung hat die Journalistenvereinigung netzwerk recherche (nr) die wichtigsten Grundsatzpapiere für Journalisten dokumentiert. Das Spektrum reicht vom Pressekodex des Deutschen Presserates bis zu den in den vergangenen Jahren erarbeiteten Positionen von netzwerk recherche. Weiterlesen

Macht und Verantwortung der Experten in den Medien

Von Wallraff bis Rösler, von Mascolo bis Schirrmacher: Deutschlands größte Journalistenkonferenz fragt nach der Macht und Verantwortung der Experten in den Medien
Wie finanziert sich Journalismus in Zukunft? Wie unterscheidet man echte von vermeintlichen Experten? Warum fallen Journalisten auf gefälschte Wikipedia-Beiträge herein? Diesen und rund hundert weiteren Themen widmet sich die Jahreskonferenz der Journalistenvereinigung netzwerk recherche am 9. und 10. Juli im NDR-Konferenzzentrum in Hamburg. Zu den Referenten zählen FAZ-Herausgeber Dr. Frank Schirrmacher, die Chefredakteure Ulrich Reitz (WAZ) und Georg Mascolo (Spiegel), SZ-Investigativjournalist Hans Leyendecker, Wikileaks-Macher Daniel Schmitt, Medienkritiker Stefan Niggemeier, Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, ZDF-Moderatorin Maybrit Illner, ARD-Programmdirektor Volker Herres, sein ZDF-Kollege Thomas Bellut, TV-Produzent Friedrich Küppersbusch, Undercover-Reporter Günter Wallraff und viele andere mehr. Die Eröffnungsrede zur Lage des Journalismus hält in diesem Jahr die Publizistin Dr. Carolin Emcke. Weiterlesen

netzwerk recherche fordert „Fakten-TÜV“ in allen Medien

Einen „Fakten-TÜV“ in allen Medien hat die Journalisten-Vereinigung netzwerk recherche (nr) zum Auftakt ihrer Fachkonferenz „Fact-Checking – Fakten finden, Fehler vermeiden“ heute in Hamburg gefordert: „Ein Fakten-TÜV durch eigenständige Dokumentations- und Recherche-Spezialisten in allen Medien wäre ein Quantensprung für die Steigerung der journalistischen Qualität“, sagte der Vorsitzende von netzwerk recherche, Thomas Leif, bei der Eröffnung der zweitägigen internationalen Fachkonferenz. Weiterlesen

Leuchtturm 2009 für Reporterpool von NDR Info

netzwerk recherche verleiht Leuchtturm-Preis an Reporterpool von NDR Info – Laudator Georg Mascolo: „Nachrichten machen, statt ihnen hinterherzulaufen“

Die Journalistenvereinigung netzwerk recherche e.V. hat den Reporterpool von NDR Info mit dem „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“ ausgezeichnet. Bei der Verleihung des Preises in Berlin würdigte Laudator Georg Mascolo, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und Gründungsmitglied von netzwerk recherche, die herausragenden Rechercheleistungen des Reporter-Teams: „Als Hörer des Programms war ich häufig gefesselt von diesen Geschichten. Als Chefredakteur habe ich mehr als einmal gedacht: Warum haben wir das eigentlich nicht?“ Weiterlesen

Strategiepapier der Atom-Lobby zur Manipulation der Medien

netzwerk recherche kritisiert Strategiepapier der Atom-Lobby zur Manipulation der Medien

Die Journalistenvereinigung netzwerk recherche bewertet das von der Berliner Unternehmensberatung für Politik- & Krisenmanagement PRGS offenbar im Auftrag der E.ON Kernkraft GmbH erstellte „Kommunikationskonzept Kernenergie“ als „schweren Eingriff in die Pressefreiheit und perfiden Manipulationsversuch der Medien mit geheimdienstlichen Mitteln“. Weiterlesen

Empfänger von EU-Agrarsubventionen endlich bekannt

Nach jahrelangem Ringen um mehr Transparenz ist jetzt klarer, wer von den Agrarsubventionen profitiert: Die Liste der Empfänger wird von großen Unternehmen der Lebensmittelbranche angeführt, aber auch branchenfremde Konzerne sind darunter. Das ergibt sich aus zwei Veröffentlichungen innerhalb der letzten beiden Wochen.  Weiterlesen

netzwerk recherche wählt neuen Vorstand

Dr. Thomas Leif und Hans Leyendecker stehen weiterhin an der Spitze

Hamburg – Die Mitglieder der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche haben auf ihrer Versammlung am Freitag, 05.06.2009, einen neuen Vorstand gewählt. Der erste Vorsitzende, Dr. Thomas Leif (Chefreporter Fernsehen, SWR Mainz) und der zweite Vorsitzende, Hans Leyendecker (Leitender Redakteur, Süddeutsche Zeitung) wurden in ihren Ämtern bestätigt und werden auch in den nächsten beiden Jahren an der Spitze der Journalistenorganisation stehen. Weiterlesen

Publikationen „Lobbyismus als Schatten-Management in Politik und Medien“

Lobbyismus: Aus der Tabuzone auf die Tagesordnung der Öffentlichkeit. Auch Lobbyisten fordern verbindliche Spielregeln wie die „legislative Fußspur“ und „ein verbindliches Lobbyregister.“

WIESBADEN/BERLIN – Hatte Günter Grass noch im Januar 2008 medienwirksam ein Hausverbot für Lobbyisten im Bundestag gefordert, glauben mittlerweile viele Experten, dass sich in der Lobbyismus-Debatte etwas bewegt. „In der Öffentlichkeit hat das Thema deutlich an Relevanz gewonnen“, sagt Ulrich Müller von der Kölner Organisation „Lobby Control“. Kritische Recherchen durch Journalisten, Eigeninitiative durch führende Lobbyisten und nicht zuletzt engagierte Abgeordnete, die eben nicht mit den Lobbyisten eng auf Tuchfühlung gehen möchten, setzen die Lobbyismus-Debatte auf die Tagesordnung. „Die Finanzmarktkrise wird die Debatte um die Einflusszonen der Lobbyisten noch verstärken“, erklärt Thomas Leif, Vorsitzender von netzwerk recherche e.V.. Zuletzt warnte Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf dem SPD-Parteitag Mitte Oktober vor „einem Europa der Lobbyisten“. Weiterlesen

Geschäftsstelle für netzwerk recherche e.V. eingerichtet

Hamburg – Die Henri-Nannen-Journalistenschule, die Rudolf-Augstein-Stiftung und die Journalistenvereinigung netzwerk recherche e.V. haben eine Kooperation zur Stärkung des Recherche-Journalismus in Deutschland vereinbart. In einem ersten Schritt finanzieren die Henri-Nannen-Journalistenschule und die Rudolf-Augstein-Stiftung den Aufbau einer Geschäftsstelle für netzwerk recherche. In dem Büro in Hamburg werden ab sofort unter anderem Aufgaben der Mitgliederbetreuung, Kommunikation und Organisation gebündelt. Weiterlesen

Jahreskonferenz netzwerk recherche 2008

Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche am 13. und 14. Juni 2008 im NDR in Hamburg unter dem Motto: „Wir könn(t)en auch anders – Wenn Recherche wieder wichtig wird“Informations-Treffpunkt und Praxis-Tankstelle für engagierte Journalisten

Wiesbaden. Über den Zustand des Recherche-Journalismus in Deutschland und den Nutzen der Recherche für die Gestaltung von Reportagen werden am 13. und 14. Juni 2008 auf der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche mehr als 600 Journalisten diskutieren. Die Tagung steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Wir könn(t)en auch anders – wenn Recherche wieder wichtig wird“. Mit dem jährlich stattfindenden größten Journalistenkongress will Netzwerk Recherche Lust auf Recherche machen und zu einer selbstkritischen Debatte über Stärken und Schwächen der Medien ermuntern. Weiterlesen

Auslandsjournalismus in der Krise

Netzwerk Recherche veröffentlicht Dossier zur Lage der Auslandsberichterstattung

Wiesbaden. Die Auslandsberichterstattung in Deutschland weist erhebliche Defizite auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Kommunikationswissenschaftlers Lutz Mükke, die in der Publikationsreihe „nr-Dossier“ erscheint. An etlichen Beispielen aus der Medienpraxis werden die Mängel aufgezeigt – an der Steuerung der Kriegsberichterstattung durch PR-Profis, am Umgang von Nachrichtenagenturen mit Ortsmarken oder am „virtuellen Journalismus“ im Hörfunk. In dem Dossier kommen auf rund 25 Seiten zahlreiche Korrespondenten, Reporter sowie Auslandsressortleiter deutscher Leitmedien zu Wort. Weiterlesen

„Transparenz und eine kritische Öffentlichkeit schaffen!“

Die Bundesverfassungsrichterin Christine Hohmann-Dennhardt kritisiert auf der Fachkonferenz „In der Lobby brennt noch Licht“ die Problemfelder des Lobbyismus
BERLIN. Um die Strukturen und Arbeitsweisen von Lobbyisten transparenter zu machen, veranstaltet die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche heute und morgen unter dem Titel „In der Lobby brennt noch Licht“ die bislang größte Fachtagung zum Thema Lobbyismus. Wie Lobbyisten politische und mediale Strukturen nutzen, um ihre Interessen auf die politische Agenda zu setzen und wie eine wirksame Transparenz hergestellt werden könnte, das sind die Leitfragen der Konferenz. Mehr als 250 hochrangige Wissenschaftler, Politiker, Journalisten und Top-Lobbyisten debattieren über das brisante Thema. Weiterlesen

„Macht ohne Mandat“

Bislang grösste Fachkonferenz analysiert am 19. und 20.9.2008 den Einfluß des Lobbyismus auf Politik und Medien

BERLIN. Sie sind überall: Interessensvertreter wenden sich an Abgeordnete, Verwaltungsbeamte und Journalisten. Die – meist finanzstarken – Lobbyisten prägen das Meinungsklima durch strategische PR, offensive Kampagnen und subtiles Sponsoring. Ein wachsendes Heer von hochprofessionellen Lobby-Experten steht einer stetig sinkenden Anzahl von Journalisten gegenüber, denen oft die Ressourcen für intensive Recherche fehlen. Weiterlesen

„Undercover“ – Chancen und Grenzen der verdeckten Recherche

netzwerk-recherche-Fachseminar vom 7. bis 9.11.2008 in Gummersbach
Wiesbaden. Die Rollen-Reportage birgt für den Recherche-Journalismus ein großes, längst nicht ausgeschöpftes Potential. Auf einer Fachkonferenz will Netzwerk Recherche deshalb erfolgreiche Recherche-Projekte präsentieren und die Chancen für mehr verdeckte Recherchen im journalistischen Alltag ausloten. Wie sieht das Handwerk der Undercover-Recherche aus? Welche ethischen Grenzen sind zu beachten? Welche juristischen Fallstricke gibt es? Diese Fragen sollen im Mittelpunkt des Seminars stehen. Weiterlesen

„Verschlossene Auster“ 2008 an das IOC

Negativ-Preis geht in diesem Jahr an das Internationale Olympische Komitee – und stellvertretend an seinen Vizepräsidenten Thomas Bach

Hamburg/Wiesbaden. Die Verschlossene Auster, der Kritik-Preis des Netzwerks Recherche für den „Informationsblockierer des Jahres“, geht 2008 an das Internationale Olympische Komitee (IOC) und stellvertretend an Thomas Bach, den langjährigen Vizepräsidenten des IOC. Das IOC duldet seit vielen Jahren Korruption und Interessenskonflikte bei der Vergabe der Spiele. Es versucht sich zu reformieren, aber tut zu wenig, um Hinweisen und Indizien für solche Vorfälle nachzugehen und sie aufzuklären. Genehme Journalisten werden von einzelnen Verantwortlichen bevorzugt bedient. Weiterlesen

„Politische Effekthascherei und eklatante Recherchedefizite“

Erste empirische Studie zum Berliner Hauptstadtjournalismus
Netzwerk Recherche: „Studie mahnt erheblichen journalistischen Reformbedarf an.“

Wiesbaden/ Berlin – Die politische Kommunikation und die Recherchebedingungen in Berlin haben sich unter dem enormen Berichterstattungstempo, dem Zwang zur Exklusivität und neuen Kommunikationsmitteln wie SMS und Video-Podcasts von Politikern gravierend verändert. Zu diesem Befund kommt die erste empirische Studie über den aktuellen Zustand des Hauptstadtjournalismus, die die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche e. V. heute veröffentlicht. Unter dem Titel „Journalismus in der Berliner Republik – Wer prägt die politische Agenda in der Bundeshauptstadt“ legen die beiden Autoren, der Medienforscher Leif Kramp und der Kommunikationswissenschaftler Dr. Stephan Weichert vom Berliner Institut für Medien und Kommunikationspolitik, zentrale Mängel der Politikberichterstattung offen. Im Fokus der 33 Expertengespräche mit Büroleitern und leitenden Korrespondenten der wichtigsten Medien, politischen Sprechern, Beratern, Lobbyisten stehen vor allem die Wechselwirkungen zwischen medialer und politischer Macht sowie deren Eigendynamik unter den extremen Arbeitsbedingungen der Berliner Republik. Weiterlesen

Quellen finden und öffnen: Werkstatt-Heft erschienen

Netzwerk Recherche präsentiert Werkstatt-Heft zum Quellenmanagement – renommierte Journalisten und Journalistinnen legen auf 140 Seiten ihre Methoden offen und berichten von ihren Erfahrungen in der Praxis

Wiesbaden. Von den Grundlagen im Umgang mit Quellen bis hin zu spektakulären Enthüllungen in der Siemens-Korruptionsaffäre: Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche hat ein Werkstatt-Heft zum Quellenmanagement vorgelegt. Unter dem Titel „Quellen finden und öffnen“ erklären namhafte Journalisten und Journalistinnen, wie sie sich Informanten und Informationsmaterial annähern, wie sie Akten auswerten und prüfen – und wie sie ihre Kontakte pflegen, um sie auch für künftige Geschichten gewinnen zu können. Die Werkstatt steht als PDF-Dokument auf der Homepage von Netzwerk Recherche zum Download bereit und liegt in gedruckter Form vor. Weiterlesen

Gesetzentwurf IFG Rheinland-Pfalz

Gesetzentwurf der SPD-Landtagsfraktion für ein Informationsfreiheitsgesetz Rheinland-Pfalz greift zu kurz

Gemeinsame Presseerklärung des Bündnis Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz
C/0 Deutsche Gesellschaft für Informationsfreiheit e.V.
Ludwig-Richter-Str. 19 | 16547 Birkenwerder

Zum Gesetzentwurf der SPD-Landtagsfraktion für ein Informationsfreiheitsgesetz Rheinland-Pfalz, der heute im Landtag debattiert wird, erklärt für das Bündnis Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz der Vorsitzende der Gesellschaft für Informationsfreiheit Dr. Sven Berger:

„Grundsätzlich begrüßen wir es sehr, dass auch Rheinland-Pfalz ein Informationsfreiheitsgesetz erhalten soll. Der vorliegende Gesetzentwurf greift jedoch zu kurz. Leider vergibt die Landesregierung damit ihre Chance, ein fortschrittliches und bürgerfreundliches Transparenzgesetz vorzulegen. Stattdessen orientiert sie sich ohne Not an dem unzureichenden Bundesgesetz, dessen Reformbedürftigkeit nach zwei Jahren Praxis längst feststeht.“ Weiterlesen

Studie: Recherchejournalisten sind in Deutschland „exotische Außenseiter“

Untersuchung kritisiert veraltete Redaktionsstrukturen, dünne Personaldecken und zu knappe Budgets – Vergleich der Bedingungen des investigativen Journalismus in deutschen und US-amerikanischen Tageszeitungen

Deutsche Tageszeitungen versagen bei ihrer wichtigsten Aufgabe: Der Kontrolle von lokalen und regionalen Eliten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Journalistenorganisation Netzwerk Recherche, die jetzt im LIT-Verlag veröffentlicht wurde. Ursache für das Versagen sind veraltete Redaktionsstrukturen, schlechtes Personalmanagement, dünne Personaldecken und zu wenig Geld für die Recherche. Als Konsequenz findet ein aufdeckender Journalismus, der seine Kontrollaufgabe wahrnimmt, nur in seltenen Ausnahmefällen statt – zumeist dann, wenn idealistische Redakteure ihre Freizeit für die Recherche opfern. Weiterlesen

Ermittlungsverfahren gegen 17 Journalisten wegen des Vorwurfs des Geheimnisverrats sind eine Farce

Politik und Ministerialbürokratie wollen mit solchen Reaktionen Informanten einschüchtern und Informationskanäle blockieren

Als eine „Farce“ hat die Journalistenvereinigung netzwerk recherche (nr) die groß angelegten Ermittlungen gegen 17 Journalisten bezeichnet. „In den Verfahren geht es nicht um die Ermittlung eines Geheimnisverrats, sondern um die Aufdeckung und Einschüchterung von Informanten“, sagte nr-Vorsitzender Thomas Leif. „Manche Politiker und Ministerialbürokraten wollen vermeintliche Geheimnisse durch ihre Geheimherrschaft schützen und schießen deshalb mit Kanonen auf Spatzen.“ Weiterlesen

Neuer nr-Vorstand / Leitlinien Recherche-Journalismus

Die Mitglieder der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche haben auf ihrer Versammlung am Freitagabend (15.06.2007) einen neuen Vorstand gewählt. Der erste Vorsitzende, Dr. Thomas Leif (Chefreporter Fernsehen, SWR Mainz) und der zweite Vorsitzende, Hans Leyendecker (Leitender Redakteur, Süddeutsche Zeitung) werden auch in den nächsten beiden Jahren an der Spitze der Journalistenorganisation stehen. Ebenfalls in den Vorstand wiedergewählt wurde Christoph M. Fröhder (Freier TV-Journalist). Neu in den Vorstand gewählt wurden Julia Salden (Freie Journalistin), Thomas Schnedler (Journalist, Kommunikationswissenschaftler, Uni Hamburg), Brigitte Alfter (Korrespondentin „Information“, Brüssel), Steffen Grimberg (Redakteur, taz) und David Schraven (Freier Journalist).

Auf ihrer Versammlung verabschiedeten die Mitglieder des Netzwerk Recherche „Leitlinien für einen wirksamen Recherche-Journalismus“. Darin fordern die Mitglieder insbesondere, die Verantwortlichen in den Medienunternehmen in die Pflicht zunehmen, die für den Journalismus grundlegende Recherche zu ermöglichen, institutionell abzusichern und auszubauen. Auch in den Köpfen der Journalisten müsse die Recherche wieder stärker verankert werden.

Pressefreiheit läßt sich nicht allein in Zahlen fassen

Neue Studie analysiert Journalismus und die Einschränkung der Pressefreiheit im östlichen Europa

Seit der Ermordung der russischen Journalistin Anna Politkowskaja am 7. Oktober 2006 in Moskau ist das Thema Unterdrückung der Medienfreiheit in Osteuropa öffentlich präsenter. Doch ein präzises Lagebild zur Gefährdung der Medienfreiheit bei unseren östlichen Nachbarn liegt bislang nicht vor. Dieses Analyse-Defizit will nun eine Studie ausgleichen, die systematisch die Medienlandschaften in zehn Ländern des östlichen Europas untersucht. Sie trägt den Titel „Zwischen Propaganda und Kommerz – Medien(un)freiheit in Südost-, Mittelost- und Osteuropa“ und wird von der Journalistenvereinigung netzwerk recherche (nr) herausgegeben. Zusammengestellt hat die Analyse ein Autorenteam des Netzwerks für Osteuropa-Berichterstattung n-ost e.V. auf der Grundlage zahlreicher Expertisen. Weiterlesen

Nachrichtenmacher: „Mehr emotionale Bilder“

Neue Studie zu Nachrichtenfaktoren in der journalistischen Praxis

Die Fernsehnachrichten haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten weiter stark kommerzialisiert. Fernsehnachrichten entwickeln sich zunehmend zu einer Dienstleistung. Die Bedeutung der Bilder in der Nachrichtenproduktion wird wichtiger und der Trend zur Boulevardisierung der Nachrichtenthemen nimmt weiter zu.

Dies sind Ergebnisse einer neuen Studie der Jenaer Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Georg Ruhrmann und Roland Göbbel, die die Nachrichtenfaktoren bei der journalistischen Aussagenproduktion untersucht haben. Auftraggeber der Studie mit dem Titel „Veränderung der Nachrichtenfaktoren und Auswirkungen auf die journalistische Praxis in Deutschland“ ist die Journalistenvereinigung netzwerk recherche. Durchgeführt wurden u.a. zwei Befragungen maßgeblicher deutscher Nachrichtenredakteure. In die Studie wurden zudem einschlägige Erkenntnisse der Nachrichtenfaktoren-Forschung einbezogen. Weiterlesen

„Die Kontrollfunktion des Wirtschaftsjournalismus braucht einen Konjunkturaufschwung“

Netzwerk Recherche veröffentlicht zum Tag der Pressefreiheit Dokumentation zur Lage des Wirtschaftsjournalismus in Deutschland – „Die Informationspflicht von Unternehmen muss verbessert werden.“
Vorsicht vor dem PR-Einfluss von Unternehmen und der dringende Appell zu mehr und intensiverer Recherche – das ist das gemeinsame Credo von Wirtschaftsjournalisten unterschiedlicher Medien, die für die neue Dokumentation der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche „Kritischer Wirtschaftsjournalismus. Analysen und Argumente. Tipps und Tricks“ befragt wurden. Die Dokumentation veröffentlicht das Netzwerk Recherche anlässlich des Tages der Pressefreiheit am 3. Mai. „Pressefreiheit ist kein Selbstzweck, sondern auch Auftrag, dieses Grundrecht aktiv wahrzunehmen.“ Die Dokumentation des Netzwerk Recherche zeigt: Die „Kontrollfunktion des Wirtschaftsjournalismus braucht einen Konjunkturaufschwung,“ so der Vorsitzende des Netzwerk Recherche, Dr. Thomas Leif, anlässlich der Vorstellung der Dokumentation. Weiterlesen

Netzwerk Recherche begrüßt Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Fall Cicero

Bundesverfassungsgericht fällt „wichtiges Urteil zur Sicherung der Pressefreiheit“

Die Journalistenvereinigung „Netzwerk Recherche“ (NR) begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Fall „Cicero“. Der erste Senat des obersten deutschen Gerichts habe ein „wichtiges Urteil zur Sicherung der Pressefreiheit verkündet“, erklärte der Vorsitzende des Netzwerk Recherche, Dr. Thomas Leif. Das Urteil stehe in der Tradition anderer Entscheidungen des höchsten deutschen Gerichts. So habe das Bundesverfassungsgericht vor gut vierzig Jahren in seinem Spiegel-Urteil der Staatsgewalt bereits die Grenzen aufgezeigt. Klar sei, dass im Zweifel der Medienfreiheit Vorrang vor dem Interesse der Strafverfolgungsbehörden gegeben werden müsse. Weiterlesen

„Macher eines Minderheitenphänomens“

Bedingungen für Recherche und investigativen Journalismus haben sich weiter verschlechtert – Studie untersuchte erstmals Arbeitsweise, Arbeitsbedingungen und Selbstverständnis investigativer Journalisten in Deutschland

Die Bedingungen für Recherche und investigativen Journalismus haben sich in Deutschland in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die am 05.12.2006 in Berlin veröffentlicht wurde. Die Untersuchung zeigt, wie sich die finanziellen Einschnitte der vergangenen Jahre negativ auf die investigative Arbeit auswirken. Gleichzeitig verdeutlicht sie auch, wie unter schlechter werdenden Bedingungen investigative Journalisten in Deutschland erfolgreich arbeiten können. Weiterlesen

Der Deutsche Presserat ist eine wichtige Institution, nutzt aber sein Chancenpotential nicht

Trennung von PR und Journalismus muss im Kodex normiert werden

Der Deutsche Presserat ist nach Einschätzung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche eine sehr wichtige Einrichtung; die Festlegung auf das Prinzip der konsensorientierten Selbstkontrolle führt aber dazu, dass wichtige Konflikte in Zeitungen und Zeitschriften ausgeklammert werden. Weiterlesen

Spiegel Online ist die neue Stimme im Kanon der deutschen Leitmedien

Neue Studie zum journalistischen Profil von Spiegel Online erscheint in der Buchreihe des Netzwerk Recherche

Spiegel Online ist die neue Stimme im Kanon der deutschen Leitmedien. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die in der Buchreihe des Netzwerks Recherche erscheint. Sie zeigt, dass fast 96 Prozent der deutschen Nachrichtenredakteure Spiegel Online lesen. Sie schätzen Spiegel Online vor allem wegen seiner Schnelligkeit, Aktualität und Tiefe der Hintergrundinformationen. Außerdem genießt Spiegel Online großes Prestige unter Journalisten. Dem Medium wird zugetraut, ein bundespolitisches Thema zu setzen. Weiterlesen

Studie dokumentiert wachsenden PR-Einfluss im Journalismus

Die Grenzen zwischen dem unabhängigen Journalismus und der interessengeleiteten Auftragskommunikation, der Public Relations (PR), verschwimmen mehr und mehr in der täglichen redaktionellen Praxis, in der Ausbildung des journalistischen Nachwuchses und in der Definition des Berufsbildes der Journalisten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche. „Die PR-Industrie kolonialisiert den Journalismus zunehmend. Sie agiert immer geschickter und drängt mit ihren Botschaften in den redaktionellen Teil, um von der Glaubwürdigkeit der journalistischen Produkte zu profitieren“, sagte der Vorsitzende des Netzwerks Recherche, Dr. Thomas Leif, bei der Vorlage der Dokumentation am Donnerstag in Hamburg. Weiterlesen

„Recherche-Förderung als Erfolgsfaktor für Medienunternehmen“

Netzwerk Recherche fordert mehr Recherche-Ausbildung in Deutschland und startet eine Aus- und Weiterbildungsinitiative

Das Netzwerk Recherche will mit einer Aus- und Weiterbildungsinitiative die Recherche-Ausbildung in Deutschland stärken, die nach Ansicht des Netzwerks immer noch große Defizite aufweist. Nach wie vor gibt es einen gravierenden Mangel an Kursen, in denen systematisch Wissen über Recherche-Quellen vermittelt, ethische Konfliktfälle diskutiert und größere Recherche-Projekte unter Anleitung erfahrener Journalisten umgesetzt werden. Intensiv-Seminare, die, wie es beispielsweise in den USA üblich ist, jenseits der Recherche-Basiskurse „Investigative Reporting“ trainieren, kann man in Deutschland an einer Hand abzählen. Weiterlesen

Weblogs können den Journalismus bereichern, aber niemals ersetzen

Netzwerk Recherche veröffentlicht Studie zu Blogs und Journalismus

Weblogs können den Journalismus anspornen und bereichern, aber niemals ersetzen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie, die in der Schriftenreihe des Netzwerkes Recherche erscheint. Sie zeigt, dass es für Journalisten zahlreiche Gründe gibt, Blogger als Konkurrenten, Kritiker oder sogar als die Kopfjäger des Internet einzuschätzen. Außerdem kosten Blogger lieber die Freiheiten des Internet aus, als sich mit den Qualitätsansprüchen des Journalismus aufzuhalten. Auf der anderen Seite stellt der Autor Matthias Armborst unter Beweis, dass es ein Fehler ist, wenn Medien-Profis die so genannten „Netz-Tagebücher“ reflexartig ablehnen oder sogar als „Klowände des Internet“ diffamieren. Weiterlesen

Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche (nr) am 19. und 20. Mai 2006 im NDR in Hamburg

Treffen von mehr als 600 Journalisten gilt als Seismograph der Medien-Szene

Unter dem Motto „Mehr Qualität durch Recherche – Von der Kür zur Pflicht“ veranstaltet die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche (nr) am 19. und 20. Mai 2006 ihre große Medienkonferenz, die ehrenamtlich von Journalisten für Journalisten organisiert wird und bewusst die kontroversen Medienthemen aufgreift. Weiterlesen

Justiz in Deutschland offenbar mit der Verfolgung von Korruptionsstraftaten überfordert

nr-Dokumentation zum Thema „Dunkelfeld Korruption – Herausforderungen für den Recherche-Journalismus“ belegt die Defizite bei der Bekämpfung der Korruption in Deutschland

Wiesbaden – Die juristische Bekämpfung und publizistische Untersuchung der Korruption in Deutschland weist erhebliche Defizite auf. Dies ist die Bilanz der Analysen von renommierten Juristen, Korruptions-Experten und Journalisten, die Korruptionsfälle offengelegt haben. Die Ergebnisse und Belege für diese Lageeinschätzung veröffentlicht die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche (nr) heute in einer 162-seitigen Dokumentation mit dem Titel „Dunkelfeld Korruption – Herausforderungen für den Recherche-Journalismus“. „Justiz, Politik und Medien sollten den Wachstumsmarkt Korruption stärker unter die Lupe nehmen und wie vom Bundesgerichtshof empfohlen, konsequenter verfolgen“, sagte der Vorsitzende der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche, Dr. Thomas Leif, bei der Vorlage der Dokumentation. Weiterlesen

Netzwerk Recherche stellt neuen Medienkodex als journalistisches Leitbild vor

10 Leitlinien sollen Orientierung für die journalistische Praxis geben

Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche hat heute einen 10 Punkte umfassenden „Medienkodex“ vorgelegt, der Journalisten aller Medien Orientierung in der beruflichen Praxis geben soll. Nach Einschätzung von Netzwerk Recherche gefährden neue Technologien und zunehmender ökonomischer Druck den seriösen Journalismus. Um seine Qualität und Unabhängigkeit zu sichern, setzt sich das Netzwerk für das neue Leitbild ein, das anspruchsvolle Qualitäts-Standards und Selbstverpflichtungen der Journalisten fordert. Weiterlesen

Informationsfreiheitsgesetz: Bürger dürfen nicht mit Gebührenkeule auf Distanz gehalten werden

Die Journalistenorganisation Netzwerk Recherche kritisiert die heute veröffentliche Gebührenverordnung zum Informationsfreiheitsgesetz. Der zulässige Kostenrahmen lädt nach Auffassung des Verbandes dazu ein, dass kooperationsunwillige Behörden die Bürger von der Wahrnehmung ihrer neuen Rechte abschrecken: „Ein Bürgerrecht darf nicht zur Sanierung der öffentlichen Kassen missbraucht werden“, forderte Dr. Manfred Redelfs, der Informationsfreiheitsexperte des Netzwerk Recherche. „Wir werden daher sehr genau beobachten, wie die Behörden das neue Gesetz anwenden, ob zum Beispiel die Gebührenobergrenze von 500 Euro wirklich nur in Ausnahmefällen ausgeschöpft wird.“ Weiterlesen

„Zukunft des Journalismus – Neue Wege für alte Werte“

Fachkonferenz des Netzwerk Recherche am 21. Januar zu aktuellen, kontroversen Medienthemen

Debatte um Krise des Sportjournalismus und zum Verhältnis PR und Journalismus – Entwurf für neuen Medienkodex geplant

Der geplante Austritt einer Reihe von renommierten Sportjournalisten aus dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und die Gründung des „Sportnetzwerks“ beschäftigt das diesjährige, offene Mitgliedertreffen des Netzwerks Recherche, zu dem die Journalistenvereinigung am 21. Januar 2006 auch interessierte Journalistinnen und Journalisten aus ganz Deutschland einlädt. Jens Weinreich, Sportchef der Berliner Zeitung und Mitinitiator des „Sportnetzwerks“, wird auf der Veranstaltung die Gründe für den Austritt darlegen. Anschließend diskutiert er zusammen mit Evi Simeoni (FAZ), Herbert Fischer-Solms (Deutschlandfunk) und Michael Gernandt (ehem. SZ) über die Qualität des Sportjournalismus und neue Netzwerke vor dem Hintergrund des Starts in ein ereignisreiches Sportjahr 2006. Der Sportjournalismus steht am Scheideweg zwischen Nähe oder Distanz, Quote oder Recherche, Präsentation oder Berichterstattung, Stimmungsmache oder Analyse. Das „Sportnetzwerk“ will alternativ zum VDS qualitative anspruchsvolle Projekte ins Leben rufen. Eine Webseite ist bereits erreichbar (www.sportnetzwerk.org). Geplant sind Workshops zu wichtigen sportjournalistischen Fragen und eine Anti-Doping- Konferenz im Herbst 2006. Der Vorsitzende des Netzwerk Recherche, Dr. Thomas Leif, begrüßte die längst überfällige Initiative der Sportjournalisten zur Neuorganisation. „Der seriöse und hintergründige Sportjournalismus droht in Deutschland im Sog einer ungebremsten Kommerzialisierung und unter dem Diktat der Unterhaltung zu einer aussterbenden Disziplin zu werden. Das Signal zur Rückbesinnung auf journalistische Tugenden ist längst überfällig,“ sagte Leif zur aktuellen Debatte.

Neben der Debatte um den Sportjournalismus wird das offene Mitgliedertreffen, das unter dem Titel „Zukunft des Journalismus – Neue Wege für alte Werte“ steht, Fragen der journalistischen Ethik thematisieren. So wird das Netzwerk Recherche einen ersten Entwurf für einen neuen Medienkodex als Alternative zum Pressekodex vorstellen und diskutieren. Vor dem Hintergrund eines im Sommer 2005 vom Netzwerk Recherche vorgelegten Diskussionspapiers diskutieren zudem nach einem Impulsreferat von Prof. Michael Haller (Universität Leipzig) der Präsident des Bundesverbandes der Pressesprecher, Lars Großkurth, Ulrich Nies (Vors. DPRG), Michael Behrent (Script-PR Agentur), Hans Leyendecker (NR) und Tom Schimmeck (Autor) zum Thema „Teufel und Weihwasser? Zum Verhältnis von Journalismus und PR“.

Das Mitgliedertreffen des Netzwerk Recherche steht bewusst auch interessierten Journalistinnen und Journalisten offen, die nicht NR-Mitglied sind.

Pressefreiheit ist nicht die Freiheit von Finanzjongleuren, mit Zeitungen zu zocken.

Aufruf

Der Investor David Montgomery hat in Großbritannien keinen Ruf mehr zu verlieren. Ein von ihm angeführtes Konsortium will den profitablen Berliner Verlag kaufen. Aus der Sicht von Finanzabenteurern ein normales Geschäft, aber deren Raffgier kann den publizistischen Ruin bedeuten. Berliner Zeitung und Berliner Kurier sind keine der üblichen Renditeobjekte. Der respektable Holtzbrinck-Verlag, der Montgomery trotz des Angebots eines ernsthaften deutschen Verlegers den Zuschlag geben will, sollte sich daran erinnern und sein publizistisches Ansehen bewahren. Weiterlesen

nr warnt vor Einstieg Montgomerys bei der Berliner Zeitung

Innere Pressefreiheit gefährdet/Anschlag auf die Zeitungskultur

Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche warnt vor dem Einstieg des britischen Kahlschlag-Sanierers David Montgomery bei der Berliner Zeitung. Die Übernahme eines Verlages durch renditewütige europäische Finanzjongleure gefährdet nach Beobachtung des Netzwerks die innere Pressefreiheit in Deutschland und stellt einen Anschlag auf die Zeitungskultur dar. Der hierzulande weitgehend unbekannte Montgomery, der an der Spitze des britischen Beteiligungsunternehmens Mecom stehe, sei in seiner Heimat als rücksichtsloser Zeitungsmanager aufgefallen, für den Rendite wichtiger sei als die Einhaltung journalistischer Standards.

Da Montgomery von Beobachtern in Großbritannien wegen seiner rüden Methoden sogar mit dem Medientycoon Rupert Murdoch verglichen werde, nimmt das Netzwerk Recherche erstmals in seiner Geschichte kritisch zu Verkaufsplänen eines deutschen Verlages Stellung. „Wenn die Heuschrecken drohen,“ sagte der Vorsitzende des Netzwerks Recherche, Dr. Thomas Leif, „müssen sich Journalisten, die mehr Qualität verlangen, gegen die Plage wehren.“

Völlig unverständlich sei, so das Netzwerk Recherche, dass der renommierte Holtzbrinck-Verlag, der wegen seiner Blätter hohes internationales Ansehen genieße, eine seiner besten Zeitungen an eine Beteiligungsgesellschaft verkaufen wolle. Bislang sei es, so das Netzwerk, eine Art Ehrenkodex unter deutschen Verlegern gewesen, internationalen Private-Equity-Firmen keinen Zugang auf dem Pressemarkt zu ermöglichen. Beispiele in Europa zeigten, dass solche Finanzgesellschaften Zeitungen wie Schraubenfabriken behandelten, die man nach Profitgesichtspunkten zerlegen und deren Tafelsilber man versilbern kann. Wer, wie Montgomery, kurzfristigen Profit anstrebe, habe keinen Respekt vor Qualitätsjournalismus, für den sich das Netzwerk Recherche einsetze.

Vor diesem Hintergrund appelliert das Netzwerk Recherche an die Manager des Holtzbrinck-Verlages, ihre Verhandlungen mit Montgomery und den mit ihm verbündeten Gesellschaften abzubrechen und andere Käufer zu suchen, die an der langfristigen Sicherung einer kerngesunden Qualitätszeitung wie der Berliner Zeitung interessiert seien. „Im Gegensatz zu Montgomery hat Holtzbrinck noch einen Ruf zu verlieren“, so Thomas Leif.

Informantenschutz ist das Herzstück für einen seriösen Journalismus

Informantenschutz wird durch Razzien und Ausspähen von Telefonverbindungsdaten immer mehr untergraben Anhörung Schilys vor dem Innenausschuss als klärendes Signal für die Notwendigkeit einer uneingeschränkten Pressefreiheit

Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche begrüßt die heutige Anhörung von Bundesinnenminister Otto Schily vor dem Innenausschuss des Bundestages im Fall Cicero. „Die Anhörung des Bundesinnenministers ist ein wichtiges Signal, dass Pressefreiheit in unserem Land nicht zur persönlichen Verfügungsmasse von Politikern und Beamten werden darf“, sagte der Vorsitzende des Netzwerk Recherche, Dr. Thomas Leif, anlässlich der Sitzung des Innenausschusses. „Razzien wie im Fall Cicero untergraben den Informantenschutz und gefährden damit die Pressefreiheit in ihrem Kern,“ so Leif. Weiterlesen

Journalisten beschäftigen sich mit aktuellen Trends der Korruption

Fachtagung vom 28. bis 30. Oktober in Wiesbaden
Wiesbaden – In einer Fachtagung des Netzwerks Recherche (NR) werden sich von Freitag bis Sonntag, 28. bis 30. Oktober 2005, Experten und Journalisten mit aktuellen Trends der Korruption beschäftigen. So wird das Bundeskriminalamt seinen aktuellen «Lagebericht Korruption» aus 2004 präsentieren und die Strafrechtlerin Britta Bannenberg eine aktuelle wissenschaftliche Analyse liefern. Themenkomplexe der mehrtägigen Tagung in der ZfP sind etwa der Schleichwerbe-Skandal, die jüngsten Entwicklungen des Abrechnungsbetrugs im Gesundheitswesen sowie die Nähe von Politik und Industrie als Grundlage für korruptes Verhalten. Weiterlesen

Verantwortliche für Schleichwerbung zur Rechenschaft ziehen

Harte Kontrollmaßnahmen ergreifen Grauzonen durch Neu-Definition von Schleichwerbung eingrenzen

Der Skandal um Schleichwerbung bei öffentlich-rechtlichen Sendern gefährdet nach Auffassung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche die Integrität des deutschen Journalismus. Das Netzwerk Recherche fordert nachdrücklich die vollständige Aufklärung aller illegalen Praktiken und Vereinbarungen in diesem Zusammenhang. Die Ergebnisse dieser Aufklärungsarbeit müssen der Öffentlichkeit in vollem Umfang zugänglich gemacht werden. Die Verantwortlichen für die massiven Verstöße gegen Recht und Gesetz, aber auch gegen die ethischen Grundlagen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Dies hat in den zuständigen Programmbereichen und –direktionen der Anstalten selbst mit der gleichen Konsequenz zu geschehen wie in den Produktions- und Tochterfirmen, wo es zum Teil bereits entschlossen praktiziert wurde. Weiterlesen

„Verschlossene Auster“ 2005 an Gerhard Mayer-Vorfelder

DFB-Präsident erhält „Auszeichnung“ des Netzwerks Recherche für seine restriktive Informationspolitik

Die „Verschlossene Auster“, der Kritik-Preis der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche für Info-Blocker, geht in diesem Jahr an den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder. Er erhält den Preis für seine restriktive Informationspolitik bei der Bundestrainer-Suche und der DFB-Schiedsrichteraffäre sowie für seine sachlich unbegründete Klagefreudigkeit gegenüber dem Südwestrundfunk (SWR). Der Sender hatte sich in einer Satire mit dem Multifunktionär beschäftigt. Weiterlesen

Politische Entwicklungen dürfen Informationsfreiheitsgesetz nicht gefährden

Gemeinsame Pressemitteilung von netzwerk recherche (nr), Deutscher Journalisten- Verband (DJV), Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) in ver.di, Humanistische Union e.V., Transparency International Deutsches Chapter e.V., Berlin, den 24. Mai 2005

Politische Entwicklungen dürfen Informationsfreiheitsgesetz nicht gefährden

„Der jahrelange Kampf um die Informationsfreiheit darf nicht umsonst gewesen sein. Deutschland braucht ein Informationsfreiheitsgesetz – unabhängig davon, wie sich das politische Geschehen in den nächsten Monaten entwickelt.“ Mit diesen Worten appellierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken am heutigen Mittwoch im Namen der Initiative zur Einführung eines Informationsfreiheitsgesetzes an die Bundestagsfraktionen. Die Mitglieder der Initiative reagierten entsetzt auf die Möglichkeit, dass das Gesetz vor dem Hintergrund der von Bundeskanzler Gerhard Schröder angekündigten Vertrauensfrage und einer möglichen Bundestagsneuwahl im September nicht mehr verabschiedet werden könnte. „In solchen Situationen werden Gesetzesvorhaben schnell zugunsten des Wahlkampfs auf Eis gelegt“, warnte Dr. Hansjörg Elshorst von Transparency International. „Das Informationsfreiheitsgesetz ist intensiv – unter anderem in einer Sachverständigenanhörung – vorbereitet worden. Es jetzt nicht in Kraft zu setzen, wäre eine vergebene Chance.“ Weiterlesen

Internationaler Tag der Pressefreiheit: Informationsblockaden und rechtliche Restriktionen schränken die Pressefreiheit ein

Netzwerk Recherche veröffentlicht Dokumentation zum „Presserecht in der Praxis“

Auskunftsverweigerung und Informationsblockaden von Behörden und Unternehmen, sowie die Androhung von juristischen Restriktionen schränken nach Einschätzung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche zunehmend die Pressefreiheit in Deutschland ein.

Immer häufiger versuchen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Interessenverbänden „unliebsame und kritische Artikel und Beiträge oft schon vor der Veröffentlichung zu behindern, einzuschränken oder zu unterbinden,“ sagte der Vorsitzende des Netzwerk Recherche, Thomas Leif. „Pressefreiheit ist aber ohne Informationsfreiheit nicht denkbar. Bei der Gewährung von Informationsfreiheit und Transparenz ist Deutschland im europäischen Vergleich ein Entwicklungsland“, kritisierte Leif. Weiterlesen

aktuelle Studie: Mangelware Recherche – untersucht die Rahmenbedingungen von Qualitäts-Journalismus

Sven Preger: Mangelware Recherche.
Band 1 der Reihe: Recherche-Journalismus und kritische Medienpolitik
Herausgeber: Netzwerk Recherche. Münster 2004. 176 Seiten. ISBN 3-8258-8254-3.

Die journalistische Recherche müsste eigentlich auf die Liste der „aussterbenden Disziplinen“ gesetzt werden; denn Recherche ist eine Seltenheit in deutschen Redaktionen. Das zeigt die jetzt vorgelegte Studie von Sven Preger, die unter dem Titel „Mangelware Recherche“ erschienen ist. Die Untersuchung ist der erste Band der neuen Serie „Recherche-Journalismus und kritische Medienpolitik“, die vom Netzwerk Recherche im Münsteraner Lit-Verlag herausgegeben wird. Weiterlesen

Luxusgut Recherche – wie teuer darf Wahrheit sein?

Bundespräsident Johannes Rau spricht zum Auftakt des Jahrestreffens von Netzwerk Recherche am 5. Juni 2004 im NDR-Konferenzzentrum in Hamburg

Luxusgut Recherche – wie teuer darf Wahrheit sein?“. Diese Frage steht im Zenturm der diesjährigen Medienkonferenz der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche am 5. Juni in Hamburg. Im NDR-Konferenzzentrum werden rund 500 Vertreter aus den Medien, der Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen kontroverse Medien-Themen mit prominenten Referenten diskutieren. Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Rede von Bundespräsident Johannes Rau, der eine kritische Bilanz seiner Erfahrungen im Umgang mit den Medien ziehen wird. Weiterlesen

Top Ten der vernachlässigten Themen 2003

Initiative Nachrichtenaufklärung und Netzwerk Recherche stellen die Liste der am meisten vernachlässigten Nachrichten und Themen des vergangenen Jahres vor

Im Jahr 2003 gab es eine Fülle wichtiger Themen, über die in den Medien unzureichend berichtet wurde. Die Initiative Nachrichtenaufklärung und das Netzwerk Recherche haben am 7. Februar 2004 die Top Ten der vernachlässigten Themen 2003 vorgelegt.
Die Untersuchung und Analyse der Themen wurde von Journalisten, Wissenschaftlern und Studierenden der Journalistik vorgenommen. Auf Platz 1 der Liste setzte die Jury das Thema „Korruption: Deutsche Unternehmen schmieren im Ausland“. Auch die Machtverschiebung nach Brüssel ist wenig transparent. Ebenfalls unzureichend berichteten die Medien über die mangelnde Hochwassersicherheit von Chemieanlagen. Weiterlesen

Informationsfreiheitsgesetz muss zügig verabschiedet werden

Gemeinsame Presseerklärung der Organisationen Netzwerk Recherche, Transparency International und Humanistische Union, 27. Mai 2003

Aktionsbündnis macht sich für mehr Behördentransparenz stark

Die Einführung eines allgemeinen Akteneinsichtsrechts in Deutschland ist überfällig, nachdem es über zwei Legislaturperioden hinweg verschleppt wurde. Deshalb haben mehrere Organisationen beschlossen, sich künftig gemeinsam für diese Reform stark zu machen. Der Journalistenverband „Netzwerk Recherche“, die Bürgerrechtsorganisation „Humanistische Union“, und „Transparency International“, die Koalition gegen Korruption, wollen sich nachdrücklich dafür einsetzen, dass das im Koalitionsvertrag angekündigte Informationsfreiheitsgesetz auf jeden Fall in dieser Legislaturperiode verabschiedet wird. Am Ende der vorigen Legislaturperiode war ein Entwurf des Innenministeriums am Widerstand der Ministerialbürokratie gescheitert. Weiterlesen

Die Wahrheit als Kollateralschaden

Jahrestreffen des netzwerk recherche (nr) am 24. Mai im NDR-Konferenzzentrum in Hamburg – Diskussion mit Bundeskanzler Gerhard Schröder

„Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“ – Aber: Muss das so sein? Das Jahrestreffen 2003 des netzwerk recherche wird diese Thematik am 24. Mai in Hamburg in den Mittelpunkt rücken. Im NDR Veranstaltungszentrum werden etwa 350 Vertreter aus den Medien, der Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen eine Vielzahl von Themen mit prominenten Referenten diskutieren. Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist eine zweistündige Diskussion mit Bundeskanzler Gerhard Schröder unter dem Titel: „Gerüchte und Gerichte“. Weiterlesen

Top Ten der vernachlässigten Themen 2002

Initiative Nachrichtenaufklärung und Netzwerk Recherche stellen die Liste der am meisten vernachlässigten Nachrichten und Themen des vergangenen Jahres vor

Im Jahr 2002 gab es eine Fülle wichtiger Themen, über die in den Medien unzureichend berichtet wurde. Die Initiative Nachrichtenaufklärung und das Netzwerk Recherche haben am 15. Februar 2003 die Top Ten der vernachlässigten Themen 2002 vorgelegt. Weiterlesen

Bundesbehörden halten an Geheimniskrämerei fest

Drei Journalisten-Organisationen – das Netzwerk Recherche, der Deutsche Journalisten- Verband (DJV) und die Deutsche Journalisten Union (DJU) in ver.di – fordern in einer gemeinsamen Erklärung die parlamentarische Durchsetzung des immer wieder verschleppten Informationsfreiheitsgesetz. Die Vorsitzenden der drei Organisationen fordern Innenminister Schily auf seine Blockade des Gesetzes aufzugeben. Weiterlesen

Top Ten der vernachlässigten Themen 2001

Netzwerk Recherche und Initiative Nachrichtenaufklärung kritisieren die Umkehr der Wichtigkeiten bei der Medienberichterstattung

Im vergangenen Jahr gab es wichtige Themen, die in der Berichterstattung der Medien keinen oder nur unzureichenden Niederschlag fanden. Aus diesem Grund haben die 1997 gegründete Initiative Nachrichtenaufklärung und das im Vorjahr gegründete Netzwerk Recherche gemeinsam die „Top Ten“ der vernachlässigten Themen 2001 ermittelt. Weiterlesen

Otto Brenner StiftungOtto Brenner Stiftung
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