Folgende Texte, deren Entstehen durch das Stipendienprogramm des netzwerk recherche gefördert wurde:

2018

Daniela Prager und Maren Häußermann: „Überforderte Flüchtlingshelfer. Einsatz ohne Limit“
Die Stipendiaten Daniela Prager und Maren Häußermann haben auf der griechische Insel Leros mit Geflüchteten, ehrenamtlichen Helfern und Anwohnern gesprochen. Ihre Bericht ist am 18. 2. 2018 in der Taz erschienen: taz.de/Archiv-Suche/!5482517&s=Maren+H%C3%A4u%C3%9Fermann/

 

Juliane Wiedemeier: „Die Baugenossen“
Günstige Wohnungen, neue Grundschulplätze, mehr Grün: das alles entgeht Berlinern, weil sich lokale Politiker nicht an ihre eigenen Regeln halten. Zumindest nicht, wo einer der umstrittensten Investoren der Stadt baut. Das ist die Erkenntnis der Recherche von Juliane Wiedemeier.
Über ein Jahr beschäftigte sie sich mit den Neubauvierteln des Baulöwen, der um die Jahrtausendwende über falsche Abrechnungen im sozialen Wohnungsbau, unsaubere Ausschreibungen und eine Verstrickung in den Berliner Bankenskandal in die Schlagzeilen geraten war. Erst seit ein paar Jahren baut er wieder große Projekte – bei denen sich die Berliner Politik nun Sozialwohnungen und Infrastruktur entgehen lässt. Zudem bezahlt die öffentliche Hand einen Teil des Schallschutzes für seine an Bahnflächen gelegenen Wohnungen und hält ihm lästige Bürgerbegehren vom Hals. Die ganze Geschichte wurde am 27. Januar 2018 im Tagesspiegel veröffentlicht: www.tagesspiegel.de/berlin/wohnraum-in-berlin-sozialwohnungsquote-eine-regel-voller-ausnahmen/20892018-all.html

 

Uwe H. Martin: „See aus Staub“
Uwe H. Martin hat sein von der Olin gGmbH gefördertes und von nr betreutes Stipendium abgeschlossen. Thema seiner beindruckenden Multimedia-Reportage ist der Salton Sea in Kalifornien. Der war ein­mal ein amerikanischer Sehnsuchtsort, lockte mehr Touristen an als der Yosemite-Nationalpark. Doch der See trocknet aus. Schon jetzt sind weite Teile nur noch eine stinken­de Kloake voll toter Fische, an anderen Stellen weht der Wind Staubwolken vor sich her. Die Reichen sind längst nicht mehr hier, die, die geblieben sind, können es sich nicht leisten wegzuziehen. Ihre Kinder leiden unter Asthma. Der Salton Sea wird zur Gefahr für Gesundheit und Umwelt. Das Ergebnis der Recherchen ist im SPIEGEL (in der Bezahlversion) zu lesen – eine beeindruckende Story über die weitgehend unbekannte Ökokatastrophe: magazin.spiegel.de/SP/2018/5/155477289/index.html?utm_source=spon&utm_campaign=centerpage (Spiegel/Bezahlportal)

 

Sofia Palzer-Khomenko und ihr Team von mokant.at: „Facebook: 8.900 User bestimmten Wahlkampf-Diskurs“
Fake News – im Jahr 2017 ist in Österreich und Deutschland viel über den Einfluss und über die Gefahren von Falschmeldungen oder Stimmungsmache in den Sozialen Medien auf die Meinungsbildung diskutiert worden, vor allem im Rahmen der Wahlkämpfe in Deutschland und in Österreich. Wie viele Nutzer bestimmen den politischen Diskurs auf Facebook? Zeigen die Kommentare der Facebook-User, was die Mehrheit in einem Land denkt? Um diesen Fragen nachzugehen hat das Team um Sofia Palzer-Khomenko Millionen von Daten zum österreichischen Wahlkampf 2017 gesammelt und analysiert. Alle Kommentare von Facebook-Usern auf rund 40 Facebook-Seiten von August bis Oktober 2017 wurden erfasst. Das auf Facebook vorherrschende Meinungsklima beeinflusst die Meinung der User, auch wenn es nicht dem tatsächlichen Meinungsklima in der Bevölkerung entspricht. 3,7 Millionen Österreicher nutzen Facebook. Aber nur eine verschwindende Minderheit von 8.900 Nutzern bestimmen tatsächlich den politischen Diskurs. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung wurden in der österreichischen online-Zeitschrift mokant.at veröffentlicht: mokant.at/1802-facebook-user-wahlkampf-diskurs/

2017

Martin Reischke: Sonderwirtschaftszonen in Honduras: Die Neuerfindung der Bananenrepublik
netzwerk recherche förderte Martin Reischkes Recherche zu den “Zonen für Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung” – kurz ZEDE – in Honduras.  Zum publizierten Beitrag auf Deutschlandfunk (veröffentlicht am 22.11.2017): www.deutschlandfunk.de/sonderwirtschaftszonen-in-honduras-die-neuerfindung-der.724.de.html?dram:article_id=401328

 

Bartholomäus von Laffert: Südsudanesen in Uganda: Feind, Flüchtling, Nachbar
Bartholomäus von Laffert hat sein nr-Stipendium abgeschlossen und dazu bislang drei Artikel veröffentlicht. Er reiste mit finanzieller Unterstützung durch das nr-Stipendium nach Uganda. Dorthin sind eine Million Menschen aus dem Südsudan geflohen, vor einem erbitterten Bürgerkrieg, den die Dinka und die Nuer, zwei verfeindeten Stämme, seit vier Jahren führen. Es ist die größte grenzüberschreitende Fluchtbewegung in Zentralafrika seit dem Völkermord in Ruanda 1994. Doch aus ethnischen Feindschaften werden hinter der Grenze keine Freundschaften. In den Flüchtlingslagern müssen die Stämme nebeneinander leben. Von Laffert ist eine beeindruckende Reportage über einen ethnischen Konflikt gelungen, der sonst nur ganz selten in der Weltpresse Widerhall findet. Die Fotografien in den Berichten stammen von  Moritz Richter. Zum Beitrag auf Deutschlandfunk: www.deutschlandfunk.de/suedsudanesen-in-uganda-feind-fluechtling-nachbar.724.de.html?dram:article_id=398833 , zur Publikation in der Freitag (2. November 2017): www.torial.com/bartholomaeus.von-laffert/contents/374669 und zu dem Bericht in der Frankfurter Allgemeine Woche (Nr. 51/2017): www.torial.com/bartholomaeus.von-laffert/portfolio/281847 (einzusehen über das Portfolio von B. von Laffert auf torial).

Katja Becker und Jonathan Happ: „Klimakiller Holzkohle“
Katja Becker und Jonathan Happ haben in Zusammenarbeit mit Johannes Bünger und Vivien Pieper ihre Reportage „Klimakiller Holzkohle“ veröffentlicht. Das Ergebnis der von der Olin gGmbH geförderten und von nr betreuten Recherchen wurde am 15.11.2017 auf 3sat gesendet (z.Zt. über die Mediathek abrufbar). Die Dokumentation zeigt, wie in Nigeria und im Kongo Holzkohle erzeugt und gehandelt wird und wie sie in die EU gelangt. Die Europäer nutzen jährlich 800 000 Tonnen Holzkohle zum Grillen. In den Säcken steckt oft Kohle aus Tropenholz, dessen Einfuhr in die EU strengen Auflagen unterliegt. Bei der Kohle gibt es diese Auflagen bisher noch nicht. Informationen: www.docstation.de/klimakiller-holzkohle/ und www.ujuzi.media/2017/11/13/klimakiller-holzkohle/

Katharina Finke und David Weyand: Bangladesch. Im Sumpf der Kohle
Katharina Finke und David Weyand haben ihr von der Olin gGmbH gefördertes und von nr betreutes Stipendium über den Bau eines Kohlekraftwerkes in den Sundarbans in Bangladesch abgeschlossen und in einem Beitrag für den Wirtschaftsteil der “Zeit” veröffentlicht. Die Sundarbans sind die größten Mangrovenwälder der Welt, sie wurden von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Hinter dem Bau des Kraftwerks stehen vor allem Interessen des großen Nachbarn Indien, dessen Regierung sich für ihre Klimapolitik feiern lässt, gleichzeitig aber vom schmutzigen Geschäft hinter der Grenze profitiert. Umweltschützer, die in Bangladesch gegen das Projekt protestierten, wurden brutal niedergeknüppelt. Der Beitrag ist hier nachzulesen: www.zeit.de/2017/30/bangladesch-kohlekraftwerk-sundarbans-mangrovenwaelder-weltnaturerbe. Einen weiteren Artikel haben sie veröffentlicht im Publik-Forum 19/2017 vom 13.10.2017: www.publik-forum.de/Publik-Forum-19-2017/paradies-in-gefahr?Code=61mev46fat
(In Kooperation mit der Olin gemeinnützige GmbH)

Michael Billig: Schmutzige Deals: Der nächste Müllrausch
Michael Billig hat sein von der Olin gGmbH gefördertes und von nr betreutes Stipendium abgeschlossen. Billig ist nach monatelangen Recherchen dubiosen Unternehmern in Brandenburg auf die Spur gekommen, die ausgebeutete Sand- und Kiesgruben mit Müll verfüllen, obwohl ihre bisher betriebenen Deponien seit Jahren die Umwelt belasten. Wer einen schlechten Ruf in der Branche hat, muss in Brandenburg offenbar nichts zu befürchten – und kann mit neuen staatlichen Aufträgen rechnen. Unter dem Titel „Schmutzige Deals“ ist sein Bericht am 4. August 2017 in den Potsdamer Neueste Nachrichten erschienen. Über die Hintergründe seiner Recherchen schreibt Michael Billig auf seinem Blog: muellrausch.de/.
(In Kooperation mit der Olin gemeinnützige GmbH)

Marcus Pfeil: Das schmutzige Geschäft mit den Baby-Aalen
Mit Hilfe eines von der gemeinnützigen Olin gGmbH finanzierten und von netzwerk recherche betreuten Stipendiums ist Marcus Pfeil dem illegalen Handel mit Glasaalen nachgegangen. Weltweit. Die Recherche ist als Beitrag im ZDF als planet.e-Dokumentation Glitschige Geschäfte – Die Aalmafia , bei arte als 5-teilige Webserie Big Business Baby-Aal und im Greenpeace-Magazin Nr.4.17 vom Juli/August 2017 Das schmutzige Geschäft mit den Baby-Aalen veröffentlicht. (In Kooperation mit der Olin gemeinnützige GmbH)

Pascale Müller, Yasmin Polat und Daria Sukharchuk: Immer noch nicht sicher
Pascale Müller, Yasmin Polat und Daria Sukharchuk haben ihre Langzeitrecherche über sexuelle Gewalt in Berliner Flüchtlingsunterkünften veröffentlicht. Ihr Bericht ist am 22. April 2017 in der Berlin Extra-Ausgabe des Tagesspiegels erschienen. Eine Online-Veröffentlichung folgt in Kürze.

Marius Münstermann und Christian Werner: Marinduque. Die vergiftete Insel
Mit Hilfe eines von der Olin gGmbH geförderten und von nr betreuten Stipendiums haben Marius Münstermann und Christian Werner in einer beeindruckenden Reportage dokumentiert, wie der Bergbau auf der philippinischen Insel Marinduque die Natur zerstört und die Menschen krank macht. Doch auf Marinduque regt sich Widerstand. Die Bewohner haben es mit dem größten Goldkonzern der Welt aufgenommen. Ihr Bericht ist am 28./29. Januar 2017 in der Süddeutschen Zeitung, eine Multimedia-Darstellung der SZ unter folgendem Link erschienen: gfx.sueddeutsche.de/apps/5885d7a07b38d49f09517a2b/www/

2016

, vom 7.01.2017 in der taz.am Wochenende: „Schutzlos im Gefängnis“  und vom 2.Februar 2017 in der : „Minderjährige Flüchtlinge. Kindheit hinter griechischen Gardinen“.

Karin de Miguel Wessendorf: Kontrollverlust. RWE und die Braunkohle im Rheinischen Revier
Karin de Miguel Wessendorf publizierte ihre von netzwerk recherche und der Olin gGmbH geförderte
Geschichte über die Energiewende als Hörfunk-Feature auf WDR5. Der Fernsehbeitrag wird am 10. November im WDR um 23.25 Uhr ausgestrahlt. Karin de Miguel Wessendorfs Beitrag als Hörfunk-Feature auf WDR5 vom 6.11.2016: „

Jenny Marrenbach: Haiti, die Blauhelme und die Cholera
Jenny Marrenbach, die erste von nr und der Karl-Gerold-Stiftung gemeinsam geförderte
Journalistin, hat ihre Geschichte über die von UN-Blauhelmen auf Haiti verursachte Cholera-
Epidemie in der Frankfurter Rundschau und als Feature im Deutschlandfunk veröffentlicht:
Marrenbachs Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 15.09.2016: „

Svenja Haas: Freiwilligenarbeit – wer hilft da wem?
Svenja Haas hat in Tansania über Freiwilligenarbeit nach dem Abitur recherchiert und im Schleswig-Holstein-Journal veröffentlicht. Der Beitrag im Schleswig Holstein Journal vom 17.09.2016: „

Patricia Klatt: Zeitbombe Trinkwasser
Patricia Klatt hat ihr Recherche-Vorhaben abgeschlossen, das von der Olin gGmbH gefördert und von netzwerk recherche betreut wurde. Sie ist der lokalen Umweltbelastung in Nordbaden bei Rastatt auf den Grund gegangen. Dort ist das Grundwasser auf einer Anbaufläche von 345 Hektar mit per- und polychlorierten Chemikalien (PFC) verseucht. Klatts Artikel ist erschienen in der badischen Lokalzeitung „Kontext“  am 04.05.2016: „

Linda Tutmann: Ovidio Orozco wird blind
Linda Tutmann hat ihr Stipendium abgeschlossen, das von der Olin gGmbH finanziert und von netzwerk recherche betreut wurde. In ihrer Geschichte „Ovidio Orozco wird blind“, die in der ZEIT erschienen ist, erzählt sie über die ökologischen und medizinischen Folgen des Abbaus von Kohle in Kolumbien. Auch deutsche Energiekonzerne importieren zunehmend der Kohle aus Südamerika, um ihre Meiler zu befeuern. Die Folgen für die Umwelt und, mehr noch, für die Gesundheit der Arbeiter sind katastrophal. Die beeindruckende Vorort-Recherche von Linda Tutmann kann man hier nachlesen:

2015

Susanne Götze: Umstrittene Aufforstung in Uganda: Bäume pflanzen, Bauern verdrängen
Susanne Götze hat ihr von der Olin gGmbh finanziertes und von nr betreutes Projekt abgeschlossen und auf Spiegel-online veröffentlicht. Sie besuchte ein Aufforstungsprojekt in Kikonda/Uganda und macht an diesem Beispiel deutlich, wie fragwürdig solche Vorhaben des Klimaschutzes sind. In Kikonda entstand eine Kiefernplantage, eine Monokultur, nicht einmal ein Wald, als Kompensation für Kohlendioxid-Ausstoß in anderen Regionen der Welt. Die Bäume stehen kilometerlang in Reih und Glied. Da es zwischen ihren kahlen Stämmen kaum schützendes Gras gibt, hat sich die Wildfauna zurückgezogen. „Die Viehhirten klagen, dass ihre Tiere in den Plantagen erkranken und Kühe missgebildete Kälber zur Welt bringen“, sagt Götze. Das könne an dem Herbizid liegen, dass rund um die Jungbäume versprüht werde.
Erschienen: Spiegel Online / 09. Dezember 2015
(In Kooperation mit der Olin gemeinnützige GmbH)

Robert Schmidt und Mathieu Martiniere: Illegale Geschäfte. Wie Tabakkonzerne vom Zigarettenschmuggel profitieren
Robert Schmidt und Mathieu Martiniere haben ihre mit einem nr-Stipendium geförderten Recherchen zum internationalen Zigarettenschmuggel abgeschlossen und in einem Beitrag für den Tagesspiegel veröffentlicht. Sie untersuchen die Rolle der Tabakkonzerne auf dem Schwarzmarkt in Montenegro. Über das kleine Land auf dem Balkan gelangen viele unversteuerte Zigaretten in die Europäische Union. Fazit der beiden Autoren: Die Hersteller profitieren durchaus von den Geschäften der Tabakmafia.
Erschienen im: Der Tagesspiegel / 30. November 2015

Catalina Schröder und Bastian Berbner: Vergewaltigt von einem Diplomaten. Rechtelos in Deutschland?
Catalina Schröder und Bastian Berbner haben ihr nr-Stipendium nach langwierigen und schwierigen Recherchen abgeschlossen. Es geht in ihrem Hörfunk-Feature um Anna Flores aus den Philippinen, die bei einem arabischen Diplomaten in Deutschland als Hausmädchen arbeitete – und dann von von ihm vergewaltigt und geschwängert wurde. Da der Diplomat wenig später in seine Heimat zurück kehrte, verlief ein Ermittlungsverfahren im Sande und wurde schließlich eingestellt. Diplomaten leben gewissermaßen in einem rechtsfreien Raum, ihre Strafverfolgung erweist sich als äußerst schwierig oder sogar unmöglich.
Die Radioreportage ist auf Deutschlandradio Kultur und im Bayerischen Rundfunk gesendet worden: Deutschlandradio Kultur-Beitrag / 09. November 2015; Bayerischer Rundfunk-Beitrag / 11.11.2015
Außerdem erschienen in der Frankfurter Allgemeinen: FAZ / 20.02.2016 und Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeit: FAS / 14.02.2016

Marius Elfering: Kahve kapituliert
Marius Elfering recherchierte zum Suizid des iranischen Asylbewerbers Kahve. 10 Jahre wartet er auf eine Aufenthaltsgenehmigung – vielleicht zu lang, um anschließend ein „normales Leben“ zu führen.
Erschienen bei: Krautreporter, 15.10.2015

Christian Schweppe: Waffengeschäfte: Speeddating mit Diplomaten
Christian Schweppes geförderte Recherche befasst sich mit der Lobbyarbeit deutscher Rüstungsfirmen, die unter dem Tarnmantel gemeinnütziger Vereine daher kommt. Er berichtet von der Kontaktbörse der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) und den gut bezahlten Speeddatings von nationalen und internationalen Politikern, Führungskräften der Bundeswehr sowie zahlreichen Wirtschaftsvertretern.
Erschienen in: Der Spiegel – Heft 42/2015

Alexa Höber: Giftiges Benzol: Leukämiefälle in Rodewald
Alexa Höber hat ihre von nr und der Olin Stiftung geförderten Recherchen über die auffällig hohe Leukämieerkrankung im niedersächsischen Rodewald (Landkreis Nienburg/Weser) veröffentlicht. Jahrzehntelang förderte ein Vorgängerunternehmen von ExxonMobil hier Erdöl. Statistisch zu erwarten wäre in diesem Zeitraum maximal eine Neuerkrankung – in Rodewald erkrankten mindestens fünf Menschen unter 40 Jahren an Leukämie. Ein Statistiker des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes bestätigt: „Es handelt sich hier um eine auffällige Erhöhung, der man nachgehen müsste.“
Veröffentlichungen: 11-Minuten Beitrag im NDR/21.09.2015 ; 3-Minuten Beitrag im ARD-Mittagsmagazin/20.09.2015 ; Beitrag bei ARD-Brisant/21.09.2015 ; Beitrag bei NDR-Hallo Niedersachsent/21.09.2015 und Beitrag bei NDR-Aktuell/21.09.2015
(In Kooperation mit der Olin gemeinnützige GmbH)

Ulrike Heitmüller: Hosianna für rechts
Ulrike Heitmüller hat ihre von nr geförderten Recherchen über den wachsenden Einfluss freikirchlicher Gemeinden in Deutschland und deren Abdriften an den rechten Rand untersucht und dabei auch die Rolle ihres eigenen Großvaters vor achtzig Jahren unter die Lupe genommen. Die Zahl der so genannten Evangelikalen wird hierzulande auf 1,3 Millionen geschätzt. Es sind religiöse Fanatiker, die einen Fundamentalismus predigen, den man bisher nur aus Amerika kannte: bibelfest, bibeltreu und extrem konservativ. Heitmüller gehörte als Jugendliche selber dazu, das hatte in ihrer Familie so etwas wie Tradition: Ihr Großvater, Friedrich Heitmüller, war in den Zwanziger Jahren evangelikaler Direktor eines Krankenhauses in Hamburg. „Aus dieser Zeit sind auch seine ersten judenfeindlichen Äußerungen bekannt“, schreibt Ulrike Heitmüller, „er ließ in seiner Klinik keine jüdischen Ärzte arbeiten, behauptete, sie wollten mit medizinisch nicht indizierten Abtreibungen das deutsche Volk ausrotten“. Wie gehen die evangelikalen Eiferer heute mit dem damaligen Antisemitismus um? Ulrike Heitmüller hat das recherchiert und dazu eine spannende Geschichten veröffentlicht, die am 23. Mai 2015 im Berliner Tagesspiegel („Hosianna für rechts“) und ab 04. Juli 2015 als Weihnachtsmehrteiler auf heise.de erschien:
Teil 1 – Einleitung: Das Ende der Zeiten. (04. Juli 2015)
Teil 2 – Chiliasmus: Christliche Endzeit und Juden. ( 26.12.2015)
Teil 3 – John Nelson Darby und die Brüdergemeinden in den USA und Europa – Christliche Endzeit und Juden (27.12.2015)
Teil 4 – Die Rolle der Juden in der christlichen Heilsgeschichte – Was beeinflusst die Einstellung von Christen gegenüber Juden? – Christliche Endzeit und Juden (04.07.2015)
Teil 5 – Judenmissionarische Gruppen und die evangelische Kirche Christliche Endzeit und Juden (17.01.2016)
Erschienen in: Der Tagesspiegel / 23. Mai 2015 und auf heise.de /ab 04. Juli 2015

Evi Lemberger und Maria Goeckeritz:
Kurz vor dem Abschluss steht auch das von nr geförderte Film-Projekt von Evi Lemberger und Maria Goeckeritz über die Holocaust-Überlebende Irene Eber aus Halle. Sie wurde von den beiden Film-Studentinnen in Israel besucht und portraitiert. Ausgangspunkt der Recherchen war ein Stolperstein für die jüdische Familie Eber in Halle. Ihr Film wurde inzwischen mehrfach aufgeführt und erhielt große Anerkennung.
Er ist auch auf youtube zu sehen: The Journey – Der Weg der Irene Eber

Martin Sander: Żurawlów probt den Aufstand. Ein polnisches Dorf im Streit mit der Fracking-Industrie
Dr. Martin Sander hat sein von nr unterstütztes Hörfunk-Feature bei DLF und SWR veröffentlicht. Es behandelt den Widerstand des polnischen Dorfes Zurawlów gegen die Fracking-Industrie. Wie kaum ein anderes europäisches Land setzt Polen auf die Gewinnung von Schiefergas, um unabhängiger von russischen Gas-Lieferungen zu werden. Westliche Energiekonzerne versprechen sich gute Gewinne, die Menschen in der Provinz sichere Arbeitsplätze. Nur die Bewohner von Zurawlów legen sich quer.
Erschienen als: Deutschlandfunk-Beitrag / 24. März 2015

Florian Haenes, Alexander Glodzinski und Ronald Mutum: Problemfall Abschiebung. Wie Nigeria und Deutschland zusammenarbeiten
Florian Haenes, Alexander Glodzinski und Ronald Mutum haben ein Film über die Abschiebepraxis aus Deutschland nach Nigeria für 3sat Kulturzeit produziert. Sie gehen darin der Frage nach, ob die nigerianische Botschaft zu großzügig Ersatzpapiere ausstellt, obwohl die Herkunft der jeweiligen Asylbewerber ungesichert ist.
Erschienen in: SWR / 11. Februar 2015
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Sebastian Garthoff: Sárszentlörinc in Ungarn Ein Ort der Hoffnung für Roma
Abgeschlossen wurde eine von nr geförderte Reportage über die Lage der Roma in Ungarn. Vor zehn Jahren wurde das Roma-Jahrzehnt ausgerufen, um die Lage der größten europäischen Minderheit zu verbessern und um Ausgrenzung und Diskriminierung zu bekämpfen. Sebastian Garthoff (Text) und Daniel Kaldori (Fotos) haben auf der Seite 3 der Berliner Zeitung die Geschichte über ein ungarisches Dorf veröffentlicht, in dem die Integration der Roma bereits weitgehend gelungen ist. Das sei allerdings eine rühmliche Ausnahme und leider nicht die Regel, sagt Garthoff.
Erschienen in: Berliner Zeitung / 7. April 2015

Philipp Jusim: Fair-Giftet.Nachhaltiger Handel und der Tee aus Indien
Erschienen als: ARD Radio Feature / 17. Februar 2015 auf SWR2

2014

Nicola Meier: „Billy zieht zu mir”
Erschienen in: Die Zeit Nr.25 / 12.Juni 2014

Kristina Milz: „Wir alle sind Katar”
Erschienen in: zenith Ausgabe März/April 2014

2013

Michael Billig: Geliehene Menschen
Erschienen in: Münstersche Zeitung, 31.8.2013

Hannes Vogel: Lobbyismus: 1000 Euro in 30 Minuten. Ein Zahnarzt aus Bad Bramstedt wurde zum begehrten Geschäftspartner von Pharmakonzernen – und kassierte als Bundestagsabgeordneter hohe Vortragshonorare.
Erschienen in: Der Spiegel, Ausgabe 30/2013, 20.07.2013
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Jörn Boewe/Johannes Schulten: Mit Rückenwind in die Flaute. Bremerhaven galt jahrelang als eine der ärmsten Ecken der Republik. Nun will der ehemalige Werftenstandort zur Hauptstadt der Energiewende werden. Doch der Bundestagswahlkampf droht das Projekt zunichte zu machen.
Erschienen in: Berliner Zeitung, 30.06.2013

Weitere Veröffentlichung unter dem Titel: Der lange Weg zum Tarifvertrag. Windkraftindustrie: Beim Windturbinenbauer REpower hat die IG Metall zusammen mit den Beschäftigten den Anschluss an den Flächentarifvertrag für 2200 Leute durchgesetzt.
Erschienen in: Mitbestimmung 05/2013
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Christina Rietz: Pius-Bruderschaft : Die Kreuzzügler. Die Pius-Brüder verdammen alles, was unsere Gesellschaft heute prägt. Doch während die katholische Kirche ständig Mitglieder verliert, gewinnen sie neue hinzu. Über den Reiz des Fundamentalismus in der Moderne.
Erschienen in: FAZ, 26.07.2013
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

2012

Matthias Dell: Unter Staatsfeinden. Tea Party. Das sind: reiche Industrielle, zynische Medien und empörte Bürger. Zusammen kämpfen sie gegen die Gerechtigkeit
Erschienen in: Der Freitag, Ausgabe 41/2012, 11.10.2012

Weitere Veröffentlichung unter dem Titel: Kuchen am Stück. Unfairness Die fragmentierte Öffentlichkeit als Voraussetzung für den Erfolg der Tea Party. Über eine Begegnung mit dem alten Amerika
Erschienen in: Der Freitag, Ausgabe 35/2012, 30.08.2012
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Urs Spindler: Die Vollstrecker von Vushtrri: Die EU steckt mit ihrem Programm Eulex viel Geld und Personal in die kosovarische Justiz. Aber rechtstaatliche Prinzipien und die Realität kollidieren häufig
Erschienen in: die tageszeitung, 13.06.2012

Weitere Veröffentlichung unter dem Titel: Gelegentlich unter Beschuss. Kosovo. Die EU-Polizei soll dem Rechtsstaat Geltung verschaffen. Doch ihr fehlen dazu: Macht, Ausrüstung und Befugnisse.
Erschienen in: Der Freitag, Ausgabe 29/2012, 19.07.2012
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Daniel Drepper/Niklas Schenck: diverse Berichte über Sportpolitik und Vorgaben für die Olympischen Spiele 2012: Sportförderung. Deutsche Athleten sollten in London 28 Goldmedaillen holen
Erschienen in: www.derwesten.de, 10.08.2012

ausführlicher Bericht über den Deutschen Boxsport-Verband: Überforderte Amateure: Die Beinahe-Insolvenz des Boxverbandes
Erschienen in: www.derwesten-recherche.org, 25. 09.2013
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Weitere Veröffentlichung unter dem Titel: Der Prämiensalat
Erschienen in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2012
siehe auch: Informationen der Otto-Brenner-Stiftung (In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Hauke Friederichs: Mit Söldnern gegen Seeräuber
Erschienen in: DIE ZEIT, 13.09.2012
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Eleni Klotsikas: Odyssee im Euroraum: Griechenlands Irrfahrten. Warum sie lange andauern werden
Radio-Feature – Ausstrahlung über Dok 5 – Das Feature, am 9. Juli 2012, 20.05 – 21.00 Uhr, WDR 5

Panajotis Gavrilis und Nasir Mahmood: „Gekommen, um zu leben”
HF-Feature, Abschlussarbeit Journalistik-Studium

2011

Marvin Oppong: Wikipedia oder Wahrheit. Ein Internetaktivist organisierte Dutzende Artikel über nachwachsende Rohstoffe – und zeigte der Industrie, wie man in die Online-Enzyklopädie eingreift
Erschienen in: DIE ZEIT, 1.12.2011

Weitere Veröffentlichung unter dem Titel: Schönfärber im Wiki-Land.
Erschienen in: Financial Times Deutschland, 31.08.2012
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Frank Brunner: Im Körper des Feindes. Wie sich bekannte Journalisten vor den Karren der privaten PR-Hochschule Quadriga spannen lassen.
Erschienen in: sonntaz, 13./14. August 2011
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Gordon Repinski: Und es ward nicht. Es ist eine wunderbare Vision: Wer das Prinzip der Sonne kopiert, erhält unendlich viel Energie. Die EU pumpt Milliarden in ein Projekt, das diese Kernfusion schaffen soll. Erfolge? Bisher kaum.
Erschienen in: sonntaz, 07./08. Mai 2011
(In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)

Unterstützung der Ungarn-Recherchereise der UnAufgefordert-Redaktion
Zu den Berichten und Reportagen.

2008

Homeira Heidary: Die Frau ist der Diamant des Mannes.
Erschienen in: Stuttgarter Zeitung

2007

Jana Gerlach/Christina Hebel: Wenn die kleinste Berührung Höllenqualen bereitet. Julia Cammann (27) hat Morbus Sudeck. Die mysteriöse Krankheit ist schon vor 100 Jahren in Hamburg entdeckt worden. Trotzdem wird vielen Patienten zu spät geholfen. Mit fatalen Folgen.
Erschienen in: Die Welt, 19.11.2007

2006

Haidy Damm: Tango der Diebe. Die Regierung des afrikanischen Staates Lesotho kämpft gegen die Korruption – und ein deutsches Unternehmen ist ihr wichtigster Kronzeuge.
Erschienen in: Die Zeit 52/2006, 20.12.2006

Tobias Zick: Kampf um Eden. Riesige Dämme sollen Euphrat und Tigris aufstauen. Dadurch gewinnen alle, sagt die türkische Regierung. – Bis auf ein paar Kurden.
Erschienen in: Der Tagesspiegel, 27.11.2006

Oliver Bilger/Ingmar Cario: Es lebe die Zentralredaktion. Die Partei gibt den Ton an: „Voice of Vietnam“, ein deutsches Radioprogramm in Asien.
Erschienen in: FAZ, 16.6.2006, S. 50

2005

Freia Peters: Kolumbiens vergessener Krieg. Ein Massaker an fünf Bauern und drei Kindern droht die Regierung zu entlarven, die tief in den seit 40 Jahren andauernden Bürgerkrieg verwickelt ist.
Erschienen in: Welt am Sonntag, 21.8.2005

Markus Frenzel: Gaumenfreuden großgeschrieben. Wie ein geschützter Vogel ausgerottet wird und die Politik mitmacht.
Gesendet bei: SWR2 Wissen, 7.2.2005

2004

Martin Rücker: Der alte Mann und das Licht. Elektrenai war vor über 40 Jahren die sozialistische Zukunftsstadt schlechthin – nun wird dort an der europäischen Zukunft Litauens gebastelt.
Erschienen in: Sächsische Zeitung, 26.3.2004

Weitere Veröffentlichung unter dem Titel: Mehr Licht. Als wiederhole sich die Geschichte: Im EU-Zeitalter gewinnt das alte Oel- und Gaskraftwerk Elektrenai in Litauen samt Drumherum an Bedeutung (Frankfurter Rundschau, 1.4.2004); sowie: Elektrenais neue Zukunft (als Online-Reportage auf Martin Rückers Webseite).

Anja Einfeldt: Operation Positivliste: Wie die Pharmaindustrie eine Reformidee stoppte.
Erschienen in: Frankfurter Rundschau, 20.2.2004, S. 28–29.

Katharina Strobel: (In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung) Mit dem Rücken nach Osten. Auf der Suche nach Europa in den Grenzstädten Guben und Gubin
Erschienen in: BrennerBrief 17, Dezember 2003, S. 10–11

David Schraven: Umweltskandal in Sachsen – Wilde Müllkippen im Tagebau
Erscheinen bei: MDR Sachsenspiegel Extra, 18.8.2004

Oda Lambrecht

2003

Ulrich Jonas:
Letzte Ausfahrt im Streifenwagen. Manchmal werden Obdachlose von Polizisten vor der Stadtgrenze ausgesetzt. Erschienen in: Frankfurter Rundschau, 5.12.2003

Weitere Veröffentlichung unter dem Titel: Der Tote von Stralsund. Wie zwei Polizisten eine „Störung“ beseitigten (Hinz&Kunzt 126, August 2003)

Lutz Mükke: Der inszenierte Hunger. In Äthiopien gibt es Wasser genug – doch die Entwicklungshelfer der UN reden der Welt eine Dürrekatastrophe ein.
Erschienen in: Die Zeit 17/2003, 16.4.2003

Nora Luttmer (In Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung)