Alexander Kalski: Schulunterwanderung durch Anastasia-Bewegung?

veröffentlicht von Maria-Mercedes Hering | 19. Mai 2026 | Lesezeit ca. 1 Min.

Jacqueline F. (links) sitzt in einem Dorfcafé bei Schwerin bei einem Netzwerktreffen der Internationalen Schul-, Sport- und Kultur-Akademie (ISKA). Die Organisation steht der völkisch-esoterischen Anastasia-Bewegung nahe.

Alexander Kalski hat in seinem Fellowship Lokale Recherche teilweise verdeckt gearbeitet, um herauszufinden, ob die völkisch-esoterische Anastasia-Bewegung in Mecklenburg-Vorpommern eine Schule unterwandern wollte. Die Recherche ist in der Ostsee-Zeitung erschienen.

Ausgangspunkt seiner Recherche ist eine freie Schule, die im Sommer den Betrieb aufnehmen soll. „Auf der eigenen Internetseite wirbt die Schule mit Naturverbundenheit, Sinnhaftigkeit und Selbstwirksamkeit“, schreibt Kalski. Er konnte jedoch durch seine Recherche zeigen, dass Verbindungen aus dem Planungsgremium der Schule offenbar direkt in die Anastasia-Bewegung hineinreichen.

Diese völkisch-esoterische Bewegung stammt aus Russland und gibt sich wie die geplante Schule naturverbunden und ökologisch. Der Bundesverfassungsschutz stuft die Anastasia-Bewegung jedoch mittlerweile als rechtsextremen Verdachtsfall ein. Für seine Recherche nahm Alexander Kalski undercover an Netzwerktreffen teil und las monatelang in konspirativen Chatgruppen mit.

Zur Recherche gibt es auch einen mehrteiligen Podcast: Bei „OZ – die Story“ berichtet Alexander Kalski, wie rechte Strömungen in Mecklenburg-Vorpommern Fuß fassen möchte.

Die Recherche war Teil des Fellowships Lokale Recherche. Das Programm richtet sich an Lokaljournalist:innen und bietet die Möglichkeit, sich gezielt in investigativer Recherche weiterzubilden und ein eigenes Rechercheprojekt umzusetzen.

Die Artikel sind zwischen dem 16. und 22. Mai 2026 erschienen.

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