Anna-Sophie Kächele: Die Maskenlieferanten und der Bund als Geschäftspartner

veröffentlicht von Maria-Mercedes Hering | 13. Mai 2026 | Lesezeit ca. 2 Min.

Für viele Unternehmen in Baden-Württemberg war die Corona-Pandemie nicht nur eine Belastung, sondern bot auch die Chance auf gute Geschäfte mit der Bundesrepublik Deutschland. Wie etliche von ihnen enttäuscht wurden, hat Anna-Sophie Kächele für die Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten rekonstruiert.

Anna-Sophie Kächele hat mit vielen Lieferanten gesprochen und schildert, wie unterschiedlich ihre Erfahrungen mit dem Bund als Geschäftspartner sind. Für viele schienen die Deals zunächst lukrativ, die Masken wurden dringend benötigt und das Liefern wurde gut bezahlt. Hinzu kamen Sorgen, wie sich die Pandemie auf den globalen Handel auswirken würde. Die Lieferanten hofften in dieser unsicheren Zeit, im Bund einen verlässlichen Partner für sichere Geschäfte gefunden zu haben.

Für manche bewahrheitete sich das – zumindest teilweise. Anna-Sophie Kächele hat mit Händlern gesprochen, die von der Zusammenarbeit profitieren konnten, wenn auch nicht alles lief wie geplant. Für andere wurde das Geschäft mit dem Bund hingegen zum Fiasko: Einige Lieferanten warten noch heute auf den Abschluss ihrer Verhandlungen und damit auf ihr Geld. Andere schlossen Vergleiche oder gingen pleite. Sie alle eint jedoch eines: Der Bund hat seinen Ruf als vertrauenswürdiger Geschäftspartner bei ihnen ein Stück weit eingebüßt.

Die Recherche war Teil des Fellowships Lokale Recherche. Das Programm richtet sich an Lokaljournalist:innen und bietet die Möglichkeit, sich gezielt in investigativer Recherche weiterzubilden und ein eigenes Rechercheprojekt umzusetzen.

Der Artikel ist am 8. Mai 2026 in den Stuttgarter Nachrichten und der Zeitung erschienen.

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