Newsletter Netzwerk Recherche, Nr. 171, 27.03.2019

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Oslo, München, London oder (zuletzt) Christchurch. Städte, die weltweit für Eilmeldungen und Sondersendungen sorgten. Der SPIEGEL listet diese und andere Städte auf dem Titel seiner aktuellen Ausgabe. Dazu die Schlagzeile, die all diese Orte unfreiwillig verbindet: “Die braune Verschwörung – Das globale Netzwerk rechter Terroristen”

Nach jedem dieser furchtbaren Verbrechen Schockzustände, Verzweiflung, Anteilnahme und auch Ohnmachtsgefühle. Und für uns Journalisten und Journalistinnen immer wieder die große Herausforderung: Wie sollen, wie können wir darüber berichten? Was haben wir aus den Erfahrungen nach all den vergleichbaren Verbrechen der vergangenen Jahre gelernt?

Nach dem letzten Terrorakt in Christchurch lautet die bittere Antwort leider mal wieder: Manche Journalisten/innen und manche Medien haben überhaupt nichts gelernt. Die Gier nach hohen Auflagen, Einschaltquoten und Klickzahlen ist größer als der immer wieder postulierte Anspruch vom seriösen und verantwortungsvollen Journalismus.

Der Täter in Christchurch wollte, dass die Welt bei seinem Verbrechen zuschauen konnte. Deshalb der Livestream im Netz. Er wollte, dass alle von seiner irren Gedankenwelt erfahren. Deshalb stellte er sein 70 Seiten langes “Manifest” ins Netz. Er suchte die Öffentlichkeit.

Und viele Medien erfüllen seinen Wunsch, machen sich zu seinem Handlanger. Sie zeigen Ausschnitte des Videos. Und liefern dafür auch noch eine Begründung. Unter anderem der Chefredakteur der BILD-Gruppe, Julian Reichelt: “Erst die Bilder verdeutlichen uns die erschütternde menschliche Dimension dieser Schreckenstat”. Tatsächlich? Brauchen wir zu dieser Erkenntnis dieses Video? Doch damit nicht genug: “Durch Journalismus wird aus einem Ego-Shooter-Video ein Dokument, das Hass demaskiert und aufzeigt, was der Terrorist von Christchurch ist: Kein Kämpfer, kein Soldat. Sondern bloß ein niederträchtiger, feiger Mörder, der unschuldige, wehrlose Menschen massakriert hat.” Eine Rechtfertigung für die Publizierung des Videos, eine Definition von Journalismus, die viele – nicht nur Journalisten/innen – irritiert und verwirrt. Und auch wütend macht. Weiterlesen

GIJC19: Jetzt Tickets im Early-Bird-Tarif buchen

Illustration: Vincent Burmeister

Seit wenigen Tagen sind die Tickets für die 11. Global Investigative Journalism Conference erhältlich, die vom 26. bis zum 29. September 2019 in Hamburg stattfinden wird (mit Pre-Conference-Programm am 25. September). Wir erwarten mehr als 1.000 Journalistinnen und Journalisten aus der ganzen Welt zum größten internationalen Treffen für journalistische Recherche in der Hansestadt.

Die Teilnehmergebühr beträgt im Early-Bird-Tarif 250 Euro, im Early-Bird-Business-Tarif für Medienunternehmen 350 Euro. Auf der Konferenz-Website findet sich auch ein Überblick über das geplante Programm mit mehr als 150 Workshops, Panels und Spezialveranstaltungen. Zu den Schwerpunkten zählen u.a. Datenjournalismus und Online-Recherche, investigative Methoden und Informationsfreiheit, Cross-Border-Journalismus und internationale Vernetzung, Exiljournalismus und Pressefreiheit ebenso wie Nonprofitjournalismus und alternative Finanzierungsmodelle für Recherche.

Anmeldung unter gijc2019.org/registration

Global Investigative Journalism Conference 2019: Website online

2017 fand in der HafenCity Universität Hamburg (HCU) der Civil20-Gipfel statt. Im September 2019 findet hier und im benachbarten SPIEGEL-Haus die Global Investigative Journalism Conference statt. Foto: Civil20/Stephanie von Becker

Investigative Recherche, Datenjournalismus, grenzüberschreitende Kooperationen und Pressefreiheit – um sich über diese und weitere Themen auszutauschen, kommen im September 2019 mehr als 1.000 Journalistinnen und Journalisten aus über 130 Ländern nach Hamburg: zur 11. Global Investigative Journalism Conference (GIJC). Heute geht unter gijc2019.org die Konferenz-Website online, im März beginnt das Anmeldeverfahren.

Die Global Conference ist die größte internationale Tagung für journalistische Recherche. Sie findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Träger ist das Global Investigative Journalism Network mit Sitz in Washington D.C. – ein weltweiter Verbund von 177 Journalistenorganisationen mit investigativem Fokus. Ausrichter der GIJC in Hamburg sind die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche und die Interlink Academy for International Dialog and Journalism.

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Newsletter Netzwerk Recherche, Nr. 170, 20.02.2019

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wo werden wir in zehn Jahren noch Recherchen lesen? Und wer wird es sich noch leisten können, diese Recherchen zu lesen? Das frage ich mich seit einigen Wochen immer häufiger. In den USA haben innerhalb weniger Tage mehr als 2000 Journalisten ihren Job verloren. Und auch in Deutschland kürzen die Verlage, zuletzt zum Beispiel die Funke Mediengruppe.

Besonders problematisch finde ich die vielen Entlassungen bei BuzzFeed, bei Vice und bei der HuffPo. Nicht, weil ich selbst für BuzzFeed arbeite oder den Journalismus der drei Genannten besser fände als den anderer Medien. Sondern weil die Probleme dieser drei Digital-Angebote zeigen, wie schwierig es ist, im Internet (vor allem) mit Anzeigen genug Geld für teuren Journalismus zu verdienen.

Im Gegensatz zu anderen großen Medien stellen BuzzFeed, Vice und HuffPo ihren Journalismus weiterhin frei ins Netz. Immer mehr andere Medien machen dagegen dicht, verlangen von den Nutzern Geld für ihre Arbeit. Das ergibt aus Sicht der jeweiligen Medien Sinn. Doch wenn immer weniger Medien ihre Recherchen für alle zugänglich machen, haben viele Menschen irgendwann überhaupt keinen Zugriff mehr auf guten Journalismus. Menschen, die sich 19,99 Euro im Monat für Spiegel+ nicht leisten können.

Ein mögliches Gegenmittel ist der gemeinnützige Journalismus. Für diesen setzt sich auch das netzwerk recherche mit seiner Non-Profit-Initiative ein. Ich habe als Mitgründer und ehemaliger Reporter des Recherchezentrums Correctiv viel Sympathie für gemeinnützigen Journalismus und finde, dass er noch viel stärker gefördert werden sollte – aber er wird wohl niemals all das ersetzen können, was schon weggebrochen ist und noch wegbrechen wird.

Anzeigen finanzieren weniger Journalismus als erhofft. Verlage legen ihre Recherchen zunehmend hinter Bezahlschranken. Gemeinnütziger Journalismus ersetzt keine wegbrechenden Institutionen. Was bleibt? Der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Weiterlesen

Warum so zögerlich?

Der Constructive Journalism Day in Hamburg versuchte, mit Vorurteilen über lösungsorientierten Journalismus aufzuräumen

Der konstruktive Journalismus hat in Deutschland immer noch ein Wahrnehmungsproblem. Es ist hinlänglich bekannt, dass Medien ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit zeichnen, weil die Berichterstattung oft vor allem negative Ereignisse in den Blick nimmt. Es ist auch bekannt, dass das beim Publikum nicht gut ankommt. Und trotzdem werden Ansätze, die daran etwas ändern möchten, schnell als „Kuscheljournalismus“ abgestempelt. Ursache für die reflexhafte Kritik dürfte ein mangelndes Verständnis für die Anliegen des konstruktiven Journalismus sein. Daran etwas zu ändern, war ein Ziel des Constructive Journalism Day, der am 14. Februar 2019 in Hamburg stattfand.

Wie geht konstruktiver Journalismus? SJN-Mitbegründerin Tina Rosenberg (l.) und Grow-Stipendiatin Lisa Urlbauer hatten Antworten. (Foto: NDR | Jann Wilken)

NDR Info und die Hamburg Media School hatten mit Unterstützung der Schöpflin Stiftung mit Tina Rosenberg eine der weltweit profiliertesten Fürsprecherinnen für einen lösungsorientierten Journalismus einfliegen lassen. Rosenberg ist Pulitzer-Preisträgerin und Kolumnistin bei der New York Times, außerdem ist sie Mitbegründerin des amerikanischen Solutions Journalism Network (SJN). Mit Unterstützung eines Grow-Stipendiums von Netzwerk Recherche arbeiten Michaela Haas und Lisa Urlbauer vom SJN gerade daran, Teile der umfangreichen und kostenlosen SJN-Trainingsmaterialien für lösungsorientierte Berichterstattung ins Deutsche zu übersetzen.

Rosenberg nahm den (nicht anwesenden) Kritikern gleich den Wind aus den Segeln. Niemand wolle den Journalismus durch lösungsorientierten Journalismus ersetzen, sagte die US-Amerikanerin und gab eine einfache Erklärung: „Nicht für jede Story bietet sich ein Lösungsansatz an.“ Weiterlesen

Gutachten: Macht den Journalismus gemeinnützig!

Seit mehreren Jahren wird über die Gemeinnützigkeit von Journalismus diskutiert. Jetzt bringt ein Rechtsgutachten neuen Schwung in die Debatte: Die im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung erstellte Expertise empfiehlt, die Abgabenordnung zu ergänzen und den Journalismus steuerrechtlich als gemeinnützig anzuerkennen.

„Die Vielfalt der Medien ist integraler Bestandteil des Gemeinwohls“, betonen die Gutachter Daniel J. Fischer, Peter Fischer und Anke Warlich. Der Markt alleine könne diese Vielfalt jedoch nicht gewährleisten, insbesondere im Lokaljournalismus. Diese Lücke könne der gemeinnützige Journalismus füllen, denn er sorge für „Vielfalt in journalistischen Aktionsfeldern, in welchen die gewinnorientierten Medien mangels Marktrelevanz nicht tätig werden.“ Für die Medien habe die Anerkennung der Gemeinnützigkeit nicht nur steuerliche Vorteile, sondern auch die „Bedeutung eines öffentlichkeitswirksamen zivilgesellschaftlichen Qualitätssiegels.“

Die vorgeschlagene Gesetzesänderung schaffe zudem Rechtssicherheit. Denn den Pionieren im gemeinnützigen Journalismus (z.B. der in Stuttgart erscheinenden Wochenzeitung Kontext, dem Recherchezentrum Correctiv oder dem Online-Magazin MedWatch) ist gemein, dass sie ihre Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch die Finanzbehörden nur über Umwege haben erreichen können, z.B. durch die „Förderung der Volksbildung“. Weiterlesen

Newsletter Netzwerk Recherche, Nr. 169, 24.01.2019

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

2019 wird ein besonderes Jahr für netzwerk recherche, wir arbeiten nicht nur auf unsere Jahreskonferenz im Juni hin, sondern auch auf die Global Investigative Journalism Conference im September, die wir zusammen mit dem GIJN (Global Investigative Journalism Network) und der Interlink Academy in Hamburg ausrichten. Es sind also gleich zwei große Projekte in diesem Jahr. Vergangenes Wochenende haben wir im Vorstand, mit Partnern und interessierten Kollegen zusammengesessen und über die Programme für beide Konferenzen gesprochen. Für die Jahreskonferenz sind schon einige Themen eingeplant.

Beschäftigt hat uns natürlich auch der Fall Claas Relotius und welche Lehren nicht nur der SPIEGEL daraus ziehen muss. Die Affäre könnte auch ein Moment für die Branche sein, Entwicklungen zu hinterfragen: Dass viele Zeitungen unter finanziellem Druck ihre Auslandskorrespondenten eingespart haben, dass die packende Reportage in etlichen Redaktionen mehr zu gelten scheint als die Enthüllungsgeschichte, wie groß der Druck auf freie Journalisten ist.

Auch internationale Kooperationen und die extrem schwierigen Bedingungen, unter denen viele Kolleginnen und Kollegen etwa in Osteuropa arbeiten müssen, waren Gesprächsthemen bei und am Rande unserer Vorstandssitzung. Die Stipendiaten von netzwerk recherche und der Olin-Stiftung recherchieren ihre Projekte oft in fernen Ländern – sehr häufig geht es darum, dass Entscheidungen in  Unternehmen und Regierungen in Industrieländern wie Deutschland Auswirkungen auf das Leben der Bürger dort haben. Das sind wichtige Geschichten. Weiterlesen

Grow-Workshop: Zauberwort „Community“

Wie baue ich rund um mein journalistisches Angebot eine Community auf? Und wie bringe ich die Mitglieder meiner Community dazu, aktiv zu werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Workshops für die Stipendiaten im Grow-Programm für Gründerinnen und Gründer im gemeinnützigen Journalismus. Bei dem Treffen in Hamburg tauschten sich die Grow-Gewinner untereinander aus, berichteten über den Fortschritt ihrer Projekte und erhielten hilfreiche Tipps und Anregungen zum Community Building von drei Expertinnen aus der Praxis.

Lisa Urlbauer von Solutions Journalism Network, Simon Jockers von Datenguide sowie Hussam Al Zaher, Sahar Reza, Melina Seiler und Franziska Bauer vom Hamburger Flüchtling-Magazin tauschten sich untereinander aus.

Zwei der geförderten Projekte stehen noch ganz am Anfang und müssen ihr Publikum erst noch finden. So möchten Michaela Haas und Lisa Urlbauer im Rahmen des Stipendiums den lösungsorientierten Journalismus in Deutschland stärken und dafür die umfangreichen kostenlosen Ressourcen des US-amerikanischen Solutions Journalism Network (z. B. Recherche-Trainings und Webinare) für deutschsprachige Journalisten übersetzen und anpassen. Und Simon Jockers und sein Team entwickeln derzeit die Plattform „Datenguide“, die amtliche Statistiken leicht auffindbar machen und verständlich aufbereiten soll. Sie richten sich mit dem Recherchewerkzeug vor allem an Datenjournalisten, Statistiker und Civic-Tech-Akteure.

Das Hamburger Flüchtling-Magazin hat dagegen schon eine große Leserschaft und zahlreiche ehrenamtliche Helfer. Allerdings versucht das Team um Hussam Al Zaher, Sahar Reza, Melina Seiler und Franziska Bauer die Reichweite im Netz und auf Papier mit rechercheintensiven Beiträgen auszubauen und so noch mehr Austausch zwischen Geflüchteten und Deutschen zu ermöglichen. Weiterlesen

nr-Stammtisch mit Bettina Fächer

Datum: Montag, den 21. Januar 2019 um 20 Uhr
Gastrednerin: Bettina Fächer (Projektleiterin, SWR.Online)
Thema: crossmediale journalistische Erzählformen
Ort: Coworking Space von Caspar UG, Berger Straße 175, 60385 Frankfurt*

Journalistische Erzählformen ändern sich durch technische Möglichkeiten. Virtuelle und erweiterte Realitäten, Chat-Bots und Sprachassistenten. Bettina Fächer entwickelt und leitet für SWR.Online von Mainz aus seit mehr als zehn Jahren crossmediale Projekte und innovative Formate. Sie erzählt uns, wie aus ihrer Sicht veränderte Nutzungsgewohnheiten und neue Zielgruppen angesprochen werden können. Möglichkeiten und Grenzen von Transmedia-Projekte, Games, Second-Screen-Anwendungen etc.

Da die Anzahl der Plätze begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung bis zum 20. Januar per Mail an rheinmain@netzwerkrecherche.de

Infos zu den netzwerk recherche Stammtischen

Newsletter Netzwerk Recherche, Nr. 168, 20.12.2018

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

eigentlich sollte an dieser Stelle, passend zum Jahresende, eine kleine Bilanz über unsere Branche gezogen werden. Über tolle Recherchen, die durch die vertrauensvolle Kooperation verschiedener Medien eine besonders große Aufmerksamkeit erregten. Egal ob MeToo, Football-Leaks, der Skandal um gefährliche Implantate und viele andere Enthüllungen – all das hat eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig seriöser Journalismus ist, was er bewirken kann.

Zu dieser Bilanz hätte natürlich auch gehört, wie Verlage nach erfolgreichen Geschäftsmodellen für die Zukunft suchen, wie sich viele Kolleginnen und Kollegen angesichts sinkender Auflagen und Werbeeinnahmen um ihre Zukunft sorgen oder wie man auf die immer aggressiveren Beschimpfungen gegen unsere Arbeit angemessen reagieren kann.

Ja, so war es eigentlich gedacht. Und hätte sich auch gelohnt. Aber dann verkündete der SPIEGEL “in eigener Sache” am Mittwoch eine Affäre, die nicht nur ihn noch auf lange Zeit beschäftigen wird: Ihr Autor Claas Relotius hat in mehreren Reportagen Interviews mit Protagonisten frei erfunden, Erlebnisse beschrieben, die es nicht gab, Personen beschrieben, die er nie getroffen hat – er hat gelogen und das, wie der SPIEGEL schreibt, auch mit “krimineller Energie”.

Ausgerechnet Claas Relotius. Der 33-Jährige war einer der Besten nicht nur beim SPIEGEL. Mit Preisen und Ehrungen überhäuft, von vielen Kolleginnen und Kollegen geachtet und geschätzt. Trotzdem immer bescheiden und zurückhaltend, sympathisch und gewinnend. Kein Wichtigtuer oder Besserwisser wie manch anderer in unserer Zunft. Von einem “Schock” schreibt der SPIEGEL, von einem “Tiefpunkt” der SPIEGEL-Geschichte. Er will jetzt aufklären, warum die zahlreichen – und immer wieder als vorbildlich geltenden – Kontrollmechanismen versagt haben.

Er wird auch Antworten liefern müssen, warum er frühzeitige Hinweise auf die Lügengeschichten des Kollegen ignorierte, den Tippgeber abkanzelte und ihn behandelte wie einen lästigen Störenfried. Denn es gibt in diesem ganzen Skandal einen Aufrechten, dem die Wahrheit wichtiger war als die toll geschriebene Reportage für den nächsten Journalistenpreis. Es ist der SPIEGEL-Autor Juan Moreno. Er hat, wie der SPIEGEL zugeben muss, unter “Gefährdung seines Jobs” auf eigene Faust und Kosten unermüdlich recherchiert, bis auch die SPIEGEL-Verantwortlichen endlich aktiv wurden. Der Rest ist bekannt: Claas Relotius gestand seine Erfindungen. Sein (angebliches) Motiv: Angst vor dem Versagen. Weiterlesen

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