Fabian Dietrich: Windgeld.de

veröffentlicht von Netzwerk Recherche | 9. Dezember 2025 | Lesezeit ca. 1 Min.

ein Mann steht vor einem Windrad im Wald

Wo das Windgeld versickert

Wer verdient auf lokaler Ebene an Windkraft- und Solaranlagen?
Dieser Frage ging Fabian Dietrich im Rahmen seines NR/Olin-Stipendiums nach.

Zwar schreiben Landes- und Bundesgesetze seit Jahren vor, dass Gemeinden an den Einnahmen aus erneuerbaren Energien beteiligt werden sollen. Doch wie viel Geld tatsächlich bei Städten und Dörfern ankommt, war bislang kaum transparent.

Am Beispiel Brandenburgs fragte Dietrich alle betroffenen Gemeinden an. Das Ergebnis: In manchen Kommunen fehlten bis zu 90 Prozent der Einnahmen, die ihnen eigentlich zustehen. Teilweise zahlten Windanlagenbetreiber nicht einmal ihre verpflichtenden Abgaben – obwohl dafür Bußgelder von bis zu 100.000 Euro pro Anlage vorgesehen sind. Kontrollen durch das zuständige Landesministerium fanden seit 2019 nicht mehr statt, ein Bußgeld wurde bislang nie verhängt.

Um das Thema öffentlich zu halten, weitere Bundesländer zu untersuchen und Transparenz über Zahlungsflüsse herzustellen, gründete Fabian Dietrich die Plattform windgeld.de. Dort können Bürgerinnen und Bürger prüfen, ob Anlagenbetreiber und Verwaltungen ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen. Zusätzlich stellt die Plattform Statistiken, Hintergrundinformationen und recherchiertes Material zur Verfügung.

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