netzwerk recherche verleiht „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“ an Heiner Geißler, Andreas Zielcke und Arno Luik für ihre aufklärenden Analysen zu „Stuttgart 21“

Hamburg/Mainz – Der „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“ der Journalistenvereinigung netzwerk recherche (nr) geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Dr. Heiner Geißler, Bundesminister a.D., Dr. Andreas Zielcke (Süddeutsche Zeitung) und Arno Luik (stern).

„Die Preisträger haben durch ihre Recherchen Licht in das Dunkel rund um ‚Stuttgart 21‘ gebracht und viele vermeintliche Fakten als Blütenträume der Planer entlarvt“, sagte der Vorsitzende von netzwerk recherche, Thomas Leif, zur Begründung der Preisvergabe.

Heiner Geißler hat mit seiner präzisen Fragetechnik und nüchternen Sachverhaltsaufklärung in den Schlichtungsverhandlungen die Öffentlichkeit hergestellt, die jahrzehntelang von allen Akteuren vernachlässigt wurde. „Damit hat Heiner Geißler schon heute Demokratie-Geschichte geschrieben.“

Andreas Zielcke hat in seinem Beitrag „Der unheilbare Mangel“ (Süddeutsche Zeitung, 19.10.2010) die Widersprüche und Verfahrens-Tricks im S21-Genehmigungsverfahren „mit chirurgischer Präzision analysiert und damit auch den Wert der klassischen Archiv-Recherche in Erinnerung gerufen“, so Leif.

Arno Luik machte in einer Artikel-Serie für das Magazin stern im Herbst 2010 zahlreiche Dokumente und geheime Akten zu dem Infrastruktur-Projekt öffentlich. „Die stern-Recherchen lieferten belastbare Fakten statt bestellter Wahrheiten der Investoren.“

Der Leuchtturm-Preis wird am Mittwoch, 24. November 2010, ab 19 Uhr beim SWR in Mainz in einer Feier im Rahmen des MainzerMedienDisputs (siehe www.mediendisput.de) verliehen. Die Laudatio hält Ines Pohl, Chefredakteurin der taz – die tageszeitung. Das Preisgeld beträgt insgesamt 3.000 Euro. Die Verleihung wird unter www.ustream.tv/channel/netzwerk-recherche live ins Internet übertragen.

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