Liebe Kolleg*innen,

die Investigativjournalistin Maria Ressa hat in der vergangenen Woche einen wichtigen Prozess gewonnen. Ein Gericht in Manila hat die Friedensnobelpreisträgerin vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen. Ressa hatte die Anschuldigungen stets zurückgewiesen und als politisch motiviert bewertet: „Ein schamloser Machtmissbrauch, um Journalisten von ihrer Arbeit abzuhalten.“ Auf ihrer Nachrichtenseite Rappler hatte die Journalistin immer wieder kritisch über den früheren philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte und dessen Todesschwadronen berichtet.

Es ist nur einer der dutzenden Versuche, Ressa zum Schweigen zu bringen. In einem anderen Verfahren wegen angeblich diffamierender Aussagen drohen ihr bis zu sieben Jahre Haft.

Klagen, die gegen Journalist*en eingereicht werden, um sie einzuschüchtern und zu schikanieren, sind Angriffe auf die Meinungsfreiheit und auf die Pressefreiheit. Es gibt sie überall auf der Welt. Auch in Deutschland ist es schon dazu gekommen: Ein Geschäftsmann hatte in einem Zivilprozess 78 Millionen Euro Schadenersatz von zwei Investigativreportern der Süddeutschen Zeitung verlangt, nachdem diese 2013 über Insidergeschäfte seines später pleite gegangenen Solar-Unternehmens berichtet hatten. 2021 wurde die Millionenklage auch in zweiter Instanz abgewiesen, der Kläger gibt dennoch keine Ruhe.

Einschüchterung von Journalist*innen – ein Thema, über das wir auch auf unserer Jahreskonferenz sprechen werden. Noch bis Ende dieses Monats könnt Ihr Vorschläge für die #NR23 einreichen. Vom 16. bis 17. Juni 2023 findet sie bei unserem langjährigen Partner, dem NDR in Hamburg, statt. Wie immer lesen wir alle Vorschläge und sind gespannt auf Eure Ideen!

Es grüßen,

Annelie Naumann,
Albrecht Ude

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Ungleich23


## Inhaltsverzeichnis .

01: Editorial

Abschnitt Eins:   In eigener Sache
02: Jahreskonferenz 2023: Call for Papers & Anmeldung
03: SciCAR 2023: Termin und Call for Papers
04: NR-Webinar zum Sicherheitstool JSAT
05: NR-Fachkonferenz “Ungleichheit – Ein Wort, viele Facetten”
06: Auskunftsrechte-Projekt gestartet
07: Sicherheitstool JSAT auf Deutsch
08: Stellenausschreibung Werkstudent*in

Abschnitt Zwei:   Veranstaltungen
09: Kostenloses Webinar zur Stärkung der Nachrichtenkompetenz von Jugendlichen
10: Global Investigative Journalism Conference 2023
11: Bitte um Teilnahme an Studie “Worlds of Journalism”

Abschnitt Drei:   Nachrichten
12: Hausdurchsuchung bei Radio Dreyeckland
13: BVerwG verhandelt Staatstrojaner-Klage
14: Verstörendes Urteil zu Polizeigewalt gegen Journalistin

Abschnitt Vier:   Seminare, Stipendien, Preise
15: Deutsch-Portugiesischer Journalismus-Preis
16: Mercator-Journalists in Residence
17: Seminare mit Recherchebezug

Abschnitt Fünf:   Pressespiegel
18: Empfehlung [d. Red.]
19: Journalismus
20: Informationsfreiheit
21: “Fake News”
22: Überwachung

[Ende Inhaltsverzeichnis].

## Abschnitt Eins:   In eigener Sache .

# 02: Jahreskonferenz 2023: Call for Papers & Anmeldung .

Die NR-Jahreskonferenz 2023 findet am Freitag/Samstag, 16./17. Juni beim NDR Fernsehen (mit Pre-Konferenz-Workshops am Donnerstag, 15. Juni) in Hamburg statt.

Die Anmeldung zur NR-Jahreskonferenz ist eröffnet:
https://tickets.netzwerkrecherche.org/nr23/

Noch bis zum bis 31. Januar können Themenvorschläge eingereicht werden:
https://nr23.netzwerkrecherche.org/nr23/

# 03: SciCAR 2023: Termin und Call for Papers .

Die SciCAR23 findet am Fr./Sa., 29./30. September in Dortmund statt.

Die Konferenz soll den Austausch zwischen Datenjournalist*innen und Datenwissenschaftler*innen fördern, um Kooperationen im Bereich Computer Assisted Reporting (CAR) zu schaffen. Geplanter Konferenzort der SciCAR ist die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund.

Bis zum 31. Januar können Vorschläge über das Online-Formular eingereicht werden:
https://23.scicar.de/

# 04: NR-Webinar zum Sicherheitstool JSAT .

Mo., 30.01.2023, ab 18:00 Uhr, online (Zoom).

Das Journalist Security Assessment Tool (JSAT, zu deutsch ‘Sicherheitsbewertungstool für Journalisten’) ist eine Entwicklung des Global Investigative Journalism Network (GIJN) mit der Ford Foundation. Neben Übersetzungen in zahlreiche andere Sprachen liegt es jetzt auch auf Deutsch vor (siehe #07).

Zur Einführung des JSAT bietet das Netzwerk ein Webniar an. Der IT-Experte Hagen Lindner wird zu Cybersecurity sprechen, Lea Weinmann (SZ) gibt einen Einblick in die journalistischen Perspektiven. Moderiert wird das Webinar von NR-Vorstand Hakan Tanriverdi. Die Teilnahme ist kostenlos, um vorherige Anmeldung wird gebeten:
https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZIlceGprjItG9Nycib4nY5DOxrqF9AKClRM

# 05: Fachkonferenz zu Ungleichheit: Programm und Anmeldung online .

Fr., 24.03.2023, 9:30-18:30 h, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Reichpietschufer 50, 10785 Berlin.

Klimaschutz, Justiz, Gesundheit, Familie: Ungleichheit betrifft viele Lebensbereiche. Wie genau, das erzählen Betroffene, Fachleute und weitere Gäste auf der ersten Konferenz der NR-Fachgruppe Sozialjournalimus am 24. März in Berlin. Dabei sind unter anderem der bekannte Sozialmediziner Gerhard Trabert, Berlins Sozialsenatorin Katja Kipping und der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Beeck. Wir sprechen mit Menschen aus der Praxis wie der Klimaschutzbeauftragten von Frankfurt/Oder, Susan Schmidt, und Helena Steinhaus von der Initiative Sanktionsfrei. Weitere Aspekte sind der Umgang von Medien mit dem Thema Ungleichheit, der Austausch zwischen Wissenschaftler:innen und Journalist:innen über wichtige Daten und Fakten sowie die Folgen von #IchBinArmutsbetroffen.

Die Tagung wird von der NR-Fachgruppe Sozialjournalismus in Kooperation mit den Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) organisiert.

Programm und Anmeldung zur Konferenz:
https://nrch.de/ungleich23

# 06: Auskunftsrechte-Projekt gestartet .

Mit Beginn des neuen Jahres hat sich auch ein neues Projektteam gebildet: Im Rahmen des Projekts „Fragen und Antworten – Auskunftsrechte kennen und nutzen“ trifft Netzwerk Recherche auf FragDenStaat, ein Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland, um die Auskunftsansprüche von Journalist*innen gegenüber Ministerien, Behörden und öffentlichen Unternehmen zu stärken und ihre Anwendung zu erleichtern (wir berichteten bereits hier).

In verschiedenen Fortbildungsformaten bringen wir erfahrene Rechercheur*innen und Medienrechtler*innen mit Journalist*innen zusammen. Bereits online und frei zugänglich ist das Internetportal mit Gerichtsentscheidungen und Kommentierungen zu Auskunftsrechten und Medienrecht – später wird ein Online-Generator für Presseauskunftsanfragen mit Templates und Hilfestellungen folgen.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Starke Strukturen für unabhängigen Journalismus“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert und läuft zunächst bis Herbst 2024.

Ansprechpartnerin ist Vivienne Moise (E-Mail senden)

# 07: Sicherheitstool JSAT auf Deutsch .

Das Journalist Security Assessment Tool (JSAT, zu deutsch ‘Sicherheitsbewertungstool für Journalisten’) ist eine Weiterentwicklung des ‘Cybersecurity Assessment Tool’ (CAT) der Ford Foundation speziell für die Bedürfnisse von Journalisten und Redaktionen. Jetzt gibt es auch eine deutschsprachige Version davon.

Es ist ein in circa einer Stunde zu beantwortender Fragebogen zu den Themenfeldern

  – Operative Sicherheit,
– Geräte-Sicherheit,
– Account-Sicherheit,
– Physische Sicherheit sowie
– damit verbundene Risiken

Ggfs. werden Auskünfte der IT-Abteilung benötigt, um alles beantworten zu können. Nach Beantwortung aller Fragen gibt es eine umfangreiche Auflistung von Hinweisen, wie die individuelle Sicherheitslage verbessert werden kann.

Sicherheitstool JSAT auf Deutsch:
https://advisory.gijn.org/deutsch-jsat-das-journalist-security-assessment-tool/

Am Montag, 30. Januar, um 18 Uhr wird das JSAT im Rahmen eines kostenfreien Webinars vorgestellt (s. #04).

# 08: Stellenausschreibung Werkstudent*in .

Netzwerk Recherche sucht eine/n Werkstudent*in (w/m/x) für den Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Mitglieder- und Teilnehmer*innenmanagement.

Zur Stellenausschreibung
https://netzwerkrecherche.org/ueber-uns/offene-stellen/ 

[Ende der Mitteilungen in eigener Sache].

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NR23


## Abschnitt Zwei:   Veranstaltungen .

# 09: Kostenloses Webinar zur Stärkung der Nachrichtenkompetenz von Jugendlichen .

Do., 09.03.2023, 11 – 12 Uhr, online via EduDip.

Um die Nachrichtenkompetenz von Jugendlichen zu fördern, bietet die Deutsche Telekom Stiftung kostenlose Fortbildungen für (angehende) Lehrkräfte sowie außerschulische Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter (z.B. in Bibliotheken) an. In den knapp einstündigen “Qapito!”-Webinaren lernen die Teilnehmenden anhand von authentischen Beispielen aus dem Netz, wie man Quellen kritisch beurteilt und Behauptungen überprüft.

Anmeldungen für die Online-Schulung am 9. März (11 bis 12 Uhr) sind hier möglich:
https://next.edudip.com/de/webinar/quellen-kritisch-beurteilen/1852134

# 10: Global Investigative Journalism Conference 2023 .

Di.-Fr., 19.-22.09.2023, Göteborg, Schweden.

Die Global Investigative Journalism Conference (GIJC) ist eine Schulungskonferenz, die sich auf investigative Werkzeuge und Techniken konzentriert. Sie bietet kompetenzorientierte Beiträge, die  Journalisten aus aller Welt neues Wissen und Know-how vermittelt.

Das Programm ist noch in Arbeit, aber die Anmeldung zur Konferenz ist jetzt eröffnet. Bis Freitag, 31. März können Tickets zum ermäßigten Preis von 330 US-Dollar gebucht werden.

Details:
https://gijc2023.org/registration/

# 11: Bitte um Teilnahme an Studie “Worlds of Journalism” .

Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut bittet um Teilnahme an der Studie “Worlds of Journalism”: Wie geht es dem Journalismus und den Journalist*innen? Wie haben sich Eure Arbeitsbedingungen entwickelt, welche Aufgaben und Rollen übernehmt Ihr, wo verortet Ihr Risiken und Unsicherheiten?

Teilnahmewillige, die noch keine Einladung erhalten haben, melden sich bitte rasch mit Angabe ihrer E-Mail-Adresse bei Anna von Garmissen:
mailto:a.von.garmissen@leibniz-hbi.de. 

Die Befragung ist komplett anonym, Eure Mail-Adresse wird nur zum Verschicken der Einladung mit dem Link zur Befragung genutzt und anschließend gelöscht. Die Teilnahme von freien Journalist*innen ist besonders wichtig, um sie und ihre Situation angemessen in der Studie zu repräsentieren.

Mehr Infos zu der Studie:
https://worldsofjournalism.org/

[Ende der Veranstaltungen].

## Abschnitt Drei:   Nachrichten .

# 12: Hausdurchsuchung bei Radio Dreyeckland .

Am 17. Januar 2023 wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe die Räume von Radio Dreyeckland (RDL) in Freiburg i.Br. durchsucht. Außerdem die privaten Wohnungen von zwei Mitarbeitern, eines Redakteurs sowie des Verantwortlichen im Sinne des Presserechts für die Website von RDL. Es wurden mehrere Computer, Mobiltelefone und Datenträger beschlagnahmt.

Grund für die Durchsuchung war die Verlinkung auf eine öffentlich nutzbare Website von linksunten.indymedia. Ein Artikel auf der Website von RDL vom 30.07.2022 hatte über die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen linksunten.indymedia berichtet.

Dazu nehmen Radio Dreyeckland und der Bundesverband Freier Radios Stellung:

Angriff auf die Presse- und Rundfunkfreiheit – Durchsuchungen bei Radio Dreyeckland und Mitarbeitern
Radio Dreyeckland, 17.01.2023
https://rdl.de/beitrag/230117-pm-hausdurchsuchung

Stellungnahme zur Hausdurchsuchung bei Radio Dreyeckland in Freiburg
Bundesverband Freier Radios, 18.01.2023
https://www.freie-radios.de/mitteilungen/14589-stellungnahme-zur-hausdurchsuchung-bei-radio-dreyeckland-in-freiburg

# 13: BVerwG verhandelt Staatstrojaner-Klage .

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt am 25. Januar über eine Klage von Reporter ohne Grenzen (RSF) gegen den Einsatz sogenannter Staatstrojaner durch den Bundesnachrichtendienst (BND).
Reporter ohne Grenzen, 16.01.2023
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/bverwg-verhandelt-staatstrojaner-klage-von-rsf-1

# 14: Verstörendes Urteil zu Polizeigewalt gegen Journalistin .

Polizist schlug ihr mit Faust ins Gesicht: Berliner Videojournalistin scheitert mit Klage auf Schmerzensgeld
Ein Beamter verletzte die Videojournalistin Lea Remmert am 1. Mai 2020 am Rande der Demos in Kreuzberg. Das Landgericht wies nun ihre Klage auf Schmerzensgeld ab.
Von Madlen Haarbach. – Tagesspiegel, Update: 23.12.2022
https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizist-schlug-ihr-mit-faust-ins-gesicht-berliner-videojournalistin-scheitert-mit-klage-auf-schmerzensgeld-9086473.html

[Ende der Nachrichten].

## Abschnitt Vier:   Seminare, Stipendien, Preise .

Fehlt ein Termin mit Recherchebezug? Bitte mailen Sie uns an
mailto:termine@netzwerkrecherche.de .

# 15: Deutsch-Portugiesischer Journalismus-Preis .

Bewerbungsschluss ist Di., 31.01.2023.

Der Deutsch-Portugiesische Journalismus-Preis zeichnet jährlich herausragende Beiträge über Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in Deutschland und Portugal aus. Der 1. Preis ist mit 2.000 Euro und einer Reise für zwei Personen ins jeweils andere Land dotiert. Mehr Infos hier:

https://www.goethe.de/ins/pt/de/kul/foe/jpr.html

# 16: Mercator-Journalists in Residence .

Wer zu Demokratiefragen des digitalisierten Finanzsektors recherchieren will, kann sich fortlaufend für einen Gastaufenthalt am “Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung” (Zevedi) der TU Darmstadt bewerben. Zusammen mit der Mercator-Stiftung vergibt das Zevedi jährlich bis zu fünf Stipendien. Für vier bis sechs Wochen erhalten die “Mercator-Journalists in Residence” monatlich 3.500 Euro, um sich ihrem Forschungs- oder Praxisvorhaben widmen zu können.

Alle Details:
https://zevedi.de/aktivitaeten/mercator-journalists-in-residence/

# 17: Seminare mit Recherchebezug .

ARD.ZDF medienakademie: Datawrapper – das universelle Visualisierungstool
Mo./Di., 08.-09.05.2023, Hannover + E-Learning-Phase
Trainer: Claus Hesseling
Preis: 800,- Euro
https://www.ard-zdf-medienakademie.de/mak/seminare/51243

ARD.ZDF medienakademie: Investigative Recherche, Rollenreportage, Undercover
Do./Fr., 11.-12.05.2023, Nürnberg
Trainer: Kim Otto
Preis: 690,- Euro
https://www.ard-zdf-medienakademie.de/mak/seminare/51230

ARD.ZDF medienakademie: Online-Recherche in sozialen Netzwerken
Mo./Di., 05.-06.06.2023, Hannover
Trainer: Claus Hesseling
Preis: 690,- Euro
https://www.ard-zdf-medienakademie.de/mak/seminare/51234

[Ende der Seminare, Stipendien, Preise].

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## Abschnitt Fünf:   Pressespiegel .

# 18: Empfehlung [d. Red.] .

“Rückgrat der Suchmaschine”: Mehr Lohn für Arbeiter*innen hinter den Kulissen von Google
Hinter den Ergebnissen der Google-Suche steckt die Klickarbeit tausender Arbeiter*innen, die nicht direkt bei Google angestellt sind. Ihre Bezahlung sei ein „Hungerlohn“, beklagt eine US-amerikanische Gewerkschaft. Jetzt hat sie einen Sieg errungen.
Von Tim Wurster. – netzpolitik.org, 13.01.2023
https://netzpolitik.org/2023/rueckgrat-der-suchmaschine-mehr-lohn-fuer-arbeiterinnen-hinter-den-kulissen-von-google/

Hans-Georg Maaßen: Ihm fehlt die Integrität
Allzu lange hielt der C.H.-Beck-Verlag mit einem fadenscheinigen Argument an Hans-Georg Maaßen fest. Das zeigt, wie viel Unehrlichkeit in der juristischen Kultur steckt.
Von Ulf Buermeyer. – Zeit Online, 19.01.2023
https://www.zeit.de/kultur/2023-01/hans-georg-maassen-c-h-beck-verlag-ex-verfassungsschutzpraesident-beenden-zusammenarbeit

# 19: Journalismus . 

Die Kaffeesatzleser sind unterwegs
Wie Newsjournalismus zunehmend von Horoskopie verdrängt wird. Und warum das Negative überwiegt. Ein kritischer Blick auf die Corona-Berichterstattung.
Von Michael Haller. – Telepolis, 13.01.2023
https://www.telepolis.de/features/Die-Kaffeesatzleser-sind-unterwegs-7456876.html?seite=all

Roboterjournalismus: Forscher fordern Label für automatisch erstellte Texte
Schon vor ChatGPT setzten immer mehr Redaktionen auf Wetter- und Finanzberichte aus der Maschine. Bundestagsforscher drängen auf eine Kennzeichnung.
Von Stefan Krempl. – heise Newsticker, 23.12.2022
https://www.heise.de/news/Roboterjournalismus-Forscher-fordern-Label-fuer-automatisch-erstellte-Texte-7442592.html

Algorithmen in digitalen Medien und ihr Einfluss auf die Meinungsbildung
Britta Oertel, Steffen Albrecht, Jakob Kluge, Diego Dametto. – Büro für Technikfolgen-
bschätzung beim Deutschen Bundestag, 22.12.2022
https://www.tab-beim-bundestag.de/team_algorithmen-in-digitalen-medien-und-ihr-einfluss-auf-die-meinungsbildung.php

# 20: Informationsfreiheit .

So halten Berliner Ministerien brisante Informationen zurück
Von Hans-Martin Tillack, Chefreporter Investigation. – Die Welt, 13.01.2023
https://www.welt.de/politik/deutschland/plus243177609/Wenig-Transparenz-So-halten-Ministerien-Informationen-zurueck.html ($)

# 21: “Fake News” .

Radiosender kämpfen mit Fakeprofilen im Netz
Seit Wochen kursieren falsche Profile von Radiosendern oder deren besonders bekannten Stimmen im Netz. Einzelne fallen auf damit verbundene Betrugsmaschen rein.
dpa via heise Newsticker, 16.01.2023
https://www.heise.de/news/Radiosender-kaempfen-mit-Fakeprofilen-im-Netz-7459663.html

# 22: Überwachung .

Irgendwas mit Internet: Die scheinheilige US-Debatte über TikTok
Kolumne von Markus Beckedahl. – netzpolitik.org, 07.01.2023
https://netzpolitik.org/2023/irgendwas-mit-internet-die-scheinheilige-us-debatte-ueber-tiktok/

Inside Fog Data Science, the Secretive Company Selling Mass Surveillance to Local Police
By Bennett Cyphers. – EFF, 31.08.2022
https://www.eff.org/deeplinks/2022/08/inside-fog-data-science-secretive-company-selling-mass-surveillance-local-police

[Ende des Pressespiegels].

## Impressum .

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Anschrift:
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Albrecht Ude {aude}

Schlussredaktion:
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[Ende des Impressum].