Der 19. Band der Publikationsreihe „nr-Werkstatt“ dokumentiert Ergebnisse der Fachkonferenz „Grauzone Presserecht: Rechercheure zwischen Freiheit und Gängelung“, die das netzwerk recherche in Kooperation mit dem Erich-Brost-Institut und dem Westdeutschen Rundfunk vom 29. bis 31. Oktober 2010 in Dortmund ausrichtete.

Sie können die nr-Werkstatt als pdf-Datei herunterladen: nr-werkstatt 19: presserecht  (160 S., 2.109 KB).

Wie üblich erhalten Sie beim netzwerk die gedruckte Werkstatt gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro frankierten und adressierten DIN C4- oder C5-Umschlags bei der nr-Geschäftsstelle.

Die Autoren bringen das nötige Praxiswissen, um im Paragraphen-Dschungel und konkreten Interessenkonflikten zu bestehen.

Die bilanzierenden Texte zum Stand der Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland illustrieren in der skizzierten Chronologie, dass auch hier der Grundsatz gilt: verordnete Grundrechte sind kein bequemes Ruhekissen, sie müssen immer wieder erstritten werden. Dieses Leitmotiv gilt ganz besonders für die Informationsansprüche aus den Landespressegesetzen, dem Informationsfreiheitsgesetz, dem Umweltinformationsgesetz oder bei den Auskunftsrechten gegenüber Unternehmen.
Wenn Journalisten selbst diese noch viel zu schwachen Rechte zu zögerlich nutzen, ist eine dringend notwendige Ausdehnung der gesetzlichen Bestimmungen kaum denkbar. Nur durch eine intensive Nutzung dieser Auskunftsrechte und der Veröffentlichung der so geschöpften Substanz-Ergebnisse kann der Öffentlichkeit Sinn und Nutzen dieser „Rechte“ glaubwürdig vermittelt werden.

Wer im journalistischen Alltag die kompakt präsentierten Grundkenntnisse beherzigt, wird den praktischen Nutzen in der Recherche und Umsetzung rasch bemerken.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Thomas Leif (S. 4)

Max Stadler:
Ein paar Gedanken zum Stand der Pressefreiheit
Dokumentiert von Natascha Tschernoster (S. 7)

Eva-Maria Michel:
Medien unter Druck? Presserecht und Medien rechtsprechung im Wandel der vergangenen Jahre
Dokumentiert von Daniel Otto und Florian Riesewieck (S. 19)

Gernot Lehr und Christian Mensching:
Das „Stolpe-Urteil“, das Erwecken von Eindrücken und die Besonderheiten der Verdachtsberichterstattung
Dokumentiert von Naemi Goldapp und Leonie Voss (S. 27)

Martin W. Huff:
Immer wieder Caroline (S. 39)

Sarah Keller und Stefanie Häger:
Das Recht am eigenen Bild nach dem Caroline-Urteil (S. 43)

Alexander Sättele:
Keine Beihilfe zum Geheimnisverrat (S. 49)

Manfred Redelfs:
Das Schweigen der Ämter – eine journalistische Horrorvorstellung
Dokumentiert von Benedikt Borchers und Daniel Klager (S. 55)

Udo Branahl:
Das Pressegesetz: Wie setze ich meine Ansprüche im öffentlichen Interesse durch?
Dokumentiert von Katrin Schmidt (S. 73)

Martin Beckmann:
Der Informationsanspruch nach dem Umweltinformationsgesetz (S. 85)

Martin Meuthen:
Tipps für Informationsansprüche nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) (S. 103)
Fact-Checking: Journalistische Sorgfaltspflicht in der Praxis
von Anja Frenzel, Stefan Kleiber, nach dem Vortrag von Bertram Weiß (S. 107)

David Schraven:
Auskunftsanspruch gegen öffentliche Unternehmen
Dokumentiert von Sarah Sauer und Gerrit von Nordheim (S. 117)
Medienrechtliche Auskunftsansprüche gegen Unternehmen
Dokumentiert von Sarah Sauer und Gerret von Nordheim (S. 129)

Gert Monheim, Stephan Michelfelder, Ingolf Gritschneder:
Milliarden Monopoly III – Neue Spuren im Kölner Messeskandal
Aufbereitet von Daniel Otto und Florian Riesewieck (S. 135)

Dortmunder Anstöße zum Medienrecht (S. 145)

Autorenliste (S. 148)

Sisyphos war ein glücklicher Mensch – 10 Jahre netzwerk recherche e.V.
FAQ’ s zur Arbeit von netzwerk recherche (S. 149)

Impressum (S. 156)