Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

es sind verstörende Bilder, die uns täglich die unerträgliche Situation am Flughafen in Kabul vor Augen führen: Wir sehen das Chaos und die Verzweiflung, fühlen die Ohnmacht und die Panik, hören die Schüsse, erfahren von Toten. Und das inmitten von weinenden Kindern und mitfühlenden, aber offenbar überforderten Soldaten. Wir sind weit weg vom Geschehen, aber – wegen der Wucht der Schreckensbilder – gefühlt doch ganz nah dabei.

Doch was wissen wir eigentlich tatsächlich? Die Emotionen sind gewaltig, die überprüfbaren Fakten sehr gering. Das beginnt schon mit den Bildern: Wer hat sie gedreht, wer hat sie bearbeitet, wer hat entschieden, was uns gezeigt werden soll – und was nicht? Quellenangaben (z.B. US-Armee oder Bundeswehr) gibt es nur ganz selten. Die Einordnung der Bilder, die Kommentierung der Lage (nicht nur) für das deutsche Fernsehen erfolgt in aller Regel durch Journalisten, die sich in Taschkent, Dehli oder Istanbul aufhalten. Und auch die Printkollegen sind weit weg. Dies ist kein Vorwurf, sondern lediglich eine Feststellung. Aber führt dennoch zur Frage: Sind wir wirklich ganz nah dabei? Stimmt das alles, was wir sehen, lesen und hören? Oder – noch nachdenkenswerter – was sehen, lesen und hören wir nicht?

“THE WORLD NEEDS JOURNALISTS” – das stand für alle sichtbar auf dem Shirt von Clarissa Ward. Diese mutige Kollegin blieb auch nach dem Sturm der Taliban in Kabul, berichtete mit ihrem Team unerschrocken über all das, was sich außerhalb des Flughafens ereignete. Ihre Bilder zeigten Straßenszenen, wo es praktisch keine Frauen mehr gab. Schaufenster, die von eventuell zu freizügigen Motiven “gereinigt” wurden. Einwohner, die aus Angst nicht mehr reden wollten. Alles kontrolliert von schwer bewaffneten Milizen der Taliban. Doch dann wurde es ihrem Haussender CNN zu gefährlich, er zog sie ab. Also verließ wohl die letzte Journalistin aus dem Westen das Land.

Und jetzt? Wir sehen in den “sozialen Netzwerken” Bilder von Demonstrationen gegen das Taliban-Regime, die beschossen werden. Und erfahren, dass es dabei Tote und Verletzte gab. Wir sehen Fotos von ersten Hinrichtungen. Und sehen, wie die neuen Machthaber ganze Häuserblocks durchsuchen, um Anhänger der abgelösten Regierung aufzuspüren. Oder Mitarbeiter der westlichen Streitkräfte. Wir hören von der Angst vieler Frauen, denen ihre Rechte genommen wurden. Oder von der Panik vieler Eltern, dass ihre Töchter entführt werden, um sie zwangsweise mit einem Taliban zu verheiraten. So gut wie nichts erfahren wir aber über die Lage außerhalb der Großstädte.

Gleichzeitig erzählen die Taliban, dass niemand Angst haben müsse, dass man keine Rache üben werde. Und einige Wohlfahrtsorganisationen berichten, dass sie bislang noch arbeiten dürften.

Ja, die Welt bräuchte nicht nur jetzt Journalisten, die vor Ort sind, die uns das Geschehen kompetent und seriös einordnen könnten, die uns das “ganze Bild” zeigen – ohne Gefahr für Leib und Leben. Aber das lässt das Terrorregime nicht zu. Und verhält sich damit genau so wie andere autoritäre Regierungen in vielen anderen Ländern. Getreu dem Motto: Journalisten sind immer dort unerwünscht, wo etwas vertuscht werden soll. Wo Korruption für die Herschenden selbstverständlich ist. Wo Menschen willkürlich verhaftet, gefoltert und auch getötet werden.

Und deshalb verdienen all jene Kollegen den allergrößten Respekt, ja unsere Bewunderung, die trotz all dieser Drohungen und der Todesangst weiterhin als Journalisten ihren Job in ihrem Land machen wollen – nämlich aufklären und informieren.

Solche einheimischen Kollegen gibt es auch (noch) in Afghanistan. Und deshalb wissen wir, was von den Beschwichtigungen der Taliban zu halten ist. So postet die in Afghanistan sehr bekannte Journalistin und Moderatorin Shabnam Khan Dawran, wie ihr der Zutritt zu ihrem Sender verwehrt wurde – mit der Begründung, es gäbe “ein neues System und die Regeln hätten sich geändert”. Jetzt sitzt sie zu Hause, fürchtet um ihr Leben und bittet die Welt um Hilfe. Für Toofan Omar, den Leiter des privaten Radiosenders Paktia Chag Radio, kommt diese Hilfe zu spät. Er wurde bereits ermordet. Ebenso wie der Angehörige eines Mitarbeiters der Deutschen Welle. Und wahrscheinlich noch weitere Kollegen, deren Namen wir noch nicht kennen.

Was wir ganz sicher wissen: Viele einheimische Mitarbeiter (auch) von deutschen Sendern und Verlagen fürchten um ihr und das Leben ihrer Familien. Sie flehen und bitten uns alle um Hilfe und Rettung. Wir dürfen das nicht überhören. Bei “Reporter ohne Grenzen” melden sich immer mehr Kollegen, die ihre dramatische Lage schildern. Die zu Recht jetzt Hilfe von denen erwarten, für die sie jahrelang gearbeitet haben. Erfreulich zumindest, dass diese Verlage und Sender in einem gemeinsamen Appell die Bundesregierung dringlichst um Unterstützung bitten. Doch ob das den Bedrohten hilft?

Und ausgerechnet jetzt meldet sich Alice Schwarzer mit einer zynisch anmutenden Forderung: Die Bundesregierung solle nur noch Kinder und Frauen als Flüchtlinge aufnehmen. Denn ansonsten werden sehr bald afghanische Terroristen bei uns sein. Offenbar ist ihr das Schicksal der männlichen Kollegen egal. Es gibt manchmal Momente, wo auch einem Journalisten die Worte fehlen. Aber ganz sicher nicht die Hoffnung, dass möglichst viele unserer Kollegen gerettet werden, ihnen die Flucht gelingt.

Es sind für uns alle aufwühlende Tage. Aber auch nachdenkliche. Denn uns sollte mal wieder bewusst sein, welche Privilegien wir hierzulande haben. Wir dürfen alle und alles kritisieren. Aber wir sollten uns alle auch der Verantwortung bewusst sein, die diese Freiheit eben auch von uns verlangt.

Und genau deshalb müssen wir auch darüber streiten, ob alle Medien sich dieser Verantwortung bewusst sind. Ob sie immer die Grenzen zwischen seriösem, faktenorientiertem Journalismus und der Hetze und Propaganda mit erfundenen Schlagzeilen und fehlerhaften, tendenziösen Texten beachten. Es dient unserer Glaubwürdigkeit, wenn wir offen und mit klaren Worten all jene auch in unserer Branche kritisieren, die diese Grenzen bewusst missachten, gar als lukratives Geschäftsmodell betrachten.

Zum Schluss noch etwas in eigener Sache: Dies ist heute der 200ste Newsletter. Wir wissen, dass viele – nicht nur die Mitglieder von netzwerk recherche – diese monatlich zusammengestellten Informationen über alles wichtige unserer Medienbranche schätzen. Für dieses Interesse – und die vielen positiven Rückmeldungen – möchten wir uns herzlich bedanken.

Und passend dazu noch ein Jubiläum: netzwerk recherche feiert in diesem Jahr Geburtstag. Uns gibt es jetzt seit 20 (turbulenten) Jahren. Wie wir das feiern, erfährt jeder Kollege, jede Kollegin demnächst auf unserer Homepage.

Es grüßen
Kuno Haberbusch,
Albrecht Ude

## Inhaltsverzeichnis.

01: Editorial

Abschnitt Eins: In Eigener Sache
01: nr-Jahreskonferenz findet (wieder) online statt
02: Fellowship Vielfalt im Investigativjournalismus stärken
03: Jetzt bewerben – Grow-Stipendien für gemeinnützigen Journalismus
04: SEED-Newsletter Nr. 8 erschienen: Check der Wahlprogramme
05: German Editor: Kooperation zwischen GIJN und netzwerk recherche
06: Fachtag zur Nachrichtenkompetenz bei Jugendlichen am 15. September
07: #FactoryWisskomm – Ideen für den Wissenschaftsjournalismus

Abschnitt Zwei: Veranstaltungen
08: LETsDOK feiert den Dokumentarfilm und lädt zum Mitmachen ein
09: Konferenz “Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe”
10: Bündnis gegen digitale Überwachung gegründet
11: VOCER Akademie für Digitale Resilienz

Abschnitt Drei: Nachrichten
12: OBS-Studie analysiert Boom-Medium Podcast
13: SLAPPs: Zivilgesellschaftliches Bündnis warnt vor Gefahren für Rechtsstaat und Demokratie
14: Druck von Facebook: AlgorithmWatch stellt Instagram-Forschungsprojekt ein
15: Free Media Awards 2021 gehen an Journalisten und Medien aus Belarus

Abschnitt Vier: Seminare, Stipendien, Preise
16: Förderung für investigativen Umweltjournalismus
17: EU-Hospitanzprogramm in Bonn und Brüssel
18: Recherchestipendien für die Berlin Science Week
19: Förderung für innovative Open-Source-Software

Abschnitt Fünf: Pressespiegel
20: Empfehlung [d. Red.]
21: Journalismus
22: Journalismus und PR
23: Informationsfreiheit
24: “Fake News”
25: Überwachung

[Ende Inhaltsverzeichnis].

## Abschnitt Eins: In Eigener Sache.

# 01: nr-Jahreskonferenz findet (wieder) online statt .

Die für Fr./Sa., 01./02. Oktober geplante (nachgeholte) Jahreskonferenz kann aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Stattdessen werden wir eine weitere Webinar-Reihe anbieten. Dazu in den nächsten Tagen mehr auf der nr-Website unter:
https://nrch.de/nr21

Wir prüfen zur Zeit, ob in Hamburg oder auch in anderen Städten regionale Treffen stattfinden können, z.B. am Currywurstwagen oder am Pommesstand.

# 02: Fellowship Vielfalt im Investigativjournalismus stärken .

Bewerbungsfrist: Di., 31. August 2021

Vielfalt im Investigativjournalismus stärken – so heißt das Fellowship-Programm der Neuen deutschen Medienmacher in Kooperation mit netzwerk recherche. Ihr interessiert euch für Investigativ-Journalismus – hattet aber noch kaum Gelegenheit, länger in einer Recherche-Redaktion mitzuarbeiten? Wir wollen euch ermöglichen, im Rahmen eines mindestens zweimonatigen Praktikums Abläufe und Arbeitsweisen eines Investigativ-Ressorts kennenzulernen. Ihr könnt an einem Rechercheprojekt mitarbeiten und habt die Gelegenheit, euch mit anderen Investigativjournalisten zu vernetzen. Das Praktikum wird bezahlt bzw. durch ein Stipendium finanziert.

Bewerben können sich Journalisten mit Einwanderungsgeschichte und journalistischer Vorerfahrung wie auch mit dem Berufsziel Investigativjournalismus.

Nähere Informationen und Bewerbung unter
https://neuemedienmacher.de/fellowship

# 03: Jetzt bewerben – Grow-Stipendien für gemeinnützigen Journalismus .

Bewerbungsfrist: So., 05.09.2021

netzwerk recherche schreibt zum sechsten Mal die Grow-Stipendien für gemeinnützigen Journalismus aus. Die Stipendien sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert und werden an Medienprojekte vergeben, die den Recherche-Journalismus bereichern und gemeinnützig arbeiten möchten. netzwerk recherche berät die Grow-Stipendiaten in journalistischen Fragen und vermittelt Know-how und Kontakte, damit der Start gelingen und das Projekt wachsen kann.

In diesem Jahr haben netzwerk recherche und die Schöpflin Stiftung, die das Programm ermöglicht, das Angebot erweitert: Die Grow-Stipendiaten werden Experten und erfahrene Kollegen in zusätzlichen Webinaren treffen, zudem erhalten die ausgewählten Projekte Tickets für die digitale GIJC21 (Global Investigative Journalism Conference) im November 2021 und das europäische Treffen des Recherche- und Datenjournalismus, die Dataharvest 2022 – und natürlich auch für die Jahreskonferenz von netzwerk recherche im kommenden Jahr.

Mehr Informationen zu den Voraussetzungen und zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens:
https://nrch.de/grow21

# 04: SEED-Newsletter Nr. 8 erschienen: Check der Wahlprogramme .

Ob es nach der Bundestagswahl wohl etwas wird mit der rechtlichen Anerkennung des gemeinnützigen Journalismus? Seit Jahren wird nun schon politisch diskutiert. Malte Werner hat einen genauen Blick in die Wahlprogramme der Parteien geworfen: Wie sehen die Pläne für den Journalismus und die Medienwelt aus? Seine Analyse ist im neuen SEED-Newsletter zum Nonprofitjournalismus erschienen. Außerdem: In der Rubrik “Meet The New Sector”, in der wir europäische Medienprojekte vorstellen, schreiben wir über die spanische Fact-Checking-Initiative Maldita, die nun auch an der Universität Journalisten ausbilden wird. In der “Freundlichen Übernahme” präsentiert Sebastian Meineck seinen Online-Recherche Newsletter und ein hilfreiches Tool für die Twitter-Recherche.

Die SEED-Ausgabe Nr. 8 kann hier nachgelesen werden:
https://nrch.de/seed8

Um keine Ausgabe zu verpassen, kann der SEED-Newsletter hier abonniert werden:
https://nrch.de/seedabo

Informationen zu #TheNewSector und unserem Europa-Netzwerk:
https://netzwerkrecherche.org/map/

# 05: German Editor: Kooperation zwischen GIJN und netzwerk recherche .

Wir freuen uns, dass wir seit August 2021 noch mehr zur Vernetzung von Investigativjournalisten auf internationaler Ebene beitragen können. Zusammen mit dem Global Investigative Journalism Network (GIJN) haben wir eine deutschsprachigen Redaktion gegründet. Bevor nun bald umfassende Handbücher, Guidelines und Praxistipps aus dem Resource Center des GIJN ins Deutsche übersetzt werden, starten wir mit der Vernetzung von nr und GIJN über Social-Media-Accounts und mit dem Aufbau der deutschsprachigen Website. Die Social-Media Accounts werden bald bespielt. Folgt gerne schon mal auf Twitter unter
https://twitter.com/GijNgerman

Die Redaktion und den Aufbau von “GIJN auf deutsch” übernimmt Anna Poth. Neben ihrer Tätigkeit als freie Journalistin hat sie zuvor die Plattform Genderleicht.de maßgeblich mitaufgebaut und große Erfahrung im Social-Media-Bereich. Willkommen in unserem Team!

# 06: Fachtag zur Nachrichtenkompetenz bei Jugendlichen am 15. September .

Wie erreichen seriöse Nachrichten ein junges Publikum? Und wie ist es um die Nachrichtenkompetenz bei Jugendlichen bestellt? Die Ergebnisse der #UseTheNews-Studie sind alarmierend. Deshalb laden die Nachrichtenagentur dpa und next.Media.Hamburg gemeinsam mit netzwerk recherche Journalisten, Medienmacher und Lehrkräfte zu einem Fachtag über Nachrichtenkompetenz an die Elbe ein.
Die Hybridveranstaltung findet im Rahmen des diesjährigen “scoopcamp” am Mittwoch, 15. September, ab 12.30 Uhr im designXport Hamburg statt. Die Teilnehmenden erwartet eine Mischung aus Diskussionsrunden und Workshops, in denen Medienprofis z. B. zeigen, wie man in wenigen Minuten herausfinden kann, ob ein Post auf Instagram richtig ist oder “fake”. Auch das Phänomen Influencer wird kritisch beleuchtet, u. a. im Gespräch mit Zeit-Online-Chef Jochen Wegner und YouTuber Mirko Drotschmann a.k.a. MrWissen2Go. Die Keynote hält der ehemalige Chefredakteur des Guardian, Alan Rusbridger. Die Konferenz wird ermöglicht durch die Schöpflin Stiftung und die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

Anmeldung für den Livestream:
http://www.scoopcamp.de

Eine persönliche Teilnahme vor Ort erfordert eine Registrierung per E-Mail an
mailto:tickets@scoopcamp.de.
Aufgrund geltender Corona-Beschränkungen stehen jedoch nur wenige Plätze zur Verfügung.

# 07: #FactoryWisskomm – Ideen für den Wissenschaftsjournalismus .

Hinter dem etwas kryptischen Namen #FactoryWisskomm steckt eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, eine Denkwerkstatt zur Wissenschaftskommunikation, ein Strategieprozess mit rund 150 Kollegen aus Wissenschaft und Kommunikation. Als netzwerk recherche haben wir in den vergangenen Monaten in einer von sechs Arbeitsgruppen über die Zukunft des Wissenschaftsjournalismus nachgedacht.

Dabei haben wir in der Arbeitsgruppe sehr konkrete Empfehlungen erarbeitet. Wir betonen zum Beispiel die Bedeutung des Science Media Centers und den Wert der SciCAR-Konferenz für den Daten- und Wissenschaftsjournalismus. Nach unserem Wunsch soll auch der gemeinnützige Journalismus gestärkt werden – durch Fortbildungsangebote, Innovationsförderung und Forschung. Der Report fordert zudem, den Journalismus ins Gemeinnützigkeitsrecht aufzunehmen, damit sich gemeinwohlorientierte Medienangebote leichter gründen und Finanzierungsmöglichkeiten besser erschließen lassen.

Hier gibt es den fast 100-seitigen Bericht mit Handlungsempfehlungen:
https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/downloads/files/factory_wisskomm_publikation.pdf?__blob=publicationFile&v=1
(PDF-Datei, 97 S., 5.389 KB)

Karliczek: “Das ist erst der Anfang”
Seit dem Start der #FactoryWisskomm haben 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in sechs Arbeitsgruppen Handlungsperspektiven für die Wissenschaftskommunikation in Deutschland erarbeitet. Jetzt wurden die Empfehlungen der Öffentlichkeit vorgestellt.
https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/kurzmeldungen/de/karliczek-das-ist-erst-der-anfang.html

[Ende der Mitteilungen in eigener Sache].

## Abschnitt Zwei: Veranstaltungen.

# 08: LETsDOK feiert den Dokumentarfilm und lädt zum Mitmachen ein .

Von Mo.-So., 13.-19. September 2021 finden die zweiten bundesweiten Dokumentarfilmtage unter dem Motto LETsDOK statt. In ganz Deutschland werden in Kinos, an alternativen Veranstaltungsorten und in Mediatheken Dokumentarfilme zu sehen sein, teils begleitet von Filmgesprächen, teils eingebettet in thematisch kuratierte Filmreihen.

Das Programm:
https://letsdok.de/ ,
https://letsdok.de/programm/

# 09: Konferenz “Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe” .

Do./Fr., 04./05.11.2021, Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main und online

“Schwieriges Erbe” ist das Schwerpunktthema der 11. Internationalen Konferenz “Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe”. Rassismus, Antisemitismus, Homophobie sind Teil der schwierigen Geschichte. Objekte aus der Zeit des Kolonialismus, Propaganda- und Hetzschriften, Denkmäler für die Akteure – wie soll man mit diesen Hinterlassenschaften umgehen? Frei zugänglich, Giftschrank, Abriss? Wie gehen andere Ländern mit diesen Zeugnissen um?

Die Konferenz wird getragen von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dem Bundesarchiv, der Deutschen Digitalen Bibliothek, dem Deutschen Filminstitut Filmmuseum, der Deutschen Nationalbibliothek, dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Forschungs- und Kompetenzzentrums Digitalisierung Berlin (Digis), iRights e.V., der Stiftung Historische Museen Hamburg, Wikimedia Deutschland und dem ZKM Karlsruhe. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Alle Details:
https://zugang-gestalten.org/

# 10: Bündnis gegen digitale Überwachung gegründet .

Autoritäre und repressive Regime nutzen verstärkt digitale Überwachung, um Kritiker, Journalisten und Menschenrechtsverteidiger zu identifizieren, auszuspähen und zum Schweigen zu bringen. Deswegen wurde unter Federführung des Gulf Centre for Human Rights und Access Now am 7. Juni ein Bündnis zivilgeselsschaftlicher Organisationen gegründet. Ziel ist, digitale Überwachungstools vollständig aus dem Verkehr zu ziehen.

Zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für die Verteidigung der Meinungsäußerungsfreiheit und der Grundrechte sowie für den Datenschutz einsetzen, sind eingeladen, sich aktiv als Mitglieder zu beteiligen. Das Bündnis plant gemeinsame zivilgesellschaftliche Aktionen, etwa strategische Gerichtsprozesse (strategic litigation), öffentliche Kampagnen und Advocacy-Arbeit auf regionaler und internationaler Ebene, und will Überwachungsfälle und Menschenrechtsverletzungen dokumentieren.

Bündnis gegen digitale Überwachung
Reporter ohne Grenzen, 09.06.2021
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/buendnis-gegen-digitale-ueberwachung

# 11: VOCER Akademie für Digitale Resilienz .

Registrierschluss: Do., 30.09.2021

Mehr Widerstandskraft für Journalisten

In der neuen VOCER Akademie für Digitale Resilienz stärken Journalisten ihre eigenen Potenziale, um sich von festgefahrenen Strukturen zu lösen und dem digitalen Wandel mit neuen Lösungen zu begegnen. Im Mittelpunkt steht die Bereitschaft zur Veränderung – und die Frage, welche neuen Kompetenzen für die journalistische Arbeit nötig sind. Das Bildungsprogramm mit profilierten Dozenten startet im November und läuft über mehrere Module bis Februar 2022.

Alle Details und Modalitäten:
https://digitale-resilienz.org/akademie-fur-digitale-resilienz/

[Ende der Veranstaltungen].

## Abschnitt Drei: Nachrichten.

# 12: OBS-Studie analysiert Boom-Medium Podcast .

In Podcasts ist eine kultivierte, respektvolle Kommunikation die Norm; Wut, Hetze, Hass und (negative) Emotionalität sind Randerscheinungen ohne Relevanz, es wird Wert gelegt auf den richtigen Ton. Zahlreiche Politik-, Nachrichten- und Wissenspodcasts, die etwa durch anspruchsvolle längere Gesprächs-Angebote glänzen, haben eine besondere Form der “Aufklärung” etabliert. Die Untersuchung der Otto Brenner Stiftung (OBS) identifiziert allerdings auch mittelfristige Bedrohungen dieser lobenswerten “Kultur”. Die Studie legt nahe, dass die Vielfalt, das Niveau und der diskursive Charakter der Podcast-Kultur keine Selbstverständlichkeiten sind.

Die Studie gratis bestellen, lesen oder laden:
https://www.otto-brenner-stiftung.de/podcast-studie

Den richtigen Ton treffen – Der Podcast-Boom in Deutschland / von Lutz Frühbrodt ; Ronja Auerbacher
Frankfurt am Main: Otto Brenner Stiftung, August 2021
(OBS Arbeitsheft ; 106)

# 13: SLAPPs: Zivilgesellschaftliches Bündnis warnt vor Gefahren für Rechtsstaat und Demokratie .

“SLAPP”, amerikanisch für “Strategic Lawsuit Against Public Participation” (Strategische Klage gegen Öffentlichkeitsbeteiligung) nennt man Klagen, bei denen es gar nicht um einen Erfolg vor Gericht geht. Sondern um die Bedrohung durch die möglichen negativen Begleitumstände des Verfahrens: Verzögerung, Bindung von Energie, Schadenersatzforderungen u.ä. – kurz gesagt unfaire Klagen. Sie wollen nicht Recht erstreiten, sie sollen einschüchtern und zum Schweigen bringen.

Phänomen und Begriff stammen aus den USA, werden aber in Deutschland immer ‘beliebter’ bei Firmen und Konzernen, die gegen kritische Organisationen der Zivilgesellschaft vorgehen wollen.

Ein zivilgesellschaftliches Bündnis verschiedener Organisationen warnt jetzt vor Gefahren für Rechtsstaat und Demokratie:
https://dju.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++2fc94fd2-f4f8-11eb-967e-001a4a160129

# 14: Druck von Facebook: AlgorithmWatch stellt Instagram-Forschungsprojekt ein .

SLAPP scheint bei Facebook nicht unbekannt zu sein: Der Konzern hindert derzeit mehrere Organisationen daran, herauszufinden, wie auf seinen Plattform Inhalte verbreitet oder unterdrückt werden. Davon betroffen ist auch die deutsche Organisation AlgorithmWatch.

Am 3. März 2020 startete sie ein Projekt mit dem Ziel, besser zu verstehen, wie der Newsfeed-Algorithmus von Instagram Bilder und Videos in der Timeline von Nutzern priorisiert. Seither haben etwa 1.500 Freiwillige das Add-on installiert; eine der umfassendsten Untersuchung über die Plattform bislang. Facebook argumentiert nun, die Studie verstoße gegen die Nutzungsbedingungen, die die automatisierte Erfassung von Daten verböten.

Am 13. Juli hat AlgorithmWatch das Projekt nun beendet. Man könne es “nicht riskieren, gegen ein Unternehmen mit einem Wert von einer Billion US-Dollar vor Gericht zu ziehen”.

Nach Drohungen von Facebook: AlgorithmWatch sieht sich gezwungen, Instagram-Forschungsprojekt einzustellen
von Nicolas Kayser-Bril. – AlgorithmWatch, 13.08.2021
https://algorithmwatch.org/de/instagram-forschung-von-facebook-gestoppt/

# 15: Free Media Awards 2021 gehen an Journalisten und Medien aus Belarus .

Die Free Media Awards – Supporting Independent Journalism in Eastern Europe gehen in diesem Jahr an Journalisten, Recherche-Teams und Organisationen in Belarus.
Zu den Ausgezeichneten gehören die Justizreporterin Katsjaryna Barisewitsch, die Nachrichten-Website TUT.by, die Belarus Association of Journalists, die Journalistin Natalia Lubnieuskaja, sowie die Journalistin Katsiaryna Andreyeva und ihre Kamerafrau Darya Chultsova. Die Free Media Awards werden von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gemeinsam mit der norwegischen Stiftelsen Fritt Ord vergeben.

https://www.zeit-stiftung.de/presse/detail/980

[Ende der Nachrichten].

## Abschnitt Vier: Seminare, Stipendien, Preise.

Fehlt ein Termin mit Recherchebezug? Bitte mailen Sie uns an
mailto:termine@netzwerkrecherche.de .

# 16: Förderung für investigativen Umweltjournalismus .

Journalismfund.eu hat das Programm “Earth Investigations” eingerichtet. Das neue Stipendienprogramm Wurde durch eine Spende von 11,5 Millionen Euro über sechs Jahre von Arcadia möglich. Damit soll investigativer Umweltjournalismus zu europäischen Themen innerhalb und außerhalb Europas unterstützt werden.

Mit diesem Programm, das aufgrund seines Umfangs und seiner Laufzeit einen Präzedenzfall in der Welt der Philanthropie und des gemeinnützigen Journalismus darstellt, werden Journalistenteams unterstützt, die ein Interesse daran haben, die Umweltaspekte der von ihnen recherchierten Themen zu untersuchen.

Alles Weitere und Kontakt:
https://www.journalismfund.eu/news/eu115-million-environmental-investigative-journalism

# 17: EU-Hospitanzprogramm in Bonn und Brüssel .

Bewerbungsschluss ist Dienstag, 31. August 2021

Das EU-Hospitanzprogramm der JournalistenAkademie der Friedrich-Ebert-Stiftung bietet Teilnehmern umfassendes Wissen über die EU und über die EU-Berichterstattung.

Fr.-So., 26.-28.11.2021, Bonn: Hintergrundwissen über die Europäische Union.
Mo.-Fr., 29.11.-03.12.2021: Brüssel: EU-Betrieb hautnah, Besuch von EU-Institutionen, Gespräche mit Abgeordneten und Lobbyisten, Austausch mit Brüssel-Korrespondenten.

Alle Informationen:
https://www.fes.de/journalistenakademie/artikelseite-journalistenakademie/jetzt-bewerben-eu-hospitanzprogramm-2021

# 18: Recherchestipendien für die Berlin Science Week .

Bewerbungsende: Do., 24.09.2021
Berlin Science Week: Mo.-Mi., 01.–10.11.2021

Die Falling Walls Foundation unterstützt erneut Medienvertreter aus der ganzen Welt, über wissenschaftliche Themen im Zusammenhang mit der Berlin Science Week zu berichten. Journalisten können exklusiven Zugang zu den teilnehmenden Organisationen und den zugehörigen Experten erhalten.

Alle Details.
https://berlinscienceweek.com/press-releases/journalism-research-grant/

# 19: Förderung für innovative Open-Source-Software .

Bewerbungsfrist: Do., 30.09.2021 (23:59 Uhr)

Der Prototype Fund unterstützt zum 11. Mal Hacker, Datenjournalisten und andere kreative Software-Entwicklern dabei, ihre Ideen vom Konzept in einen Prototyp umzusetzen.

Einzelne Entwickler und kleine interdisziplinäre Projektteams können vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über sechs Monate bis zu 47.500 Euro erhalten. Zusätzlich zur finanziellen Förderung winkt Vernetzung mit Tech- und anderen relevanten Communities ebenso wie Coachings und Beratung in der Projektumsetzung und Kommunikation. Die Ausschreibung ist themenoffen.

Für die Umsetzung vom Konzept bis zum Prototyp sind sechs Monate Zeit. Ergebnisse müssen unter einer Open-Source-Lizenz öffentlich zugänglich gemacht werden.

Alle Details:
https://prototypefund.de/

[Ende der Seminare, Stipendien, Preise].

## Abschnitt Fünf: Pressespiegel.

# 20: Empfehlung [d. Red.] .

Die Politik der Lüge
Boris Johnson und die Aushöhlung des Rechtsstaats
von Annette Dittert. – Blätter für deutsche und internationale Politik, Juli 2021
https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/juli/die-politik-der-luege

Alles auf Autopilot
von Tatjana Stanowaja. – Republic, 26.07.2021.
gekürzte Übersetzung von Hartmut Schröder. – Dekoder, 12.08.2021
https://www.dekoder.org/de/article/stanowaja-analyse-legimitaet-dumawahl

“Das Bild von China ist interessengeleitet”
Der Sinologe Andreas Seifert über unseren Blick auf die asiatische Großmacht, die Frontstellung der Nato gegen Beijing und das Bild der Menschen in China von ihrem Land. (Teil 1)
Interview von Harald Neuber. – Telepolis, 12.08.2021
https://www.heise.de/tp/features/Das-Bild-von-China-ist-interessengeleitet-6163307.html?seite=all

“China hat hunderte Millionen aus Hunger, Elend und Armut geführt”
Der Jurist Jörg Lang über Chinas globale Rolle, Kritik an der Berichterstattung über die asiatische Großmacht und eine notwendige Neupositionierung gegenüber Beijing (Teil 2 und Schluss)
Interview von Harald Neuber. – Telepolis, 13.08.2021
https://www.heise.de/tp/features/China-hat-hunderte-Millionen-aus-Hunger-Elend-und-Armut-gefuehrt-6164359.html?seite=all

The truth about fast fashion: can you tell how ethical your clothing is by its price?
To find out the true production cost of a garment is a tortuous process. Here is what you need to know to buy clothes with a clear conscience
By Hannah Marriott. – The Guardian, 29.07.2021
https://www.theguardian.com/fashion/2021/jul/29/the-truth-about-fast-fashion-can-you-tell-how-ethical-your-clothing-is-by-its-price

# 21: Journalismus .

Hohenzollern unterliegen ver.di im Streit um Meinungsäußerung
ver.di, 19.08.2021
https://dju.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++365d23fc-00e0-11ec-9210-001a4a160111

Die neue Sachlichkeit regiert
Podcasts boomen. In dem Format, ob informativ oder unterhaltend, geht es überraschend kultiviert zu. Von Lutz Frühbrodt . – Tagesspiegel, 14.08.2021
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/neue-podcast-studie-die-neue-sachlichkeit-regiert/27518226.html

Bericht: Staat trägt Mitverantwortung für Mord
Der am 29.07. veröffentlichte Abschlussbericht der öffentlichen Untersuchung zum Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia im Oktober 2017 schreibt dem maltesischen Staat eine Mitverantwortung für die Tat zu.
Reporter ohne Grenzen, 30.07.2021
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/bericht-staat-traegt-mitverantwortung-fuer-mord

# 22: Journalismus und PR .

Best of Informationsfreiheit: Wenn die Lobby zu Gast ist
Lobbyisten schaffen es immer wieder, Artikel und Gastbeiträge in renommierten Publikationen zu platzieren. Da gibt es noch einiges an Transparenz zu schaffen.
Von Arne Semsrott. – heise Newsticker, 07.08.2021
https://www.heise.de/meinung/Best-of-Informationsfreiheit-Wenn-die-Lobby-zu-Gast-ist-6157073.html

# 23: Informationsfreiheit .

Dieselskandal: Andreas Scheuer und die Mär von der maximalen Transparenz
Erfahrungen von Transparency Deutschland aus einem dreijährigen Rechtsstreit mit dem Bundesverkehrsministerium
Transparency International, 19.08.2021
https://www.transparency.de/aktuelles/detail/article/dieselskandal-andreas-scheuer-und-die-maer-von-der-maximalen-transparenz/

Schnell baut der Staat Drohkulissen auf
Lebenselixier der Demokratie: Whistleblower tragen zur Sicherheit des Staates bei, die im Amt befindlichen Regierungen drehen den Spieß aber um.
Von Rainer Winters. – Telepolis, 06.08.2021
https://www.heise.de/tp/features/Schnell-baut-der-Staat-Drohkulissen-auf-6157347.html?seite=all ,
https://www.indexoncensorship.org/magazine-2/

# 24: “Fake News” .

Die vielen Fehlschläge der “Querdenker” – So oft irren sich die Verschwörungsideologen
Was verbindet Bodo Schiffmann, Reiner Fuellmich und Eva Rosen? Ihre Prophezeiungen treten nicht ein. Eine Dokumentation der absurden Voraussagen.
Sebastian Leber. – Der Tagesspiegel, 31.07.2021
https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/die-vielen-fehlschlaege-der-querdenker-so-oft-irren-sich-die-verschwoerungsideologen/27471378.html

# 25: Überwachung .

Digitale Überwachung – Weitere Journalisten schließen sich RSF-Klage an
Reporter ohne Grenzen, 06.08.2021
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/weitere-journalisten-schliessen-sich-rsf-klage-an

Totalüberwachung durch die Hintertür – Apples fataler Sündenfall
Apple kündigt mit CSAM-Scanning eine Art Totalüberwachung für Kinderschutz an. Und schafft damit einen fatalen Präzedenzfall.
Kommentar von Jürgen Schmidt. – heise Newsticker, 06.08.2021
https://www.heise.de/meinung/Totalueberwachung-durch-die-Hintertuer-Apples-fataler-Suendenfall-6157251.html

Warum die Versuche der EU, Verschlüsselung auszuhebeln, gefährlich sind
Die EU will die sichere Verschlüsselung von Chatnachrichten durch gesetzliche Vorgaben aushebeln. Gegen alle Warnungen von Experten. Warum eigentlich?
Von Wolfgang Stieler. – MIT Technology Review, 28.07.2021
https://www.heise.de/meinung/Warum-die-Versuche-der-EU-Verschluesselung-auszuhebeln-gefaehrlich-sind-6147092.html

NSO-Skandal: 100 Organisationen fordern Verkaufsstopp für Spyware
Im Kampf gegen die globale Überwachungsindustrie sehen Bürgerrechtsorganisationen die Regierungen in der Schutzpflicht und fordern Regulierung für den Sektor.
Von Stefan Krempl. – heise Newsticker, 27.07.2021
https://www.heise.de/news/NSO-Skandal-100-Organisationen-fordern-Verkaufsstopp-fuer-Spyware-6149195.html

[Ende des Pressespiegel]

## : Link-Index .

01: nr-Jahreskonferenz findet (wieder) online statt
https://nrch.de/nr21

02: Fellowship Vielfalt im Investigativjournalismus stärken
https://neuemedienmacher.de/fellowship

03: Jetzt bewerben – Grow-Stipendien für gemeinnützigen Journalismus
https://nrch.de/grow21

04: SEED-Newsletter Nr. 8 erschienen: Check der Wahlprogramme
https://nrch.de/seed8 ,
https://nrch.de/seedabo ,
https://netzwerkrecherche.org/map/

05: German Editor: Kooperation zwischen GIJN und netzwerk recherche
https://twitter.com/GijNgerman

06: Fachtag zur Nachrichtenkompetenz bei Jugendlichen am 15. September
http://www.scoopcamp.de

07: #FactoryWisskomm – Ideen für den Wissenschaftsjournalismus
https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/downloads/files/factory_wisskomm_publikation.pdf?__blob=publicationFile&v=1 ,
https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/kurzmeldungen/de/karliczek-das-ist-erst-der-anfang.html

08: LETsDOK feiert den Dokumentarfilm und lädt zum Mitmachen ein
https://letsdok.de/ ,
https://letsdok.de/programm/

09: Konferenz “Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe”
https://zugang-gestalten.org/

10: Bündnis gegen digitale Überwachung gegründet
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/buendnis-gegen-digitale-ueberwachung

11: VOCER Akademie für Digitale Resilienz
https://digitale-resilienz.org/akademie-fur-digitale-resilienz/

12: OBS-Studie analysiert Boom-Medium Podcast
https://www.otto-brenner-stiftung.de/podcast-studie

13: SLAPPs: Zivilgesellschaftliches Bündnis warnt vor Gefahren für Rechtsstaat und Demokratie
https://dju.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++2fc94fd2-f4f8-11eb-967e-001a4a160129

14: Druck von Facebook: AlgorithmWatch stellt Instagram-Forschungsprojekt ein
https://algorithmwatch.org/de/instagram-forschung-von-facebook-gestoppt/

15: Free Media Awards 2021 gehen an Journalisten und Medien aus Belarus
https://www.zeit-stiftung.de/presse/detail/980

16: Förderung für investigativen Umweltjournalismus
https://www.journalismfund.eu/news/eu115-million-environmental-investigative-journalism

17: EU-Hospitanzprogramm in Bonn und Brüssel
https://www.fes.de/journalistenakademie/artikelseite-journalistenakademie/jetzt-bewerben-eu-hospitanzprogramm-2021

18: Recherchestipendien für die Berlin Science Week
https://berlinscienceweek.com/press-releases/journalism-research-grant/

19: Förderung für innovative Open-Source-Software
https://prototypefund.de/

20: Empfehlung [d. Red.]
https://www.blaetter.de/ausgabe/2021/juli/die-politik-der-luege ,
https://www.dekoder.org/de/article/stanowaja-analyse-legimitaet-dumawahl ,
https://www.heise.de/tp/features/Das-Bild-von-China-ist-interessengeleitet-6163307.html?seite=all ,
https://www.heise.de/tp/features/China-hat-hunderte-Millionen-aus-Hunger-Elend-und-Armut-gefuehrt-6164359.html?seite=all ,
https://www.theguardian.com/fashion/2021/jul/29/the-truth-about-fast-fashion-can-you-tell-how-ethical-your-clothing-is-by-its-price

21: Journalismus
https://dju.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++365d23fc-00e0-11ec-9210-001a4a160111 ,
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/neue-podcast-studie-die-neue-sachlichkeit-regiert/27518226.html ,
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/bericht-staat-traegt-mitverantwortung-fuer-mord

22: Journalismus und PR
https://www.heise.de/meinung/Best-of-Informationsfreiheit-Wenn-die-Lobby-zu-Gast-ist-6157073.html

23: Informationsfreiheit
https://www.transparency.de/aktuelles/detail/article/dieselskandal-andreas-scheuer-und-die-maer-von-der-maximalen-transparenz/ ,
https://www.heise.de/tp/features/Schnell-baut-der-Staat-Drohkulissen-auf-6157347.html?seite=all ,
https://www.indexoncensorship.org/magazine-2/

24: “Fake News”
https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/die-vielen-fehlschlaege-der-querdenker-so-oft-irren-sich-die-verschwoerungsideologen/27471378.html

25: Überwachung
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/weitere-journalisten-schliessen-sich-rsf-klage-an ,
https://www.heise.de/meinung/Totalueberwachung-durch-die-Hintertuer-Apples-fataler-Suendenfall-6157251.html ,
https://www.heise.de/meinung/Warum-die-Versuche-der-EU-Verschluesselung-auszuhebeln-gefaehrlich-sind-6147092.html ,
https://www.heise.de/news/NSO-Skandal-100-Organisationen-fordern-Verkaufsstopp-fuer-Spyware-6149195.html

[Ende des Link-Index].

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[Ende technische Hinweise].

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